Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Themen zu Schlackenmineralien und -fundstellen, Verhüttungsprozesse etc. => Thema gestartet von: blackforestmining am 19 Aug 17, 13:47
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Hallo,
diese Schlacke Stücke, sofern es überhaupt Schlacke ist, stellen mich echt vor ein Rätsel.
Sind sie mit Kupfer und Gold überzogen ? Aus was wird wohl der massive Kern bestehen ?
Ich habe absolut keine Ahnung und wäre sehr froh wenn Irgendwer mir dabei weiterhelfen könnte.
Gruß Matthias
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Hallo.
Als erstes wäre es mal gut zu wissen wo die herstammen !
Als zweites, wenn du wissen willst was im Kern steckt wirst du mal einen auseinanderhauen müssen, dann siehst du es .
Ich halte es vom Aussehen her nicht für Gold, sondern für Messing und event. Kupfer.
Das kannst du aber mit einem einfachen Härtetest selber auch mal probieren. Gold ist extrem weich und Messing viel härter als Gold .
Loismin
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Hallo,Matthias!
Leider sind die Bilder zu unscharf,als man da was genaues zu sagen kann.Versuch doch bitte mal die Bilder schärfer hin zubekommen.
Nur soweit: Wenn Kupfer sich sehr langsam erwärmt ,nimmt es bei einer bestimmten Temperatur eine gelbe Farbe und man kann es dann für Messing oder eben auch Gold halten.Mach doch mal an einer Stelle einen Ritzversuch und schau auf die Farbe.
Auch Angaben zu Fundort und Fundumständen könnte behilfich sein.
MfG
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Vielen Dank für die Rückmeldungen.
Werde morgen versuchen bessere Fotos zu machen und schauen das ich ein Bild vom Inneren mache.
Fundort war ein Bach im Südschwarzwald.
Ich weiß nur dass ein paar Kilometer oberhalb der Fundstelle früher 3 oder 4 Erzwäschereien wären.
Hab aber natürlich keine Ahnung ob es irgendwas damit zu tun hat.
Gruß Matthias
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Hallo.
Nimm halt als erstes mal eine Nadel und versuche ein Loch reinzudrücken !
Wenn das geht hast du Gold , wenn nicht ist es Messing oder sowas und somit zum wegschmeißen.
Das ist doch das einfachste zum testen.
Loismin
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Fundort war ein Bach im Südschwarzwald.
Ich weiß nur dass ein paar Kilometer oberhalb der Fundstelle früher 3 oder 4 Erzwäschereien wären.
Hallo Matthias,
das sind bestimmt keine Schlacken. Wie groß sind die Stücke? Versuche mal mit einer Nadel festzustellen, ob das Material duktil ist, sich also plastisch verformt. Liegen an dem Bach, in dem Du die Stücke gefunden hast, oberhalb der Fundstelle auch moderne Siedlungen? Standen dort neben Erzwäschen auch historische Schmelzwerke? Es könnte sich schon um Schmelzprodukte handeln, allerdings sehr wahrscheinlich weder Kupfer (es gab im Südschwarzwald nur eine minimale Gewinnung von Kupfer) noch Gold (das findet sich in dieser Form allenfalls als winzige Krümelchen in der Umgebung der Badenweiler-Lenzkirch-Zone vor, etwa im Sulzburger Tal, dann aber als Natur- und nicht als Schmelzprodukt).
Viele Grüße,
Helge
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Bevor man davon ausgeht dass es sich hier um Metall handelt, sollte die elektrische Leitfähigkeit geprüft werden...
Grüße,
Michael
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Hallo Helge,
oberhalb der Fundstelle liegt ein kleines Dorf in welchem auch die 2 ehemaligen Erzwäscherein sind.
Ich habe gestern noch ein wenig recherchiert und herausgefunden dass es ca. Mitte 18. Jhdt dort ein Schmelzwerk gab.
Abgebaut wurde wohl zunächst hauptsächlich Silber und Blei und ab ca. 1900 begann die Gewinnung von Zinkblende.
Die Stücke haben eine Größe von ca. 2x2x1 cm .
@ Michael: Habe leider nichts um die Leitfähigkeit zu überprüfen.
@ Loismin: Ein Loch bekomme ich nicht hinein, lediglich "Dellen" . Ansich ist das Material relativ leicht biegbar. Jedenfalls mit ner Zange.
Grüße
Matthias
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Hallo,
zur Prüfung der Leitfähigkeit reicht schon ne Taschenlampenbatterie mit Glühbirne aus.
Gruß Jochen
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Danke Jochen, das war eine gute Idee.
Leitfähigkeit des Materials ist vorhanden.
Gruß
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Hallo Schwarzwalbergbau. Die Stücke sind mit Sicherheit nicht aus Gold. Du kanns die Größe doch angeben.
Ich tippe auf Elektroschrott.
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Wie gesagt...Größe der Stücke im Durchschnitt ca. 2x2x1 cm.
Was es letzten Endes auf immer ist...mir gefallen die Stücke.
Gold hole ich mir normalerweise aus'm Rhein oder der Ardèche. Da weiß ich dann auch das es welches ist.
Gruß
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Wenn du dein Gold aus dem Rhein holst, hast du auch sicher Vergleichstücke zu echtem Gold aus Flüssen. - oder?
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Es hätte mich ja ehrlich gesagt auch gewundert wenn dieser Schrott, Schlacke oder was auch immer mit Gold "überzogen" wäre.
Aber zu deiner Frage...ja klar, ich kann natürlich diese Stücke mit dem gefundenen Gold vergleichen.
Das habe ich auch getan. Daher war es ja auch eine Frage was es mit diesen Stücken auf sich hat und keine Behauptung es wäre Gold.
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Hallo Matthias,
aus Deinen Infos kann ich glaube ich auf den Fundort schließen, d.h. es ist quasi Dein "Heimatrevier". Die Lage des dortigen Schmelzwerks im oberen Talbereich ist ja ganz genau bekannt. Schau doch mal, ob Du ähnliche Funde auch bis 1 oder 2 km nördlich des ehemaligen Schmelzwerks im Bach machen kannst. Falls ja, halte ich einen Zusammenhang mit dem Schmelzwerk für praktisch erwiesen. Weiter unten kommt ja nochmal eine Siedlung, wo tatsächlich auch Fremdmaterial in den Bach gelangt sein könnte.
Ich halte die Stücke jedenfalls erst einmal für sehr interessant. Ganz sicher kein Naturprodukt (auch weder Kupfer noch Gold), aber eben möglicherweise ein Nebenprodukt aus der Blei/Silber-Produktion des 18. Jahrhunderts.
Viele Grüße,
Helge
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Hallo Helge,
ich werde bei Gelegenheit nochmal schauen ob sich weitere Stücke finden lassen.
Wobei ich vermutlich erstmal wieder meine Silberfundstelle aufsuchen werde.
Das wird dann jedenfalls eine sichere "Suche" werden. Da beide Stellen aber nicht allzu weit von einander entfernt liegen,
lässt sich das vermutlich auch mit einander verbinden.
Danke nochmal an euch alle für die Tipps und Infos.
Grüße
Matthias
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Hallo haben Sie denn rausgefunden was das für ein Material ist. Habe nämlich das gleiche gefunden und bin ein wenig ratlos.
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Hallo Elena,
leider nicht. Ist ein wenig in Vergessenheit geraten.
Gruß