Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Lexikon Diskussionen Mineralien / Encyclopedia Discussion Minerals => Thema gestartet von: steinfried am 26 Apr 17, 18:18
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Hallo, bei dieser Erz-Stufe vom Steinbruch Winterberg intressiert mich was für Mineralien die schwarzen Bereiche um den Chalkopyrit (zersetzt) sind.(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1426622424.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1426622424.jpg)
Grüße
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Hallo,
wenn ich schwarze Verwitterungsprodukte von Kupfererzen sehe, denke ich meist an Tenorit ("Kupferschwärze"). Ob das nun aber wirklich passt ist wie eine optische Analyse von grünen Krusten auf Stufen aus der Grube Clara ;-)
Gruß
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An Tenorit glaube ich eher nicht, denn dieser hätte sich wahrscheinlich nicht so anschleifen lassen. Eine Möglichkeit wäre Chalkosin oder ähnliches, aber da wird wohl ohne Analyse oder zumindest Auflichtmikroskopie alles nur Rätselraten sein.
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Wenn man das Bild vergrößert, sieht man das es sogar zwei verschiedene Mineralien sind . Schwarz und Blauschwarz.
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Dann sind es mit Sicherheit Djurleit und Betechtinit... Kleiner Spaß.
Ich arbeite in einer Sammlung mit zahlreichen historischen Stufen und kenne schwarze Verwitterungsprodukte von primären Kupfermineralen wie Kupferkies überwiegend als schmierende Ausblühungen. Wieso sollte sich Chalkopyrit in Chalkosin - ein anderes Sulfid - umwandelt?
Wenn das kein oxidierter Tenorit ist kann das alles mögliche sein und das ist optisch mit einem Atlasfoto nicht zu bestimmen.
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Anhand des Fotos wird sich da wohl keine sichere Aussage treffen lassen. Für mich sieht das aber schon nach einem Kupfersulfid wie Chalkosin, Digenit, Djurleit oder Covellin aus. Oder einem Gemenge verschiedener dieser Minerale.
Gruß und Glück-Auf,
Markus
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Der Meinung schließe ich mich an.
Grüße Sebastian
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Ich auch. Ein Gemenge ist sehr wahrscheinlich, da können auch amorphe Geschichten bei sein.
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Hallo,
ich als Besitzer dieses Stückes:
... die Blautöne sind Falschfarben, Weißabgleich :-[
Wenn man diese Stücke mikroskopiert, so sieht man, dass sie zu einem nicht unerheblichen Teil aus Pyrit bestehen (ca. 10-20%, zu sehen an quadratischen und fünfeckigen Querschnitten von Pyritkristallen, die im unzersetzten wie auch im zersetzten Bereich vorkommen. Natürlich auch in allen Zersetzungsgraden.
Die Proben haben im zersetzten Bereich allesamt einen braunen Strich erzeugt (auch die schwarzen, glasigen Bereiche), so dass ich davon ausgehe dass es sich hier um überwiegend Limonit handelt.
Jedenfalls war das bei der "Charge" von 2015 so ;)
Grüße,
Michael
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Hallo, ich hatte schon gehofft, das du dich meldest. Das ist die Sache ja klar. Ich habe ein ähnliches Stück vor kurzem bekommen, mit viel Limonit außenrum. Deswegen hatte ich hier gefragt .
Grüße
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Und wie falsch man doch liegen kann bei der Bestimmung anhand von Fotos... Danke für die Aufklärung!
Glück-Auf, Markus