Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Sonstiges / Others => Thema gestartet von: Lausitz am 07 Dec 16, 10:45
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Hallo alle! bei meiner Elbeachatsammelei fallen nach dem sägen meist eine größere (dickere) und ein dünne Hälfte ab. Das liegt oft daran das ein optimales Schnittbild erreicht werden soll, und bei der meist geringen Größe der Elbeachate ein "Sammlungsstück" nach dem sägen übrig ist. Seit kurzem hatte ich die Idee die dünnen Hälften einzugipsen und den entstandenen Block zu schleifen. Allerdings sind mit entfernen des Gipses schon paar Sachen mit zerbrochen. Gibt es eine Säure o.ä. um den Gips einfach weg zu lösen? Mit Wasser funktioniert nicht,hab ich versucht. Für Hilfe wäre ich dankbar. Möchte unten gezeigten Tempskya"dünnschliff" nicht zerbrechen.
Gruß aus der Niederlausitz
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Angeblich soll Gips in Glycerin löslich sein, aber ich habe es nicht selbst probiert. ???
Bei Wasser hilft nur fliessendes Wasser + viel Geduld. ;)
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Nun ist es schon zu spät! Da hilft nur noch vorsichtig kratzen, schaben und viel Geduld.
Vorher 1Lage Klopapier drüber, gut einölen, und dann gipsen. Aber wirklich nur eine Lage Papier, bei dem 3lagigen heisst es dann fummeln!
Nach dem Schleifen auf den Gips kloppen und die Schliffe plumpsen raus.
Die Methode hat bei den Vibrationsschleifern super gefunzt.
GA
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Wenn die eingegipsten Scheiben einigermaßen wärmebeständig sind (davon gehe ich mal aus), kannst du den Block auch in der Backröhre erhitzen. 110 bis 160 Grad reichen schon. Der Gips bröselt dann auseinander und könnte -theoretisch- sogar wiederverwendet werden.
Anhaftende weiße Spuren können mit heißer Sodalösung in Calciumkarbanat umgewandelt werden und lassen sich dann mit Säure entfernen. Essigessenz reicht dafür.
Thomas
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Hallo,
mir liegt etwas von basischer Wasserlösung in den hinteren Gängen des Gehirn vor (Salmiak?) Da soll die Löslichkeit deutlich hoch gehen. Kochsalz macht da auch schon einiges, da sind einige Dissertationen im Netz zu finden.
Vermutlich ist der Spülkasten des WCs einfacher.
LG
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Hallo,
mir liegt etwas von basischer Wasserlösung in den hinteren Gängen des Gehirn vor (Salmiak?) Da soll die Löslichkeit deutlich hoch gehen. Kochsalz macht da auch schon einiges, da sind einige Dissertationen im Netz zu finden.
Vermutlich ist der Spülkasten des WCs einfacher.
ja, geht prinzipiell, ist aber bei solchen Mengen, wenn der Gips als Bindemittel benutzt ist, nicht praktikabel, dauert schlicht zu lange. Da ist es imho einfacher, das Kristallwasser (teilweise) auszutreiben. Unter "Gips brennen" findet man einiges im Netz.
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Glück Auf!
Da der Gips zum Eingipsen ja kein mineralogisch reiner Gips, sondern meist ein Gemenge mit nur einem Anteil an Calciumsulfat mit mehr oder weniger Wasser ist und zudem wohl etwas Brandkalk mit enthalten ist, dürfte eine Säure den Gips soweit auflösen oder mürbe machen, dass der Rest mechansisch entfernt werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Wenn ich die Daten richtig lese: 2g/L ist normal, und NaCl puscht deutlich. Einstellung des Gleichgewichts in deutlich unter einer Stunde...
http://elib.suub.uni-bremen.de/diss/docs/E-Diss321_thesis.pdf
Mit Erwärmen bin ich immer etwas vorsichtiger...
LG
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Hallo erst einmal.
Obwohl ich nur noch sehr wenige Stücke eingipse, habe ich sehr gute Erfahrungen mit den aus der Zahntechnik bekannten Gipslösern gemacht.
Sollten nur noch die weißlichen Schleier und kleinere Bröckchen anhaften, so klappt es mit dem Gipslöser von der Firma Drewe sehr gut (Best. Nr. 4396 bei der Pluradent AG)
Soll wirklich richtig Gips aufgelöst werden, dann ist der Gipslöser von klasse 4 sehr gut geeignet. Bestelltelefon: 0821- 6089140) Dieser löst sicher auch kompakten Gips auf. Ca. 1l löst dabei 100g Gips . Also ein richtiges Gipsmodell vom Gebiß ist hier nach einer Stunde verschwunden.
Vielleicht konnte ich ein wenig weiterhelfen.
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Danke an allen Kommentatoren. Ich versuch mal ob mit Salzsäure etwas zu erreichen ist. Ansonsten muß ich wohl das Messer zum schaben strapazieren. Erwärmen in der Backröhre scheint mir etwas gewagt.
Oder ich nehme den Rat von Fabian99 an und leg das Ding in den Spülkasten. ;D
Gruß aus der Niederlausitz
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Hallo Bernd,
warum den Gips mit der "Chemischen Keule" beseitigen. Ich gipse meine Achate fast alle ein. Wenn Du mit Öl sägst ist es überhaupt kein Problem. Wenn nicht, die Steine vor dem eingipsen ordentlich wässern. Nach dem Schleifprozess wieder ordentlich wässern (sie dürfen nicht austrocknen) und dann mit dem Hochdruckreiniger säubern. Ich benutze dazu diese chinesischen Dinger zum Mineralien reinigen. https://www.mikon-online.com/shop/index.php/mikon_de/werkzeug-zubehor/hochdruckreiniger-pneumatische-stichel/high-pressure-sprayer-cleaning-gun-10-units.html
Stabile Gummihandschuhe anziehen und los geht die Schweinerei. ;D Funktioniert aber absolut. Selbst aus feinsten Rissen fliegt der Gips raus.
Glück Auf!
Frank
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Hallo,
nur zur Info:
diesen Hochdruckreiniger gibt es auch bei Kristalldruse Versand in München. Preis 69,95 Euro. Siehe bei Lapis-Heft 12/2016.
Wirksamkeit weiß ich nicht, da ich nur MM sammle.
Gruß
ankerit
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Hallo Bernd,
Kleinere Achate gibse ich auch ein, halte die nach dem Schneiden immer nass, hatte eigentlich nie Probleme, kommt sicher auch auf den Gips drauf an, ich hatte mal eine Sorte, die war so schnell fest bin gar nicht zum ausrichten gekommen. Wo ich Probleme hatte war das Poliermittel, habe mir so eine Pistole bei Mikon gekauft, ist Super, denke aber die Scheibe darf nicht zu dünn sein, ja macht ne Riesen Sauerei, ist ordentlich bums dahinter.
Gruß Axel
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Hallo,
Salzsäure dürfte nicht viel bringen.
Als ehem. Zahntechniker würde ich erst eine mechanische Grobsäuberung empfehlen (Sandstrahler mit Eisenpulver, wenn das Stück nicht zu fragil ist auch den oben empfohlenen Hochfruckreiniger) und für evtl. verbliebene Reste dann den oben auch schon erwähnten Gipsreiniger aus dem Dentalbereich.
Für die Zukunft wäre es sicherlich empfehlenswert mit Trennmitteln (z.B. Vaseline) zu arbeiten.
Viel Erfolg!