Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: Tycho88 am 31 Jan 17, 20:06
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Moins @ all,
habe mal eine Frage an die reinungsfachkräfte unter euch ::)
Hat jemand schon einmal versucht Antimonit zu reinigen ????????
Habe selber eine stark matierte Stufe und frage mich obs mit Dithionit (besser Heitmann Fleckenentferner (30%Dithionit)) klappen könnte.
Hat jemand damit schon Erfahrung gesammelt ???
Grüße Ty
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Servus,
vielleicht probierst Du es einmal wie in nachstehendem link beschrieben:
http://rockon-ro.tumblr.com/post/70900177781/tip-for-cleaning-the-tarnish-from-stibnite-over
Dies ist nichts anderes als eine REDOX-Reaktion: die Alu-Folie wird oxidiert und loest sich auf, der Belag auf dem Antimonit wird reduziert und ebenfalls geloest. Das Sodapulver dient dazu, dem Wasser eine gewisse Leitfaehigkeit zu verleihen.
Ich kannte diese Methode bisher nur um Silber(gegenstaende) zu reinigen (geht prima) - aber es spricht nichts dagegen dies einmal an einem Antimonit- Probestueck auszuprobieren.
Mit Natriumdithionit-Loesung waere ich vorsichtig - es koennte (muss aber nicht) zur Bildung & Ausfaellung extrem schwerloeslicher Antimonsulfide kommen.
Bitte immer an die ueblichen Sicherheitsmassnahmen denken (Antimonverbindungen sind giftig) - viel Spass beim Ausprobieren !
GA
Harald
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Na dann danke ich doch für den Tipp ;D
Werde ich am WE ausprobieren.
P.S.: Grenoble ?? kann man dort mineralisch fündig werden ??
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Servus,
viel Spass beim Probieren - lass' uns doch bitte wissen, ob es geklappt hat.
Was das Deine Frage angeht, so liegt Grenoble am Alpenrand: schon ca . 20 km suedostlich von hier gibt es eine Reihe von Fundstellen. Nach einer Stunde Fahrt lassen sich die Typlokalitaeten von Axinit, Anatas and Crichtonit erreichen ... .
GA
Harald
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Moins @ all,
hier meine Ergebnisse des Reinigungsverfahren... Erfolgreich??? Eher nicht >:(
Zu erst habe ich das Verfahren an einem Probestück ausprobiert,..und siehe da...es funktioniert. Das Stück glänzte sehr schön. Habs dann mit Seife und Wasser nochmal gereinigt. Sah immer noch gut aus.
Nun habe ich 3weitere Antimonite gereinigt. Dabei mein Sorgenkind, der eigtl eher schwarz als gräulich schien (diesen habe ich auch mehrmals behandelt)
Ergebniss war,dass man einen grauen Glanz sehen konnte, der aber nicht vollflächig über die ganzen Antimonitstücke verleif. Denke mal,dass es an der unstrukturierten Form liegt, und manche Stellen schlechter erreicht werden... ähnlich wie in der Galvanik, wenn Anode und Kathode nicht formgleich sind.
Habe dann die Stücke gereinigt, wobei dies recht schwer fiel, Strukturbedingt. Habe die Stücke dann über Nacht trocknen lassen.
Meine Reaktion heute morgen.... :o.... :-\.... :(.... >:(.....
Nix mit Glanz, es hat sich ein eher Matter/Silbergrauer Überzug gebildet (wie gesag, nicht vollflächig)
Mein Sorgenkind hat es ganz besonderst erwischt...hatte ich ja auch mehrmals behandelt * Damm * ..gibts hier ein Bombensmiley ???
Habe jetzt mal die Bilder Vorher-Nachher gegenübergestellt. Nur beim Probestück habe ich kein Vorher-Bild
Leider sieht man die Teils-Mattierten Flächen nicht so gut...Versuche Sie nochmal zu fotografieren.
Bild1: Probestück nach der Behandlung
Bild2: mein Problemkind
Bild3: noch das beste Stück
Bild4: Naja...
Wie gesagt, ich versuche nochmals besser Fotos reinzustellen... muss das erst mit nem Glas Wein verdauen
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so.. nochmal Fotos gemacht. Hoffe man kann's nachvollziehen.
Bild1: Versuch, die unterschiedlichen behandelten Stellen auf einer Stufe aufzuzeigen
Bild2: weiterer Versuch, Detaillierter
Bild3: Detailfoto einer behandelten Flächen (vom Sorgenkind)
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Servus,
die Ergebnisse sind sicher (noch) nicht optimal - es sieht tatsaechlich so aus, als ob sich ein Niederschlag gebildet hat. Dies haette eigentlich nicht passieren sollen/duerfen.
Daher die Frage: hast Du Dich genau an die beschriebene Prozedur gehalten (Temperatur & Zeit & Verwendung von Natriumhydrogencarbonat) oder nicht ?
Falls nein, teile doch bitte die Variationen mit.
Uebrigens gibt es hier im MA einen anderen Vorschlag, Antimonit zu reinigen: kurzes Eintauchen in verduennte Natron- oder Kalilauge (5 %). Hierbei entstehen durch Einwirkung der Base auf evtl. vorhandene Sb-oxide die entsprechenden Antimonate.
GA
Harald
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Hallo Harald,
was habe ich gemacht:
- Topf mit Alufolie ausgekleidet,
- dann mit 4EL Waschsoda gefüllt / in der Anleitung steht Backsoda, (gibt's da ein Unterschied ???) / die Mengenangabe an Soda ist sehr
ungenau in der Anleitung (...ein paar Esslöffel Backsoda)
- die Antimonite reingepackt und dann mit Wasser aufgefüllt
- das ganze zum Kochen gebracht, dann heruntergenommen und 10 Min dünsten lassen
- dann mit Seife/Wasser gereinigt
Das Probestück hat zuerst auch geglänzt, die Ernüchterung kam dann am nächsten Tag. Die anderen Stücken hatten auch einen gewissen Glanzgrad. Nicht ganz so stark wie beim Probestück, aber das Probestück selbst glänzte vorher schon stärker als die anderen Stücke.
Meine ersten Gedanken waren, dass das Reinigen mit Seife zu wenig war. Ist etwas schwer bei den Gebilden.
Zweiter Gedanke: Macht es einen Unterschied ob Wasch- oder Backsoda ???
Du hast geschrieben: ... Verwendung von Natriumhydrogencarbonat => das ist doch Natron NaHCO3, in der Anleitung steht aber Soda Natriumcarbonat Na2CO3. Soll das des Rätsels Lösung sein ??
Natron-/Kalilauge ..wäre noch ne Idee...steht mir aktuell nicht zur Verfügung.
Erst mal ein paar Sonntagsgrüße vom Ostseetümpel
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Waschsoda ist Natriumcarbonat, Backsoda ist Natriumhydrogencarbonat, da ist schon ein Unterschied, bin aber nicht der Chemiker vom Dienst. Daneben könnte natürlich auch die Reinigung mit Wasser nicht ausreichend gewesen sein, so dass da die Seife und/oder der ursprüngliche Cocktail über Nacht weiter reagiert hat und die Niederschläge oder Ausblühungen gebildet hat. Wenn Kristalle rissig oder angeätzt sind, ist es schwer, Reinigungsmittel restlos zu entfernen.
Günter
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ok, das war wohl der (klassische) Fehler: :-[
Backsoda = Natron = Natriumhydrogencarbonat = NaHCO3
Waschsoda = Soda = Natriumcarbonat = Na2CO3
Harald meinte, er benutzt das Verfahren um Silber wieder zum glänzen zu bringen. Habe mal im Inet geschaut... soll auch mit Kochsalz funktionieren (....Der Reinigungseffekt soll sich verstärken, wenn man die Lösung etwas ansäuert (z. B. mit Citronensäure,Essigsäure)....
http://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/07_05.htm
Wässrige Lösungen von Soda (Na2CO3) reagieren basisch
https://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20100313054239AAdK2BF
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Der Unterschied zwischen Natriumhydrogenkarbonat und Natriumkarbonat dürfte in diesem Fall glücklicherweise jedoch unerheblich sein, da laut Vorschrift bei Siedehitze gearbeitet werden soll und sich das Hydrogenkarbonat oberhalb 60° unter Abspaltung von CO2 und H2O zum einfachen Karbonat zersetzt (hierauf beruht die Wirkung als Backtriebmittel). Natriumkarbonat wäre also ohnehin entstanden.
Überhaupt erschließt sich mir die Wirksamkeit einer elektrolytischen Behandlung bei Stibnit nicht. Das sollte eigentlich nur bei leitfähigen Materialien funktionieren. Stibnit besitzt jedoch eine so geringe Leitfähigkeit, dass sie mit einem normalen Ohmmeter auch im höchsten Bereich nicht nachweisbar ist, also praktisch ein Nichtleiter.
Ich kann mir aber schon vorstellen, dass die heiße Sodalösung ebenso wie Natron- bzw. Kalilauge eine Wirkung durch Antimonatbildung besitzt, aber weniger aggressiv ist. Die Alufolie wäre dann nicht notwendig.
Der geringe Erfolg kann(!) auch daran liegen, dass -aus welchem Grund auch immer- die Oberfläche an sich zu rauh für einen guten Glanz ist (fällt weniger auf solange die Stufe feucht ist).
Eine weitere Möglichkeit wäre auch, wie Günter schon schrieb, eine unzureichende Nachreinigung. Statt Seife würde ich klares Wasser mit ein paar Tropfen Geschirrspülmittel nehmen. Mit Seife bildet sich bei hartem Wasser leicht (unlösliche) Kalkseife, die sich u.U. auf der Stufe ablagern kann.
Zur Eingangsfrage: Dithionit nützt nichts, schadet andererseits auch nicht, wenn z.B. Rost von der Stufe zu entfernen wäre.
Thomas
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Überhaupt erschließt sich mir die Wirksamkeit einer elektrolytischen Behandlung bei Stibnit nicht.
Zur Eingangsfrage: Dithionit nützt nichts, schadet andererseits auch nicht, wenn z.B. Rost von der Stufe zu entfernen wäre.
Thomas
Es war NIE von einer elektrolytischen Behandlung ::) ::) ::) die Rede, sondern von einer Redox-Reaktion - ein kleiner, aber wichtiger Unterschied, oder ?
Weiterhin ist es ist mir raetselhaft, warum Dithionit nichts nutzen soll, aber auch nicht schaden kann. Eine alkalische Dithionit-Loesung kann (muss aber nicht) die Belaege auf den Stufen an- (bzw.) aufloesen - bei Anwesenheit von Sulfidionen kann dies jedoch zu sehr unangenehmen Ueberraschungen (Faellung schwerloeslichen Antimonsulfids) fuehren. Dies ist bei der Reinigung von Sulfiden mit Natriumdithionit ein stets zu beachtendes Problem.
GA
Harald
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Hallo Harald,
Dieser kleine aber feine Unterschied ist mir durchaus bewußt ;) Auch wenn hier keine externe Stromquelle angelegt wird, beruht die Methode -jedenfalls bei der Reinigung von Silber- auf Elektrolyse, die natürlich zwangsläufig auch eine Redox-Reaktion ist. Wenn sich beide Stoffe in einem Elektrolyten befinden und sie unterschiedliche elektrochemische Potentiale besitzen, bilden sie eine elektrische Zelle und wenn sich beide zusätzlich berühren -worauf bei der Silberreinigung explizit hingewiesen wird- findet nach dem Prinzip der kurzgeschlossenen Batterie ein Stromfluss statt.
Also im Fall der Anwendung auf Silber ganz sicher Elektrolyse ! UND eine Redox-Reaktion.
Im Fall von Antimonit funktioniert das so wegen der geringen Leitfähigkeit nicht. Ohne Elektrolyse bleibt nur die Möglichkeit dass das Aluminium mit der Sodalösung unter Aluminatbildung und Wasserstoffentwicklung reagiert und der Wasserstoff eine Reduktion am Belag auf dem Antimonit bewirkt. Ich bezweifele nicht, dass diese Reaktion prinzipiell abläuft, allerdings dürfte die Geschwindigkeit viel zu gering sein, um eine Wirkung zu erzielen, zumal der Wasserstoff nur "in statu nascendi" -also nur kurzzeitig - in der Lage ist, überhaupt eine reduzierende Wirkung zu entfalten. Und außerdem ... was soll an Sb2O3 in wässriger Lösung noch reduziert werden ???
Zum Dithionit
Dass man sehrwohl mit Dithionit bei unsachgemäßer Anwendung Schaden an fast jeder Stufe anrichten kann, dürfte inzwischen hinreichend bekannt sein und steht außer Frage. Meine Aussage sollte vielmehr die sein, dass Antimonit bei sachgemäßer Anwendung (im Gegensatz zu z.B. Malachit) nicht zwangsläufig angegriffen wird.
Andererseits nützt Dithionit bei üblichen Belägen auf Antimonit, die meist aus Sb2O3 bestehen, auch nichts, da sich diese nicht auf Dithionit als Reduktionsmittel reagieren (die nächst niedrige Stufe wäre elementares Sb). Erfahrungsgemäß erwiesen sich auch die üblichen Komplexbildner (Natriumcitrat und EDTA) als nicht wirksam.
Verdünnte NaOH hat sich bei mir am wirksamsten erwiesen, wobei es auch da große Unterschiede gibt, vor allem bei der Reinigung von Sb-Sulfosalzen. Es kommt eben immer darauf an, mit WELCHEN Belägen man es zu tun hat ! Dieser Satz hätte eigentlich am Anfang des gesamten Threads stehen müssen ;D
Thomas
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Servus,
vielen Dank fuer die Erlaeuterungen. Bevor, das Ganze wieder einmal voellig ins "off-topic" abgleitet, moechte ich doch noch einmal auf die urspruengliche Fragestellung zurueckkommen:
Wie laesst sich Antimonit reinigen ?
Natuerlich sollte man zuallererst (wie bereits festgestellt), wie bei jeder Reinigungsoperation die Frage stellen: was soll denn nun entfernt werden ? Besser ausgedrueckt: welche Zusammensetzung(en) haben die zu entfernenden Belaege oder Verunreinigungen ?
Bereits diese Frage laesst sich m. E. leider nicht so ohne weiteres stichhaltig beantworten - Vermutungen oder Glaubensbekenntnisse wollen wir in Ermangelung harter, experimenteller Fakten einmal aussen vor lassen.
Es gibt offensichtlich zwei Antworten auf obige Frage:
Loesungsvorschlag 1: Behandlung von Antimonit im Kontakt mit Al-Folie in waessriger, heisser, verduennter Natriumhydrogencarbonatloesung wie beschrieben in:
http://rockon-ro.tumblr.com/post/70900177781/tip-for-cleaning-the-tarnish-from-stibnite-over
Vielleicht ist die beschriebene Prozedur nicht zielfuehrend, vielleicht hat der Autor in Analogie zur Reinigung von Silber etwas naiv seine Prozedur entwickelt, vielleicht ist die Al-Folie komplett ueberfluessig, vielleicht funktioniert(e) das Ganze aber auch wie beschrieben ?
Wer sich nun zum Richter berufen fuehlt, darf hier gerne sein Verdikt abgeben. Ich bin der Meinung, dass eine kompetente Ueberpruefung der Prozedur zwingend notwendig waere.
Loesungsvorschlag 2: kurze Behandlung (Tauchbad) von Antimonit waessriger, verduennter Natron- oder Kalilauge (5 %) wie beschrieben im MA. Diese Prozedur scheint simpel - dennoch waere eine kritische Pruefung und eingehende Schritt-fuer-Schritt-Beschreibung des Vorgehens einschliesslich der Nachbehandlung sinnvoll.
Die Anwendung von Natriumdithionit erscheint (bis zum Beweis des Gegenteils) nicht sinnvoll.
Mangels eigenen Ausprobierens kann ich weder (1) noch (2) den Vorzug geben. Soviel dazu von meiner Seite.
Harald
P.S.:
Eine Elektrolyse setzt fuer mich zwingend das Vorhandensein einer externen Strom/Spannungsquelle, angeschlossen an zwei Elektroden, die sich in einem ionenleitenden Elektrolyten befinden, voraus (eine Definitionsfrage).
Die chemischen Potentiale von Antimonit (+ Verunreinigungen) und Aluminium unterscheiden sich sicher, ergo wird unter Versuchsbedingungen (1) ein Potentialausgleich stattfinden. In Anbetracht der Komplexizitaet des Systems und in Unkenntis der meisten essentiellen Parameter/Produkte sind m. E. Voraussagen bezueglich saemtlicher stattfindender Reaktionen schwierig bis unmoeglich.
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Hallo,
natürlich ist es wichtig zu wissen was entfernt werden soll - in diesem Fall wohl die grauen Beläge.
Nun erschließt sich mir überhaupt nicht, welche Reaktion in dem Topf mit Alupapier ablaufen soll?
Sollte der Reinigungseffekt der im Link zu sehen ist nur auf der Wirkung der Soda basieren? (NatriumHydrogenkarbonat + Hitze = Soda)
Denn was sollte in diesem Topf sonst noch ablaufen? Völlig unlogisch.
Zwischen einem Galvanischen Element und einer Elelektrolysezelle besteht schon ein Unterschied.
Beides würde aber beim Antimonit - weil ein quasi Nichtleiter - keinen Effekt erzielen.
Die chemischen Potentiale von Antimonit (+ Verunreinigungen) und Aluminium unterscheiden sich sicher, ergo wird unter Versuchsbedingungen (1) ein Potentialausgleich stattfinden.
... nein, da kann man genauso einen Backstein einlegen und warten dass etwas passiert.
Und überhaupt wird bei dem im Link gezeigten Versuchsaufbau gar nichts elektolytisch ablaufen können, da dieser in einem Edelstahltopf stattfindet und somit kurzgeschlossen und geerdet ist ;)
Grüße,
Michael
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Servus,
Antimonit ist uebrigens ein HALBLEITER und kein Isolator (Pearce et al.; Reviews in Mineralogy & Geochemistry
Vol. 61, pp. 127-180, 2006).
Ich habe dem Urheber der Reinigungs-Vorschrift eine Nachricht mit der Bitte um Aufklaerung geschickt - vielleicht antwortet er ja ?
Ansonsten ist fuer mich diese zunehmend unqualifizierte Diskussion beendet.
Harald
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Moins @ all
..uff...was habe ich bloss ausgelöst :o
Ok, Manko meinerseits...ich habe mich wohl undeutlich ausgedrückt. Ich habe matte Antimonite und wollte diese wieder zum Glänzen bringen.
Sorry @all
Also wenn ich euch richtig verstehe, ist es egal ob Back- oder Waschsoda verwendet wird, da unter Hitze Natriumkarbonat/Soda gebildet wird. Uff.. trotz Fehlgriff Glück gehabt.
Aus der Diskusion um das Wirkprinzip halte ich mich raus, da habe ich zuwenige Chemiekenntnisse.
(hatte nur mal gelesen,dass bei Silber-Aluminium auch Kochsalz statt Soda verwendet werden könnte..prügeltmichjetztabernicht)
Ich habe Fortschritte erreicht: ;D
Ich habe die Stufen mit Fit und einer weichen Bürste intensiver gereinigt (beim ersten Versuch hatte ich eine Zahnbürste verwendet)
Es gab einen Erfolg. Der vorher matte-silbergraue Niederschlag glänz nun ;D
Aber es gibt ein kleines Manko:
Der Niederschlag erfolgte nicht gleichmäßig, andere Stellen wirken immer noch schwarz-stumpf wie im Ausgang. Evtl muss/sollte man die Position im Kochtopf wechseln.
Desweiteren bezüglich des Bürstens/Reinigens: Durch die Verzweigung der Nadeln erreicht man nicht alle Stellen. So dass es immer noch Stellen gibt, die den silbrig-weiß Matten Niederschlag aufzeigen.
Generell bin ich aber trotzdem froh, da es an der Reinigung liegt. Hatte schon befürchtet diese Stufen abschreiben zu müssen. Nun gilt es mir zu überlegen, wie die Zwischenräume besser gereinigt werden können.
Grüße ausm Norden
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Aus der Diskusion um das Wirkprinzip halte ich mich raus, da habe ich zuwenige Chemiekenntnisse.
(hatte nur mal gelesen,dass bei Silber-Aluminium auch Kochsalz statt Soda verwendet werden könnte..prügeltmichjetztabernicht)
Grüße ausm Norden
... stimmt, wichtig ist dabei nur ein ein nicht leitendes Gefäß zu verwenden, weiters dürfen sich Silber und Aluminium nicht berühren.
Mit diesen Verfahren wird man aber kaum einen Antimonit reinigen können.
Da die Stufen ja so stabil sind dass Du sie bürsten kannst, versuch doch mal die Stücke mit einer weichen Bürste und einer Mischung aus Polierpulver und Spüli zu abzubürsten - zur Not geht auch Zahnpasta. Bei robusten Manganitkristallen hilft das jedenfalls...
Soweit noch von mir zur - Zitat: unqualifizierten Diskussion,
Michael
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Hi Michalel,
Ich wollte eigentlich auch nichts "unqualifiziertes" mehr zu der Diskussion beitragen, auch wenn ich ansonsten VÖLLIG deiner Meinung bin, muss ich dir in einem Punkt widersprechen.
"... dürfen sich Silber und Aluminium nicht berühren"
Eben doch !!!
Sie müssen es sogar, darauf wird auch extra in den Vorschriften hingewiesen. Das ist wie bei einfachen Batterie: Mit offenen Polen passiert praktisch nichts, aber bei Kurzschluss fließt ein Strom, der eine chemische Reaktion in der Batterie hervorruft.
@ Tycho
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist die vorher matt schwarze Oberfläche jetzt silbrig matt ?
Wenn das so ist, kannst du da mit Chemie nur noch wenig ausrichten. Ich würde eher denken, dass dies sein natürliches Aussehen ist. Nicht jeder Antimonit weist von Natur aus einen hohen Glanz auf. Wegen seiner Weichheit lässt er sich aber gut "polieren".
Versuche mal ob du dir aus einer Feder (Taube oder so) ein Werkzeug basteln kannst, mit dem du besser an die schwer zugänglichen Stellen kommst. Das erfordert zwar viel Geduld, aber man nicht so leicht Schaden anrichten.
Thomas
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Hallo,
auch ich möchte mich mal aus der fachsimpelei heraus halten... ;D
Aber falls du an Natron-/Kalilauge kommst, dann kannst du ja mal probieren, ob es damit klappt. (zB. https://www.ebay.de/itm/152259394860 )
Ein paar Bilder der Fortschritte wären interessant.
Grüße
Philipp
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Moins @ all,
@ Michael:
Polierpaste haben wir auf Arbeit…Polierpaste.. das werde ich mal ausprobieren. Mechanisch statt chemisch. Ich berichte..
P.S. steht das Angebot noch mit dem Meiseln im Harz ?? ;)
Wollte mich jetzt mal bald mal nach Werkzeug Ausschau halten (Mikon und Co.)
@Thomas:
Jup,zuerst waren die Stufen matt, nach dem Verfahren Silbrig matt…nach dem Bürste/Fit kam der Glanz.
Kann gut sein,dass ein mechanisches Polieren ausreichend ist… werde ich ausprobieren.
Taubenfeder…mhh.. bei uns hier oben kreisen viele Möwen…(die Assgeier des Nordens) ..da nehme ich ein Fischbrötchen um sie anzulocken (ohne Scherz, die überfallen wirklich Leute, die ein Fischbrötchen unachtsam in der Hand halten)
@Philipp
Ja Natronlauge… die Aussage war: kurz rein halten… was immer kurz ist ;) oder [min]
Probiere es aber zuerst mechanisch aus…dann sehen wir weiter.
Grüße von der kalten Küste
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Moins @ all,
habe jetzt mal am WE versucht die Antimonite mittels Polierpaste/Bürste zu reinigen.
Als Bürste verwendete ich eine alte elektr. Zahnbürste, da diese einen Kleineren kopf als eine gewöhnliche Zahnbürste besitz und dazu stabile Borsten
Der erste Versuch erfolge ohne elekt. Antrieb. Der zweite Versuch später mit elekt. Antrieb.
Den zweiten Versuch fande ich besser, da man hier keinem mechanischen Druck per Hand aufbaut sondern die rotierenden Borsten einfach drüber hält und gut ist.
Teile die mit dem Soda/Aluminium Verfahren nicht errreicht wurden, glänzen nun auch. Ein subjektiver Einduck ist das die Stellen mit Soda/Aluminium - Polierpaste-elektr. Zahnbürste am besten glänzen.
bei dem Soda/Aluminium Verfahren muss aber im Nachgang mechanisch Hand angelegt werden. Das bedeutet, das man bei den feinen Nadeln des Antimonits manches auf der Strecke bleiben, Kolleateralschaden. Ganz feine Zwischenräume können so auch nicht erreicht werden.
Bleibt noch das Verfahren mittels Natrolauge offen. AKtuell habe ich keine unverbrauchten Antimonite, woran ich dies testen könnte. Natronlauge könnte ich evtl etwas bei uns in der Laboranalyse abzweigen * smile was in die luft pfeifen tut *
Vielleicht hat ja jemdand von euch schon darin ausprobiert ??
Grüße Ty