Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Österreich / Austria => Fundstellen / Locations => Kärnten => Thema gestartet von: Conny3 am 13 Jul 17, 20:00
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Hallo,
bevor die Berichte über die Koralpe fortgesetzt werden, hier das Thema neu aufgemacht. Es sind zwar schon einige Beiträge meist zu Bestimmungsfragen hier im Forum vertreten. Ein Kurzbesuch führte mich in diesem Jahr auch nach Bad Bleiberg (war auch 2016 schon geplant). Gleich am Ortsanfang, noch vor dem Diabassteinbruch kommt man an einem Mineralienmuseum vorbei (aus Richtung Nötsch). Dort kann man sich schon einmal informieren. Informieren konnte ich mich auch in meinem Quartier, wo eine kleine Mineralienausstellung zu sehen war. U.a. diese beiden Wulfenite (einer war als Amethyst/Achat Pfalz beschriftet :o) Ich habe die Besitzerin des Hotels schon vorsichtig auf die falsche Beschriftung hingewiesen. Morgen geht es in das Gelände. Mal sehen, was es an MM aufzulesen gibt. Bericht folgt...
Hier ein paar Bilder:
1 der als Amethyst bezeichnete Wulfenit (Beschriftung nicht zu sehen, da ich die Kristalle fotografieren wollte, im Hintergrund der Amethyst, der aber auch richtig beschriftet war)
2 Bleiglanzoktaeder mit Wulfenitüberzug (war korrekt beschriftet)
3 Bleiglanz mit winzigen Wulfenit (auch korrekt)
4 siehe Zettel (Cerussit)
Gruß Conny
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Hallo,
die nächste Schädelfundstelle ist angelegt. :D Oberhalb der ev. Kirche nahe der Legatenwand an einer Ruine eines Schmelzofens(?) von Bleiberg Nötsch liegt er auf einem Block Wettersteinkalk. Heute Wanderung zur Gr. Stefanie und am Nachmittag Antonischacht (Schaubergwerk mit viel Rummel) und Legatenwand (Umgebung). An der Grube Stefanie (Halde wird wohl immer mal zwecks Materialentnahme abgefahren) fand ich die besten Fundmöglichkeiten vor. Vanadinit u.a. und sogar ein Wulfenitbeleg konnten dort gefunden werden. Eine Wulfenitstufe kaufte ich mir dann schließlich, weil ich einen solchen von der TL natürlich haben wollte (Bild kommt später). Eine schöne Gegend mit viel Kalk, der mich gleich an heimische Gefilde erinnerte.
Überall sind Bergbauspuren und Belege der hier vorkommenden Mineralien lassen sich ohne Probleme aufsammeln. Ein Stollenwanderweg führt durch das Gelände. Die Grube Stefanie ist allerdings nicht an diesem Weg gelegen.
Bilder:
6: Der Schädel in Bad Bleiberg!
7: Die Halde der Grube Stefanie
8: Der Stolleneingang der Grube Stefanie
9: in der Terra Mystica wurden Schienennägel verkauft. Einen solchen fand ich als Beifund auch auf der Halde der Stefanie (Bild folgt)
Gruß Conny
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Hallo,
hier gleich noch ein paar Bildeindrücke von Bad Bleiberg:
1: Zeigt einen Stein vor der Grube Stefanie (die TL von Wulfenit :D)
2: Stollen durchs Gitter fotografiert
3: Ländliche Idylle: Sammeln auf der Halde hinterm Hühnerstall, nahe Terra Mystika, wo kann man das noch ;)
4: Der Rest eines Schmelzofens hinter der Kirche wo der Schädelrest liegt. Das kann evtl. Rudi Hasler bestätigen oder dementieren wenn es kein Ofen war ;)
Gruß Conny
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Hallo,
mein einziger selbstgemachter Fund von Wulfenit von der Halde der Grube Stefanie. Sehr klein aber kristallisiert 0, BB ca. 7 cm. Sonst gab es noch reichlich: Calzit, Markasit, Bleiglanzbelege,... Alles aber nur Belege. Man braucht dort mehr Zeit und dann wird man sicher noch mehr finden. Die Halde besteht meist aus kleinstückigem Kalk. Zwei Stücke hatte ich mir in der T. Mystika erworben (Bleiglanz mit Calzit und Wulfenit 1), beides von der Gr. Stefanie. Mal sehen, ob ich im nächsten Jahr da noch einmal mit etwas längerer Zeit hinfahre. Dann vielleicht auch mit Besuch bei Rudi Hasler. Ach ja, den Schienennagel (Bild 2) gab es kostenlos noch auf der Halde zu finden (8 cm groß).
Gruß Conny
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Hallo Conny,
ich staune, was du alles in so kurzer Zeit in meiner Heimat entdeckt hast. Tut mir sehr leid, dass ich nicht zu Hause war. Hoffentlich klappt es im nächsten Jahr.
Gruß Rudolf
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Hallo,
hier noch ein Nachtrag zu Bad Bleiberg. Auf der Börse in Gera gab es einen interessanten Vortrag über die Fundstelle am Petzen auf slowenischer Seite. Da gab es auch wieder einen Hinweis auf die TL von Wulfenit.
Gruß Conny
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Hallo,
bald ist es wieder soweit. Bad Bleiberg ("Schädelfundstelle" seit 2017 und TL) ruft. Hier schon einmal der Dobratsch im Abendlicht von Feistritz/Gail gesehen. Man ist das Geil! ;D
Gruß Conny
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Hallo,
heute wieder Bad Bleiberg. Nach dem Besuch bei R. Hasler mit seiner hervorragenden Sammlung und seiner besten Wulfenite der Region, bin ich dann am Stollenlehrpfad hängengeblieben. Wollte eigentlich auf Descloizitsuche gehen (Legatenwand), blieb aber dann auf dem tollen Lehrpfad hängen. Ich kannte diesen Lehrpfad 2017 nur in Fragmenten und bin ihn nun fast vollständig abgegangen. Jede Menge Stollen und Bergbauspuren sind dort zu sehen. Dann die wunderbare Aussicht in das Tal der Wulfenite. Rudolph gab mir noch einige Hinweise über die eine oder andere Fundstelle, wo man evtl. sogar noch Wulfenit finden kann. Das nehme ich mir aber später (bis Freitag 20.7.) vor. Am Weg bzw. im Schotter von Fahrstraßen fand ich den einen oder anderen Beleg bzw. auch Kristalle von Fluorit, Hemimorphit, Cerussit (alles in MM Kristallen) und natürlich Bleiglanz sowie Calzit. Zum Schluss war ich noch kurz an der Halde der Grube Stefanie. Dort keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Bilder folgen....
Gruß Conny
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Hallo,
1: Diese Tafel gleich am Anfang des Weges weist auf Mineralien hin.
2: An dieser Halde gab es nette MM aufzulesen.
3: Befahrungsmöglichkeit eines kurzen Stollens oben auf der Treppe. Dort sollen am Ende des Stollens Minerale ausgestellt sein. Leider ging das Licht nicht.
4: Der Schädel war weg. Dafür steht dort kurzeitig der Eimer. ;D
Dann war ich noch an der "Hühnerstallhalde" (siehe 2017).
Gruß Conny
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Hallo,
weiter ging es heute wieder mit Bad Bleiberg. Mir fehlte noch das Stück zwischen Gebiet Grube Stefanie und dem Stollenlehrpfad oberhalb Bad Bleiberg. Wollte nun unbedingt mal einen Wulfenit selbst finden. Abgesehen von einem winzigen unsicheren Fund 2017 auf der Halde der Grube Stefanie war mir das bis heute nicht gelungen. Dank der Hinweise durch R. Hasler (Danke!) fand ich oberhalb des Markusstollens kurz vor der Schranke bzw. einem Haus (dahinter befand sich auch eine Halde), vier kleinere Stücke mit deutlichen Wulfenitkristallen am Wegrand (5) :D. An einer anderen Stelle gab es in einem zelligen Stück weiße Kugeln und kleine Calzitkristalle. Das Stück war sehr groß und enthielt eine weiche, graue Masse, die sich leicht auswaschen lies. Ich nahm nur ein Stück davon mit. Bilder folgen. Es waren aber genau solche "Drusen" in denen die herrlichen Wulfenitkristalle enthalten waren (bei Rudi gesehen). An einer anderen Stelle gab es Calzitdrusen, die unseren aus Saalfeld/Kamsdorf sehr ähnlich sahen (8) Bild 8. Begünstigt wurden die Funde durch Wegearbeiten. Am Markusstollen konnte man sich gut erholen und ein gut gekühltes Radler/Wasser zu sich nehmen (6: Neben meinem OBI Eimer waren drei weitere vor dem Stolleneingang, gefüllt mit Belegmineralien, zu sehen) 7: Blick zum Dobratsch :D. Es war sehr warm am Südhang des Erzberges. Die Einheimischen bezeichnen den Wulfenit auch als "Goldblei" wie ich im netten Gespräch im Cafe unten am Kurzentrum erfahren konnte. Morgen noch ein Tag, der aber ohne Steine ablaufen soll. Dann ist der herrliche Urlaub auch schon fast wieder zu Ende >:(.
Gruß Conny
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Hallo,
auch die meist kleinen Funde, die an diversen Wegen und Halden bei meinen zweimaligen Besuchen aufgelesen werden konnten, waren recht nett. In Bleiglanz/Barytdrusen waren kleine Kristalle zu sehen. Verschieden hellbraun/Ocker gefärbte Kristalle, helle Flussspatwürfel, Calzit xx, auch kleine Belege des TL Minerals Hydrozinkit, Wulfenit, u.a. gab es. Manches versuche ich hier im Laufe der Zeit aufs Bild zu bringen (zwecks Bestimmung). Auch 2019 habe ich vor dort wenigstens 1x aufzukreuzen. Will ja noch die Descloizitstelle besuchen. Da habe ich nur eine schöne Stufe von Rudolf bekommen. Danke! Hier ein paar Bilder vom Dobratsch aufgenommen:
1: Das Haldengebiet oberhalb Bad Bleiberg Hüttendorf
2: Blick auf Terra Mystika
3: Der Jakomisteinbruch von oben (war ich auch noch nicht drin)
4: Zum Abschluss ein nettes Bild einer Wolke über den Karawanken.
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Hallo,
schon wieder gut einen Monat her ist mein diesjähriger ÖS Urlaub. Nun kommen auch nach und nach ein paar Mineralienbilder von den aufgesuchten Fundstellen. Mit dem Mallestiger Mittagskogel habe ich ja schon angefangen. Nun folgen noch Bad Bleiberg, Krahbergzinken bei Schladming und Donnersbachwald. Von der letzteren "Schädelfundstelle" konnte ich ja schon ein paar Granate vor Ort posten.
Hier Bad Bleiberg:
1: Ein Eigenfund von Wulfenit nach Rudis Fundstellenangabe (Größe des Stückes knapp 4 cm). Es gab dort noch mehr solche Stücke. Auf 4 Stücken waren Wulfenitkristalle drauf (zum Teil leider angeschlagen). Muss wohl vorher ein größerer Brocken gewesen sein, der als Wegeschotter leider zerbrochen (zerfahren) war. Eine weitere Nachsuche in der Umgebung an der Stelle blieb jedoch erfolglos. Diese Stelle ist im Vorbeitrag zu sehen (BB 5).
2: Endlich Descloizitkristalle (BB ca. 6 cm) von der Legatenwand von Rudi bekommen! Da muss ich nächstes Jahr noch einmal hin, um die Stelle persönlich in Augenschein zu nehmen. Der interessante Grubenwanderweg verhinderte die genaue Suche nach der Stelle.
Bbl1: Das zellige Stück auch vom Wegesrand (ist hier auch schon beschrieben) mit den Kugeln in den Drusen, ca. 5 cm Bildbreite. Schade, das da kein Wulfenit oder andere Sekundärminerale enthalten waren. Er war sehr groß und ich nahm nur ein kleineres Teilstück mit (Stück ca. 10 x 10 cm).
Weitere Bilder folgen auch hier noch, denn es gab in diversen Schotter noch so manches MM xx an Bleisekundärmineralien aufzulesen!
Gruß Conny
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Hier auch noch ein Wulfenit x mit einer Größe von etwa 1,5mm von der Halde der Grube Alt-Stefanie
Fund 10/2018
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Hallo,
auch 2019 war ich wieder in Bad Bleiberg. Bei bestem Wetter fand ich eine Stelle, wo ein frischer Weg durch eine Halde mit Kalkstein gelegt wurde. Hier fand ich einige Mineralien und sogar eine doppelklappige Muschel, die noch bestimmt werden muss. Sie war mit Calzitkristallen überzogen. Außerdem waren MM von Wulfenit, Cerussit und anderen Bleisekundärmineralien dabei. Für das Lexikon folgen noch weitere Bilder.
1: Wulfenit im Kalkstein bis 2 mm
2: Die calzitüberzogene Muschel
3 und 4: Der Weg, der durch das Haldengelände frisch angelegt wurde. Solche Gelegenheiten muss man natürlich ausnutzen. ;)
Gruß Conny
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Hallo,
@Conny3: Deine Berichte sind immer wieder interessant, vor allem, dass du Fundstellenfotos mit einbindest!
:) :) :)
Grüße
Uwe
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Hallo Conny 3 schöne Bilder gefällt mir sehr.
Glück auf!
Bruno
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Hallo Bruno,
da kommen später für den Atlas noch weitere aus dem Fundgebiet. Ich werde die Muschel auch mal im Steinkernforum vorstellen. Vielleicht kann sie da auch noch bestimmt werden. Bad Bleiberg ist doch alpine Mitteltrias?
Gruß Conny
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Hallo !
ist auch in Bleiberg-
Lg.