Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: helgesteen am 27 Dec 16, 17:06
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Hallo zusammen,
ich habe hier ein Gangstück liegen, bei dem kristallisierter Fluorit von einer dicken Lage Calcit vollständig überwachsen ist (die Stufe besteht im Prinzip aus einr 2 cm dicken Lage Fluorit und drauf eine Lage Calcit, sonst nichts). Die Fluoritmatrix ist grobkörnig und "bröselig". Ich möchte nun den Calcit weglösen, um die Fluoritwürfel freizulegen, doch würde dies dazu führen, dass die Fluoritlage schlicht zerbröselt. Nun suche ich eine Möglichkeit, die Matrix vor der Säurebehandlung (es kommt Amidosulfonsäure zum Einsatz) zu stabiliseren. Ich habe mir überlegt, zweistufig vorzugehen: Zunächst würde ich versuchen, den Fluorit mit Sekundenkleber zu festigen. Ich vermute aber, dass das nicht ausreichend sein wird. Daher würde ich gerne eine rückseitige Stabilisierungsschicht auf den Fluorit aufbringen, die folgende Eigenschaften haben muss:
- haftet gut an Stein
- ist säurebeständig
- ist wenn möglich farblos oder weiss/gelblich
- härtet völlig aus, d.h. ist nicht elastisch
Hat jemand eine gute Idee bzw. Erfahrung, mit was man hier arbeiten kann, und was es möglicherweise sogar im Baumarkt um die Ecke zu kaufen gibt?
Besten Dank für Eure Hilfe und viele Grüße,
Helge
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Hallo Helge,
das Einfachste dürfte wohl eingipsen sein.
GA
Detlef
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Hallo Helge,
das Einfachste dürfte wohl eingipsen sein.
GA
Detlef
... eher nicht.
Ich behandle solche Matrix mit Tiefengrund. Dabei ist zu beachten dass der Calcit nicht ebenso gefestigt wird.
Grüße,
Michael
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Hallo Helge,
das Einfachste dürfte wohl eingipsen sein.
GA
Detlef
... eher nicht.
Ich behandle solche Matrix mit Tiefengrund. Dabei ist zu beachten dass der Calcit nicht ebenso gefestigt wird.
Grüße,
Michael
Warum eher nicht?
GA Detlef
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Hallo, Helge,
wenn die Fluoritmatrix so bröselig ist, hilft auch kein Tiefengrund mehr.
Aus Gründen der Ästhetik würde ich die F.Matrix von unten mit Kunstharz oder 2-Komponenten-Klaber stabilisieren. Gips wäe wahrscheinlich ein eher unschöner Kontrast.
Gruß
Hans
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Hallo Helge,
das Einfachste dürfte wohl eingipsen sein.
GA
Detlef
... eher nicht.
Ich behandle solche Matrix mit Tiefengrund. Dabei ist zu beachten dass der Calcit nicht ebenso gefestigt wird.
Hallo Michael und Detlef,
danke für Eure Antworten! Ich fürchte, dass genau die Beschränkung der Tiefengrundbehandlung auf den Fluorit problematisch ist. Wenn ich den Calcit erwische, habe ich nachher nur Probleme. Daher erscheint mir die Sekundenkleber plus Eingipsen-Variante momentan am sichersten. Ich werde mal die in der Werkstatt verfügbaren Gips- und Fugenmassen-Varianten auf Säurefestigkeit prüfen.
Viele Grüße,
Helge
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würde ich die F.Matrix von unten mit Kunstharz oder 2-Komponenten-Klaber stabilisieren
Hallo Hans,
die Idee mit dem Zweikomponentenkleber gefällt mir sehr gut. Zwar wird das auch eine "glasig" erscheinende Schicht geben, die aber weitgehend farblos ist und daher weniger auffällt. Ich glaube, diesen Ansatz werde ich zunächst einmal probieren!
Viele Grüße,
Helge
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Servus,
die Fossiliensammler-Kollegen haben auf STEINKERN zur Stabilisierung fragiler Matrix-Stuecke einen - wie ich finde - sehr anschaulichen Bericht geschrieben: http://www.steinkern.de/praeparation-und-bergung/tips-tricks-und-fallbeispiele/687-praeparation-eines-belemnitenschlachtfeldes-mit-einfachen-mitteln.html
Das Prinzip (Sekundenkleber + Zweikomponentenkleber + Glasfasermatte) sollte sich auch auf Minerale/eine Fluoritmatrix uebertragen lassen. Die Saeurebestaendigkeit sollte bei entsprechender Verduennung gegeben sein.
GA
Harald