Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: waldenstroem am 02 Jun 17, 19:46

Titel: Bestimmungshilfe erbeten: Fällbachschacht Antonsthal
Beitrag von: waldenstroem am 02 Jun 17, 19:46
Erbitte Bestimmungshilfe: Fundort Fällbachschacht

Nr. 1
Strich schwarz mit einem Hauch in Richtung violett
nicht magnetisch
wird aber vom Magneten angezogen
keine Pechblende
Bildbreite ca. 3 cm
Titel: Re: Bestimmungshilfe erbeten: Fällbachschacht Antonsthal
Beitrag von: waldenstroem am 02 Jun 17, 19:49
Nr. 2:
Fundort Fällbachschacht
metallisch glänzende Rosetten
Bildbreite ca. 1 cm

Vielen Dank und Glück auf
Waldenstroem
Titel: Re: Bestimmungshilfe erbeten: Fällbachschacht Antonsthal
Beitrag von: uwe am 03 Jun 17, 08:37
Das Mineral auf dem ersten Bild ist wahrscheinlich Magnetit, auf dem zweiten vermute ich Pyrolusit.

Gruß
Uwe
Titel: Re: Bestimmungshilfe erbeten: Fällbachschacht Antonsthal
Beitrag von: Sebastian am 03 Jun 17, 08:58
Beim ersten Bild stimme ich Uwe zu, beim zweiten würde ich allerdings Molybdänit vorschlagen (auch bei einem unscharfen Foto). Bitte testen! (Im Lexikon ist nachzulesen welche Eigenschaften der Molybdänit hat).
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Bestimmungshilfe erbeten: Fällbachschacht Antonsthal
Beitrag von: waldenstroem am 03 Jun 17, 12:18
Magnetit scheint zu passen. Molybdänit auch. Um mehr Eigenschaften zu bestimmen sind die Rosetten zu klein, aber die Molybdänitfotos vom Steinbruch Henneberg sehen genauso aus.
Vielen Dank und Glück auf
Waldenstroem
Titel: Re: Bestimmungshilfe erbeten: Fällbachschacht Antonsthal
Beitrag von: Roadrunner am 03 Jun 17, 16:23
Hallo,
Molybdänit ist sehr weich, kann man unter der Lupe mit einer Nadel testen. Im Notfall etwas mit besagter Nadel abschaben unter dem Bino und auf einer Unterlage wie Papier oder besser Strichtafel verreiben. Da kannst Du feststellen welche Strichfarbe das Mineral hat und auch gleich in Grenzen feststellen ob es weich oder hart ist. Pyrolusit ist viel härter als Molybdänit, den Rest der Eigenschaften kannst du hier unter beiden Mineralen nachlesen. Nicht immer gleich auf Fotos verlassen, das grenzt zwar ein aber ist keine Garantie!
Bis dann
Roadrunner
Titel: Re: Bestimmungshilfe erbeten: Fällbachschacht Antonsthal
Beitrag von: waldenstroem am 03 Jun 17, 20:15
Danke für den Tip. Es ist aber mein einziges Belegexemplar. Ich wollte eigentlich vermeiden, von der spärlich besetzten Ministufe das Wenige noch herunterzukratzen  ;)
Ich weiß, die Bilder sind nicht eindeutig. Aber vom Charakter her erscheint mir Pyrolusit eher feinnadelig, eher ludwigitartig, während der Molybdänit eher derber wirkt.
Ich habe gerade gesehen,  im Mineralienatlas ist im Revier Antonsthal kein Pyrolusitvorkommen dokumentiert, sehr wohl aber Molybdänit. In der Schwarzenberger Kuppel wäre das nächste Pyrolusitvorkommen erst wieder in zwei Bergwerken im Graul.
Beste Grüße und Glück auf
Waldenstroem
Titel: Re: Bestimmungshilfe erbeten: Fällbachschacht Antonsthal
Beitrag von: Roadrunner am 06 Jun 17, 22:52
Hallo Waldenstroem,
wenn Pyrolusit in Anthonsthal nicht dokumentiert, ist heißt das noch lange nicht das es dort nicht vorkommt. Pyrolusit als Manganmineral ist an sich sehr verbreitet und wird sicher häufig kaum wahrgenommen. Wenn Du nur wenig Material hast, ist es klar das man davon nix abschaben möchte. Das ist immer das Problem mit den Ministufen, das kennen wir sicher alle. Ich hab auch einige wo ich mir nicht sicher bin und auch nix zerstören möchte und Analysen sind nicht für jeden einfach so machbar und auch relativ teuer. Im Zweifel halt einfach ein ? hinter die Stufe und gut ist.
Bis dann
Gruß Mark
Titel: Re: Bestimmungshilfe erbeten: Fällbachschacht Antonsthal
Beitrag von: uwe am 07 Jun 17, 08:15
Nochmal eine Meinung: Ja, es ist allemal wichtiger, den Fundort einer Stufe oder eines Belegstückes, welches man behalten will, so ausführlich wie möglich festzuhalten. Um was für ein Mineral es sich handelt kann auch in 100 Jahren (dann vielleicht sogar noch besser) bestimmt werden. Ein nicht dokumentierter Fundort ist jedoch für immer verloren.

Gruß
Uwe