Mineralienatlas - Fossilienatlas
Fossilien / Fossils / Fósiles => Deutschland / Germany / Alemania => Paläobotanik (fossile Pflanzen / fossil plants) => Restliche Bundesländer => Thema gestartet von: Ronin am 10 May 17, 11:50
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Hab ein Stück Palmoxylon im Kies gefunden.
Hier ein paar Fotos. Leider noch nicht geschnitten.
LG
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Schneide es durch und schau es dir unterm Mikroskop, oder mit einer guten Lupe an. Dann wirst du sehen das Holzzellen vorhanden sind und Palmoxylon ausscheidet. >:(
Gruß aus der Niederlausitz
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Ich will einem erfahrenen Sammler nicht widersprechen, aber alle Vergleichsproben deuten auf Rhyzopalmoxylon hin.
Zum Vergleich: Dadoxylon, geschnitten
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Du brauchst mir keine Vergleichsbilder von Dadox präsentieren. Ich sammle schon Zwanzig Jahre Kieselhölzer in den Lausitzer Elbegeröllen und weiß wie die aussehen. Deshalb sag ich dir nochmals das es sich oben ebenfalls nur um Dadox handelt welches durch ungleichmäßige Verkieselung dieses Erscheinungsbild aufweist. Schneide es und halte Ausschau nach Holzzellen. Palmen haben keine Holzzellen , sie bestehen aus lumigen Zellgewebe welches unregelmäßig von Nährstoffleitbündeln durchzogen ist. Siehe auch hier: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MediaDataShow?backlink=Palmoxylon&fossilid=1423
Gruß aus der Niederlausitz
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Hallo Patrick,
deine Stücke zeigen Nadelhölzer des Agathoxylon-Typs mit sogenannten psaronoiden Strukturen, wie sie bei den Hölzer aus dem Kyffhäuser (und angrenzenden Kiesgruben und Feldfunden) und aus Böhmen oft beschrieben sind.
Vergleichsfotos findest Du hier im Atlas unter den entsprechenden Themen.
Palmoxylon ist sicher auszuschließen.
Viele Grüße
Marian
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Hallo
Wie schon Bernd richtig schreibt, handelt es sich bei deinem Stück um ein besonders verkieseltes Stück Agathoxylon (früher Dadoxylon). Durch die sog. "psaronoide Täuschung" werden diese Stücke auch häufig fälschlicherweise den Baumfarnen zugeordnet. Mit Palme, und auch mit deren Bewurzelung, hat das ganze nichts zu tun. Verkieselte Palmenhölzer kommen sehr selten als Geschiebehölzer bis in die Lausitz, sehen ganz anders aus und sind durch ihre schlechte Erhaltung sehr schwierig zu bestimmen.
Einen Tipp noch: Um Hölzer richtig einordnen zu können benötigt man verschiedene Einsteigerliteratur, später Spezialliteratur und sollte sich verschiedene Holztypen von erfahrenen und kundigen Sammlern am Bino erklären lassen. Bestimmungen nur an Hand von Fotos gehen häufig schief. Werner aus der Lausitz
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Hier zum Vergleich ein Stück aus Sardinien (Miozän, Burdigal), dass verschiedene Palmenwurzeln im Querschnitt zeigt (sog. Rhizopalmoxylon).
Grüße
Marian
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Und hier noch einmal zum Vergleich Details der psaronoiden Strukturen in einem Gymnospermenholz aus dem Kyffhäuser; Quer- und Längsschnitt