Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Sonstige Lokationen u. Themen / Other Locations a. Themes => Thema gestartet von: Stefan am 20 Jan 17, 16:35
-
Liebe Fossiliensammler,
bitte weiter sagen :-)
Wir haben eine Anfrage bekommen ob ein Fundstück welches wir in unserem Lexikon abbilden nicht weiter wissenschaftlich untersucht werden könnte. Es handelt sich um einen möglichen Osmundacaulis aus der Kiesgrube Lauta. Der Finder hat sich gegen eine wissenschaftliche Untersuchung entschieden.
https://www.mineralienatlas.de/?l=4608
Wenn jemand ebenfalls Fundstücke aus der Kiesgrube oder Europa hat die ähnlich diesem Fossil aus Miles Australien aussehen (Dies ist nicht der besagte Fund),
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1271855484.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1271855484.jpg)
dann könntet Ihr der Wissenschaft evtl. einen gefallen tun. Mit etwas Glück könntet Ihr der Art auch Euren Teil-Namen geben.
Viele Grüße
Stefan
-
In diesen Zusammenhang muß auch erwähnt werden, das für eine genaue Artbestimmung des zu bestimmenden Stückes, Dünn,- Längs- und Tangentialschliffe hergestellt werden müssen. Dabei wird das Fundstück höchstwahrscheinlich meist als Vitrinenstück unbrauchbar. Für mein Fundstück mit der geringen Größe würde das zutreffen. Das ist auch der Grund warum ich an eine weiterführende Untersuchung nicht interessiert bin. Mein Fund wurde seinerzeit durch Dr. R. Rößler vom Chemnitzer Naturkundmuseum als Osmunda bestimmt und das genügt mir.
Gruß
-
Hallo Bernd,
die Anfrage hier soll völlig wertefrei sein. Es wäre eine kleine wissenschafliche Sensation wenn es doch ein Osmundacaulis wäre. Ich habe die Fage hier eingestellt da der Verdacht von einem fachkundigen Wissenschaftler gestellt wurde, der sich gerade mit diesem Thema beschäftigt. Wie Du das handhaben möchtest liegt allein in Deinem Ermessen und Deine Befürchtungen vermag ich nicht auszuräumen.
Mit etwas Glück werden weitere Referenzstücke auftauchen, die den Verdacht dann evtl. bestätigen können. So oder so hat Dein Bild, das Du glücklicherweise mit der Gemeinschaft teilst, etwas interessantes angestoßen. Das ist auch schon ein Gewinn.
Viele Grüße
Stefan
-
hallo Bernd,
für eine genaue Artbestimmung des zu bestimmenden Stückes, Dünn,- Längs- und Tangentialschliffe hergestellt werden müssen
das trifft zwar im Allgemeinen bei "echten" Hölzern zu,
aber bei Farnen ist das - soweit ich das weiß, bin ja auch botanischer Laie - doch ein wenig anders.
Ich glaube kaum, dass BB vorhat, deine Osmunda(caulis?) in kleine Scheibchen zu zersägen.
-
Hallo
Ich möchte zwar keine große Diskussion lostreten, finde die Anfrage spannend und wäre auch sehr an der "endgültigen" Einordnung dieses Stückes interessiert, da ich auch dieses Stück (wie viele Stücke aus Bernd`s Sammlung) kenne und unter dem Bino betrachten durfte.
Manche können die Entscheidung, sich gegen eine wissenschaftliche Untersuchung auszusprechen, nicht nachvollziehen, doch ich kann ihn auch verstehen. Ich spreche aus einer 20 jährigen Erfahrung mit Abgabe / Ausleihung von Fundstücken und habe reichlich positive, aber auch negative Erfahrungen machen müssen. Ich habe zwar vieles nur mit Handschlag weitergegeben, aber auch ein Schriftstück reicht nicht aus, wenn der Bearbeiter, wie in meinem Fall, eine Stelle übern großen Teich angenommen hatte und mein Vergleichsmaterial war in den Weiten des Depots "verschwunden. Ist der Bearbeitungsort nicht gleich um die Ecke, so kostet das Wiederauffinden Zeit, Nerven und Fahrtkosten. Und wie weiter, wenn wichtige einmalige Sachen für immer weg sind!!!
Deshalb sind für mich heute in erste Linie 3 Dinge wichtig:
- Dauer der Bearbeitung ( Zeit unbedingt festlegen, da viele nur befristete Verträge an Museen besitzen)
- Bearbeitungsmethoden (ich glaube nicht, das man hier für eine evtl. Neubeschreibung ohne Schnitte auskommt)
- sollte es was Neues sein, wie wird mit dem Holotypus verfahren?
Viele namhafte Herausgeber veröffentlichen heute gar nicht mehr, wenn der Holotypus nicht in einem öffentlich zugänglichen Institut etc. hinterlegt wurde. Er verbleibt möglicherweise dann nicht mehr in Privathand. Dies muss alles vorher geklärt werden.
Mein Holotypus befindet sich in einem Depot eines Museums und mir bleiben die Fotos. Dies war aber meine bewusste Entscheidung! Werner aus der Lausitz