Mineralienatlas - Fossilienatlas
Vermischtes / Miscellaneous / Varios => Bestimmungen allg. => Thema gestartet von: pohlrobert1968 am 25 Sep 17, 22:27
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Hallo Forumsmitglieder,
erst einmal ein herzliches Hallo aus Tirol. Ich bin der Robert 49 Jahre alt und dies ist mein 1. Beitrag hier im Forum. Ich habe vor ein paar Tagen dieses Teil mit meinem Metalldetektor auf einem Acker gefunden. Ist nicht magnetisch und 17.64g schwer. Mein Detektor hat ein sehr gutes Signal gegeben, habe aber absolut keine Ahnung was das sein könnte.Vllt. kann mir hier im Forum ja wer dabei helfen. Anbei die Bilder und schon mal ein Danke an euch
LG Robert
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Hallo,
grenze bitte den Fundort etwas näher ein, es gibt vermutlich in Tirol mehr als einen Acker ;-)
Günter
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Ok klar.....hab es in Mieming Oberinntal auf einemKartoffelacker in 30 cm Tiefe gefunden.
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Hallo,
Hat der MD keine Metallunterscheidung dran?
Wenn der Detektor das Teil geortet hat und es nicht magnetisch ist,
dann bleiben nur Nichteisenmetalle, entsprechende Schlacken und hochwertige Kohlen übrig.
Ein Test auf elektrische Leitfähigkeit ist hilfreich...
Grüße,
Michael
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falls das hilft.....hatte einen Leitwert von 91
wie kann ich die elektrische Leitfähigkeit prüfen?
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... mit einem Multimeter.
Grüße,
Michael
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ok werd mal die nächsten Tage schauen und berichten......danke schon mal
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Hallo,
habe noch keine Möglichkeit gehabt die elektrische Leitfähigkeit zu messen. Habe mal eine Ecke angeschliffen. In einem anderen Forum meinte wer, das es sich um Silberschlacke handeln könnte. Gibts das überhaupt?
Danke für eure Bemühungen
LG Robert
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Sieht für mich wie Schlacke aus.
Ob es Silberschlacke ist kann ich nicht sagen - in Tirol wurde fleißig Silber abgebaut, weshalb das aber durchaus sein könnte.
Grüße Michael
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Danke für deine Einschätzung Michael......gibt es eine Möglichkeit auf Silber zu testen, oder kann das nur ein Juwelier?
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Mit Hilfe von EDX könnte man die chemische Element-Zusammensetzung ermitteln lassen. Dann kann man hoffentlich den Herstellungsprozess und damit auch die Herkunft etwas näher eingrenzen.
Günter
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Silber sollte relativ weich und duktil sein.
Gruß
Uwe
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Dem Schliffbild nach sieht das nicht aus wie Schlacke sondern wie reines Metall.
Schon mal probiert ob es nicht einfach Blei ist?
Nach Eisen ist Blei mitunter der häufigste Ackerfund...
Grüße,
Michael
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Hallo,
Blei ist butterweich. Auch ein einfacher Test ;-)
Für eine Schlacke ist mir der Schliff zu homogen und metallisch.
LG
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Hallo miteinander,
für Blei ist es viel zu hart. Wenn ich mit einer Nadel probiere zu kratzen habe ich nur oberflächlich einen ganz leichten Kratzer :-\
und Blei sollte doch weiß oxidieren, oder täusche ich mich da. Meine bisherigen Bleifunde waren/sind eigentliche alle weißlich oxidiert.
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Hallo,
sollte das Material tatsächlich quasi homogen sein würde ich als nächstes eine Dichtebestimmung anregen!
Das Gewicht hast du ja schon mit 17,64g bestimmt, fehlt also nur noch das Volumen (Dichte = Gewicht / Volumen)
Dazu einfach einen Messbecher (sollte in der Küche vorhanden sein) mit Wasser füllen, das "Ding" einlegen und die Differenz des Volumens zwischen vor dem Einlegen und nach dem Einlegen ablesen. Verwende dabei gleich die ml (Milliliter) Skala zum Ablesen.
Danach berechnest du die Dichte indem du die 17,64g durch die abgelesene ml Veränderung dividierst.
Als Ergebnis erhälst du die Dichte in g/cm³ da 1ml = 1cm³ (gilt für Wasser).
Danach können wir mit dem Wert in die Materialtabellen schauen und evtl. was daraus ableiten!
LG
Jürgen
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Diese Art der Volumenbestimmung ist recht ungenau, speziell bei kleinen Volumina. Die Volumenänderung lässt sich nicht mit hinreichender Genauigkeit ablesen. Besser geht es so:
Ein Gefäß mit Wasser (nicht ganz voll) auf die Waage stellen, Gewicht notieren. Dann das "Ding" an einem möglicht dünnen Faden hängend ganz eintauchen lassen, erneut Gewicht ablesen. Die Differenz beider Werte ist gleich dem Volumen.
......gibt es eine Möglichkeit auf Silber zu testen, oder kann das nur ein Juwelier?
Zu hause in der heimischen Küche etwas schwierig. Am einfachsten dürfte noch folgendes sein:
1.
Ein paar Tropfen Salpetersäure drauf geben, warten bis die Reaktion aufgehört hat, mit dest. Wasser abspülen, die Lösung auffangen und ein paar Tropfen Kochsalzlösung dazu geben. Bei Anwesenheit von Silber bildet sich ein weißer Niederschlag, der an geronnene Milch erinnert und am Licht langsam dunkel wird.
2.
Silber färbt sich bei Einwirkung von Alkalisulfiden (oder Schwefelwasserstoff ) schwarz. Eine sulfidhaltige Lösung lässt sich am leichtesten herstellen, indem man Soda oder Pottasche (Backzubehör im Supermarkt) und elementaren Schwefel ("Schwefelblüte" aus der Apotheke) zusammen schmilzt und dann in Wasser auflöst. Jeweils eine Messerspitze voll und z.B. in einem Kronkorken auf der Herdplatte geschmolzen reicht völlig aus.
3.
Das Stück für einige Zeit in die Klärgrube zu hängen, wäre eine weitere, wenn auch wenig appetitliche Alternative, möglicherweise aber am praktikabelsten. (sollte dann ebenfalls schwarz werden).
Wenn einer dieser Tests positiv ausfällt, besagt das jedoch nur, dass das Metall silberhaltig ist.
Thomas
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Danke für die Anregungen und Tipps. Wenn ich Zeit habe werde ich das mal mit dem Wasser mit und ohne dem Stück probieren.
LG Robert
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Auf "meinen" Äckern häufig zu finden ist Antimonblei, eine Legierung, deutlich härter und spröder als Blei und mit dünner, grauer Oxidschicht.
Wenn du das Material auf Zink testen möchtest: Ein paar Späne in HCl 15%, die lösen sich unter sprudeln (Wasserstoffbildung) auf.
Grüße,
Michael
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Hallo Michael,
das mit dem Antimon Blei könnte tatsächlich stimmen. Dieses Teil hat eine dunkelgraue Oxidschicht.
Danke schon mal
LG Robert
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Kurzzusammenfassung: Ist aufgrund der Fotos und der vorhandenen Informationen nicht zu bestimmen !
Aber ihr könnt natürlich mit den Ratespielchen weitermachen.
Grüße
Helmut
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Kurzzusammenfassung: Ist aufgrund der Fotos und der vorhandenen Informationen nicht zu bestimmen !
Aber ihr könnt natürlich mit den Ratespielchen weitermachen.
Grüße
Helmut
Ratespielchen kann ich hier noch gar keine erkennen sondern sinnvolle Vorschläge in die richtige Richtung.
Da hab ich hier schon ganz andere Beiträge gesehen...
Grüße,
Michael