Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralienbilder / Mineral Pictures => Mikroskop- und Makroaufnahmen => Thema gestartet von: Stefan am 28 Jul 17, 18:43
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Hallo,
ich spiele mich gerade mit Abstandsringen und Objektiv in Reverse-Ausrichtung an meiner Canon D50.
Hier ein Punkt eines Messcharts mit 0.07 mm Durchmesser. Das ist jetzt nicht spektakulär, aber doch dafür gut aufgelöst. Vor allem auf wackeligem Staiv eine echte Herausforderung. Das ganze mit Helicon Remote vom PC aus gesteuert.
Dann noch das sebe Objekt mit Zeiss Stemi 2000 C und dustanzringen zwischen selber Kamera und Tubus.
Viele Grüße
Stefan
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Hallo Stefan
meine Bilder mache ich zur Zeit mit einer Nikon D7200 und einem Samyang 16mm in Retrostellung und mit Zwischenringen. Damit erreiche ich ein Bildfeld um 3.5mm, soweit bin ich zufrieden - vorallem lassen sich Kamera und Objektiv auch anders verwenden und gerade das Samyang ist garnicht so arg teuer. Allerdings bin ich da ein (Wieder-)anfänger und mache erste Bekanntschaften mit den Fallstricken der digitalen Fotografie...
Hier zwei Bilder.
Liebe Grüße, Martin
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1488233937.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1488233937.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1490820487.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1490820487.jpg)
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Hallo Stefan,
ich habe auch schon einige Objektive in Retrostellung ausprobiert. Die Qualität war bei allen nicht so gut und teilweise z.B. beim Olympus 11-22mm F2.8-3.5 auch ein überhellter Mittelbereich durch interne Reflexionen. Ich würde Mikrkoskopobjektive empfehlen. Ein erstaunlich gutes Objektiv zum Einstieg, ist das endlich korrigierte Lomo 8x 0.20 160/0 (z.B. eBay 332321287577) oder das gleiche von Zeiss Jena. Das AmScope 4X Plan Achromatic Objective eBay 381613828736 soll nach Berichten bei photomacrography.net auch sehr gut sein. Diese endlich korrigierten Objektive können ohne Zwichenoptik mit einem RMS-M42 Adapter an Balgengerät oder Zwischenringen adaptiert werden. Gut die Mechanik zum stacken brauch man natürlich auch noch, aber wer die Qualität schon dieser sehr günstigen Objektive vergleicht, weiß dass sich auch dieser Schritt lohnt.
Ich verwende ein wackliges Vergrößerer-Stativ (Durst M301) und einen mittlerweile motorisiertes Zeiss Standard 14 Stativ zum stacken. Beleuchtet wird bei mir mit Blitz, was mein Problem mit nicht sehr stabilem Durst-Stativ behebt und das bis Bildbreiten bis 0,3mm (Nikon CF Plan 50x/0.55 oo/0).
Dieses Foto habe ich noch manuell eingestellt:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1417980617.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1417980617.jpg)
Es ist wirklich erstaunlich, das ein Objektiv das unter 20€ zu haben ist ca. 90% der Bildqualität meiner aktuell verwendeten Objektive für diesen Bildbreitenbereich leistet. Wie man sieht, Mikrofotografie muss, zumindest bis 1,5mm Bildbreite, nicht teuer sein, der Aufwand wird aber auch nicht weniger.
Liebe Grüße Josef
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Hallo Stefan
Die Aussage von Josef kann ich nur bestätigen. Alle meine derzeit im MA befindlichen Bilder sind Makroaufnahmen, die auf diese Weise entstanden sind. Allerdings verwende ich kontinuierliches Licht (LED, 5000K). Die von mir verwendeten Objektive sind für 160 mm korrigierte Apochromate verschiedener Hersteller mit den Vergrößerungen 4x, 10x und 20x. Preise zwischen 8 und 20 Euro. Damit decke ich einen Bereich bei von ca. 0,7 bis 3,5 mm Bildbreite ab und bei voll ausgezogenem Balgen auch mehr.
Etwas nachteilig sind Abbildungsfehler im Randbereich des Bildes, die sich in abnehmender allgemeiner Schärfe und in roten bzw. blauen Zonen neben den Spitzlichtern außerhalb der Bildmitte äußern, sich insgesamt aber in grenzen halten. Ein weiterer Nachteil ist der geringe Arbeitsabstand, der es unmöglich macht, tiefer in Höhlungen liegende Objekte abzubilden und auch eine gute Ausleuchtung erschwert.
Nachdem ich das 20er geschrottet habe, habe ich mir ein Leitz LL 20x, unendlich korrigiert, zugelegt. Das kann ich wahlweise vor einem 300er oder 125er Tele betreiben und erreiche damit ähnliche Vergrößerungen (die Vergrößerung bei Leitz bezieht sich auf eine 250er Tubuslinse), Der Arbeitsabstand ist mit rund 10mm größer und die Abbildungsfehler sind auch geringer - bilde ich mir jedenfalls ein. So erzeugte Bilder folgen demnächst.
Grüße
Thomas
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Hier noch ein Bild mit Distanzringen rechts und links ohne am Zeiss Stemi. Das sind ca. 30% Unterschied. Ein Strich sind 0.01 mm. Mein Arbeitsabstand beträgt dabei ca. 10 cm.
Die Bilder in Retrostellung erlauben mir je nach Vergrößerung Arbeitsabstände zwischen wenigen cm und über 10 cm.
Ihr habt natürlich recht, dass sich anders noch bessere Ergebnisse erzielen lassen und Eure Bilder überzeugen!
Viele Grüße
Stefan
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Josef, hast Du ein Bild von Deinem Aufbau?
Viele Grüße Stefan
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Hallo zusammen,
ich stimme Josef auch vollumfänglich zu. Wenn man etwas optimieren will, sollte man sich immer auch vor Augen führen, für was für einen Zweck eine jeweilige Optik gerechnet wurde. Fotoobjektive haben da sicher einen ganz klar anderen Verwendungszweck, als Mikroskopobjektive oder Teleskope. Dem entsprechend sind auch die Kompromisse, welche man bei der Auslegung der Optik machen muss. Möchte ich die schönen Dinge im Weltraum beobachten, dann reicht es aus, wenn mein Teleskop ausschließlich im Unendlichen möglichst viele Aberrationen korrigiert hat. Bei einem Mikroskopobjektiv ist es genau anders herum. Dort möchte ich die kleinen Dinge bei einem definierten Arbeitsabstand beobachten. Es ist also wichtig, dass exakt in dieser Position die beste Abbildungsleistung zur Verfügung steht. Bei Fotoobjektiven muss man oft Kompromisse eingehen, da die optischen Aberrationen für unterschiedliche Objektabstände und u.U. für unterschiedliche Brennwiten möglichst gut behoben sein sollten. Das ist nicht immer möglich. Daher werden Spezialist wie Mikroskopobjektive bei der Abbildung von kleinen Objekten im Nahfeld immer besser sein, als Fotoobjektive. Wenn man also nun kleine und kleinste Objekte ablichten möchte, wird man eine Qualitätssteigerung seiner Bilder am schnellsten dadurch erreichen, wenn man auch eine Optik verwendet, welche der Spezialist für diese Anwendung ist. Allerdings ist darauf zu achten, dass (vor allem bei älteren Mikroskopobjektiven) nicht zwingend ein voll korrigiertes Bild nur durch das Objektiv alleine entsteht. Oftmals werden Herstellerabhängig manche Aberrationen erst durch Tubuslinse und/oder Okular korrigiert. Dadurch eignet sich auch nicht jedes Mikroskopobjektiv zu Fotografie. Am wichtigsten dafür ist es, dass ein Mikroskopobjektiv ein ebenes Bildfeld zur Verfügung stellt. Das ist in der Regel mit dem Namenszusatz "plan" gekennzeichnet...
@Thomas:
(die Vergrößerung bei Leitz bezieht sich auf eine 250er Tubuslinse)
Bist Du Dir da sicher? Ich kenne zwar nur die Leica-Mikroskope, welche ja seinerzeit aus u.A. Leitz hervorgegangen sind, aber diese haben bei Unendlichoptiken Tubuslinsen mit 200mm BW verbaut (zumindest die HC und die HCX Serie).
Grüße Markus
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Hallo Markus
Eigentlich bin ich durch Zufall auf dieses Objektiv gestoßen, als ich nach Ersatz für mein defektes 20er suchte. Bei einem Preis von knapp 100 Euro habe ich dann zugeschlagen. ;D
Als die Vergrößerung geringer war als erwartet (zunächst mit dem vorhandenen 125er Zeiss), habe ich dann über google herausgefunden, dass Leitz die Angaben auf 250 mm bezieht. Ich kann aber nicht mehr sagen, wo genau ich diese Info entnommen habe. Stimmt aber mit der errechneten und gemessenen Vergrößerung überein.
Die genaue Bezeichnung ist
Leitz LL 20x 0,40
(unendlich)/0/30
Ein Objektiv mit dieser Bezeichnung, das meinem auch von der Bauform gleicht, konnte ich allerdings auch in den Leitz-Unterlagen aus dem Netz nicht finden.
Thomas
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Hallo Thomas,
Als die Vergrößerung geringer war als erwartet (zunächst mit dem vorhandenen 125er Zeiss), habe ich dann über google herausgefunden, dass Leitz die Angaben auf 250 mm bezieht.
Nun, im Allgemeinen ist es eher schwierig, in der Fotografie von Vergrößerungen zu sprechen. Diese Angaben beziehen sich in der Regel darauf, dass bei visueller Beobachtung durch das Mikroskop ein Objekt um den angegebenen Faktor vergrößert wird (wobei sich in diesem Fall die Vergrößerung als Produkt von Okularvergrößerung und Objektivvergrößerung errechnet) im Verhältnis zu seiner Beobachtung ohne optische Hilfsmittel in Normsehabstand. Dieser Normsehabstand wird mit 250mm angenommen (aus diesem errechnet sich übrigens auch die Okularvergrößerung!). Letzten Endes geht es bei Vergrößerungen immer um die Bildwinkel, unter denen das Objekt mit und ohne Hilfsmittel erscheint. Bei der Fotografie ist eher der Bildausschnitt als Vergleich heran zu ziehen (anstatt die Vergrößerung), denn je nachdem, wie groß Du dann den Bildausschnitt z.B. am Monitor oder in einem Ausdruck betrachtest, steigt die Vergrößerung drastisch! D.h. wenn ich ein Objekt, welches 1mm Ausdehnung hat mit einem 10x vergrößernden Objektiv aufnehme, dann hat es in der Bildebene eine Ausdehnung von 10mm. Wird selbiges nun mit einer Pixelgröße von 5my gesampled, dann erscheint das Objekt mit einer Größe von 2000 Pixeln. Sehe ich mir das nun 1:1 auf einem HD-Fernseher an (der hat ja knapp 2000px in der Breite) bei einer Bildschirmbreite von sagen wir 1m, dann entspricht das bei einem Betrachtungsabstand von 250mm einer 1000fachen Vergrößerung (ob das Sinn macht, sei mal dahin gestellt)! Ich will damit nur zum Ausdruck bringen, dass es in der Fotografie keinen Sinn macht, von Vergrößerungen zu sprechen, sondern eher von Abbildungsmaßstäben in Form von Bildbreiten. Man kann aber den Vergrößerungsfaktor durchaus auch fotografisch messen, wenn man einen entsprechend genauen Standard hat, und selbigen mit der Anzahl an Pixeln bekannter Größe vermisst. Das ist allerdings etwas aufwändig und setzt einen entsprechenden Standard voraus.
Stimmt aber mit der errechneten und gemessenen Vergrößerung überein.
Was hast Du da errechnet und woraus? Und wie hast Du das gemessen? Wenn ich richtig gelesen habe, dann hast Du als TL nur ein 125er und ein 300er Tele, oder? ;)
Unabhängig davon, will ich nicht ausschließen, dass es von Leitz Mikroskope mit 250mm TL gab, aber das ist sicher nicht die Regel. Ich würde erst mal von 200mm ausgehen, und damit mal einen Standard vermessen. Dann weist Du, ob es stimmt, oder nicht...
Grüße Markus
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Also wie ich das verstanden habe wird die Vergrößerung
Über die Bildbreite und die Sensorbreite errechnet. Was du mit den Monitoren etc. Meinst ist dann nach meinem Verständnis die "leere" Vergrößerung. Man sieht es größer, aber das Bild (mit der Bildinformation) ist nicht stärker vergrößert. Also bildbreite ausmessen und durch die sensorbreite teilen.
So schwer ist das näherungsweise nicht ;D
Beste Grüße,
Sebastian
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Hallo Markus,
Wenn ich richtig liege, dann erzeugt ein unendlich korrigiertes Objektiv in Verbindung mit einer Tubuslinse mit der Bezugsbrennweite ein reelles Bild, das entweder auf dem Sensor abgebildet wird (und so auch messbar ist) oder durch ein Okular betrachtet als virtuelles Bild nicht mehr exakt messbar ist, sondern nur über den (standardisierten) Blickwinkel.
Mit dem Dreisatz kann ich mir so die mit der jeweiligen Tubuslinse und der Sensorbreite die zu erwartende Vergrößerung (=Sensorbreite/Bildbreite) berechnen bzw. diese Berechnung nachprüfen.
Dabei ergibt sich für mein 125er Tele recht genau eine Bilbreite von 1.7 mm und damit eine 10 fache Vergrößerung, was einer 20x bei 250 entspricht.
Mit dem 300 er komme ich rechnerisch auf eine Bildbreite von 0.7, was sich auch mit der Praxis deckt.
Thomas
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Hallo Thomas,
Was für einen Sensirtyp benutzt du?
1,7mm klingt recht wenig. Aber für MFT Sensoren könnte es richtig sein.
Beste Grüße,
Sebastian
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Hallo Sebastian,
Also wie ich das verstanden habe wird die Vergrößerung Über die Bildbreite und die Sensorbreite errechnet.
Das ist eine Möglichkeit, richtig. Allerdings nur für die Objektivvergrößerung. Die Gesamtvergrößerung, also die, unter der ich das Objekt tatsächlich beobachte, ist eine andere.
Was du mit den Monitoren etc. Meinst ist dann nach meinem Verständnis die "leere" Vergrößerung. Man sieht es größer, aber das Bild (mit der Bildinformation) ist nicht stärker vergrößert.
Das kann so sein, muss aber nicht! Ob eine leere Vergrößerung vorliegt entscheidet die Auflösungsfähigkeit des Objektivs.
Also bildbreite ausmessen und durch die sensorbreite teilen.
So schwer ist das näherungsweise nicht
Ja das ist richtig. Allerdings muss man auch die Bildbreite mit irgend einem bekannten Standard vermessen...
Hallo Thomas,
ich stimme Dir völlig zu! Wenn Du die Bildbreite vermessen hast, dann ist das ein gangbarer Weg. Damit wäre dann auch geklärt, dass es von Leitz TL mit 250mm BW gibt... ;D
Grüße Markus
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...ach ja, was ich noch vergessen habe: Mit einem Objektiv als TL ist es wichtig, dass selbiges unbedingt auf Unendlich fokussiert ist. Sonst stimmen die Rechnerei und/oder Messergebnisse nicht mehr...
Eigentlich wollte ich Stefans Thread nicht highjacken. Ich bin dann mal wieder weg... 8)
Grüße Markus
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Hallo Sebastian,
Ich benutze zur Zeit eine Olympus EP-1 mit einer Sensorbreite von 17 mm (diese Größenangabe hatte ich vergessen). Das ist eine Systemkamera und war preiswert zu haben. Sicher gibt es bessere, reicht für mich aber vollkommen aus. Steuerung vom PC geht zwar nicht, aber drahtgebunden ist eine Fernauslösung möglich. mit etwas Bastelarbeit kann man auch das Sucherbild als quasi Live View in HDMI-Auflösung auf den PC bekommen. Nutze ich aber fast nie, dafür aber die Lupenfunktion des Suchers. Die Frage nach dem Sensortyp kann ich dir leider nicht beantworten.
Als Nachtrag zu meinem vorherigen Post
Gelegentlich nutze ich für größere Bildbreiten anstatt des Mikroskopobjektivs auch normale Foto-Objektive vor einem der beiden Teleobjektive. Die Vergrößerung ergibt sich dann aus der Brennweite der Tubuslinse durch die des Objektivs.
Den notwendigen Adapter (2 mal Filtergewinde) um die Objektive front-an-front zu montieren habe ich mir aus zwei Umkerringen selbst hergestellt: Das nicht benötigte Gewinde abgeschliffen und dann mit Epox zusammen geklebt.
Solche Objektive von out-gedateten Analog-Kameras gibt's zur Zeit für'n Appel und 'n Ei auf dem Gebrauchtmarkt. Meiner Meinung nach auch eine Überlegung wert, um Geld zu sparen, wenn keine hohen Vergrößerungen notwendig sind. Adapter zur Anpassung der unterschiedlichen Systeme an die vorhandene Kamera gibt es in großer Zahl ab ca. 10 Euro.
Thomas
Eigentlich wollte ich Stefans Thread nicht highjacken. Ich bin dann mal wieder weg... 8)
Grüße Markus
Das gilt auch für mich ;D
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Hallo Stefan,
ich bin mir der Tatsache bewußt, dass mein selbtgebastelter Aufbau bei einigen Verwunderung hervorruft. Solange mich die Provisorien nicht beim Fotografieren stören, sind sie OK für mich.
Die Steuerung für den Schrittmotor habe ich von hier: http://www.ryleeisitt.ca/articles/building-a-focus-stacking-controller/
Ich glaube es gibt mittlerweile auch Anleitungen bei denen nicht gelötet werden muss.
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Bei den Objektiven bin ich durch viele Gelegenheitskäufe auf einen ganz ordentlichen Stand. Die Kombination aus Vergrößererobjektiv Durst Neonon 80mm und meiner am häufigst verwendeten "Tubuslinse" Roynox DCR 250 ist meine bislang beste Kombination für Bildbreiten über 10mm.
Aber wie oben schon angedeutet, der Unterschied vom Lomo 8x 0.20 zu dem Mitutoyo-Nachbau ist bei weitem nicht mehr so groß wie der vom Retroobjektiv oder Stereomikroskop zum Lomo.
Schöne Bastel-Grüße Josef
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Hallo Markus,
Allerdings ist darauf zu achten, dass (vor allem bei älteren Mikroskopobjektiven) nicht zwingend ein voll korrigiertes Bild nur durch das Objektiv alleine entsteht. Oftmals werden Herstellerabhängig manche Aberrationen erst durch Tubuslinse und/oder Okular korrigiert. Dadurch eignet sich auch nicht jedes Mikroskopobjektiv zu Fotografie. Am wichtigsten dafür ist es, dass ein Mikroskopobjektiv ein ebenes Bildfeld zur Verfügung stellt. Das ist in der Regel mit dem Namenszusatz "plan" gekennzeichnet...
da hast Du völlig recht, nicht jedes Mikroskopobjektiv ist gut geeignet. Die alten Leitz-Objektive haben so starke Farbsäume, das der Regler bei der RAW-Entwicklung diese nur halbieren kann. Bei wenigen Aufnahmen mit meinem Leitz L 25x/0.40 oo/0 habe ich mit Gimp die CA's korrigiert, wobei derjenige der den Objetiv-Korrektur programmierte, ein Problem mit Windows-Benutzern hat und die Einstellungen nicht speicherbar sind. Jedes Bild des Stack's einzeln...
Weniger schlimm für die Mineralfotografie finde ich es wenn ein Objektiv nicht plankorrigiert ist. Mineralien sind nicht flach wie ein Objektträger und beim stacken entstehen ja auch oft Verzerrungen die sogar eine falsche Symmetrie eines Kristalls vortäuschen können wie z.B. bei dem Perloffit der nicht triklin ist aber durch schlecht gewählte Orientierung so wirkt.
Bei den Tubuslängen habe ich früher immer die Tubuslinse auf unendlich gestellt. Heute spare ich mir den Aufwand weil ich bei etwas kürzeren oder längeren Abständen keinerlei zusätzliche Bildfehler erkennen konnte. Ich messe lieber nach.
Grüße Josef
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Hallo Josef,
Bei wenigen Aufnahmen mit meinem Leitz L 25x/0.40 oo/0 habe ich mit Gimp die CA's korrigiert, wobei derjenige der den Objetiv-Korrektur programmierte, ein Problem mit Windows-Benutzern hat und die Einstellungen nicht speicherbar sind. Jedes Bild des Stack's einzeln...
Uii, da warst Du aber beschäftigt :D. Bietet Gimp keine Möglichkeit der Batchverarbeitung? Ich kenne Gimp nicht, da ich mit PS arbeite. Dort gibt es diese Funktion, so dass das automatisiert ablaufen kann. Da wird man ja sonst bescheuert... :P
Weniger schlimm für die Mineralfotografie finde ich es wenn ein Objektiv nicht plankorrigiert ist. Mineralien sind nicht flach wie ein Objektträger
Naja, im Stack stimmt das schon, aber Dir fehlen je nach Start- und Endposition scharfe Bildanteile im Bild, welche durch die Bildfeldwölbung in der Unschärfe liegen. Wie schlimm das ist, hängt vom Betrag der Bildfeldwölbung, der Schärfentiefe des Objektivs und nicht zuletzt auch von dem abgelichteten Objekt ab. Fotografierst Du nur einen einzelnen Kristall in der Bildmitte (wie in Deinem Beispiel), dann mag das nicht auffallen. Bei Objekten, welche sich über das gesamte Bildfeld erstrecken, kann dann am Anfang oder Ende etwas fehlen...
Das lässt sich zwar umgehen, wenn man entsprechend zu dem eigentlichen Stackbereich vorne und hinten noch ein paar Ebenen dranhängt, aber dazu muss man zum Einen den Betrag der Bildfeldwölbung kennen (oder selbigen experimentell ermitteln), zum Anderen kann man sich den zusätzlichen Zeit- und Rechenaufwand auch sparen, wenn man einfach plane Objektive verwendet...
Heute spare ich mir den Aufwand weil ich bei etwas kürzeren oder längeren Abständen keinerlei zusätzliche Bildfehler erkennen konnte.
Wie schnell Du Bildfehler erkennen kannst, ist sehr vom Optikdesign abhängig. Aber es stimmt auf jeden Fall der Abbildungsmaßstab außerhalb des Unendlichfokus nicht mehr. Außerdem ändert sich damit auch der Arbeitsabstand des Objektivs. In Grenzen ist das aber sicher alles kein Problem...
Grüße Markus
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Hallo Josef,
das ist ja ein cooler Aufbau. Dein Antrieb gefällt mir, sowas wollte ich an meinem Stemi auch mal machen.
Ich habe mir bei Ebay die Tage für wenig Geld ein "Mikroskope Nomo UDSSR Biolam P1Y42 mit Präparatorführer (Objektträger-Kreiztisch) und Objektiven geschossen. Der Preis war extrem günstig und nach deutlicher Pflege scheint es nun wieder ganz gut zu tun. Ich wollte eigentlich nur ein Objektiv kaufen, das wäre aber deutlich teuerer gewesen als das ganze Mikroskop mit allem allem drum und dran. Mal sehen wie weit meine Bastellust so geht.
Viele Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
kaum ist man ein paar Tage weg... Schön dass Du es angehst.
Das Biolam ist noch ein Mikroskop das dem Benutzer zutraut, selbst etwas zu reparieren. Es lässt sich mit einem Schraubenzieher komplett zerlegen und das ist nicht bei jedem Mikro so. Du kennst das ja von Deinem Stemi 2000. Leider lässt sich der Grob- und Feintrieb nicht für die Mikrophotographie nutzen, weil er einerseits getrennt ist und daher der Feintrieb nur einen minimalen Hub hat (falls er noch geht), und andererseits sich nicht der Tisch, sondern der Arm mit Tubus und Objektivrevolver bewegt. Brauchbar, abgesehen vom 8x0.20 oder 9x0.20 ist der Objektivrevolver, der sich mit der Verschraubung vom Tubus leicht mit einem M42-M39-Ring von beiden Seiten genutzt, an einen Balgen Adaptieren lässt. Allerdings fehlt bei der Verwendung des Revolvers meist der Platz für den unbedingt notwendigen Diffusor, deshalb nutze ich in nur noch für den Aufbau den ich beim Besstimmungsstand in Kötzting nutze (HP-Scanneroptik ca.50mm, Seibert 5x0.18, Lomo 8x0.20 und JML 20x0.30).
Ein Feintrieb zum stacken sollte, wie beim Zeiss Standard 14, durchgehend die selbe Schwalbenschanzführung benutzen und am selben Knopf (kleineres Rad) bedienbar sein. Von den Meisten namhaften Mikroskopherstellern gibt es solche Stative, welche falls der Feintrieb noch leichtgängig ist, ähnlich gute Eigenschaften haben sollten. Und solltest Du, wie ich, viel zu viel auf den Trieb stellen, hilft ein Schaumstoffblock um ihn etwas zu entlasten.
Viele Grüße
Josef
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Hallo Josef,
ich traue mich gar nicht das Mirkoskop auszuschlachten. Es läuft alles wieder wie Butter in der Sonne. Auch der Feintrieb funktioniert wieder. Ich habe alles zerlegt, gereinigt und neu geschmiert. Ein wirklich nettes Mikroskop. Jetzt muss erst mal alles geliefert werden wa sich so zusammen bestllt habe. Teile aus aller Welt und dann schau ich mal was ich daraus bastel.
Viele Grüße
Stefan
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Ich habe mit Reverseaufnahmen keine guten Erfahrungen. Ein Makroobjektiv löst einfach besser auf. Anbei ein Beispiel von Goethit, das ein befreundeter Mineraliensammler uns gab. Ich selbst bin Fotograf und erst durch einen Auftrag für Mineralien begeistert worden.
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Hallo Herr Seydel,
schöne Aufnahme, kontrastreich ausleuchtet, was die Strukturen gut zur Geltung bringt.
Bis 1:1 sind moderne Makroobjektive das Mittel der Wahl, bei kleineren Bildbreiten ist die Auswahl an Objektiven, die für diesen Zweck gebaut sind eher gering (MPE65). In diesem Bereich leisten Mikroskopobjektive wie die Mitutoyo's an den Raynox DCR250 und DCR250 die besten Ergebnisse, es gibt aber auch einige die preiswert zu bekommen sind und trotzdem gute Qualität leisten. Wichtiger als die Technik sind aber die Qualität der Stücke und einer der das Motiv erkennt und umsetzt.
Viele Grüße
Josef
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So hab mich mal wieder ein wenig gespielt. Es geht langsam aber stetig voran. Ich bin zwar noch weit von dem entfernt wo ich hin möchte, aber es wird langsam besser.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1503602130.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1503602130.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1503601902.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1503601902.jpg)
Viele Grüße
Stefan
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Hi Josef,
wenn Du das Lomo 8x verwendest, hast du dann noch weitere Linsen zwischen Kamera und Lomo?
Meine Bilder sind nur mit Balgen und Lomo aufgenommen.
Viele Grüße
Stefan
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Hi Stefan.
Bist du dir sicher, daß die gelben Kristalle von Jumilla Apatite sind ?
Ich hätte sie eher für Diopsid oder sowas gehalten.
Lois
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Hast natürlich Recht, das war mein Fehler.
Vielen Dank und Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
ja, es ist schon ein gutes Stück besser. Die farbigen Ränder und die aus den hellen Bereichen herauswachsenden Fahnen kann man durch eine noch weichere Beleuchtung etwas abschwächen.
Für das Lomo braucht man keine Zwischenoptik, es hat eine endliche Tubuslänge von 160mm. Ich habe die Länge Balgen-Chip auf ca. 150mm eingestellt. Für die moderneren, unendlich korrigierten Objektive (z.B. Nikon CFI60 10x/0.25 WD 10,5 oo/- eBay 261584040052) würde ich die Raynox DCR250 als "Tubuslinse" empfehlen. Die Nikon Objektive haben aber auch meist einen schwachen blauen Farbsaum um die Reflexe, der beim zusammenrechnen oft verschwindet.
Mit welcher Mechanik hast Du gestackt. Kannst Du ein Bild von Deinem Aufbau machen?
Grüße Josef
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Ist schon eine echte Frickelei so Bilder zu machen. Die Bilder sind ähnlich schnell gemacht wie beim Stemi, aber das Motiv einstellen :P
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1503694531.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1503694531.jpg)
Aufbau folgt noch...
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...aber das Motiv einstellen :P
Ein aufgeklebter Pfeil, an dem man sich entlang "hangeln" kann, erleichtert das Auffinden des Motivs erheblich. Übrigens richte ich die Stufe unter dem Bino aus, wobei sie in einem Bett aus Hülsenfrüchten (oder ähnlichem Granulat) liegt, das sich im Deckel einer größeren Jousi-Box befindet. Die Box samt Stufe kommt dann unter die Fotoeinrichtung. Ein kleiner Magnet am Boden der Box hilft beim groben Ausrichten (entsprechender Untergrund vorausgesetzt). Feinausrichtung dann mit x/y-Tisch.
Thomas
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Hallo,
ich stelle das Motiv auch unter dem Stemi ein, der Diffusor gibt dabei die Richtung des Lichtes vor. Flächen einspiegeln oder entspiegeln mit einem Stück schwarzen Isolierband. So ist das Ausleuchtung schon fast fertig, wenn ich zum Fotoaufbau umziehe, bei dem die Richtung des Einstell-lichtes vom Blitz in etwa die Gleiche ist.
Zum wiederfinden des Motivs, vor allem bei höheren Vergrößerungen, nehme ich die Kamera vom Balgen und leuchte mit einem über dem Aufbau montiertem Licht in den Balgen. Mit dem Lichtkreis findet man am Stück das Motiv normal recht schnell, vorausgesetzt man hat sich die Stelle gemerkt. Der bei mir nicht geschlossene "Diffusorring" ermöglicht diesen Einblick und verhindert auch, dass ich mit dem Objektiv die Stufe berühre. Danach die Feinausrichtung der Beleuchtung, wobei der Drehtisch recht nützlich ist. Eventuell noch eine zusätzliche Lichtrichtung mit einem Spiegel. Höhenbeireich einstellen, Anzahl der Bilder, Belichtung, stacken, nachbearbeiten....
Mein Ablauf ist sicher nicht der schnellste, es gibt viele die das besser organisiert haben, aber wenn es nichts mehr zum verbessern gäbe, währ's ja langweilig >:D.
Grüße Josef
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A Hund bist scho!
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So ist es, man mus ja immer was zum basteln haben :-) So hab mir ein Mitutoyo Mikroskopobjektiv M Plan APO 20 geschossen. Jetzt geht die Bastellei bald wieder los.
Jatzt hab hier bereits an die 50 Adpaterringe herum liegen und brauch trotzdem wieder einen anderen Adapter dafür. Man sollte meinen irgendwann hat man genug. Ich hoffe heute Abend komme ich dazu mal das Aufbau-Foto nachzuliefern.
Des werd no ...
Viele Grüße
Stefan
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Glückwunsch,
Ich hoffe dein Aufbau ist stabil oder blitzen ist angesagt.
20x ist schon eine Herausforderung, mit dauerlicht konnte ich nicht mal bei 10x mit voller Auflösung fotografieren. Geschweige denn 20x. Deshalb steige ich auf Blitz um.
Viel Spaß damit und nicht so viele graue Haare beim ausprobieren. Als tubuslinse empfehle ich die Raynox 150 wie auch die 250. beide preiswert und mit Hilfe von Rainer (stonemaster) einfach zu adaptieren.
Beste Grüße,
Sebastian
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Die Raynox 250 hab ich schon Zuhause. Braucht es da noch irgendiw Tube-Extensions oder was hast Du von Rainer benötigt?Er hat ja wirklich tolle Produkte!
Viele Grüße Stefan
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Die Raynox 250 gibt dir mit einem 20x Objektiv 12,5 fache Vergrößerung. In retrostellung sollte es die besten Ergebnisse geben. Die Adapter sind etwas exotisch, deshalb der Hinweis auf Rainer. Die tubuslinse sollte auf unendlich gestellt werden, das heißt für eine 125mm Linse bräuchte es vom Sensor aus 125mm für die unendlichstellung. Also Auflagemaß beachten! Zwischen der Linse und dem Objektiv muss nicht aber kann ein Abstand sein.
Beste Grüße,
Sebastian
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Hallo,
ein Artikel, der anschaulich zeigt, dass bei harter Beleuchtung und hoher Vergrößerung, die Reflexe nicht unscharf werden und daraus die Flares entstehen, weil die Stackingsoftware sie falsch scharf erkennt.
https://pylin.com/2017/05/05/diffuse-your-light-or-else/
Grüße Josef
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Hier mal ein Testchart mal mit einem Mitutoyo Plan Apo 20 ein Teilstrich sind 0.01 mm Das ist die volle Auflösung der Kamera mit minimalen Entwicklungskorrekturen (RAW) und Weißabgleich. Bei voll aufgezoomten Bild kann man auch die Flanken der Farbe erkennen. Auf den Einsatz der Raynox habe ich verzichtet. Ich weiß noch nicht so recht wofür die gut sit. Mein Test hat keine Verbesserungen, eher Verschlechterungen mit Raynox gebracht.
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Hier mal der Aufbau
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Hallo Stefan,
ich gehe davon aus, dass Du den Live View Modus mit EFSC nutzt (siehe http://www.krebsmicro.com/Canon_EFSC/).
Falls die Doppelränder des Einzelbildes bei einem Stack nicht verschwinden, könnte man diese Bildfehler durch eine "Tubuslinse" mit kurzer Brennweite, zumindest kleiner machen. Bei den Bildern von Stephan Wolfsried habe ich Bildbreiten bis 3mm mit dem 20x0.42 und der DCR250 gesehen, wobei ich nicht weiß, ob diese eventuell nicht aus mehreren Stacks zusammengesetzt sind.
Ohne Tubuslinse habe ich meine ähnlichen Objektive noch nicht ausprobiert, eigentlich sollten sie mit Zwischenoptik besser sein. Mein endlich korrigiertes JML 20x/0.30 war mit TL deutlich weniger scharf.
Grüße Josef
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Hallo Stefan,
Es gibt endliche und unendlich korrigierte Mikroskopobjektive. Dein Mitu ist unendlich korrigiert.
Das heißt: dein Bild muss erst auf einen Punkt fokussiert werden um wirklich scharf und fehlerfrei abzubilden. Dazu nimmt man eine tubuslinse. In deinem Fall eine Raynox 250 mit 125mm Brennweite. Da dein mitu für 200 mm gerechnet ist ergibt sich also eine Vergrößerung von 12,5 x. Deine Raynox muss hinter dem Objektiv einen Auszug von 125mm erhalten um unendlich gestellt zu werden. Dabei muss du aber auch dein Auflagemass beachten. Das Bild muss deutlich besser mit tubuslinse aussehen.
Gruss Sebastian
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Hallo Josef, interessanter Artikel, ich hatte das schon so eingestellt. Es gibt aber noch einen Geräuschlos Modus 2, den versuche ich auch mal.
Hallo Sebstian, wenn ich das Raynox 250 benutze, wie müssten dann die Abstände sein? Mitutoyo zu Raynox und Raynox zu Kamera. Ist die Einbaurichtung des Raynox egal?
Viele Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
Der Aufbau ist: mitu --> Abstand 0-7cm Raynox --> 125 mm minus Auflagemaß.
Der Abstand von Objektiv zu Raynox kann maximal 7cm betragen. Kann aber auch verlustfrei weniger betragen.
Ob Retro oder nicht spielt erstmal keine zu große Rolle. Meistens wird Retro bevorzugt. Dann muss die Raynox unendlich gestellt werden. Also 125 mm bis zum Sensor.
Beste Grüße Sebastian
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Hallo Sebastian, vielen Dank, das hilft weiter.
Hier ein Testbild mit besagter Config. ohne Nachbearbeitung nur Weißabgleich.
Viele Grüße
Stefan
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Sieht gut aus.
Für beste quali müsstest du halt schauen ob dein Setup stabil genug ist oder du blitzen solltest.
Balgen Auszug sollte übrigens nur um die 8cm betragen mit der R250.
Beste Grüße,
Sebastian.
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Hier mal ein erster Versuch mit neuem Aufbau
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1505058534.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1505058534.jpg)
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Servus Stefan,
für den Anfang echt nicht schlecht - noch von Vorne her durchstacken - Hintergrund ist nicht so wichtig ob dieser scharf ist. Hast du Dauerlicht oder geblitzt? Kannst du uns auch die Bildbreite und ein bisserl was wie viele Schritte und so schreiben?
Bezüglich des gelben Minerals - wie wäre es mit Jarosit? - Kenne aber die Fundstelle nicht....
Gruß Florian
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Hallo Florian,
Fundstelle siehst Du wenn Du auf das Bild klickst und vergrößerst.
Spanien/Andalusien (Andalucía)/Almería, Provinz/Níjar/Huebro/Laízquez Mines (Laisquez, Laíquez, Laiquez)
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,41748.msg297164.html#msg297164
Ich denke an Mimetesit oder Wulfenit, Jarosit ist dort noch nicht beschrieben.
Es sind 109 gestackte Bilder im RAW Format gestackt und als .DNG gespeichert und dann in Lightroom entwickelt. Das ganze wurde mit 2 LED Lampen mit CRI 90 beleuchtet. Verschlusszeit 1/100 Sek. Die Bildbreite müsste so bei 1,2 mm liegen.
Den Vordergrung hab ich nicht mit eingestackt da ich dann noch mal ca. 50 Bilder hätte von Hand weiter drehen müssen. An der Automatik arbeite ich noch.
Viele Grüße
Stefan
P.S. Anbei noch ein Ausschnitt in völler Auflösung
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1mm ist aber ungewöhnlich. Du solltest eine höhere Vergrößerung bekommen wenn du eine 125mm Linse als tubuslinse benutzt.
Beste Grüße,
Sebastian
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Hallo Sebastian,
Wenn ich die Messskala fotografiere komme ich auf 1,65 mm Bildbreite und 1,1 mm Bildhöhe. Wenn ich den "Verschnitt" abziehe wüde ich hier 1,2 mm ansetzen. Die Messkala hat einen Strichabstand von 0.01 mm und ist etwas kleiner als die Bildhöhe.
Als Tubus habe ich die Raynox DCR-250
Viele Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
was ist das eigentlich für eine Mess-Skala?
Günter
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Das ist eine Mikroskopiemesschablone auf Glas gedruckt.
Viele Grüße
Stefan
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Die nächste Stufe: Elektrifizierung ist bereits im Gange. Rauf und Runter funktioniert incl. Steps abfahren. zum Auslösen fehlt mir noch ein N3 Stecker/Kabel, kommt aber bald.
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Mein neuester Versuch:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1505768557.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1505768557.jpg)
Bikldbreite 1,2mm; 193 Aufnahmen gestackt mit Mitutoyo 20 und Raynox DCR 250 an Canon D50. Stacksteuerung mit Arduino und Stepmotorsteuerung von xyz Stage.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1506107417.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1506107417.jpg)
Bildbreite 1,6mm; Foto gestackt aus 1202 Fotos.
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So hier nochmal der aktuelle Aufbau der Stage-Steuerung
Schrittmotor mit gedrehter Kupplung an Mikrometerschraube die wiederum eine Xyz-Satge steuert. Da die Mikrometerschraube in beide Richtungen ausfährt ist der Motor auf einem missbrauchten Druckluftschlitten montiert der als Gleitlager dient. Gesteuert wird mit einem Arduino der zugleich auch die Kamera auslöst und schritt für Schritt den Stack abfährt.
Kosten des Aufbaus ungefähr:
xyz-Stage: 100€
Adapter Spezialanfertigung aus gedrehtem Aluminium, ca.: 10€
Schrittmotor: 8€
Schrittmotorsteuerung: 2€
Arduino: 10€
Kleinteile Winkel, Holz, Schrauben etc. war vorhanden ca. 15€
Schlitten gebraucht: 15€
Ich denke die ganze elektrische Steuerung mit Hubtisch ist für 150€ zu basteln.
Dann kommt noch Stativ für die Kamera dazu, in meinem Fall das dreibeinige Stativ eines ehemaligen Belichtungsgerätes gebraucht für ca. 40€. Dann noch Balgen für ca. 50€, zahllose Adapterringe für ca. 30€ und ein Objektiv Lumo 8 0.20 für 30€. Dann seid Ihr schon ganz gut dabei.
Für Objektive etc. kann man dann natürlich beliebig viel Geld ausgeben. Alles in allem ist für 300€ schon ein ganz gut funktionierender Aufbau (ohne Kamera) zu bekommen. Es braucht natürlich handwerkliches Geschick und ein wenig Löterei und Programmiererei.
Wenn ich einen Stack machen möchte, fahre ich an die Anfangsposition und markiere die Position, fahre an die Endposition und markiere auch diese. Dann sage ich wieviele Steppermotorschritte ich pro Step machen möchte und drücke Start. Der Rest geht von alleine. Beleuchtung etc. sind natürlich vorher einzustellen. Da ich eine Canon Kamera nutze habe ich das Bild der Kamera am PC und kann dort alles in voller Auflösung am Monitor verfolgen wenn ich das möchte.
Zum Schluss werden die Bilder mit Helicon Focus zusammen gerechnet. Meine bisherigen Tests ergaben dort immer die besten Stackingergebnisse.
Viele Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
klingt sehr interessant was du da aufgebaut hast. Welche Teile von Arduino hast du verbaut? Kannst du ein genaues Bild der Verkabelung einstellen? Steuerst du den Motor direkt über Helicon? Ich bin grad am Überlegen, ob ich meinen Proxxon Lineartisch motorisiere.
Gruß Marcel
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Hallo Marcel,
Der Arduino ist Beispielhaft dieser Typ für 7€: http://www.ebay.de/itm/UNO-R3-328-ATMEGA328P-Vorstand-ATMega16U2-USB-mit-freiem-USB-Kabel-fur-Arduino-/221668499477?hash=item339c78e015:g:H3YAAOSw8d9Uv1ds
Als Treiber für den Schrittmotor nehme ich Beispielhaft die Schmalzhaus: http://www.ebay.de/itm/A3967-Stepper-Motor-Schrittmotor-Treiber-Driver-V4-4-3D-Drucker-Arduino-331-/322195113326?hash=item4b0453456e:g:g8wAAOSwPK1ZRZ6O
den bekommst Du aber auch bei AliExpress für unter 2€ incl. Versand.
https://de.aliexpress.com/item/1pcs-A3967-EasyDriver-Stepper-Motor-Driver-V44-for-arduino-development-board-3D-Printer-A3967-module/32720909136.html
Hier die Beschreibung:
http://www.schmalzhaus.com/EasyDriver/index.html
Hier Beispiele für den Anschluss:
http://www.schmalzhaus.com/EasyDriver/Examples/EasyDriverExamples.html
Niemals den Schrittmotor vom Treiber unter Spannung trennen! Besser mehrere Treiberboards bestellen sind ja nicht so teuer. Die Elektronik mag die Stromspitzen nicht. Daher vorher immer Strom trennen und sauber stabilisiertes Netzteil verwenden.
Als Schrittmotor nehme ich den hier zum Beispiel: http://www.ebay.de/itm/Schrittmotor-Nema-17-26Ncm-37oz-in-Stepper-Motor-12V-0-4A-3D-Pinter-CNC-Robot-/262038536473?hash=item3d02b6c119:g:GUsAAOSwqv9V7TPh
Der läuft allerdings mit ordentlichen Vibrationen, hier gibt es vielleicht bessere, aber für den Start kannst Du wenig falsch machen.
Die Verkabelung siehst Du in dem Link weiter oben. Ich habe das natürlich noch modifiziert und die Software verändert, aber das ist alles noch in der Schwebe und wenn Du die Teile hast, helfe ich gerne weiter.
Ich steuere nicht über Helicon, das ist nicht notwendig. Ich gebe Startpunkt und Endpunkt an und in welchem Abstand Bilder zu machen sind und schon gehts los.
Viele Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
vielen Dank für die Links :D. Demnach steuerst du das Ganze über die Software des Arduino. Na dann werde ich mal experimentieren. Fertig kaufen kann ja jeder >:D
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Ja so ist es. Ich steuere über die serielle Schnittstelle des Arduino vom PC aus. Hab mir aber schon Wifi Boards bestellt um eine Weboberfläche drauf zu basteln, mal sehen was dabei raus kommt. Man kann aber auch Taster nutzen wenn man das lieber möchte. Es gibt auch einen BAusatz hier im Thread von Josef verlinkt wo es ein komplettes Steuergerät mit Display zum Frickeln gibt.
Zur Adpation in meinem Fall habe ich noch, um die Unwucht beim Achsübergang zu entfernen, Doppelscheibenkupplungen und felxible Plum Wellenkupplungen bestellt. Die gibts für bis 8 €.
http://www.ebay.de/itm/Flexible-Plum-Wellenkupplung-CNC-Schrittmotor-Koppler-RW/172410598098?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&var=471240377998&_trksid=p2060353.m2749.l2649
https://de.aliexpress.com/item/Outter-Diameter-19mm-double-Disk-Coupling-5mm-to-6-35mm-Clamping-Disc-Coupler-5-6-35mm/32725772422.html
Das sollte Euch helfen die Teile schneller zu finden als ich ... Dauert doch immer etwas einen guten Preis und passendes Produkt zu finden.
Viele Grüße
Stefan
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Hallo Stefan.
Ähhh ja ohh ahaa .
Anderes Universum oder ;D
Sicher nix für mich alten Grobmotoriker ! >:D
Gruß
Lois
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Hallo Stefan,
danke für deine Hilfe und Infos. Habe den Link für das Steuergerät gefunden. Sieht sehr interessant aus. Mal sehen, ob das was wird.
Gruß Marcel
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Hallo Stefan,
vieleicht kannst Du den Motor mit einem Zahnriemen (GT2 für 3D-Drucker) entkoppeln. Bei einem etwas längeren Riemen und zwei gleichen (?) Zahnrädern, könnte auch das herausdrehen der Mikrometerschraube ausgeglichen werden. Den Motor auf einer eigenen Grundplatte mit Sorbothane Pads aufkleben und mit einem Gummiband abspannen. Die Verbindung Zahnrad zur Mikrometerschraube könnte schwierig werden. Vieleicht kannst Du in das Rohr, das Du benutzt drei oder sechs Gewinde für Stellschrauben schneiden, wie bei den Okularadaptern für Teleskope (z.B. eBay 390641269803) und das aufgeklebte Zahnrad damit zentrieren. Problematisch wäre noch die einseitige Belastung der Mikrometerschraube die Du mit einem Lagerbock (eBay 162325821289) und der Wellenkupplung abfangen könntest.
Grüße Josef
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Ich möchte Euch meinen neuen Selbstbau kurz vor der Fertigstellung zeigen. Die elektrische Hubsteuerung, automatische Stacks, Lampen etc. sind bereits voll funtionsfähig.
Viele Grüße Stefan
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Teil 2
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Teil3
Die Kabel werden noch etwas besser verlegt und die Nuten mit Streifen abgedeckt damit der Aufbau noch sauberer aussieht.
Die Steurung erfolgt mit PC, über USB und/oder über Fernbedienung. An dem Programm muss ich noch feilen, aber es klappt schon für mich zufriedenstellend. Evtl. kommen noch ein paar Taster auf die Steuereinheit.
Viele Grüße
Stefan