Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: Ronin am 14 Oct 16, 14:16
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Hallo wehrte Kollegen.
Anbei Fotos von Gestein welches ich als Jaspis klassifiziert hatte. Jetzt beim Steinmetz zwecks Schneiden, meinte dieser es könne kein Jaspis sein, da mit Härte 7 zu weich dafür. Dies ist leider nicht von der Hand zu weisen. Das Gestein lässt sich leicht mit einer Stahlfeile bearbeiten. Etwas härter als Speckstein.
Unabhängig von der tollen Optik möchte ich dann doch wissen was es ist.
Ist es nur schöner, bunter Schlamm/Kalkstein?
Dank und Gruß
Ronin
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Fotos
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Etwas härter als Speckstein.
Härte 7 ist aber deutlich härter als Speckstein (= Talk, Härte 1) !
Zur Bestimmung:
wieder mal das Problem zu geringer Fotoqualität ...
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:(
Das liegt an mangelhafter Qualität der Kamera. Die Auflösung ist Sch.....!
Sollte es "nur" Kalkstein sein, wie kommt es denn zu einer so intensiven roten bzw. rot braunen Farbe?
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durch Eisenoxide
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Moin,
also mir wäre es egal ob Jaspis oder nicht. Schöne Sachen.
Grüße aus dem Sauerland,
Peter
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Also Härte 7 und Härte 1 sollte doch auseinander zu kennen sein. >:D
Wie wäre es denn mit einem Säuretest statt fortlaufender Rateübungen?
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Also Ritzversuche sehen wie folgt aus.
Mit leichtem Druck durch Messer ritzbar. Durch schwedischen Muschelkalk nicht ritzbar.
Leider fehlen mir hier alle Möglichkeiten für richtige Tests.
Bin erst vor zwei Monaten hierher gezogen und ne P2Wohnung gibt nicht viel her platztechnisch.
Werde mal ne Probe mit ins Werkslabor nehmen. Ich glaube die haben ein Massenspektrometer.
Dank und Gruß
Ronin
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für den Säuretest brauchst nicht viel Platz ;)
da reichen ein paar Tropfen Essigessenz auf den Stein ....
wenn allerdings mit dem Messer leicht ritzbar, dann ists wohl doch eher Kalk als Jaspis
edit Mod.: Fortsetzung als eigenes Thema abgetrennt, siehe:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,43168.0.html
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In der Lahngegend wurden solch intensiv gefärbte Kalksteine als Lahnmarmor abgebaut.
Die Färbung kommt wie gesagt von Eiseneinlagerungen.
Wird kaklstein sein.
lg
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Essigessenz gibt es in jedem Lidel oder Penny zu kaufen . Sollte 25% säure haben. zur Not geht auch normaler Haushaltessig.
Grüße
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Essigessenz gibt es in jedem Lidel oder Penny zu kaufen . Sollte 25% säure haben. zur Not geht auch normaler Haushaltessig.
Grüße
... solche Ratschläge führen nur zu Verwirrung. Ein Karbonattest wird mit verdünnter Salzsäure durchgeführt und wenn man die nicht hat oder sich nicht besorgen möchte, dann hat man halt Pech gehabt.
Was passiert denn wenn man einen dolomitisierten oder stark mit Fremdmaterial verunreinigten Kalk mit Essig beträufelt? - Nix!
Laienhaftes Fazit: ist kein Karbonat - das kann aber nicht Sinn der Sache sein. Bedauerlicherweise greift diese Unsitte greift immer weiter um sich.
Grüße,
Michael
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Habe leider noch keine Laborergebnisse da ich nicht tagsüber gearbeitet habe. Aber der Chef des Labors hat mir schon gesagt, dass es Kalkstein gibt der auf Säuretests nicht anspricht. die wollten mit einem hochenergetischen Laser winzige Stücke zur Analyse absprengen. Wenn ich das richtig verstanden habe, analysiert der Laser dann sofort die Zusammensetzung. alternativ haben die auch ein Massenspektrometer.
LG
Patrick
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Hallo,
ich verstehe nicht, warum man so einen Aufwand machen muss.
33%ige Salzsäure (ist für den Säuretest auf max. 10 % zu verdünnen) ist in jedem Baumarkt, Lagerhaus usw. erhältlich. Der Platzbedarf für den Säuretest ist minimal (wobei man immer die Anwendung im Freien vorzuziehen sollte).
Und - Calcit schäumt immer mit kalter Salzsäure. Keine Ahnung, wie man da auf eine abweichende Aussage kommt.
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Wie gesagt. Der Chef da, ein Dr. Kraft, meinte ein Säuretest sei keine 100% aussagekräftige Methode.
Bin auch sehr gespannt!! ::)
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Woher sind die Stücke eigentlich`?
wäre auch hilfreich ...
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Nach langer Recherche konnte ich die Herkunft auf einen Steinbruch bei Halle a.d.Saale verorten:
Kalksteinbruch Rübeland
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Nach langer Recherche konnte ich die Herkunft auf einen Steinbruch bei Halle a.d.Saale verorten.
Was bringt Dich zu dieser Verortung? - das kann doch gar nicht passen, von der Geologie wäre dort noch Kieseltuff möglich aber nicht solch Marmor.
Grüße,
Michael
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Kalksteinbruch Rübeland
... das ist dann schon ein wenig weiter weg von Halle ;)
Kalksteinbruch Rübeland passt fast, aber nicht ganz - solche Stücke kommen vom Krockstein bei Rübeland.
Grüße,
Michael
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Kann nur sagen was mir die Disponentin sagte, wo unser Kalkstein für die Rauchgasentschwefelung herkommt.
Mal so für Interessierte:
Der Kalkstein wird gemahlen und dem Rauchgas zugesetzt. Dabei wird aus dem Kalksteinstaub, unter Absorbierung des Schwefel, Gips.
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Dann wird die Disponentin Recht haben.
Manchmal kommen dort auch farbige Kalke vor, aber meistens nur graue Massenkalke.
Ein Marmorvorkommen befindet sich am Krockstein bei Rübeland:
https://www.mineralienatlas.de/?l=42255
Wenn Du die Fundumstände im Eingangspost geschrieben hättest, wäre die Zielfindung leichter gewesen.
Auf den Labortest kannst Du jedenfalls verzichten.
Grüße,
Michael