Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: MichaelStandard am 18 Mar 17, 22:43

Titel: unbekannte Mineralie
Beitrag von: MichaelStandard am 18 Mar 17, 22:43
Hallo zusammen,

leider kann ich weder zur Herkunft noch zu sonst irgendetwas Nützlichem etwas sagen, außer dass es 160 Gramm wiegt und ich in keinem Archiv etwas ähnliches gefunden habe.
Wäre sehr dankbar dafür, wenn mir irgendjemand sagen könnte, was es sein könnte.
Siehe Fotos im Anhang.

Danke und viele Grüße,
Michael
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: guefz am 18 Mar 17, 22:51
Du kannst noch was zur Härte sagen: kannst du das Stück mit einem Messer ritzen oder ritzt das Stück etwas härteres, z. B. Glas?

Günter
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: MichaelStandard am 18 Mar 17, 22:56
Die glatte Stelle lässt sich nicht mal mit dem spitzesten Messer ritzen. Die körnigen Stellen brechen unter entsprechendem Druck teilweise ab.
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: Schatten am 19 Mar 17, 07:22
Morjen Michael,

hast Du mal getestet ob das Teil magnetisch ist?
Auf dem ersten Blick würd ich in Richtung Hochofenschlacke tendieren.

Gruß
Silvio
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: MichaelStandard am 19 Mar 17, 10:21
Hallo Silvio,
danke für die Anregung. Nein, es reagiert nicht im Geringsten auf Magneten.
Grüße,
Michael
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: harzforelle am 19 Mar 17, 10:40
Hallo,
sieht aus wie Rohkupfer...
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: Harzsammler am 19 Mar 17, 10:45
Hallo,
sieht aus wie Rohkupfer...
... in diesem Fall wäre das Prüfen der elektrischen Leitfähigkeit sehr aussagekräftig - wobei der Ritztest mit dem Messer Kupfer eigentlich schon ausgeschlossen hat.

Grüße,
Michael
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: MichaelStandard am 19 Mar 17, 16:03
Hallo Michael,

ich weiß nicht, wie man die Leitfähigkeit eines Gesteins prüfen kann. Ist dieser Test noch von Nöten, wenn das mit dem Kupfer durch den Ritztest ohnehin hinfällig ist?
Da hier noch alle dermaßen im Dunklen tappen, möchte ich noch anführen, dass ich dieses Gestein vor ca. 35 Jahren von jemanden erhalten habe, der behauptete, es wäre ein Meteorit. Ich selbst war damals noch zu jung, um dies zu hinterfragen, und da mir die Person in der Nachbetrachtung nicht besonders zuverlässig erscheint, habe ich diese Möglichkeit erst gar nicht in den Raum gestellt. Abgesehen davon habe ich noch kein ähnliches Bild bei den Meteoriten gefunden.

Grüße,
Michael
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: Harzsammler am 19 Mar 17, 19:47
Hallo,

die Leitfähigkeit kannst Du mit einem einfachen Multimeter testen.

Dem Aussehen und der Härte nach würde ich es auch für Schlacke (nicht jede Schlacke ist magnetisch) oder einen Hüttenzuschlag halten.

Ein Meteorit ist das jedenfalls nicht.

Grüße,
Michael
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: guefz am 19 Mar 17, 20:56
Bei der Härte sollte man eventuell auch mal über Siliziumcarbid nachdenken. Daher bitte versuchen, ob man mit dem Stück problemlos Glas ritzen kann.

Günter
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: Fabian99 am 19 Mar 17, 21:07
Nee - SiC nicht. Ich halte es für einen Metall-Zuschlag.

Lg
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: MichaelStandard am 19 Mar 17, 22:28
Hallo Günter,

Glas lässt sich damit problemlos ritzen.

Grüße,
Michael
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: Elmar am 19 Mar 17, 23:17
Ich halte es auch für einen Metall-Zuschlag. bei der Härte (ritzt Glas) würde ich auf Chrom tippen !
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: MichaelStandard am 20 Mar 17, 00:53
Hallo Elmar,

was genau versteht man unter Metall-Zuschlag? Ich kann im Internet nichts dazu finden, tut mir leid.

Danke im Voraus
Michael
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: Elmar am 20 Mar 17, 08:16
Wenn  bei der Stahlherstellung zur Eisenschmelze die für den Stahl notwendigen Metalle (zb. Chrom oder Vanadium) zugegeben werden, nennt man das 'Zuschlagstoffe'. Sie werden üblicherweise in der Form deines Stückes als Schüttware an die Stahlproduzenten geliefert.
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: Harzsammler am 20 Mar 17, 16:08
... wenn ein Hüttenzuschlag, dann sollte das Stück auf jeden Fall eine gewisse elektrische Leitfähigkeit aufweisen -> Multimeter wie gesagt.

Grüße,
Michael
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: MichaelStandard am 20 Mar 17, 21:28
Hallo Elmar,

vielen Dank erst Mal für die ausführliche Erklärung. Ich lerne sehr viel in diesem Forum.
Wann ich jedoch dazukomme, die Leitfähigkeit zu prüfen, kann ich leider noch nicht sagen. Melde mich wieder.

Viele Grüße,
Michael
Titel: Re: unbekannte Mineralie
Beitrag von: lithoraptor am 21 Mar 17, 23:53
Moin Michael!

Also mit dem Meteoriten hat man Dir definitiv einen Bären aufgebunden. Das kann man mit Sicherheit sagen.

Evtl. bringt uns ja schon die Härte weiter: Falls Du kein Ritzbesteck hast (sowas sollte jeder Sammler haben, so wie Strichtafeln und Lupe auch) kannst Du ja an anderen Mineralien testen. Ritzt das Material Quarz? Topas?

Gruß

Ingo