Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Österreich / Austria => Thema gestartet von: Daachhex am 02 Dec 16, 22:59
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Guten Abend miteinander.
Frage: Leckbachrinne Stein mit schwarzen Schnüren, Schnüre hochmagnetisch. Macht auf einem schwarzen Tontopf einen ganz hellen Strich.
Ich habe dort einen Geologen getroffen, der sich den Stein angeschaut hat. Er meinte, es könnte Phlogopit sein, war sich aber nicht sicher, da dieses Material eigentlich nicht wie Schnüre aussehen würde. Und die sind eindeutig zu erkennen. Die Schnüre sind zwischen 2 und 2 1/2 cm lang (dann abgebrochen).
Wenn es nicht Phlogopit ist, was könnte es denn sonst sein ? Magnetit hat ja einen schwarzen Strich. Auf meinem weißen Strichtäfelchen ist aber nichts zu erkennen.
Kann mir jemand einen Tipp geben, welches Mineral noch in Frage kommt.
Danke und eine schöne Nacht.
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Nein, der Name Phlogopit war es gewiß nicht. Pyrrhotin ? Sehe aber keinen schwarzen Strich auf dem Täfelchen.
Ich habe mir den Namen leider nicht direkt aufgeschrieben.
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denke in die Richtung Amphibol oder Hornblende
hochmagnetisch: das hellgrüne ist ziemlich sicher Serpentinit, der enhält oft/meist Magnetit,
und daher magnetisch
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Liebe Hiltrud,
versuche doch mal, klarere Fotos hinzubekommen, diese hier sehen aus, als wenn sie bei starkem Bodennebel aufgenommen wurden... ;)
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Leichter gesagt, wie getan !Habe mir nochmal alle Mühe gegeben!
Also, als erstes habe ich in Ruhe nochmal einen Strich erzeugt und der ist sehr dunkel, wenn auch nicht ganz schwarz (habe genau darauf geachtet, daß ich ein Stück der Schnüre abreibe und kein anderes Material).
Mein Magnet wird bei einem Abstand von 2,5 cm. mit Macht an die Schnüre angezogen. Der ganze Stein ist mal mehr oder mal weniger magnetisch. Ich habe mir die magnetischen Mineralien hier im Atlas mal angesehen und werfe nun mal Wolframit in die Diskussion. (Lachhaft ? ?) Ich weiß, daß es im Habachtal nicht gelistet ist. Aber war da nicht in der Nähe eine Wolframgrube, die man nicht besichtigen durfte oder handelt es sich dabei um einen anderen Abbau. Es ist schon so lange her, daß ich einmal dort war.
Auf einem Bild kann man eine bräunliche Auflösung erkennen. Auch schimmert es manchmal silbern und auch leicht bläulich.Vielleicht fällt jemand von Euch etwas dazu ein.
Tja, die Bilder ! Ich habe den ganzen Nachmittag an meinen Mitteln herumgespielt und getestet. Habe bei der DigiMicro das Licht ganz ausgeschaltet und mit einer externen Lampe herumgefuchtelt. Seht selbst! Wenn nichts erkennbar ist, wandert der Stein zu den unerkannten. Danke aber schon mal.
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noch 3 Bilder
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Hallo.
Entschuldigung aber mit jeder Handycam kann man Fotos schießen die wesentlich besser sind , zumindest von der Schärfe her !!
Das ist einfach ein Gestein mit Aktinolith und Serpentinit und eventuell Magnetit drin , der magnetisch ist !!
Warum sammelt jemand sowas, das liegt tonnenweise da rum >:D
Nicht bös sein, aber mit Gesteinsbrocken und schlechten unscharfen Bildern hab ich zumindest, keine Geduld !
Loismin
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Der starke Magnetismus ist jedenfalls ein deutliches Zeichen in Richtung Magnetit-Einschlüsse im Gestein. Das ist bei diesem Gesteinstyp recht häufig der Fall. Ansonsten stimme ich mit Lois überein.
Günter
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Bild 1349203391 Kasachstan, Bild 1325271325 Grub e Birnbaum / Neudorf, Bild 14518020113 Portugal (nicht ganz so glänzend), Bild 1235927046 Pechtelsgrün, Vogtland, Bild 1427996988 Zinnwald, Tschechien,
alle gezeigten Wolframite sehen ähnlich aus, wie die Schnüre auf meinem Stein. Aktinolith habe ich auch aus dem Habachtal, sieht aber ganz anders aus. Bin mir nicht mehr sicher, ob dieser magnetisch ist. Kann es aber auch im Moment nicht prüfen.
Auf diesem Stein sind n u r die Schnüre hochmagnetisch. Ich wollte eigentlich nur einen Tipp, eine Anregung, wo ich weiterlesen und informieren kann. Keine große Sache und sofortige Bestimmung. Ich komme schon Schritt für Schritt dann dem Ergebnis immer näher. Sicher klappt es nicht immer, aber immer öfter kommt man ans Ziel. Dann kann man sich seine Meinung auf einer Börse bestätigen lassen.
Habe leider keine Handycam. (Habe ich dann hier nichts verloren ?)
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Hallo.
Nun eine Handycam brauchst du nicht zwingend >:D
Aber ich glaube eine einfache Digitalkamera um 90 Eur tut ihren Dienst da auch besser !
Wenn du scharfe Bilder lieferst, werden auch die Bestimmungsergebnisse besser !
So kann man meiner Meinung nach gar nichts dazu sagen, außer, daß ich solche Wolframitschnüre im Habachtal ausschließe !!
Außer es ist ein Stück das von einem Sammler aus dem Rucksack gefallen ist, von woanders her !
Ähnliche Fälle hatten wir schon viele, z B. Dioptas aus dem Habachtal ;D
Loismin
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Hallo Daachhex,
Du solltest den Antworten hier nicht so viel beimessen. Natürlich bist Du hier, auch ganz ohne Kamera, willkommen.
Nur "gefühlt" 90% der ersten Anfragen hier haben bilder im Anhang worauf man nur wenig erkennen kann und darauf folgen immer mehr oder weniger die gleichen Diskussionen.
Versuche einfach noch mal in ruhe Bilder zu machen, mit verschiedener Beleuchtung, usw. Und besonders auf die Schärfe der zur Bestimmung wichtigen Teile achten.
Was die Probe mit einem magneten angeht, ist auch vorsicht geboten. Wenn es z.B. ein Neodymmagnet ist, zeigt er eine ungleich große Anziehungskraft.
Ich benutze ein kleines Stück einer Büroklammer, welches ich an einen Faden geklebt habe und durch drüberstreichen mit einem Magnet magnetisiert habe. Damit lassen sich die Magnetischen Anteile genau lokalisieren.
Glück auf! und einen schönen Barbaratag (sagt man das so?)
Hammerfaust
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So wie sich der Thread entwickelt, war wohl die Vermutung Wolframit. Diese würde ich ausschließen.
Es gab wegen den Smaragden in diesem Bereich eine Unmenge von Untersuchungen.
Die Gesteine in der Ecke haben immer wieder höhere Anteile von Magnetit.
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Handybilder:
Gibt es damit eine Erkenntnis ?
Gruß Hiltrud
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Ganz einfach ein Amphibolit mit einzelnen Granaten und einem epidotisierten Teil (helleres Grün). Nix Besonderes. Und schon gar kein Erz! Enthält natürlich gerne Magnetit, daher der Magnetismus. Was für die Tonne, wenn Du mich fragst. Den "Geologen", der das als Phlogopit, Pyrrhotin oder ähnliches bezeichnet hat, kannst Du auch in die Tonne werfen.
Deine "Schnüre" sind wahrscheinlich nur stärker verschieferte Partien des Amphibolits. Das weiße ist Feldspat. Enthält auch ziemlich sicher etwas Pyrit (rostige Flecken).
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Hallo.
Die Bilder sind jetzt viel besser
So kann man auch was dazu sagen und ich gebe dem Vorredner vollkommen recht mit der Bestimmung .
Loismin
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Wo sind die Granate zu sehen?
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Wo sind die Granate zu sehen?
...hier:
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Daachhex,
daß Du keine handycam hast, spricht für Dich. ;)
Gruß
Uwe
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Hallo Stoanklopfer, nein, niemand in die Tonne klopfen. Ich bin doch selbst schuld ! Wie schon gesagt, ich habe
mir den Namen nicht direkt aufgeschrieben und dieser Herr war sehr zuvorkommend. Er war sich aber bei seiner Annahme nicht ganz sicher und wollte nochmal nachsehen und Bescheid geben. Wir haben uns aber dann nicht mehr gesehen. Wenn, dann muß ich in die Tonne !
Und der Stein, nein, der kann auch nicht in die Tonne ! Ich habe ihn den weiten Weg von Bramberg bis ins Siegerland mitgenommen, aber nicht wegen des Steines, sondern wegen der Schnüre ! Zu Hause habe ich erst festgestellt, daß diese Schnüre - und nur diese Schnüre - hochmagnetisch sind.
So, jetzt genug.
Guten Abend, Hiltrud
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Hallo Hiltrud,
selbstverständlich musst Du, weder Dein Stein in die Tonne ;) Jeder sammelt jene Stücke, welche ihm persönlich gefallen, ob wunderbar ausgebildete Bergkristalle, oder Sandstein.
Ich würde meinen Vorrednern zustimmen und das Gestein als einen Amphibolit ansprechen. Warum? Weil er Granat enthält und offensichtlich metamorph überprägt wurde und auch einem typisches Erscheinungsbild entspricht. Die grünen Minerale sind vermutlich durch die Metamorphose umgewandelter Feldspat zu Epidot und gegebenenfalls noch Chlorit und anderen Mineralen (Stichwort Saussuritiserung).
Nun zu deinen Schnüren... Auf den Bildern sehen diese aus wie plastisch deformiertes Gestein. Also nichts, was besondere Aufmerksamkeit erwecken würde. Plastische Deformation entsteht dadurch, wenn Gestein aufgrund von hohen Temperaturen ( und ggf. Drücken) nicht spröd bricht, sondern einfach verformt wird. Dadurch entstehen nett anzusehende Formationen im Gestein, wie du sie bei deinem Handstück sehen kannst. Der Magnetismus kommt vom oft in Amphibolit enthaltenden Magnetit.
Glück Auf!
Thomas