Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Martin Esa am 25 Oct 16, 17:58

Titel: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Martin Esa am 25 Oct 16, 17:58
Hallo zusammen,

wie der Betreff schon fragt, suche ich bisher vergeblich eine Antwort oder ein Bild.
Ich bin gespannt :)
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Fabian99 am 25 Oct 16, 21:08
Ja, es gab mal Spinnmilbe in Aragonit und Ratte in Malachit

LG
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: stoanklopfer am 25 Oct 16, 21:29
Ja, aber nicht in einem Kristall, sondern überkrustet.
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Harzsammler am 25 Oct 16, 21:34
Da wirst Du in Eis sicher am ehesten fündig werden.
Eis ist ein anerkanntes Mineral und zeigt hin und wieder Einschlüsse von Tieren.

Grüße,
Michael
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: felsenmammut am 25 Oct 16, 21:38
Glück Auf!

ein Bild zu Calcit pseudomorph nach Banane ist im Mineralienportrait Calcit. Die oben genannte Malachitratte ist bestimmt die Kristallisation von Atacamit und Chalkanthit auf Maus, auch als Malachitmaus bezeichnet. Bilder findet man im Internet

Und Mücke (Insekt) in Salmiak habe ich auf Haldenstücken von Freital schon gesehen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: jkstar am 26 Oct 16, 00:40
Hallo,

Ich finde leider keine Bilder der Malachitmaus im Netz?!

Viele Grüße
Julian
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: gsiberger am 26 Oct 16, 02:05
Soweit ich mich erinnere ist das Kupfer auf Maus und sehr beeindruckend!
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: pery am 26 Oct 16, 02:20
Soweit ich mich erinnere ist das Kupfer auf Maus und sehr beeindruckend!

Stimmt, genauer Atakamit und Chalkantit

Hier ein Bild:
 
- Foto bis auf weiteres entfernt
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Stefan am 26 Oct 16, 09:27
Ja das möchte man sicher in seiner Sammlung liegen haben. Macht sich toll in jeder Vitrine ;)
Viele Grüße Stefan
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: stoanklopfer am 26 Oct 16, 13:41
Ist zwar kein Tier, aber mir fallen noch die Quarzkristalle mit eingeschlossenen Pilzmyzelen aus Hohenlimburg ein.
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: cmd.powell am 26 Oct 16, 15:12
Moin

Ich kenne jetzt zwar kein konkretes Beispiel, aber alle relativ schnell wachsenden Minerale könnten theoretisch ehemalige Lebewesen einschließen, ich denke dabei an Halit oder Gips. In Teutschental gibt es einen Gipssee, in dem Gipskristalle auf allem Möglichen wachsen, in einem Fall auch auf einem Hirschkadaver, ich hab allerdings noch nie gezielt nach Einschlüssen in den Kristallen gesucht.
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: smoeller am 26 Oct 16, 15:14
Hallo,

Salz geht auch. Ist unter Druck fließfähig (wie Gletschereis) und kann in sehr alten Bergwerken wie im Salzkammergut in Österreich durchaus mal tierische Reste oder Bergbaugerät einschließen. Man kennt keltische Lederreste, die im Salz konserviert wurden.

Letztens habe ich von versinterten Schlangen in einer Höhle gelesen. Auf der Hamburger Börse gabs letztes Jahr Widderschädel mit Gipskristallen aus Australien.

Was es auch recht häufig gibt, sind diagenetische Konkretionen aus Phosphorit, Pyrit, Limonit, die dann Reste von Tieren (Haizähne, Seeigel etc.) einschließen.

Echte Einschlüsse von Tieren dürften selten sein. Die überaus meisten Minerale entstehen im inneren der Erde unter Bedingungen, die einer Erhaltung in der Substanz nicht zuträglich sind, bzw. es geraten keine höheren Tiere überhaupt dorthin. Nur oberflächennah aus stark übersättigten Lösungen/Dämpfen sehr rasch wachsende Minerale wie Salze, Salmiak oder Gips kommen meines Erachtens neben Eis und Bernstein überhaupt in Frage. Unter solchen Bedingungen kann organisches Material rasch der Verwesung entzogen werden und die Geschwindigkeit der Kristallisation hinreichend hoch, dass das Wachstum nicht Jahrhunderte oder Jahrtausende dauert, was angesichts von Verwitterung und Erosion nicht förderlich wäre.

Glück Auf!
Sebastian
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Martin Esa am 26 Oct 16, 17:14
Super!!! Ich danke euch sehr für Eure Beiträge.

Wenn ein höherer Säuger, die Maus ist ein gutes Beispiel, theoretisch in eine Situation käme die die Bildung einer Druse nach sich zieht. Würde der tote, noch nicht verweste Mauskörper, also in einer Lösung eingelegt sein. Dadurch wäre er in diesem Zustand erst mal konserviert. Wachsen dann die Kristalle, wenn die Zeit des Kristallwachstums gekommen ist, auch in den Körper der Maus? Ist es also möglich, ähnlich wie bei der Verkieselung von fossilem Holz, dass die zellulare Struktur der Maus durch winzigste Kristallvarianten ersetzt und nicht zerstört wird?

Keine Sorge bitte. Ich bereite mich hier nicht auf verstörende Tierversuche vor um mich zu bereichern. Dafür hätte ich die Zeit nicht ;)
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Emil Box am 26 Oct 16, 23:29
Wahrscheinlich nicht gesucht, aber merkwürdig.
Gastropode in Beryll (Smaragd).
www.mindat.org/photo-75320.html (http://www.mindat.org/photo-75320.html)
Gruß.
Milo
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: pery am 27 Oct 16, 01:26
Wachsen dann die Kristalle, wenn die Zeit des Kristallwachstums gekommen ist, auch in den Körper der Maus? Ist es also möglich, ähnlich wie bei der Verkieselung von fossilem Holz, dass die zellulare Struktur der Maus durch winzigste Kristallvarianten ersetzt und nicht zerstört wird?


Ich bin da ehrlich kein Experte aber ich denke mit den Knochen der Maus wäre das gut möglich!
Von diversen Fossilien kennt man das ja zu genüge, z.B Quarzkristalle in Ammoniten

http://erdwissen.nagra.ch/wp-content/uploads/2011/05/Ammonit-aufgeschnitten-Kristalle.jpg

Beim Beispiel Maus (von oben) wird der Fundort aller Wahrscheinlichkeit nach in einer sehr sehr trockenen Klimaregion liegen, sprich einer Wüste.
Das hat zum einen dafür gesorgt das sich die Maus ähnlich einer Mumie gut erhalten hat, zum anderen ist dies das einzige Milieu in dem Chalkanthit nicht zerfällt (wasserlöslich).
Zudem bildet sich Chalkanthit als Oxidationsmineral von Kupfer-Sulfiden sehr schnell.
Bei Mineralien wie z.B Quarz halte ich so etwas wie tierische Einschlüsse für unmöglich, da der Zeitraum für die Kristallisation einfach eine ganz andere Dimension ist.


Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Fabian99 am 27 Oct 16, 08:51
Da fällt mir spontan der Zahntürkis ein, Zähne von Grubenpferden konnten durch Vivianit im Grubenwasser ersetzt werden.

LG
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: pery am 27 Oct 16, 13:27
noch was passendes zum Thema ;) (die Maus hats mir i.wie angetan)


Der Kupfermann aus der Restaradora Mine,Chuquicamata, Chile

- Fotolink bis auf weiteres entfernt

Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Fabian99 am 27 Oct 16, 16:30
Oder:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_von_Falun#Literarische_Rezeption

LG
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Martin Esa am 27 Oct 16, 18:48
Wow!!! Der Kupfermann ist gruselig.

Aber ich sehe schon das ist nicht so einfach. Dazu ein kleines Gedankenexperiment. Ein urzeitlicher, etwa hasengroßer Säuger fällt in eine Grube und stirbt. Durch geologische Verwerfungen, oder ähnliches, schließt sich die Grube und füllt sich mit einer Sole. Das Tier wird von der Sole über Jahrtausende konserviert. In der Kaverne kommt es zu Bedingungen die denen der Naica Kavernen ähneln. Es wachsen große Kristallformationen und das Tier wird in einem Kristall gänzlich eingeschlossen. Welche Mineralien müssten oder könnten beteiligt sein um eine möglichst hohe elektrische Leitfähigkeit dieses Kristalls, inklusive des eingeschlossenen Säugers, zu gewährleisten. Und in welchen Zeiträumen wäre so ein Scenario denkbar, insbesondere im Hinblick darauf am Ende eine begehbare Höhle mit einem mächtigen Kristall (Naicamäßig), eingeschlossen in ihm ein nicht mehr ansehnliches Urzeiteumel, zu haben.

Hilfreich wären hier Zielführende Ideen. Ich bin Autor und bewege mich im Fantasy SF Bereich. Ich möchte zwar nah an der Realität bleiben, aber wenn es nicht geht dann kann man die Wissenschaft etwas beugen.
Natürlich versuchte ich, bevor ich Euch hier befragte, selbst eine einigermaßen Schlüssige Theorie zu basteln. Es ist aber zu weit für mich dieses Feld. Deswegen wende ich mich an Fachleute und bin für Ideen und Anregungen sehr dankbar.

Gruß
Martin
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Erik am 27 Oct 16, 21:20
Ich störe ja ungerne, aber gibt es für die (im Atlas hochgeladenen) Fotos der Maus und des Kupfermanns eine Genehmigung der Copyrightinhaber?

Gruß, Erik
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: pery am 28 Oct 16, 01:17
Ich störe ja ungerne, aber gibt es für die (im Atlas hochgeladenen) Fotos der Maus und des Kupfermanns eine Genehmigung der Copyrightinhaber?

Du störst nicht ;)
Ich habe die Museen kontaktiert und kümmere mich darum
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Martin Esa am 30 Oct 16, 11:13
Das war wohl etwas zu viel Information.

Könnte mir vielleicht jemand sagen welche natürlich vorkommenden Kristalle die höchste oder beste Leitfähigkeit aufweisen?

Gruß
Martin
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Fabian99 am 30 Oct 16, 11:38
Kupfer und Silber?

Lg
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Embarak am 30 Oct 16, 11:56
Zitat
Ich störe ja ungerne, aber gibt es für die (im Atlas hochgeladenen) Fotos der Maus und des Kupfermanns eine Genehmigung der Copyrightinhaber?
Berechtigter Einwand !
Zum "copper man" gibt es einen thread auf mindat (http://www.mindat.org/forum.php?read,82,202970,page=1) mit Foto und auch Angaben zum Alter und der dazu gehörigen story. Faszinierend !
In diesem Buch (https://books.google.de/books?id=h4UsS44ikPoC&pg=PA105&lpg=PA105&dq=Copper+Man+American+Museum+of+natural+history&source=bl&ots=9ynBF3yj6I&sig=7-LA-YKizVIKShWhUByCXKfCvf8&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi3ptWkrYLQAhXibZoKHQQtBMYQ6AEIJzAB#v=onepage&q=Copper%20Man%20American%20Museum%20of%20natural%20history&f=false) noch ein Artikel mit einem weiterem Foto (S.110)

Norbert

P.S.: Ein link zur Chalcanthit-Atakamit-Maus (https://environmentalgeography.wordpress.com/2009/09/08/encrustation-pseudomorphism/) findet sich auch.
Links dürfen eingebaut werden, aber keine Fotos ohne Genehmigung der Copyrightinhaber.
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: alfredo am 30 Oct 16, 14:38
Die originale Frage scheint über Einschlüsse in Kristalle zu sein, aber die meisten Antworten sind über Pseudomorphosen und nicht über Einschlüsse.

Ein Einschluss ist zum Beispiel ein Insekt in einem Gipskristall, im Emser Heft über Lüneburg.
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: cmd.powell am 30 Oct 16, 16:03
Wow!!! Der Kupfermann ist gruselig.

Aber ich sehe schon das ist nicht so einfach. Dazu ein kleines Gedankenexperiment. Ein urzeitlicher, etwa hasengroßer Säuger fällt in eine Grube und stirbt. Durch geologische Verwerfungen, oder ähnliches, schließt sich die Grube und füllt sich mit einer Sole. Das Tier wird von der Sole über Jahrtausende konserviert. In der Kaverne kommt es zu Bedingungen die denen der Naica Kavernen ähneln. Es wachsen große Kristallformationen und das Tier wird in einem Kristall gänzlich eingeschlossen. Welche Mineralien müssten oder könnten beteiligt sein um eine möglichst hohe elektrische Leitfähigkeit dieses Kristalls, inklusive des eingeschlossenen Säugers, zu gewährleisten. Und in welchen Zeiträumen wäre so ein Scenario denkbar, insbesondere im Hinblick darauf am Ende eine begehbare Höhle mit einem mächtigen Kristall (Naicamäßig), eingeschlossen in ihm ein nicht mehr ansehnliches Urzeiteumel, zu haben.

Hilfreich wären hier Zielführende Ideen. Ich bin Autor und bewege mich im Fantasy SF Bereich. Ich möchte zwar nah an der Realität bleiben, aber wenn es nicht geht dann kann man die Wissenschaft etwas beugen.
Natürlich versuchte ich, bevor ich Euch hier befragte, selbst eine einigermaßen Schlüssige Theorie zu basteln. Es ist aber zu weit für mich dieses Feld. Deswegen wende ich mich an Fachleute und bin für Ideen und Anregungen sehr dankbar.

Gruß
Martin

"Realistisch" wären in so einem Szenario wohl am ehesten Gips oder Halit, da sie in geologisch kurzer Zeit zu beträchtlichen Kristallen heranwachsen können. Allerdings ist die elektrische Leitfähigkeit eher bescheiden (praktisch gleich null). Vergleichsweise hohe Leitfähigkeit haben nur einige Sulfide, Oxide und natürlich Metalle, diese Kristalle benötigen jedoch auch recht lange, um zu den geforderten Größen heranwachsen zu können. Auch ein weiteres physikalisches Problem steht Deiner Idee entgegen: Die meisten leitenden Stoffe sind nicht transparent, das liegt in der Natur der Sache. Das liegt (stark vereinfacht) daran, das für eine gute Leitfähigkeit bewegliche Ladungsträge (z.B. Elektronen) benötigt werden. Hat man jedoch viele bewegliche Ladungsträger, so absorbieren diese automatisch elektromagnetische Wellen allerlei Frequenzen, so auch im sichtbaren Bereich. Konsequenz: Der Stoff wird undurchsichtig. Wie gesagt, stark vereinfacht. Wenn Dich das Thema interessiert, empfehle ich entsprechende Literatur und/oder Wikipedia.
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Fabian99 am 30 Oct 16, 17:25
Hallo,

die vergisst die Ionenleiter ;-), siehe Kleber - Kristallographie. Aber in der Regel keine grosen natürlichen Kristalle. Oder die Temperatur muss höher werden...

LG
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: smoeller am 30 Oct 16, 23:16
Hallo,

Was es im Salz auch gibt, ebenso im Eis und im Gips: Bakterien. Im permischen Steinsalz hat man Bakterien gefunden, die nach ca. 240 Mio. Jahren immer noch lebensfähig waren.

Glück Auf!
Sebastian
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: pery am 31 Oct 16, 01:50
Hast du vor, in deinem Roman ein Urvieh im Kristall durch Blitzschlag zum Leben zu erwecken ? ?  :D
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Martin Esa am 31 Oct 16, 17:18
Hast du vor, in deinem Roman ein Urvieh im Kristall durch Blitzschlag zum Leben zu erwecken ? ?  :D

Das ist die logische Schlussfolgerung. Tatsächlich aber gebietet die Erfahrung der letzten Jahrzehnte möglichst weit um den heißen Brei herumzureden. Denn um die eine oder andere "Idee" wurde ich schon erleichtert. Das erschwert natürlich die Recherche. Bestimmt wird in diesem Forum, wie obere Nachfrage des Admins zu Bildrechten nahe legt, mit geistigem Eigentum vorbildlich umgegangen, aber ein Restrisiko bleibt immer.

Gruß
Martin
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Martin Esa am 31 Oct 16, 17:59
Einen großen DANK an smoeller, Fabian99, cmd.powell, alfredo, peryperypery und Embarak. Seeeeehr hilfreich. Eure Informationen bringen mich ein ganzes Stück weiter. Nun gibt es für mich Einiges zu lesen und die Möglichkeiten einzugrenzen.
Und es wird wie immer sein: Eine Antwort wirft viele neue Fragen auf. :)

Gruß
Martin
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: pery am 31 Oct 16, 19:32
Lass mich (uns) wissen wenn du deine Gedanken zu Papier gebracht hast.

Ich liebe SciFi  8)
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: Harzsammler am 01 Nov 16, 19:59
Hier noch etwas interessantes:

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Grüße,
Michael
Titel: Re: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?
Beitrag von: cmd.powell am 09 Nov 16, 02:36
Moin Martin

Ok, ein in einem Kristall eingeschlossenes Urtier durch Blitzschlag zum Leben erwecken, das ist ja mal eine spaßige Idee. Folgender Einfall von mir dazu: Gelegentlich kann man Kupfer in Form von Dendriten in anderen (transparenten) Kristallen finden, so z.B. die Kupfereinschlüsse in Calcit von der Quincy-Mine auf Keeweenaw. Wenn man jetzt solche Kupferdendriten, die auch recht schnell wachsen können, in einen größeren Gipskristall theoretisiert (was sogar recht plausibel ist), könnten diese wie Drähte um das eingeschlossen Tier liegen und den Strom (z.B. aus einem Blitzeinschlag) an die relevanten Stellen führen, sozusagen ein geologischer Defibrillator  ;D Zum Wiedererwecken einer (höheren) Lebensform ist das wahrscheinlich sogar am plausibelsten, da ein leitfähiger Kristall jegliche Energie um den Körper herum leiten würde, jedoch nicht in diesen hinein. Naja, soweit es überhaupt irgendwie plausibel ist, einen Jahrtausende oder Jahrmillionen alten Organismus wiederzubeleben, aber das soll ja ein Roman werden...