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Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: Quarzsammler am 26 Aug 16, 13:39

Titel: Bestimmungshilfe für vulkanische Gesteine und Erze
Beitrag von: Quarzsammler am 26 Aug 16, 13:39
Hallo Mineralienfreunde,
da mir letztens so kompetent und freundlich auf diesem tollen Forum geholfen wurde (http://https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,42831.0.html), möchte ich mir wieder den Rat von Experten einholen, was weitere Stücke der geerbten Sammlung angeht.
Bei dem ersten Gestein vermute ich Basalt mit kleinen Olivinkristallen. Das Gestein ist sehr hart und hat gegenüber der flachen Oberseite (ich habe keine Idee, wie sie entstanden sein mag) eher unebene Bruchflächen. Auffällig auf den flachen Seiten sind kleine "Furchen", welche sich hinter den eingewachenen Kristallen auftun.
Das zweite Gestein ist vielleicht vulkanisch?? Ich vermute hierbei sekundär gebildeten Gips (Verwitterung?) um ein Basaltähnliches Gestein. Das weiße Hauptgemengeteil reagiert nicht mit Salzsäure.
Das dritte Stück (Mineral) hätte ich mit Antimonit bestimmt (könnte aber auch Bismuthinit sein). Die Strichfarbe ist grauschwarz, die Dichte konnte ich nicht bestimmen und die Mohsärte beträgt ungefähr 2.
Das vierte Fundstück wurde mit "Sidenit" (vllt. Siderit) betietelt. Die Strichfarbe ist schwarz und das Mineral scheint angelaufen zu sein, denn an frischen Bruchflächen glänzt es metallisch. Die Dichte liegt bei ungefähr 4,83 g/cm3. Die Mohshärte beträgt ca. 5. Es wurde vermutlich im Harz gefunden.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Gruß
Ein Quarzsammler

PS.: Leider ist die Fotoqualität nicht so fantastisch... Und ist Hornblende manchmal magnetisch??
Titel: Re: Bestimmungshilfe für vulkanische Gesteine und Erze
Beitrag von: Quarzsammler am 26 Aug 16, 13:40
Hier noch ein paar Bilder...
Titel: Re: Bestimmungshilfe für vulkanische Gesteine und Erze
Beitrag von: felsenmammut am 26 Aug 16, 14:03
Glück Auf!

Das erste kann Basalt sein. Es gibt aber auch noch andere derart dunkle Gesteine.  Die weißen Flecken im Gestein können Feldspäte oder Feldspatvertreter sein. Olivin kann ich auf den Bildern nicht erkennen.

Das zweite lässt viel Raum für Spekulationen. Es könnte sich um ein Stück verwittertes Gestein handeln. Zum Beispiel können bei einem feldspatreichen Gestein die Feldspäte oberflächig verwittert und abgetragen sein. Die dunklen, verwitterungsresistenteren Minerale bleiben erhaben zurück. Es könnte auch vulkanischen Ursprungs sein, wobei das weiße Material wiederum leichter verwittert und bereits teilweise abgetragen ist.

das dritte Stück kann Antimonit oder Bismuthinit sein. Beide bilden eher nadelige Kristalle und lassen sich in der Kerzenflamme schmelzen. Alternativ wäre noch Molybdänit denkbar. Dieser ist in der Kerzenflamme nicht schmelzbar.

Siderit für das 4. Stück dürfte passen. Siderite aus dem Harz sehen so aus.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut
Titel: Re: Bestimmungshilfe für vulkanische Gesteine und Erze
Beitrag von: Quarzsammler am 30 Oct 16, 17:13
Nachtrag:
Das zweite Gestein s.o. ist möglicherweise Turmalin-Aplit. Der Feldspat ist verwittert während der Turmalien blieb...??
 ;) ???