Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto => Thema gestartet von: Roadrunner am 30 Oct 17, 19:09

Titel: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 30 Oct 17, 19:09
Hallo Leute,
bisher hab ich meine Fotos allesamt mit dem Bino gemacht, mit mehr oder weniger guten Ergebnissen. Und ja ich weiß, das das immer ein Kompromiss war, nur hatte ich bisher aus Platzgründen keine andere Möglichkeit Fotos zu erstellen und für den Anfang war das ja auch ausreichend.
Nun hab ich durch Umbaumaßnahmen an meinem Arbeitsplatz endlich auch etwas mehr Platz um auch mal die Canon EOS 1000D richtig zu nutzen. Ich habe da an ein Balgen ggf. mit Mikroskopobjektivvorsatz oder ähnlichem gedacht. Die Stufe solle auf einem Stackingtisch platziert werden und das ganze natürlich am besten an einem Stativ befestigt sein.
Nun findet man nicht gerade über Google passende Zutaten außer vielleicht die Balgen.
Meine Frage lautet nun, was Ihr so an Teilen empfehlen könnt.
Im Speziellen sind das:
Stativ
Balgen
Objektiv, Linsenvorsatz oder was auch immer
Stacktisch
Ich denke man kann das ganze immer etwas ausbauen, aber eine Basis muss nunmal sein.
Ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tipps geben wie ich das ganze relativ preisgünstig zusammenstellen kann.
Bis dann und vielen Dank schon mal im Voraus.
Roadrunner
P.S. Vieleicht hat ja auch jemand noch ein paar Teile rumliegen die er nicht mehr benötigt und loswerden möchte ::)
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: loparit am 30 Oct 17, 19:27
Hallo Roadrunner

geht mal auf die Seite von Stonemaster und schau dir dessen Produkte an.
Er ist übrigens auch hier im Forum angemeldet.
Er hat ausgereifte Teile zu vernünftigen Preisen und steht seinen Kunden immer mit Rat und Tat zur Seite!

Gruß Loparit
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 30 Oct 17, 21:22
Hallo Loparit,

vielen Dank für Deinen Hinweis auf Stonemaster. Ich hab mal dort nachgeschaut, leider sprengen die dort angebotenen, doch sehr hochwertigen Teile absolut mein Budget.
Ich hab ein Budget von 500 Euro und dafür bekomme ich dort leider nicht mal die Teile zusammen um wenigstens erste Fotoversuche zu machen. Klar das man mit solch einem Equipment und etwas Talent super Bilder erzeugen kann.
Das richtige Händchen für absolut super Bilder scheinst du ja zu haben. Deine Bilder sehe ich immer sehr gern an, da sie einfach nur geil sind ;D
Ich hatte erst einmal an etwas einfachere Technik gedacht, wie zum Beispiel ein manueller Stacktisch und ein einfaches aber stabiles Stativ wo ich alles festmachen kann. Ich kann ja später schrittweise bei Bedarf aufrüsten.
Ich denke doch das lässt sich auch kostengünstiger lösen, oder?
Bis dann
Roadrunner

Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: UlrichW am 30 Oct 17, 22:45
Hallo Roadrunner,

sorry bitte, aber ich tue mich leichter wenn ich weis mit wem ich rede. Tu mir bitte den Gefallen und nenne demnächst deinen Vorname...und wenn er erfunden ist kann ich es auch nicht überprüfen. Macht sich nur irgendwie besser als mit einer Comic-Figur zu reden...

So, die beiden folgenden Links verweisen auf zwei Bilder um Dir mein Setup zu verdeutlichen. Dieses Setup ist von mir als preiswerte Variante ausgetüftelt worden.

http://www.wagnerul.de/BMS/combination.jpg (http://www.wagnerul.de/BMS/combination.jpg)

http://www.wagnerul.de/BMS/special adapters.jpg (http://www.wagnerul.de/BMS/special adapters.jpg)

Bevor Du einen Lachanfall wegen der Holzkonstruktion kriegst, kriege dich schnell wieder ein, denn das Ding bewirkt Wunder. Vorher, also mit massivesten Metallstativen, hatte ich immer Probleme mit Vibrationen. Mit dem Holzteil, wohlbemerkt aus MDF-Platte, habe ich keinerlei Vibrationsprobleme mehr. Jede andere Holzart versagt, es muss unbedingt MDF sein. Übrigens, derartige Konstruktionen werden in England mittlerweilen von vielen Freunden eingesetzt. Deren Skepsis hat sich nach den ersten Versuchen in Luft aufgelöst.
Auf dem Bild "combination.jpg" ist ein Objektiv zu erkennen. Es handelt sich dabei um ein uraltes Katagon von STAEBLE. Das hat sich mittlerweilen überholt. Im Bereich von eta 15 bis 4mm benutze ich eine Schneider-Kreuznach COMPONON-S in 50 oder 80mm Brennweite. Die Teile gibt es gebraucht so um die 100 Euro und sind absolut Klasse. Da kommen oft viel teurere Makroobjektive nicht mit.

Der alte Mikroskopkörper hat einen Feintrieb. Der ist notwendig, damit du feine Schritte machen kannst, die erst im Stacking dann zu den scharfen Bild zusammen gesetzt werden. Damit kann man bis herunter auf 1.5mm Bildweite tadellose Fotos machen. Frag einfach mal einen Mikroskop-Händler, ob er eventuell ein kaputtes Mikroskop hat und er Dir den Körper für ein paar Taler verscherbelt. Das solle so mit 50 Euro getan sein.

Der Balgen ist ein CANON-Balgen für FD-Objektive. Das Teil ksotet so um die 80-90 Euro und ist Mordsmäßig solide.

Als Startobjektiv empfehle ich Dir wie schon gesagt die COMPONON-S-Objektive. Sollten kleinere Kristalle fotografiert werden, tun Mikroskopobjektive ihren Dienst. ABER VORSICHT: Nicht jedes Objektiv arbeitet gleich gut. Für den Bereich von etwa 6mm bis herunter auf 3mm sind 4fach-Mikroskopobjektive recht ordentlich. Augenblicklich arbeite ich mit einen Noname (OPTIKA) 4fach Achromaten, der aber einen zu kleinen Bildkreis hat (aber sauscharf und fast ohne Farbfehler). Daher habe ich mir das "AmScope 4X Plan Achromatic Objective Lens with Knurled Ring" bestellt (18 Euro), das von einem Amerikaner gestestet wurde und extrem gute Bilder erzeugt hat.
Für den Bereich bis herunter auf 1mm ist das NIKON PLAN CFI 10fach (nicht das für die Eclipse-Mikroskope, sondern das mit der goldfarbenen Hülle) ein excellentes Objektiv, das alledings seinen Preis hat (350Euro). Achte beim Mikroskop-Objektiv-Kauf auch darauf, welche Gewindegröße die haben, denn Du brauchst dafür dann noch einen Adapter (20 Euro).
Ich empfehle Dir ausdrücklich nicht sofort das CFI, denn die Tiefenschärfe ist schon so gering, das Du ein wenig Erfahrung mit dem Feintrieb haben musst um die erforderlichen 20 mu-Schritte auszuführen. Das geht, aber es ist ein wenig Erfahrung und Übung nötig.


So, zum Schluß noch ein Hinweis in eigener Sache: WWW.WAGNERUL.de (http://WWW.WAGNERUL.de), dort kannst Du Dir Bilder anschauen, die allesamt mit dem Equipment gemacht wurden. Aber, die Bilder sind z.T. schon wieder ein Jahr alt, also geht da heute schon wieder mehr....

Du siehst, für knappe 350 Euro solltest Du ein funktions- und leistungsfähiges Equipment zusammen bauen können.
(Balgen=90, Adaperringe zusammen ca 60, Holz 15, Kimroskoptisch 50, Objektive ca. 130 + extras die ich vergessen habe)

Viel Spaß
Ulrich
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: franksch am 30 Oct 17, 22:50
Hallo Roadrunner,
es ist immer eine Frage, was Du eigentlich möchtest. Willst Du Dich einfach mal ein bisschen in der Fotografie probieren, tut es ein umgebauter Ständer für eine  Standbohrmaschine auch. Aber: mit dem Ergebnis wirst Du nicht lange zufrieden sein und dann doch wieder nach Verbesserungen suchen, die Du dann ja ein zweites mal bezahlen musst. Die Preise und die Qualität von Stonemaster halte ich für äußerst fair. Wenn ich nicht schon eine Ausrüstung hätte, würde ich auf die Angebote zurückgreifen (PS: ich werde dafür nicht von Stonemaster bezahlt!!!).

Viel Erfolg
franksch
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 30 Oct 17, 22:54
Vieles was du schreibst Ulrich kann ich glatt unterschreiben. Die Optiken kann ich nur empfehlen.
Das Schneider Componon s 50mm hab ich für nur 25 € bekommen. Das 4x Amscope hätte ich auch empfohlen ohne es getestet zu haben denn was will man falsch machen bei 18 € ? Und das NIKON für 5-10x hätte ich auch geraten. Allerdings Achtung! Das ist unendlich korrigiert. Um die entsprechenden Vergrößerungen zu erreichen braucht es tubuslinsen von 100mm bis 200mm.
Ich arbeite mit den beiden Raynoxlinsen (125 mm und 208 mm) und bin sehr zufrieden.
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: UlrichW am 30 Oct 17, 22:58
Hallo Sebastian,

FALSCH: das NIKON CFI 10x braucht keine Tubuslinse, ich arbeite immer Ohne Tubuslinse. und komme auf Bildbreiten von ca. 1.2mm bezogen auf den Canon-Chip. Bei Crops dann natürlich noch darunter. Lediglich bei größter Bildbreite werden Die Ecken ein wenig matschig, das korrigiert im wesentlichen die RAYNOX weg. Probiere es mal aus, der Auflösungsunterschied ist akademisch...um nicht zu sagen was für Fetischisten...

Und weil wir gerade so schön dabei sind zu diskutieren, lege in das kameraseitige Ende des CFI eine Beilagscheibe mit M4-Bohrung. Die Schärfe und Kontrastübertragung seigt noch einmal sichtbar an. Auf keinen Fall ein kleineres Loch, dann wird die "Blende" zu groß!!

Wir haben sogar die Erfahrung gemacht, das einige häufig benutzte Teleobjektive die Bildqualität verschlechtern. Ist ja auch klar, je mehr linsen desto mehr mögliche Fehler. Nur mit 200mm-Festbrennweiten hat es gut geklappt. Oder aber das RAYNOX DCR250. Weis der Geier wie die Chinesen das Ding machen, aber es ist gut.

Liebe Grüße
Ulrich
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 30 Oct 17, 23:07
Um gottes Willen dazu schreibe ich lieber nix.
Also das war gerade Quatsch. Du widersprichst dir ja mehrmals selber.
Wenn du ne Raynox dahinterschraubst, egal welche,
Fungiert die Raynox als Tubuslinse. Also nutzt du ja doch eine tubuslinse.
Klar kann man ein Bild erzeugen, aber dafür ist das Mikroskop nicht gerechnet. Um wirklich die Leistung zu erbringen sollte unbedingt eine zwischenoptik eingesetzt werden. Gerade um farbfehler etc. Zu minimieren.
Der Spruch mit „je mehr Linsen desto mehr Fehler“ ist einfach absolut Falsch in diesem Fall. Es ist genau umgekehrt. Was wiederum stimmt: viele fotoobjektive eignen sich nicht besonders, denn sie wurden ja zu ganz anderen Zwecken gerechnet.
Jetzt hab ich ja doch was geschrieben.
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Harzsammler am 30 Oct 17, 23:12
@ Ulrich, danke für den Bericht!

Schön zu sehen dass es auch einfach, kostengünstig und trotzdem solide geht.
Mal schauen, vielleicht wage ich mich demnächst da ran...

Grüße,
Michael
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: UlrichW am 30 Oct 17, 23:34
Hallo Sebastian,

bevor Du rummaulst, probiere es doch einfach mal aus!

Im übrigen habe ich mich nicht widersprochen. Ich habe gesagt das das CFI keine Tubuslinse brauch um gute Bilder zu erzeugen. Ich habe auch geschrieben, das ich die Raynox einsetze, wenn ich auf größte Bildbreite kleinste Vergrößerung) gehe, weil dann die Ecken sauberer werden. Wo bitte widerspreche ich mir...oder widerspreche ich eher deiner Vorstellung!

In einem Punkt bin ich auch noch unsicher, der Theorie nach sollte ein infinite-Objektiv keinen Brennpunkt erzeugen können, Warum es das CFI trozdem macht, konnte ich bisher nicht herausfinden.

Viel Grüße
Ulrich
 
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 30 Oct 17, 23:51
Hallo Ulrich,
Also einen brennpunkt bilden alle Objektive aus, da sie eine Brennweite besitzen. Also bilden auch die unendlichen ein Bild ab (da wo die Strahlen Zusammentreffen). Aber, dieses Bild ist NICHT optimiert bzw. Korrigiert. Warum sollte man ein Bild nicht korrigieren wenn es dafür ausgelegt ist? Du merkst doch selber das der Einsatz einer Tubuslinse Vorteile bringt. Und die sind natürlich je weiter man es von dem gerechneten Einsatzgebiet entfernt stärker. Bildbreiten von 1,2 mm mit einem 10x Objektiv auf Aps-C klingt übrigens nach leerer Vergeösserung. Kann man machen,bringt einem nur keinen Auflösungsgewinn.
Wenn man keine Zwischenoptik verwenden möchte, sollte man sich bitte das NIKON Cf 10x 210mm na 0,25 holen. Das ist super gerechnet und braucht keine zwischenoptik und schlägt in der Komstruktion dein Nikon bei weitem.
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: loparit am 31 Oct 17, 11:03
**************
Bildbreiten von 1,2 mm mit einem 10x Objektiv auf Aps-C klingt übrigens nach leerer Vergeösserung. Kann man machen,bringt einem nur keinen Auflösungsgewinn.
**************

Dem ist nichts hinzuzufügen!!

Gruß
loparit
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: loparit am 31 Oct 17, 11:40
@Roadrunner
******
Ich denke doch das lässt sich auch kostengünstiger lösen, oder?
******

Es gibt selbstverständlich günstigere Lösungen. Vom selbstgebastelten Stativ über selbsthergestellte Beleuchtung. Und auch mit diesen einfachen Ausrüstungen lassen sich durchaus hervorragende Fotos erstellen. Das zeigt Herr Wagner ja auch.
Auch ich hatte auf diese Weise angefangen und zu Beginn mit einem Mikroskopantrieb von Hand gearbeitet. Da gibt es natürlich noch andere Lösungen mit Tischen die in 2 oder 3 Achsen zu verfahren sind. Die sind aber auch nicht gerade preiswert und man macht dann immer noch alles von Hand.
Aus eigener Erfahrung und aus der Erfahrung von vielen anderen Fotografen kann ich sagen, dass eigentlich alle die ich kenne letztendlich zu einem automatisierten System umgestiegen sind. Denn wenn du einmal 100 fertige Fotos mit stapeln von bis zu 80 Einzelaufnahmen von Hand um 0,010 mm weitergedreht hast und dann anfängst zu überlegen habe ich jetzt den Auslöser betätigt oder nicht, dann schaust du dich nach einer andern Lösung um.
Auf der Stonemaster Stackingtagung (die 4. findet in zwei Wochen statt) werden genau diese Situationen immer wieder von Fotografen bestätigt.
Dazu kommt, dass man selbst bei einer preiswerten Selbstbaulösung ganz schnell an die 500 Euro Marke kommt und dann hat man immer noch das manuelle System.
Deshalb weise ich im allgemeinen auf die Produkte von Stonemaster hin, da er meines Wissens der einzige ist, der ein komplettes System bzw. auch Einzelkomponenten, die man dann, nach und nach kombinieren kann, anbietet.
Ob die Teile preiswert oder hochpreisig sind, das ist wie mit den Mineralien. Da muss man auch für sich selbst entscheiden ob einem der Preis gerechtfertigt erscheint.
An preiswerten Objektive, kann ich dir die Serie 25er Summer, 35er Summer und das 50er Milar von Leitz empfehlen die kann man mit etwas Glück im Netz für 100 manchmal auch darunter pro Objektiv ergattern. Das waren auch meine ersten Objektive mit denen ich fotografiert hatte und die Ergebnisse sind wirklich gut. Die Objektive die heute oft von den bekannten Fotografen benutzt werden kosten, wenn man nicht durch Zufall und Glück eins sehr preiswert einkaufen kann, ganz schnell mehrere hundert Euro. Wenn du Fotos unter 1 mm Bildbreite machen möchtest (ohne zu croppen) brauchst du mindestens 20fache (20x) Mikroskopobjektive und die liegen preislich je nach Hersteller ab 300 euro bis mehrere Tausend euro.

Wobei ich der Meinung bin, dass der Weg von Herrn Wagner mit einer preiswerten Ausrüstung zum dokumentieren der Sammlung etc. in den meisten Fällen genügt und auch durchaus der richtige Weg sein kann. Braucht mann dann tatsächlich einmal ein Foto das man als Poster ausdrucken möchte kann man dieses ja gezielt vielleicht auch von einem anderen Fotografen erstellen lassen. Aber alles in allem zur eigenen Dokumentation und auch für Abzüge reichen die meisten Foto die gemacht werden hundert mal aus.

Gruß
loparit


 
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: UlrichW am 31 Oct 17, 14:22
Hallo Edgar,

im Prinzip sprichst Du mir aus der Seele, daher will ich einige Dinge nur zur Klarheit noch einmal darstellen...es lesen ja noch andere User mit.
Es ist schwierig seine Gedanken und Ziele zu beschreiben, vor allem wenn man dadurch gegen den Mainstream anstinkt. Daher bitte die folgenden Zeilen einfach als MEINE Sichtweise verstehen.

Die Idee mit dem preiswerten Equipment kam auf, nachdem ich die Hype um das automatische Stacking aufgekommen ist. Was mich enorm gestört hat war die Tatsache, das Jedem irgendwie eingeredet wurde, das man ohne High-End-Equipment gar keine richtigen Photos machen kann. Das ist zugegebenermaßen jetzt ein wenig übertrieben, aber es ist wie bei den Mineralien. Der schmuddelige kleine Selbstfund zählt nicht, es zählt nur was mindestens dreistellig im Preis oder mit einem unaussprechlichen Namen darher kommt. Zynismus-Modus AUS. Hinzu kommt, das ohne Top-Stüfchen auch kein TOP-Photo entstehen kann. Das ist aber nun auch wieder nicht ganz richtig...so schwer ist das alles.

Egal, meine Zielrichtung war es dem ganz normalen Sammler eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie er selber und einfach ein paar schöne Photos seiner Stufen machen kann. Es kann nicht immer nur um das Beste Photo der Welt gehen, dafür gibt es Spezialisten. Aber die Breite der Sammler sollte Photos machen können, die heutigem Sehbedürfnissen entsprechen. und das auch von seinen eventuell nicht gerade topklassigen Stücken. Dafür muß ich natürlich Kompromisse eingehen, wie z.B. das mit der leeren vergrößerung. Klar ist das so, aber wenn ich den 1mm-Kristall wunderbar auf meinem Monitor sehe, sogar Details auf den Flächen (wie.z.B. kleine Risse oder Kantenabschürfungen) sehe, die ich im Bino niemals auch nur erahnt hätte (ich habe ein Leica!!!), so ist es mir ehrlich gesagt wurscht ob die Vergrößerung nun leer ist oder nicht. Wenn ich das Teil als Poster haben will, dann ist es so, dann muß ich an den Spezialisten heran treten. Aber warum sollte ich eine Spezialisten-Ausrüstung besitzen, wenn 99.95% aller Photos dazu dienen in reduzierter Form im Internet gezeigt zu werden, auf Gruppenabenden als Vortrag dienen oder ich einfach nur Spaß daran habe.

Es wurde hier ja die Problematik bezüglich der NIKON CFI-Objektive, und ob die eine Tubuslinse brauchen oder nicht, angesprochen. Das ist so ein Beispiel dafür, wie man Theorie soweit aufblähen kann, bis die Praxis unanwendbar ist. Wenn ich jetzt eine miserable Tele-Linse habe und diese als Tubuslinse einsetze, weil "ohne geht gar nicht", bekomme ich miserable Ergebnisse. Aus die Maus, der Krempel fliegt in die Ecke. Und weil ich ja belesen bin, weis ich ja, das ich einfach nur zu blöd dazu bin, weil "ohne geht gar nicht"...steht hundertfach geschrieben.
Wenn ich jetzt sage: lass doch Theorie mal Theorie sein und versuche es ohne Tubuslinse, dann... ja aber dann... wie kann ich nur.
Tatsache ist aber, das das Objektiv ohne Tubuslinse ein sehr gutes Bild abliefert, nur minimale Unterschiede zu dem mit Tubuslinse. Und wenn ich es besser machen will, dann kaufe ich mir halt eine entsprechende Tubuslinse. Aber ich kenne Beispiele, wo diese Vorgehensweise kathegorisch abgelehnt wurde, da sie nicht der Theorie entspricht. Und weiter wurden unscharfe und verzerrte Bilder produziert. Gegen derartige Denkweisen versuche ich anzugehen.

Interessanterweise hat sich bei meinen Freunden der BMS folgendes gezeigt: Vor zweii Jahren diskutierten wir über Photographie. Es kam heraus das fast allen der Aufwand dafür, finanziell wie zeitlich, zu hoch war. Vor einem Jahr habe ich dann meine Technik vorgestellt und drei Kollegen mit einem gleichartigen Equipment ausgestattet. Ich war drei Tage im Volleinsatz um den Leuten das Photografieren zu zeigen. Alle drei berichteten einstimmig, das sie seit sie das Equipment haben, sie ihre Sammlung ganz neu sehen...und damit wieder Spaß am Hobby haben. Dieses Jahr waren bereits 9 Leute mit ihren nachgebauten Equipment da und der Trend hält an. Natürlich geht der eine oder andere dann einen Schritt weiter, aber alle haben wieder Spaß an einem austerbenden Hobby. Der Grundgedanke der sich hier herausgebildet hat war, das es nun den Leuten möglich ist ihre Funde anderen zu zeigen, und zwar in einer Qualität, die sich nicht zu verstecken braucht.

Ab nun geht die Diskussion in eine andere Richtung. Bildbreiten von 1mm und darunter sind gefragt. Ich habe einmal die Regel aufgestellt, das zu jedem Photo immer auch das Stüfchen in der Sammlung sein muß. Kein Photo ohne Stüfchen! Das führte aber jetzt dazu, das man wirklich jeden Krempel fotografiert und erstaut ist, welche tollen Photos da aus einem Krümel der Wegwerfkiste gemacht werden können. Spätestens zu diesm Zeitpunkt denkt man natürlich über Verbesserungen nach, aber dann bewegt man sich schon wieder in eine andere Richtung...zumal die Sammlung "zugemüllt" wird. Ich versuch den Leuten also zu erzählen, das eine Bildbreite von etwa 2.5mm, und die ist mit einem 10fach-Objektiv wunderbar zu machen, ausreichend ist, denn "kleinere Sachen seht ihr doch unter dem Bino eh kaum". Ich benutze höhere Vergrößerungen nur zur Bestimmung, man ist erstaunt wieviel man mehr sieht, trotz leerer Vergrößerung. Interessanterweise, besser gesagt dummerweise, geht mit der ganzen Geschichte auch einher, das man gar nicht mehr zun aufarbeiten seiner Funde oder Altbestände hat, denn sobald etwas glitzert, landet es schon unter dem Photapperat. Da soll man zu etwas kommen....

Noch ein Fakt ist wichtig zu erwähnen. Meine Beobachtung hat ergeben, das sich die Sammler die so wie ich(wir) Photografieren, sich wieder mehr mit den Mineralien beschäftigen als mit dem Ego. Da wird ein Krümel geknipst, und schon geht die Diskussion los was es denn nun sei. Das ist für mich das Ziel, und darauf steuern wir hin.

Nööö, jetzt hab ich keine lust mehr...

Viele Grüße vom Photorebellen
Ulrich




Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 31 Oct 17, 17:12
Bitte fahr einen Porsche mit angezogener Handbremse.
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: loismin am 31 Oct 17, 17:21
Hallo Sebastian.

Deine Bemerkungen sind manchmal auch nicht gerade schön und hilfreich !

Loismin
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: UlrichW am 31 Oct 17, 17:43
Danke Lois, ich hätte es beinahe deftiger ausgedrückt!
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 31 Oct 17, 18:01
Falls euch meine Beiträge sauer aufgestoßen sein sollten, entschuldige ich mich für die Wortwahl.
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Mabu am 31 Oct 17, 18:17
Hallo,

ich habe mir die Photos auf Ulrichs homepage angesehen.

Speziell die mit dem Katagon gemachten finde ich sehr gut, was Schärfe und Farben angeht. Auf den ersten Blick kann ich da keinen Unterschied zu meinem Olympus 38mm feststellen.

Eine Alternative zum Nikon CFI könnte auch das Nikon U20 darstellen. Wenn man Glück hat, kann man es auch schon mal für 100 Euro bekommen. Da es eine Blende hat, braucht man auch weniger Fotos als beim CFI (ohne selbstgebaute Blende) aufzunehmen. Ich verwende dieses Objektiv und stacke auch immer noch manuell.

Gruß,
Marko
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: loismin am 31 Oct 17, 19:23
Hallo .

Ja die Wortwahl ist immer das schwierigste im Netz !
Mir gelingt das auch nicht immer gut .
Aber wir sind Menschen und halt nicht perfekt , aber so passts ja wieder !


Lois
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: loparit am 31 Oct 17, 20:03
Hallo Ulrich

Die Idee mit dem preiswerten Equipment kam auf, nachdem ich die Hype um das automatische Stacking aufgekommen ist. Was mich enorm gestört hat war die Tatsache, das Jedem irgendwie eingeredet wurde, das man ohne High-End-Equipment gar keine richtigen Photos machen kann.

Ich hatte vor einigen Jahren als wir in Dortmund waren und ich deine Lösung gesehen habe schon gesagt, dass ich deinen Weg interessant finde. Denn es hat oder will nun mal nicht jeder soviel Geld in die Hand nehmen um Fotos zu machen. Deshalb kann man jedoch nicht sagen mit einer einfachem Ausrüstung kann man keine brauchbaren Fotos machen.

Hinzu kommt, das ohne Top-Stüfchen auch kein TOP-Photo entstehen kann. Das ist aber nun auch wieder nicht ganz richtig...so schwer ist das alles.

Da brauchen wir nicht zu diskutieren, mit einem schönen Modell lassen sich ansprechendere Fotos erstellen. Warum sollte das bei den MIneralien anders sein. Doch nicht jeder hat die tollen Turmaline oder Goldstufen in der Sammlung um die abzulichten, sondern möchte seine Funde dokumentieren. Das ist doch der eigentliche Grund warum viele anfangen mit dem fotografieren.

Egal, meine Zielrichtung war es dem ganz normalen Sammler eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie er selber und einfach ein paar schöne Photos seiner Stufen machen kann. Es kann nicht immer nur um das Beste Photo der Welt gehen, dafür gibt es Spezialisten. Aber die Breite der Sammler sollte Photos machen können, die heutigem Sehbedürfnissen entsprechen. und das auch von seinen eventuell nicht gerade topklassigen Stücken. Dafür muß ich natürlich Kompromisse eingehen, wie z.B. das mit der leeren vergrößerung. Klar ist das so, aber wenn ich den 1mm-Kristall wunderbar auf meinem Monitor sehe, sogar Details auf den Flächen (wie.z.B. kleine Risse oder Kantenabschürfungen) sehe, die ich im Bino niemals auch nur erahnt hätte (ich habe ein Leica!!!), so ist es mir ehrlich gesagt wurscht ob die Vergrößerung nun leer ist oder nicht. Wenn ich das Teil als Poster haben will, dann ist es so, dann muß ich an den Spezialisten heran treten. Aber warum sollte ich eine Spezialisten-Ausrüstung besitzen, wenn 99.95% aller Photos dazu dienen in reduzierter Form im Internet gezeigt zu werden, auf Gruppenabenden als Vortrag dienen oder ich einfach nur Spaß daran habe.

genau mein Standpunkt!

Es wurde hier ja die Problematik bezüglich der NIKON CFI-Objektive, und ob die eine Tubuslinse brauchen oder nicht, angesprochen. Das ist so ein Beispiel dafür, wie man Theorie soweit aufblähen kann, bis die Praxis unanwendbar ist. Wenn ich jetzt eine miserable Tele-Linse habe und diese als Tubuslinse einsetze, weil "ohne geht gar nicht", bekomme ich miserable Ergebnisse. Aus die Maus, der Krempel fliegt in die Ecke. Und weil ich ja belesen bin, weis ich ja, das ich einfach nur zu blöd dazu bin, weil "ohne geht gar nicht"...steht hundertfach geschrieben.
Wenn ich jetzt sage: lass doch Theorie mal Theorie sein und versuche es ohne Tubuslinse, dann... ja aber dann... wie kann ich nur.
Tatsache ist aber, das das Objektiv ohne Tubuslinse ein sehr gutes Bild abliefert, nur minimale Unterschiede zu dem mit Tubuslinse. Und wenn ich es besser machen will, dann kaufe ich mir halt eine entsprechende Tubuslinse. Aber ich kenne Beispiele, wo diese Vorgehensweise kathegorisch abgelehnt wurde, da sie nicht der Theorie entspricht. Und weiter wurden unscharfe und verzerrte Bilder produziert. Gegen derartige Denkweisen versuche ich anzugehen.


Da könnte ich noch ganz andere Beispiele nennen  ;D
Es gibt Fotografen die machen auf den gerechneten Stackabstand 5 - 10 Fotos weil sie angeblich eine bessere Auflösung bekommen und das für ein Foto das eventuell einmal im Format 10x15 bzw, mit viel Glück im DIN A4 Format in einem Magazin abgelichtet wird.  ???
Ich habe das ausgiebig getestet und auch Prints bis A4 große machen lassen. Man konnte keinen Unterschied feststellen. Mal ganz davon abgesehen, dass es physikalisch keinen Sinn macht.

Interessanterweise hat sich bei meinen Freunden der BMS folgendes gezeigt: Vor zweii Jahren diskutierten wir über Photographie. Es kam heraus das fast allen der Aufwand dafür, finanziell wie zeitlich, zu hoch war. Vor einem Jahr habe ich dann meine Technik vorgestellt und drei Kollegen mit einem gleichartigen Equipment ausgestattet. Ich war drei Tage im Volleinsatz um den Leuten das Photografieren zu zeigen. Alle drei berichteten einstimmig, das sie seit sie das Equipment haben, sie ihre Sammlung ganz neu sehen...und damit wieder Spaß am Hobby haben. Dieses Jahr waren bereits 9 Leute mit ihren nachgebauten Equipment da und der Trend hält an. Natürlich geht der eine oder andere dann einen Schritt weiter, aber alle haben wieder Spaß an einem austerbenden Hobby. Der Grundgedanke der sich hier herausgebildet hat war, das es nun den Leuten möglich ist ihre Funde anderen zu zeigen, und zwar in einer Qualität, die sich nicht zu verstecken braucht.

Find ich Toll! Auch mir ging/geht es ähnlich, seit dem ich fotografiere, macht mir das sammeln von Mikromounts wieder deutlich mehr Spass.

Ab nun geht die Diskussion in eine andere Richtung. Bildbreiten von 1mm und darunter sind gefragt. Ich habe einmal die Regel aufgestellt, das zu jedem Photo immer auch das Stüfchen in der Sammlung sein muß. Kein Photo ohne Stüfchen! Das führte aber jetzt dazu, das man wirklich jeden Krempel fotografiert und erstaut ist, welche tollen Photos da aus einem Krümel der Wegwerfkiste gemacht werden können. Spätestens zu diesm Zeitpunkt denkt man natürlich über Verbesserungen nach, aber dann bewegt man sich schon wieder in eine andere Richtung...zumal die Sammlung "zugemüllt" wird. Ich versuch den Leuten also zu erzählen, das eine Bildbreite von etwa 2.5mm, und die ist mit einem 10fach-Objektiv wunderbar zu machen, ausreichend ist, denn "kleinere Sachen seht ihr doch unter dem Bino eh kaum". Ich benutze höhere Vergrößerungen nur zur Bestimmung, man ist erstaunt wieviel man mehr sieht, trotz leerer Vergrößerung. Interessanterweise, besser gesagt dummerweise, geht mit der ganzen Geschichte auch einher, das man gar nicht mehr zun aufarbeiten seiner Funde oder Altbestände hat, denn sobald etwas glitzert, landet es schon unter dem Photapperat. Da soll man zu etwas kommen....

Fotos von Mineralien/Kristallen unter 1 mm mache ich ausnahmslos nur auf Bestellung für andere Sammler oder wenn mich das Mineral besonders interessiert.
Schon seit über 30 Jahren vertrete ich die Einstellung dass ich kein Mineral in die Sammlung aufnehme das ich nicht klar und deutlich am Mikroskop bei 16-20 fache Vergrößerung sehen kann. Ich muss gestehen, dass ich mittlerweile ein besseres Mikroskop habe. Mit diesem kann man durchaus bis 100fach Vergrößern und hat noch ein klares Bild. Aber die Möglichkeit benutze ich genau wie du schreibst zum genauen anschauen, um z.B. die Kopffläche deutlich zu sehen.
Vielfach habe ich gesagt, auch auf der Stackingtagung, das es deutlich mehr Spass macht Mineralien ab einer Bildbreite von 2 mm aufwärts zu fotografieren. Ich bin sogar der Meinung, dass es bei Einhaltung einiger Regeln kein großes Problem ist solche Fotos zu machen. Die hochwertige Ausrüstung macht es nur leichter und eventuell auch etwas genauer (Stackabstand), doch deshalb kann man mit einer einfachen Ausrüstung mit etwas mehr Zeitaufwand und eben Handbetrieb trotzdem akzeptable Fotos machen. Das zeigst du ja zu genüge mit deinen Fotos.

Noch ein Fakt ist wichtig zu erwähnen. Meine Beobachtung hat ergeben, das sich die Sammler die so wie ich(wir) Photografieren, sich wieder mehr mit den Mineralien beschäftigen als mit dem Ego. Da wird ein Krümel geknipst, und schon geht die Diskussion los was es denn nun sei. Das ist für mich das Ziel, und darauf steuern wir hin.

Die Beobachtung habe ich auch gemacht!

Gruß
Edgar Müller  -loparit-
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: UlrichW am 31 Oct 17, 22:14
Hallo Edgar,

menno, ich hätte nicht gedacht das wir beide so nahe beieinander liegen. Das überrascht mich jetzt wirklich. Und zur Belohnung, habe ich ein Bild, gerade fertig geworden, auf meine Site gestellt:

http://www.wagnerul.de/bms/Cassiterit - Genna - 18 FOV 1.5mm 2017-10-31 18-06-52-LR.jpg (http://www.wagnerul.de/bms/Cassiterit - Genna - 18 FOV 1.5mm 2017-10-31 18-06-52-LR.jpg)

Das Bild ist gerade erst entstanden und zeigt einen Cassiterit-Kristall/e aus den Schlacken der Zinkhütte Genna bei Iserlohn/Letmathe. Das Bild ist aus 102 Bildern entstanden (Dauer der Aufnahmeserie 2.5min). Natürlich rein manuell...dh. das eigentliche Stacking habe Helicon Focus überlassen. Bildbreite ist übrigens 1.5mm, nur auf 2500*1667 runtergerechnet damit der Download nicht zu lange dauert. Sorry das ich es nur verlinke, aber ich habe noch nie hier ein Bild gepostet und weis daher nicht wie es geht.

Ich denke da sind auch die Grenzen des jetzigen Equipments erreicht. Zudem reicht diese Bildgröße für alle meine Anwendugszwecke vollkommen aus.

Viel Spaß
Ulrich
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 31 Oct 17, 23:00
Hallo,
Das genannte kann ich auch bestätigen.
Ich habe mich dazu entschieden zu investieren,
Da ich in Flexibilität, Zeitmanagement und Qualität mich steigern wollte.
Gerade die ersten beiden sind für mich besonders wichtig geworden.
Auf 20x fache Vergrößerung verzichte ich auch, denn ich habe kaum Objekte in diesem Bereich und kosten nutzen waren in keinem Verhältnis.
Allerdings wenn ich mich einem Hobby widme möchte ich die bestmöglichen Ergebnisse. Deshalb käme es mir nie in den Sinn Qualitätseinbussen (chromatische aberrationen u.a) in Kauf zu nehmen.
Das Wissen darüber hilft nicht nur im Hobby weiter.
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 02 Nov 17, 20:27
Hallo,
ich habe mir Ulrichs Bilder auf seiner Website angeschaut.
Die Bilder sind von sehr guter Qualität. Ich denke das Nikon CFI 10x Na 0,25 kann man durchaus
ohne Tubuslinse nutzen (Ulrich zeigt dies eindrucksvoll). Vom Gefühl her hätte ich mehr Abbildungsfehler erwartet.
Spricht für die Qualität des Objektives. Auf wenigen! Bildern sind Effekte zu sehen die eventuell korrigiert hätten werden können (in Stefans Thread konnte man den Effekt deutlicher sehen mit einem Mitu 20x).
Bei niedrigeren Vergrößerungen (Raynox 250 verwenden) kommt die eigentliche Stärke der unendlich korrigierten Objektive zutragen:
Sie behalten ihr Nenn-Auflösungsvermögen! Sprich man bekommt dann ein ~7x Objektiv mit einer Na von 0,25! Das ist recht viel.
Bei 100mm Tubuslinse bekommt man sogar ein 5x Objektiv mit einer Na von 0,25. Normalerweise haben 5x Objektive Irgendwas um 0,13-0,15. Man kann also einen Auflösungsgewinn beobachten.
Genug der Theorie.
Ich hoffe wir haben Mark nicht verschreckt. Dein Weg, Ulrich, ist auf jeden Fall der richtige.
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: etalon am 02 Nov 17, 23:35
Hallo auch,

Zitat
Bei niedrigeren Vergrößerungen (Raynox 250 verwenden) kommt die eigentliche Stärke der unendlich korrigierten Objektive zutragen:
Sie behalten ihr Nenn-Auflösungsvermögen! Sprich man bekommt dann ein ~7x Objektiv mit einer Na von 0,25! Das ist recht viel.
Bei 100mm Tubuslinse bekommt man sogar ein 5x Objektiv mit einer Na von 0,25. Normalerweise haben 5x Objektive Irgendwas um 0,13-0,15. Man kann also einen Auflösungsgewinn beobachten.

Achtung! Um den selben Faktor verkleinert sich aber auch der auskorrigierte Bildkreis. Ob das dann für die Sensordiagonale noch ausreicht, muss man sehen...

Grundsätzlich erkauft man sich jeden Vorteil mit immer mindestens einem Nachteil... ;)

Natürlich kann man auch mit einem unendlich korrigierten Mikroskopobjektiv ein reelles Bild bekommen. Man betreibt selbiges dann aber deutlich außerhalb der Specs. Ob das sichtbare Qualitätseinbußen mit sich bringt, hängt hauptsächlich vom Optikdesign ab (man kann das ja auch anders herum treiben, und ein endlich korrigiertes Objektiv mit Tubuslinse nutzen. In manchen Fällen kann man dadurch einen Auflösungsgewinn erzielen).

Grüße Markus
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 02 Nov 17, 23:52
Bis APS-C geht es bei mir (Nikon CF inf/0 Na 0,3), bei deinem MFT-Sensor sowieso.
Vollformat geht eher nicht mehr.
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: etalon am 03 Nov 17, 00:17
Das mag für das jetzt spezifizierte Objektiv richtig sein. Nur die allgemeine Aussage wollte ich nicht so stehen lassen. An sonsten sehe ich die Dinge so wie Du...

Grüße Markus
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 03 Nov 17, 18:15
Hallo Leute,
ich muss mich für meine Schreibabstinenz erst einmal entschuldigen. Leider war arbeitstechnisch kaum Zeit dafür. Rentner müsste man sein ;D.
Mann ich hab garnicht mit so einem Andrang und solchen Reaktionen gerechnet. Ich denke mal das Thema an sich könnte man in einem extra Tread ganz gut und ausführlich mal diskutieren. Jeder hat so seine eigenen Erfahrungen gesammelt und die Ergebnisse sind doch für jeden an sich gut oder sehe ich das falsch?
Was ich hier so an Euren Bildern gesehen habe, ist schon ganz beachtlich. Manche meiner bisher gemachten Bilder sind zwar meiner Meinung nach auch ganz gut, nur hab ich beim Bino halt immer die Probleme mit Schärfe bei höheren Auflösungen (40fach). Bisher hab ich mit Einzelbildern von 20-vieleicht auch mal 40 Bildern gearbeitet, allerdings bei voller Auflösung.
Nun hab ich einige eurer Setups ( Kamera, Stativ usw.) zu sehen bekommen und bin über die Größe der ganzen Apparatur doch etwas erschrocken. Als meine bessere Hälfte das Setup von Sebastian sah, kam natürlich sofort eine Ablehnung, nach dem Motto: "Jetzt hast Du mal ein wenig Platz und schon willst Du alles mit Technik vollstopfen. Das geht so nicht.....bla,bla, bla" ???
Nun hab ich erstmal ein wenig Überzeugungsarbeit vor mir um wenigstens den Hausfrieden zu erhalten.  :(
Kann man ein solches Setup ggf. etwas zusammenschrumpfen, so sagen wir mal in der Größe eines normalen Binos? Dann könnte ich wenigstens eine Binotüte drüberstülpen um das ganze bei Nichtnutzung zu verdecken.
@Sebastian
wie groß genau ist denn Dein Setup? Laut den Bildern scheint das Teil recht groß und schwer zu sein. Schwer ist ja von Vorteil, nur bricht dann vermutlich mein Tisch zusammen ;D.
Du scheinst Dich recht intensiv mit der Materie auseinandergesetzt zu haben. Bei vielen Deiner Ausführungen hab ich ehrlich gesagt nicht viel verstanden. Egal, ich glaube das können wir mal bei einer gemeinsamen Tour besprechen, oder?
@Ulrich
Du bist bisher der einzige der etwas gegen meinen fehlenden Vornahmen hat. Bisher hat sich noch niemand hier im Forum darüber beschwert. Egal, Deine Bilder sprechen für sich, nochdazu mit einer Eigenbaustation, alle Achtung!
@Sebastian und Ulrich
Hört auf Euch zu streiten, wir können doch alle froh sein, das überhaupt noch Mineralien aktiv gesammelt werden und einige von uns Bilder davon einstellen. Davon lebt doch diese Seite und richtig Nachwuchs haben wir doch leider nicht wirklich. Bisher war ich mit meinen 46 Lenzen meißtens der jüngste auf der Halde!
@alle
Es war aber mal sehr interessant zu erfahren wie und womit Ihr alle Eure tollen Fotos macht.
Ich glaube das allein hat mir schon sehr geholfen.
Nun muss ich nur noch meine bessere Hälfte überzeugen und dann sehe ich mal was ich mache.
Bis dann
Viele Grüße
Roadrunner (Mark)
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Josef 84,55 am 03 Nov 17, 19:24
Hallo

die Eigenschaft Mikroskopobjektive bei geringerer Vergrößerung verwenden geht doch bei eineigen sehr gut. Gerade das Nikon CFI60 10x0.25 WD10,5 ist da sehr tolerant. Auch das 4x0.10 WD30 aus dieser Baureiche und die Nikon CF 50x ELWD und SLWD haben einen größeren brauchbar nutzbaren Bildkreis, wenn man sie mit Tubuslinsen geringeren Brennweite verwendet. Die Mitutoyos, bis auf das 2x, sollen auch diese Eigenschaft besitzen.
Ein bezahlbares 10x Objektiv guter Qualität ist derzeit schwer zu finden, das Nikon CF 10x/0.30, das Sebastian erwähnte ist da sicher eine gute Wahl. Eventuell auch Unendlich-Objektive aus der Zeiss Jena CF-250 Baureihe, die ich selbst noch nicht getestet habe aber von denen ich schon gute Fotos sah. Für 4x das von Ulrich genannte AmScope (Ebay 381613828736). Darunter die Vergrößerer-Objektive Componon-S, Rodagon, El-Nikkor... in Retrostellung. Wenn man Glück hat sind bei einem Vergrößerer Objektive und brauchbare Mechanik dabei. Den Tipp mit den MDF-Stativ von Ulrich finde ich sehr interessant, danke Ulrich.
Noch ein paar eBay Nummern aus meiner Beobachtenliste als Beispiele (nicht meine Angebote;-)) : RMS-M42 142379299328; M25-M42 142379347160; Mitu-M42 252933084934; Nikon CFI 10x0.25 261584040052; Nikon CF 10x0.30 171792421671; Pentacon Balgen 311982227442; M42 Ringe 322816218415; Stativ Edmund 232542004379; 3 Zeiss Standard Stative 132382312690; für kleineren Aaufbau: Z axis Precision Stage Japan 222312461604 oder China 122762651514.

Im übrigen sehe ich es ganz ähnlich wie Ulrich und Edgar, mein Aufbau ist selbst gebaut, ich teste gerne auch unkonventionelle Kombinationen, ich gehe aber oft unter 1mm weil ich es für mich als eine Bereicherung für mein Hobby empfinde, auch die Eigenschaften auch von sehr kleinen Kristallen abbilden zu können, um davon zu lernen oder weil sie häufiger "perfekt" sind. Es gibt auch Minerale die einfach nicht größer werden, wie z.B. Tubulit. Abgesehen davon finde ich es immer wieder toll, wie gut die Mikroskopobjektive im Vergleich zum Stemi auflösen und wenn man mag sogar auch als Stereo-Bildpaar.

Grüße Josef
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 16 Dec 17, 12:55
Hallo Leute,
es hat zwar etwas gedauert, aber nun ist es endlich soweit, das ich die ersten Fotos mit einem neuen Setup machen kann. Dank Eurer Tipps und Hinweise hab ich einen für mich guten Kompromiss gefunden.
Mein jetziges Setup besteht nun aus einem Laboval 4 Stativ von CZJ in Verbindung mit einem 4x und einem 10x Objektiv von AmScope. Die Canon EOS 1000D ist mit Zwischenringen und per Schwalbenschwanzadapter (Eigenbau) direkt über dem Objektivrevolver befestigt.
Als Beleuchtung hab ich erst einmal eine stinknormale LED Tischlampe. Ich muss sagen das mein erster Eindruck besser ist als erwartet.
Bild 1 zeigt das aktuelle Setup:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1513424421.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1513424421.jpg)

Bild 2 das erste Bild mit neuem Setup:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1513424140.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1513424140.jpg)

Bild 3 im Vergleich dazu mit altem Setup über Bino Bresser Advances ICD
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1460838236.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1460838236.jpg)

Was meint Ihr dazu?
Die beiden ersten Bilder sind ohne weitere Bearbeitung, das letzte ist etwas "korrigiert" per Photoshop.

@Sebastian
Vielen Dank nochmal für den Hinweis mit dem Stativ

Bis dann
Roadrunner
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Josef 84,55 am 16 Dec 17, 14:40
Hallo Mark,

das Bild ist schon ein guter Anfang, es könnte noch ein wenig mehr Auflösung vertragen. Wenn Du es mit dem 4x Amscope gemacht hast, ist wahrscheinlich die Tubuslänge zu groß und Du nutzt das Objektiv nicht aus. Probiere es mal mit dem 10x mit ca. 15cm vom Objektivgewinde bis zum Chip. Außerdem würde ich noch einen Diffusor auf den Tisch um das Stüfchen stellen (z.B. eBay 361933333717). Zum einen "gerieseln" die Flächen dann weniger und zudem ändert sich die Lichtrichtung so nicht wesentlich, weil sich der Diffusor mit dem Tisch mitbewegt. Die Beleuchtung muss dann aber noch stark genug zum Einstellen sein. Der Aufbau ist für MM's ausreichend, wenn Du größere Stücke und mit Kugeltisch fotografieren willst, solltest Du über eine Verlegung der Tischebene über den Revolver und ein zusätzliches Stativ für die Kamera nachdenken.

Grüße Josef
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Mike am 16 Dec 17, 15:50
Also den Aufbau mit dem Microskop usw. hab ich auch , nur hab ich mir statts der Zwischenringe einen Balgen draufgebaut . Der ist flexibler mit der Vergrößerung finde ich.

Viele Grüße Mike  !
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 16 Dec 17, 16:03
Hallo Josef,
 ich hab Deinen Hinweis gleich mal in die Tat umgesetzt. Die Lampe hab ich aus Mangel an Alternativen auf die Schnelle einfach mal mit einem Küchentuch umwickelt und die Kamera mal ohne Zwischenringe nur mit den nötigen Adaptern befestigt.
Bild 1  4x Objektiv ohne weitere Bearbeitung
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1513436102.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1513436102.jpg)

Bild 2 mit 10x Objektiv auch ohne Bearbeitung, gleiche Stufe gleiche Beleuchtung
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1513436445.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1513436445.jpg)

Ich glaube man kann den Unterschied sehen, oder? ;D
Bis dann
Roadrunner
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Josef 84,55 am 16 Dec 17, 19:51
Hallo Roadrunner,

Glückwunsch! Viel besser. Das 4x ist auch bei dieser Bildbreite bis zum Rand sehr gut, das 10x zeigt auch nur geringe Farbsäume. Bitte schreib doch noch die Bildbreite dazu und schneide den Rand weg. Ich freue mich schon auf gute Fotos von interessanten Stücken.

Grüße Josef
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 17 Dec 17, 12:41
Hallo Josef,
vielen Dank für die Lorbeeren ::)
Die beiden Bilder sind keine finalen Ergebnisse. Das sollten nur erste Tests sein. Im Normalfall schneide ich natürlich den Rand weg, bearbeite sie ggf. noch etwas und gebe natürlich auch die geschätzte Bildbreite mit an. Was mich besonders überascht hat war die, im Vergleich zum Bino, sehr gute Farbwiedergabe der doch recht preiswerten Objektive. Das das 10er optisch nicht ganz so gut ist, wie das 4er ist wohl normal in dieser Preisklasse, aber bei unter 100€ für zwei Objektive inklusive Versand aus USA kann man bei der Qualität nicht meckern oder?
Ich werde dann mal in nächster Zeit einige Bilder erstellen und dann natürlich auch einstellen.
Bis dahin wünsche ich noch einen schönen 3. Advent
Roadrunner
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 29 Dec 17, 22:40
Hallo Leute,
mittlerweile hab ich mein Setup etwas erweitert. Es ist zwar noch nicht das gelbe vom Ei, aber immerhin konnte ich schon ein paar Fotos machen. Aktuell konnte ich heute endlich die erhaltenen beiden Jansö Leuchten an das Stativ befestigen.
Ich hab die beiden Leuchten an das integrierte Beleuchtungssystem des Laboval Stativ angeschlossen. Die Leuchten funktionieren zwar mit der internen Beleuchtung und sind damit auch dimmbar, aber beim Versuch Fotos zu erstellen hab ich bemerkt, das bei der Belichtung ab 1/10s das Bild zu flackern beginnt. Das Netzteil liefert demnach keine genügend geglättete Gleichspannung und ist somit nicht für meine Zwecke geeignet. Hier sind also noch Bastelarbeiten erforderlich. Geplant ist es beide Lampen einzeln dimmbar zu machen und die ganze Technik dazu in den Fuss des Statives einzubinden.
Hier schon mal ein aktuelles Foto dazu:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1514581583.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1514581583.jpg)

Ach ja sehr gute Ergebnisse in Bezug auf Diffusorfolie hab ich mit einer entsprechenden Folie aus einem alten Laptopdisplay gemacht. Einfach ausschneiden und vor die Lampe befestigen, geht super.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1514581824.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1514581824.jpg)
So nun muss ich nur noch auf die Teile für die Spannungsversorgung der Jansö's und auf zwei bestellte Objektive warten und dann kanns wieder losgehen.
Bis dahin wünsche ich allen einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr
Roadrunner
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: waldi am 31 Dec 17, 16:55
Hallo Roadranner.
Was für Einstellungen machst Du an der Kamara mit den 4er?   (Blende?)
Guten Rutsch
waldi
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 31 Dec 17, 17:08
Die Blende ist bei Mikroskopoptiken Fix. Da kann man nix einstellen.
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: waldi am 01 Jan 18, 14:42
Hallo
Aber man kann doch an der Kamera beim abnehmen des Objektivs die Blende fixieren!
Gsunds neis Jauer ;D
waldi
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 01 Jan 18, 15:53
Nein kann man nicht.
Denn Es gibt keine verstellbare Blende alles andere ist irrelevant.
Beste Grüße und frohes Neues.
Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: guefz am 01 Jan 18, 16:21
Auch bei normalen Fotoobjektiven sitzt die Blende im Objektiv und nicht in der Kamera. Wenn man das Objektiv abnimmt ist auch die Blende weg, egal ob fixiert oder nicht.

Günter
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: waldi am 01 Jan 18, 18:09
Hallo
Alles klar! :)
Danke waldi
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 01 Jan 18, 19:08
Hallo Waldi,
wohlgemerkt wir reden hier immer von einer Spiegelreflexkamera ohne Objektiv!
Der Kamerabody ist quasi mit mit Zwischenringen und Adaptern mit einem Mikroskopobjektiv verbunden und die haben im allgemeinen keine Blende zum Einstellen.
Der Rest wie Belichtungszeit usw. ist immer Versuch und Irrtum. Erst wenn ich mit den Probeaufnahmen zufrieden bin, gehts an die Erstellung einer finalen Bilderserie, die dann gestackt wird. Meistens auch mit mehr oder minder gutem Erfolg.
Sicher gibt es auch andere Setups, sicher auch mit verstellbarer Blende oder auch mit Blitz usw., aber das ist eine ganz andere Welt.
Bis dann
Roadrunner
P.S. Ach ja ein gesundes neues Jahr wünsche ich noch allen
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 08 Jan 18, 20:58
Hallo Leute,
heute sind meine beiden bestellten Objektive gekommen. Ein Zeiss 6,3x0,16 und ein Lomo 8x20.
Mit dem Zeiss hab ich das erste Foto fertig und ich denke es ist ganz gut gelungen.
Gerade mit metallischen Objekten hatte ich in der Vergangenheit meine Sorgen. Auch Diffusor usw. brachten bisher nur befriedigenden Erfolg. Nun hab ich glaube ich den Bogen raus. Beleuchtung 2 Jansö Lampen und eine No Name LED Lampe und ein Diffusorzylinder aus Papier rund um das Objekt.
149 Einzelbilder und minimale Nachbearbeitung per Photoshop ergaben das hier:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1515438241.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1515438241.jpg)
Was meint Ihr, kann man doch so lassen oder? ;D
Gruß
Roadrunner
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: guefz am 08 Jan 18, 21:24
Was meint Ihr, kann man doch so lassen oder? ;D

Ja!

Günter
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 08 Jan 18, 21:58
Sieht super aus!
Schöne Stufe und klasse Bild!
Gruß Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 08 Jan 18, 22:22
Vielen dank für die Blumen :)

Ich denke, das das Zeiss Objektiv in diesem Fall etwas besser als das Amscope abschneidet. Ich hab die gleiche Stufe schon einmal mit nahezu derselben Beleuchtung mit dem Amscope 4x versucht, aber da hab ich diese Blendeffekte an den hochglänzenden metallischen Kristallflächen nie zufriedenstellend wegbekommen. Leider sind meine Versuche die beiden Jansö Lampen dimmbar zu machen, bisher nicht gerade von Erfolg gekrönt, aber das kommt auch noch. Warum das Zeiss hier besser abschneidet als das Amscope, kann ich nur vermuten.
Das Zeiss ist, soweit ich das sehen kann, innen geschwärzt und die Frontlinse ist plan an der Front. Beim Amscope ist die Frontlinse tiefergesetzt und der Bereich davor und dahinter ist metallsich blank. Ich vermute mal hier ist das Thema Streulicht nicht zu unterschätzen. Bei nicht so stark reflektierenden Flächen macht sich das scheinbar nicht so bemerkbar.
Ich bin jedenfalls vollauf zufrieden mit den Ergebnissen.
Ach ja die Stufe ist an sich so ziemlich unscheinbar. Gerademal knapp 4-5 mm Material auf Quarz, das war's schon. Wegen der oktaedrischen Kristalle gehe ich mal von Cloanthit aus.
Das gute an den Minis ist immer, das man auch bei sehr wenig Material gute Beobachtungen machen kann. Finde ich jedenfalls.
Bis dann
Roadrunner
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: waldi am 02 Feb 18, 17:05
Hallo
Hab mir auch das 4er von Amscope zugelegt, ist ja günstig!
Möchte Euch mal mein erstes Bild zeigen, 50 Stacks nur etwas "Unscharf maskiert"  BB 5mm am Balgen mit Canon 550 Eos.
waldi
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1517586083.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1517586083.jpg)
 
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Sebastian am 02 Feb 18, 17:14
Glückwunsch sieht super aus!
Gruß Sebastian
Titel: Re: Hinweise zu Photoausrüstung gesucht
Beitrag von: Roadrunner am 03 Feb 18, 12:12
Hallo Waldi,

ein super Bild, eine glatte 10 von mir ;D
Ich finde es gut wie Du den Hintergrund unscharf gestaltet hast, das hebt den Kristall sehr gut heraus und die Beleuchtung ist auch sehr gelungen. Dies alles so gut hinzubekommen ist nie ganz einfach. Toll gemacht!
Bis dann
Roadrunner