Mineralienatlas - Fossilienatlas
Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Thema gestartet von: Lexikon am 05 Mar 17, 11:32
-
Bilder Diskussion - Image Discussion
(Für mehr Informationen klicke auf das Bild / click on the picture to get more information)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1206636683.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1206636683.jpg)
-
Habe hier so meine Zweifel, dass das wirklich barytisiertes Holz ist. Der zackig-radialstrahlige Aufbau sieht mir eher rein mineralogisch aus.
Maximal bei dem hellen Zentrum als Kristallisationskern würde ich ein Fossil in Erwägung ziehen.
-
Hier stimme ich dem Kollegen zu.
-
Hallo,
da muss ich widersprechen. Es gibt in dieser Sandgrube tatsächlich Hölzer, die komplett durch Baryt ersetzt wurden. Und die sehen dann im Querschnitt exakt so aus.
Falls ich meine Eigenfunde irgendwann mal wieder im Keller ausgrabe, liefere ich gerne Bilder von solchen Hölzern.
Das Wort Pseudomorphose ist hier allerdings fehl am Platz.
Und noch eine Anmerkung: Da es sich bei diesen Hölzern um Treibholz handelt zeigen viele Stücke Bohrlöcher, die mit Sediment gefüllt sind.
Grüsse
Stefan
-
Hallo Stefan
Mag sein, dass hier tatsächlich Holz mit im Spiel war. Dann wird es sich aber nur um den hellen Kern handeln, der Rest sieht sehr anorganisch aus und zeigt m.M.n. Phasen des Kristallwachstums, wie das ja auch vom Quarz bekannt ist. Ich glaube nicht, dass wir hier im Baryt erhaltene Jahresringe sehen. Ich meine, eine nähere Erläuterung wäre hier von Nöten.
Thomas
-
hallo Stefan,
ja, ich habe mittlerweile auch ein paar kleine Steinhardter Ästchen - und da die eben völlig durch Baryt ersetzt sind und keine Zellerhaltung etc. vorliegt, sind sie eigentlich nur an der Außenseite als Holz identifizierbar. Allerdings sind die +/- rein radialstrahlig und nicht so gezackt - aber das kann ja am unterschiedlichen Kristallwachstum liegen.
Um das zu beurteilen, bräuchten wir allerdings eine Außenansicht des gezeigten Stücks. Am vorliegenden Foto ist jedenfalls kein Holz erkennbar.
Und ja, Pseudomorphose auf keinen Fall - der Begriff sollte bei Fossilien sowieso nicht angewendet werden, weil er ja definitionsgemäß die Ersetzung eines Minerals durch ein anderes bezeichnet.
hallo Thomas,
eine nähere Erläuterung wär auf jeden Fall gut!
Und der helle Kern könnte - leider ist das Foto etwas unscharf - eventuell ein ehemaliger Zapfen sein - in der Vergrößerung sieht der Umriß des hellen Bereichs sehr verdächtig danach aus.
Allerdings denke ich, dass sich Boris mit dem Steinhardter Material auskennt - daher war ich über den Bildtext etwas verwundert ....
-
Hallo Oliver
Der Bildtext sollte auf jeden Fall angepasst werden, in der jetzigen Form ist das hochgradig irreführend, ein Laie sieht unweigerlich Jahresringe, was klarerweise nicht der Fall ist.
Wäre doch schön wenn du als 'Holzwurm' machen würdest. Boris kann das ja immer noch verbessern, wenn er das für nötig hält.
Thomas
-
...da die eben völlig durch Baryt ersetzt sind und keine Zellerhaltung etc. vorliegt, sind sie eigentlich nur an der Außenseite als Holz identifizierbar.
Völlig richtig. Als Relikt der Jahresringe ist das nicht anzusehen. Dennoch zeigen aufgeschlagene, von aussen zweifelsfrei als ehem. Hölzer erkennbare Fundstücke genau diesen Aufbau. Daher könnte das gezeigte für mich, unter entsprechender Anpassung der Bildunterschriften, als "Holz" gekennzeichnet bleiben ohne in die Irre zu führen.
Grüsse
Stefan
-
Das offenbar etwas problematische Bild ist auch im Baryt-Portrait eingebunden - und zwar unter "Pseudomorphosen". Und da wirds nicht nur problematisch, sondern schlichtweg falsch. Denn - wie ich auch schon andernorts im Forum (mindestens) einmal angemerkt habe, "Pseudomorphose" ist ein rein mineralogischer Begriff, und liegt definitionsgemäß dann vor, wenn ein Mineral unter Beibehaltung der Form durch ein anderes Mineral ersetzt wird. Nun ist aber Holz kein Mineral (ebensowenig wie andere biogen-organische Substanzen), weshalb der Begriff Pseudomorphose bei Fossilien nicht verwendet werden soll (bzw. darf). In der Paläontologie spricht man von Fossilisation (bzw. entsprechend vom Fossilisationsmaterial) oder - speziell eben bei Hölzern/Pflanzen - von Permineralisation. Ein Fossil ist also prinzipiell niemals eine Pseudomorphose.
-
Die Bildunterschrift habe ich nach dem Bildautor so übernommen. Ich werde das morgen ändern, mal sehen wie ich das mache um alle Meinungen einzuschließen. Wenn es dann paßt bitte ich um ein OK, oder ggf. Änderungsvorschlag.
Gruß Roland
-
So, habe es geändert, schaut mal rein ob das so paßt.
Baryt habe ich stehen lassen, da es ja nur Baryt ist.
Als Pseudomorphose stand es nur in der Beschreibung (keine extra Zuordnung).
Sollte es so ok sein, dann ist das Thema erledigt