Mineralienatlas - Fossilienatlas
Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Erledigte Diskussionen - Bilder => Thema gestartet von: Lexikon am 18 Dec 16, 18:08
-
Bilder Diskussion - Image Discussion
(Für mehr Informationen klicke auf das Bild / click on the picture to get more information)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1482056459.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1482056459.jpg)
-
Hallo,
diese Bestimmungsanfrage gehört eigentlich nicht ins Lexikon!
Schaut unnatürlich aus. Irgendwas künstliches?
Gruß Norbert
-
Solche rote kuglige Aggregarte kenne ich aus dem Annaberger Revier als Erythrin.
Gruß
uwe
-
Der rote Farbton würde auch zu Karminit passen, und der gelbgrüne zu Mimetesit, allerdings konnte ich auf den Fotos keine Kristallformen erkennen. Solche Paragenesen kenne ich aus dem Unterharz, wäre jedenfalls plausibel.
Thomas
-
Für mich sieht es in dieser Kombination (rot, grün, gelb, blau) sehr unnatürlich aus.
Grüße,
Michael
-
Ich würde eher an eine "Wachsfarbe" denken.
LG
-
Hallo,
wäre da mit Thomas seiner Bestimmung einer Meinung, allerdings fehlen wie gesagt die Kristallformen, außerdem kann ich mir die blauen und grünen "Tupfer" - ebenfalls keine Kristalle nicht erklären. Vielleicht sind es Sekundärbildungen in alten Grubenbauen wie Melanterit oder dergleichen.
GA Jochen
Allerdings das violette passt nicht zu Karminit, sondern eher vieleicht doch zu Erythrin? ???
Ich kenne jetzt aber auch nicht die Gangparagenese aus dem Stehgreif... ::)
-
Hallo,
na dann sehe ich Realgar und Auripigment. Können wir uns darauf einigen, dass eine optische Bestimmung hier ein wenig fahrlässig ist?
Grüße
-
Hallo,
so gesehen mit Sicherheit, denn hier bringt uns ausser Raterei nichts weiter. Also raus damit aus dem Lexikon würde ich sagen.
GA Jochen
...und Jan, so gesehen hast Du gar nicht so Unrecht, den die Arsenide waren in Andreasberg gar nicht so selten.
-
Jetzt ist es mir wieder eingefallen wo ich so etwas schon mal gesehen habe: Es war der Abrieb von einem Kletterseil ;)
Grüße,
Michael
-
Klingt sehr pausibel. :)
-
diese Bestimmungsanfrage gehört eigentlich nicht ins Lexikon!
Hallo,
sehe ich genau so und zwar generell.
Glück Auf
Reinhold
-
Wenn es Abrieb von einem Seil ist, müsste es sich durch kräftiges Pusten entfernen lassen. Andererseits sieht es für solchen Abrieb eigentlich nicht faserig genug aus...
Günter
-
Hallo, mit den Drahtseilabrieb halte ich für Unsinn. Wüste auch ger nicht, wo in der Nähe dieser Grube Drahtseile sind. Ich kenne den Sammler persönlich. Er ist einer der erfahrensten Andreasberg-Kenner. Sicherlich, die Fotos sind undeutlich, aber Erythrin habe ich in der Gegend auch schon gefunden. Aber St. Andreasberg ist mit die Mineralienreichste Gegend im Harz und wird noch manche Überraschungen bringen.
Gruß
willi
-
Problem Sekundärbildung! (ich nenne sie mal fragliche Substanz)
Wer kann helfen!?
Ich möchte mich für die vielen Hinweise und die Resonanz bedanken!
Die fragliche Substanz (schuppig, blättrig, pigmentiert mit keiner Kristallstruktur und großen Farbenspiel) sieht für den Betrachter der Aufnahmen sehr unnatürlich
aus.
Ob die fragliche Substanz aus Wachsfarbe oder Abrieb vom Kletterseil besteht möcht ich eher verneinen!
Dann hätte ich mich sehr getäuscht und das Fachpublikum im Mineralienatlas in die Irre geführt, was nicht meine Absicht ist. Eine optische Bestimmung ist bei vielen
Proben recht schwierig und erscheint sinnlos, wenn das Material wie hier nicht typisch ist.
Der Zusatz "Wer kann helfen!?", den ich wieder entfernt habe sollte kein Aufruf zur Bestimmung sein, aber meine Hilflosigkeit der Bestimmung dieser Substanz mir
gegenüber ausdrücken. Nun ist es ja doch zu mehr oder weniger brauchbaren Beiträgen gekommen, dafür meinen herzlichen Dank nochmals.
Die Stufe mit der fraglichen Substanz wurde im Herbst 2013 am "Reichen Georg" oder besser bekannt unter Sankt Georg- oder Sankt Jürgen Stollen im Haldenmaterial
gefunden.
Der Sankt Georg Stollen befindet sich am Beerberg von Sankt Andreasberg (Auswendiges Revier) und wurde 2013–2014 durch die Arbeitsgruppe Bergbau Sankt Andreasberg in
mühevoller Arbeit aufgewältigt und gesichert.
Es handelt sich hier um eine sehr alte Grube, aus der ersten Betriebsperiode von Sankt Andreasberg, die auf den Jacobsglücker Gang baute. Sie war eine der reichsten
Gruben und befand sich in der Oxydations- bzw. Zementationszone der Lagerstätte.
Die fragliche Substanz befindet sich auf einer Matrix die aus Calcit (etwa 5x4x1,5 cm) besteht und zeigt typische Korrosionspuren, teilweise für Funde vom Beerberg
bekannt.
Deszendente Mineralisation hat den Calcit ausgelaugt und Relikte von Quarzkristallen mit Kristallstruktur stehen gelassen.
Weiterhin befindet sich auf der Stufe mit der fraglichen Substanz Tetraedrit (wenig), der keine Kristallstruktur mehr hat und in der Nähe grünliche Färbung des Calcit
zeigt, woraus zu schließen ist, dass es sich um Malachit handelt könnte.
Ein bräunlicher Mulm der mit winzigen Silberpartikel angereichert ist, sitzt nesterartig verteilt zwischen den ausgelaugten Calcitrelikten und ist vom Jacobsglücker
Gang unter Mulm (Mulm vom Backofen Claus Friedrich) bekannt. Die Quarzkristalle sind teilweise metallisch glänzend und weisen auf ein Erz hin.
Die fragliche Substanz ist teilweise bandartig aufgetragen und an einigen Stellen sitzen einzelne Pigmente dieser. Größe der Pigmente etwa 0,1 bis 0,3 mm, wachsartig
(keine Wachsfarbe), keine Kristallstruktur mit Farbenspiel rot, gelb, grün und blau (siehe Aufnahmen). Ich halte es für eine Sekundärbildung der Mineralklasse der
„Phosphate, Arsenate und Vanadate“.
Die eigentümlichen Farbe, der Diamant- und Fettglanz deuten auf Sekundärbildungen radioaktiver Minerale hin, was aber recht unwahrscheinlich erscheint, aber mein
ersten Eindruck war diese Vermutung und lässt sich nur durch eine fundierte wissenschaftliche Untersuchung klären.
In diesem Sinne der wertlosen Spekulation ein Ende und damit sollte die Diskussion abgeschlossen werden.
Oder?
Sollte jemand vermuten Götz George hätte 2015 bei Dreharbeiten des Films "Böse Wetter" am Reiche Georg sein Zeichen durch Wachsstifte oder Abseilübungen hinterlassen
leider nicht, der Fund liegt länger zurück.
Damit wirklich Ende der Spekulation und viel Freude an Geologie, Mineralogie und Bergbau für alle Mitglieder des Mineralienatlas.
Sankt Andreasberg ist immer für eine Überraschung bereit! Danke Willi, Deine Wortmeldung und Fachkompetenz hat diesen Satz bestätigt!
Glück Auf Frank Heise
-
Hallo,
trotz des Endes :-) der Diskussion
die Gruppe der Carbonate, Phosphate, Sulfate, Vanadate, Arsenate etc zeigt sich durch eine charakteristische und markante Bande im Raman-Spektrum bei mehr als 900cm-1 bis bis höchstens 1500cm-1 aus. Diese Analyse kommt ohne Zerstörung der Probe aus und auch bei dieser Probengröße.
Trotzdem würde ich - wenn möglich den Bereich um 2800 bis 3300 cm-1 aufnehmen, da dort CH-Schwingungen liegen - falls es doch "Organik" ist.
LG + Viel Glück.