Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: etalon am 16 Aug 17, 20:22
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Hallo zusammen,
gestern habe ich mit Reinhard einiges altes Material von Menzenschwand klein gemacht. Dabei habe ich ein U-Mineral gefunden, welches mich stark an Kasolit erinnert. Leider konnte ich kein Foto von Kasolit aus Menzenschwand finden, mit dem ich das abgleichen hätte können. Kann von Euch jemand etwas dazu sagen (siehe Bild im Anhang)?
Eine Analyse werde ich zu gegebener Zeit noch machen lassen...
Grüße Markus
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Hallo Markus,
Auch wenn das Foto wirklich gut ist, reicht es für die Bestimmung nicht. Theoretisch käme v.a. Uranospathit in Frage, aber natürlich auch Phosphuranylit, Kasolit etc., evtl. auch noch Novacekit. Für das erste oder letzte Mineral spräche die tw. erkennbare asymmetrische Abschrägung der Endflächen.
Glück Auf!
Sebastian
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Hallo Sebastian,
danke für Deine Einschätzung! Da hast Du wohl recht. Ich habe heute eine EDX-Probe davon fertig gemacht. Mal sehen, was dabei raus kommt...
Grüße Markus
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EDS reicht auch oft nicht zur exakten Bestimmung aus, da der Wassergehalt relevant sein kann.
Ist kein Kasolit-Foto in Markl, G. & Wolfsried, S. (2011): Das Uran von Menzenschwand. Chr. Weise Verlag, Munich, 143 S.?
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Das ist richtig, dass viele U-Mineralien nur durch EDX nicht auseinander gehalten werden können. Aber in diesem Fall hoffe ich, zusammen mit Farbe und Kristallform daraus eine Zuordnung ableiten zu können. Ich dachte immer, dass der Wassergehalt nicht das Mineral ändert, sondern zu seinen Meta-Formen führt?
Im Buch von Markl habe ich zu aller erst nachgesehen. Dort habe ich kein Kasolit-Bild gefunden (oder ich bin blind). Mich haben vor allem die spitz zulaufenden Kristallenden und der schmale, transparente Rand um manche Kristalle stutzig gemacht, daher ging mein erster Gedanke Richtung Kasolit. Die anderen, von Sebastian genannten Minerale kenne ich von Menzenschwand nicht mit so spitz zulaufenden Kristallenden (mit ausnahme von Uranospathit). Allerdings muss das nichts heißen. Da das Mineral auch eine recht starke Fluoreszenz unter UV@365nm zeigt, tendiere ich im Moment allerdings eher Richtung Uranospathit, auch wenn die Fluoreszenzangaben in der Literatur eher mit Vorsicht zu genießen sind, wie sich in letzter Zeit des öfteren gezeigt hat... ;)
Gruß Markus
Edit: Sollte man mit EDX nicht weiter kommen, müsste man mal noch Raman machen. Alles andere wird dann gleich sehr viel aufwändiger. Allerdings befindet sich mein eigenes Ramanspektrometer noch im Bau, und Joy hat im Moment auch keines parat. Da müsste sich dann erst noch eine Möglichkeit auf tun...
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"Ich dachte immer, dass der Wassergehalt nicht das Mineral ändert, sondern zu seinen Meta-Formen führt?"
Eine Meta-Form ist per Definition ein anderes Mineral.
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Eine Meta-Form ist per Definition ein anderes Mineral.
Da schau her, wieder was gelernt...
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Mich erinnert das sehr an Bergenit oder Phosphuranylit, wie ich ihn von Bergen bzw.Mechelgrün kenne.
Ich hatte auch mal einen vergleichbaren "Bergenit" aus Menzenschwand, der allerdings mangels Qualität meine Sammlung wieder verlassen musste.
Grüsse von Haubi
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Hallo,
Novacekit würde ich auch für einen geeigneten "Kandidaten" halten.
Gruß
Andreas
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Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Hilfe! Eine EDX Analyse hat als Ergebnis: Bergenit geliefert...
Grüße,
Markus