Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Lebewesen / Life forms => „Saurier“ und Reptilien allgemein / Dinosaurs and other reptiles => Thema gestartet von: Mampfbacke am 13 Nov 16, 20:08
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Hallo werte Forums-Mitglieder,
im vergangenen Sommer war ich in Oberfranken unterwegs. Dort entdeckte ich den in den Bildern ersichtlichen Knochen. Leider konnte mir bisher noch niemand sagen, welchen Knochen von welchem urzeitlichen Geschöpf ich da gefunden habe.
Die genaue Lokalität ist der Main-Prallhang bei Nedensdorf. Aufgeschlossen ist die Lias mit Posidonienschiefer sowie der Monotisbank. Laut Wikipedia außerdem noch eine Saurierschicht namens 'THEODORIS'.
Ist jemand in der Lage, mir anhand der Bilder weiterzuhelfen?
Glück Auf!
Edit: Bitte in "Bestimmung von Funden" verschieben, leider total falsch platziert.
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Hallo,
das sollte das Rostrum eines Pachycormidae sein.
Grüße,
Michael
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Hallo Michael, danke für deine Antwort. Allerdings taucht die Familie der Pachycormidae anscheinend erst im Dogger, also Mitteljura auf, während die dort lagernden Sedimente etwas älter sind (Unterjura). ???
Noch eine weitere Frage. Mir war es leider aufgrund von fehlendem geeignetem Werkzeug nicht möglich, den Knochen im Ganzen zu bergen. Somit habe ich jetzt viele Bruchstücke, die ich aber gern wieder zusammenkleben würde. Hat wer einen Tipp, was als Kleber geeignet wäre?
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Hab mir das Bruchbild nochmal angeschaut - ob es wirklich Knochensubstanz ist ???
In diesen Fall schon mal an Megateuthis gedacht?
Geeigneten Kleber bekommst Du hier: http://www.haufwerk.com/index.php?cat=c34_Sekundenkleber-sekundenkleber.html
Grüße,
Michael
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Beim Fund hatte ich einen Sedimentologen dabei. Er war sich, seiner Aussage nach, zu 98% sicher, dass dies ein Knochen sei.
Einen Belemniten möchte ich hier ausschließen. Form und interne Strukturen passen da überhaupt nicht.
Ich muss einmal schauen, ob ich nicht nächstes Wochenende noch ein paar bessere Bilder machen kann. Meine Hoffnung auf Bestimmung lag eher darin, dass eventuell an dieser Fundstelle jemand aus dem Forum schon einen ähnlichen Fund gemacht hat.
Auf jeden Fall vielen Dank!
Glück Auf!
Thomas
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nach dem, was auf den Bildern zu sehen ist, würde ich auch auf knochen tippen
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nach dem, was auf den Bildern zu sehen ist, würde ich auch auf knochen tippen
... na ich weiß nicht, im Bruchbild fettiger Glanz, mittig randversetzt ein Kanal und keine erkennbare Spongiosa?
Grüße,
Michael
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und keine erkennbare Spongiosa?
ich hätte das punktartige/kleingefleckte Erscheinungsbild am Bruch als mineralisierte Spongiosa gedeutet (kenn ich ähnlich von jüngeren, aber trotzdem stark mineralisierten Knochen) -
war mir da aber keineswegs sicher. Kann man natürlich auch anders deuten - und bei nochmaliger intensiver Betrachtung steigen auch bei mir Zweifel an der Interpretation als Knochen auf.
"Fettigen Glanz" kann ich allerdings auch keinen erkennen ....
Und am ersten Foto scheint das Objekt eine feine Längsriefung aufzuweisen - was mir nicht recht zu eiinem Belemniten passen will (allerdings auch für Knochen wohl nicht ganz typisch wäre) ...
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Spongiosa ist meiner Meinung nach doch recht gut zu erkennen und mineralisiert. Die Längsstreifung ist sehr deutlich ausgeprägt.
Ich hab das Stück gerade leider nicht zur Hand. Am Wochenende kann ich dann hoffentlich noch ein paar Infos sowie bessere Bilder nachliefern.
Was käme denn außer einem Knochen in Frage? Ein Belemnit ist auszuschließen.
Glück Auf!
Thomas
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Was käme denn außer einem Knochen in Frage?
hmm, schwierige Frage - warten wir mal die neuen Bilder ab ....
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Hallo zusammen,
gute Nahaufnahmen der Bruchflächen weiterer Querbrüche könnten sehr helfen. Also unbedingt vor dem Zusammenkleben Fotos machen und hier zeigen. ;)
Viele Grüße
Sönke
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Calamites?
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Calamites?
Das Auftreten vom Oberkarbon bis ins Unterperm passt leider überhaupt nicht...
Glück Auf!
Thomas
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Bisher sieht mir das aber auch nicht nach Knochen aus... vielleicht geben die neuen Fotos mehr her.
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Hallo,
im STEINKERN-Forum wird das Stück als Holz angesprochen: http://www.steinkern.de/forum/viewtopic.php?f=34&t=23552
Ich denke das trifft es.
Grüße,
Michael
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Hallo,
Hatte auch zuerst an einen Schachtelhalm gedacht.
Calamiten gab es zumindest auch in der Trias noch. Schachtelhalme als solches kommen bis heute vor, habe auch schon Exemplare bis über einen Meter höhe lebend gesehen. Typisch für Schachtelhalme ist, das sie in Regelmäßigen Abständen senkrecht zur Längsachse ringförmig eingeschnürt sind. Man schaue einen rezenten Schachtelhalm zum Vergleich an.
Glück Auf!
Sebastian
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Holz ist durchaus möglich - hätte ich aber nach den Fotos nicht zu behaupten gewagt.
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Hallo!
Aus meiner Sicht ein Stammstück. Somit Holz sicher richtig. Ob es jetzt wirklich ein Calamit ist, müsste man auf dem gesäuberten Stück dann vielleicht erkennen können. Grundsätzlich sehr große Ähnlichkeit mit dem im MA hinterlegten Bild vom Calamit von der Rattendorfer Alm. Nur das das hier eingestellte Fundstück wesentlich länger ist. Dadurch müsste eigentlich irgendwo eine Quereinschnürung sichtbar werden, wenn es ein Calamit ist.
LG Markus
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Eine Einschnürung ist auf der gesamten Länge (ca. 34cm) nicht zu sehen.
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Ich möchte mich noch einmal gern zurück melden.
Das Fundstück habe ich mir noch einmal angesehen und würde es nun auch als Holz ansehen. Ich habe es auch bei mir, jedoch leider meine Kamera vergessen, weshalb ich nur notgedrungen ein - hoffentlich dennoch aufschlussreicheres - Bild angefügt habe, welches ich mit dem Smartphone erstellt habe.
Auffällig sind die länglichen Fasern, die nicht nur auf der Oberfläche zu erkennen sind (unteres der beiden aneinander gelegten Bruchstücke), sondern auch das gesamte Innere bilden (schwer erkenntlich am oberen der beiden Stücke). Eine Erklärung für Pflanzenfasern erscheint mir hierfür sehr pausibel.
Des Weiteren ist zu beobachten, dass das Fundstück eigentlich ausschließlich Querbrüche aufweist, welche ~ senkrecht zur Faserung verlaufen und dabei teilweise versetzt sind. Dieses Bruchverhalten kenne ich von dürrem Holz, welches schon länger ungeschützt herum liegt und leicht zu brechen ist.
Glück Auf!
Thomas
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Ich muss mich wohl noch einmal zurück melden.
Nachdem ich das Exemplar schlussendlich zusammen geklebt hatte, hab ich es an der Uni visuell bestimmen lassen.
Es ist ein Rippenknochen eines Ichthyosaurus.
Anbei noch ein Bild des zusammengesetzten Stückes.
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danke für die Info !