Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Kluftknacker am 09 Nov 17, 23:47
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Ich teile einen Artikel zur Diskussion, der unlängst im Untertage-Forum gepostet wurde:
http://www.reportageschule.de/workspace/media/documents/go_2017_02-bergbau-59d4f44e21826.pdf (http://www.reportageschule.de/workspace/media/documents/go_2017_02-bergbau-59d4f44e21826.pdf)
Irgendwann muss man sich entscheiden, auf welcher Seite man steht... :-\ Glück auf!
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Ich stehe eher nicht auf der Seite derjenigen, die für derben Fluorit diese "Befahrungen" durchführen.
Ein Freund von Verboten bin ich nicht. Wenn man aber in gesperrte unkontrollierte Gruben einsteigt und im Unglücksfall auch Leib und Leben von eventuellen Rettern wissentlich in Gefahr bringt, hört bei mir der Spaß auf.
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Hallo
Wer diese Geschichte schreibt und in die Öffentlichkeit bringt gehört bestraft !
Das ist doch wieder so eine reißerische Zeitungsgeschichte die alle Steinesammler in Verruf bringt und den Staat
dazu alles, aber nun wirklich alles dicht zu machen !
Meine Meinung dazu .
Loismin
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Ich stimme Loismin voll und ganz zu!
@Alcest
Derber Fluorit? Solls da unten auch geben... :)
Was denkst du wo die ganzen erzgebirgischen Fluoritstufen herkommen, die z.B. in der Bucht angeboten werden. Auf Bäumen sind die bestimmt nicht gewachsen.
Der Markt giert nach Neufunden und so wird der Markt befriedigt.
GA
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Jap, muss jeder wissen was er sammelt.
Wer (sächsische) Neufunde kauft nimmt häufig (nicht immer) Stufen in Kauf die unter eher fragwürdigen Umständen geborgen wurden. Ein prominentes Beispiel ist übrigens auch Wolkenburg oder oder oder. Solange man davon leben kann (ich hab da Gespräche auf Börsen gehört...) wird es die Leute bei immer weniger Fundstellen noch extremer werden lassen.
Ich sammel nur noch für mich und wenn ich was kaufe dann sollte esälter als 50 Jahre sein.
Beste Grüße,
Sebastian
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Damit dürfte dann Wolkenstein erledigt sein.
Die Befahrerszene, ob mineralogisch oder historisch interessiert,dürfte sich dann wohlwollen bei Herrn Richter bedanken dürfen.
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Wieso? Er sagt doch: ich grabe mich egal wie wieder durch. Einfach nur zum kopfschütteln.
Schade für die die das verantwortungsbewusst machen.
Glück auf,
Sebastian
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Wieso? Er sagt doch: ich grabe mich egal wie wieder durch.
Wenn die Bergsicherung mit dem Betonmischer kommt hört es sich irgendwann auf mit dem durchgraben.
Wie Lois anfangs bemerkt hat: Reißerische Selbstbeweihräucherung ohne Rücksicht auf die Folgen.
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So viele Betonmischer haben die nicht... Und untertage gibt es so viele Verbindungen. Und vor 50 Jahren wurden auch schon mehr als genug halsbrecherische Aktionen am Rande (oder weit dahinter) der Legalität durchgeführt ;)
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Stimmt aber dadurch fördere ich keine neuen.
Beste Grüße,
Sebastian
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Wie blöd muss man sein... Bin generell gegen Law-and-Order aber wer das auch noch wegen Egobefriedigung ausgiebig dokumentieren lässt, braucht sich nicht wundern, wenn er angezeigt wird. Wieviele Straftatbestände und Ordnungswidrigkeiten liefert der Artikel? *Mitzähl* ::)
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Wieviele Straftatbestände und Ordnungswidrigkeiten liefert der Artikel? *Mitzähl* ::)
... Null - seit 2002 sind zumindest Schwarzbefahrungen in Sachsen keine Ordnungswidrigkeit mehr.
Und Mineralien nimmt er ja nicht mit raus ;D
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Wieviele Straftatbestände und Ordnungswidrigkeiten liefert der Artikel? *Mitzähl* ::)
... Null - seit 2002 sind zumindest Schwarzbefahrungen in Sachsen keine Ordnungswidrigkeit mehr.
Und Mineralien nimmt er ja nicht mit raus ;D
Im Übrigen wäre der Markt für alle die ihr Hobby vom Sofa aus oder durch Börsenkäufe betreiben ganz schön leer wenn es keine Schwarzbefahrer gäbe - ob in der Grube oder im Steinbruch.
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Damit dürfte dann Wolkenstein erledigt sein.
Die Befahrerszene, ob mineralogisch oder historisch interessiert,dürfte sich dann wohlwollen bei Herrn Richter bedanken dürfen.
Und wenn der Artikel nicht vorher schon den Ordnungshütern unter gekommen ist, nach der öffentlichen Diskussion hier, ist er's bestimmt! ::)
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Der Artikel wurde wohl zuerst auf der GAG Seite gepostet.....da sind wir , in der Befahrerszene, nur ein ganz kleines Licht.
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Im Übrigen wäre der Markt für alle die ihr Hobby vom Sofa aus oder durch Börsenkäufe betreiben ganz schön leer wenn es keine Schwarzbefahrer gäbe - ob in der Grube oder im Steinbruch.
oder an Fundstellen in Wald und Flur oder aus diversen ausländischen Minen (ich sag nur "Miners Launchbox") oder Untertage-Wismutfunde vor 1990 oder, oder, oder ... Schon witzig wie manch Sofasammler politisch korrekt + erstreckt tut, wenn er erfährt, wie Mineraliensuche am Aufschluß aussieht.
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Der Artikel wurde wohl zuerst auf der GAG Seite gepostet.....da sind wir , in der Befahrerszene, nur ein ganz kleines Licht.
Ja, da stammt er her.
Ich frage mich nur, was ist zu tun, damit dieser Graben "zwischen den beiden Lagern" nicht noch tiefer wird, und: was muss geschehen, damit solche "Artikel" nicht hin und wieder in die Öffentlichkeit geraten (müssen)? Und: was kann jeder dafür tun....?
Glück auf! :D
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Hallo,
einmal mit dem "Untertagevirus" infiziert hilft keine Therapie ;).
Auch wenn es sicher gewagt ist sich mit vollem Namen und Foto für einen solchen Bericht zur Verfügung zu stellen sollte man die Wirkung nicht überbewerten. Die Anzahl der Schwarzbefahrungen hat sich bedingt durch immer weniger Möglichkeiten dazu zumindest in Deutschland erheblich reduziert und der eine oder andere wird sich noch etwas wehmütig an die wilden 1980er und 1990er Jahre erinnern ;D.
Abenteuer aller Art waren schon immer riskant und auch oft nicht ganz legal, aber ein langweiliges Leben in vermeintlicher Sicherheit ist nun mal nicht jedem sein Ding. Dies ist meine persönliche Meinung und sollte nicht als Anstiftung zu was auch immer missverstanden werden.
Gruß und Glück auf!
Uwe
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Hallo
Ich denke fast jeder Sammler hat schon mal irgendwo gearbeitet wo es nicht erlaubt war, aus welchen Gründen auch immer.
Dann mache ich da aber in der Öffentlichkeit nicht noch Werbung damit.
Da braucht man sich nicht zu wundern wenn immer mehr Fundstellen verloren gehen.
Glück Auf
Spreitzl
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Also ich bin auch ohne Neufunde glücklich mit meinem Hobby und bewerte Neufunde nicht wesentlich anders als Klassiker von vor 50 Jahren.
Wie gesagt - der schlechte Eindruck, der auf Sammler abfärbt, ist eine Sache. Ich denke aber eher an den Notfall, in dem auch das Leben von Helfern in Gefahr ist. Das geht gar nicht!
Klar war es mit den Mineralien und deren Herkunft immer schon so eine Sache. In der Uranlagerstätte #1 Shinkolobwe kam - entweder monatlich oder wöchentlich, ich weiß es nicht mehr genau - ein dutzend Arbeiter um das Leben. Natürlich fast immer die armen Kongolesen.
Ich habe auch schon Stufen gehabt, die mir der Originalfinder mit dem Hinweis auf eine illegale Befahrung in seinen jungen Jahren verkauft hat. Ein großer Fan davon bin ich trotzdem nicht.
Es gibt gerade aus dem Erzgebirge eigentlich genug Material, als dass man da solche Aktionen bringen muss - meiner Meinung nach.
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Es gibt Gesetze und die müssen eingehalten werden. Wäre ja noch schöner wenn jeder tut was er will. Und wenn ein Gesetz nicht gerechtfertigt erscheint kann man ja versuchen es zu kippen. Aber das muss jeder für sich entscheiden und mir persönlich ist das herzlich egal. Was mich aber wirklich stört ist dass diese Leute im Falle eines Unfalls die Hilfe der Allgemeinheit in Anspruch nehmen wollen. Wir haben in Österreich z.b. das Problem dass es viele Idioten gibt die bei widrigsten Bedingungen auf einen Berg rauf müssen. Im Winter wie im Sommer. Und genau diese Wahnsinnigen müssen dann andere Leute unter Einsatz ihres Lebens retten. Und glaubt ja keiner dass diese Retter nicht oft stinksauer auf die "Opfer" sind.
Also wer sich schon über Gesetze oder Vernunft und Hausverstand hinwegsetzt der muss sich im klaren sein dass er das auf eigene Gefahr tut und sollte keine Hilfe erwarten dürfen.
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Wir haben in Österreich z.b. das Problem dass es viele Idioten gibt die bei widrigsten Bedingungen auf einen Berg rauf müssen. Im Winter wie im Sommer. Und genau diese Wahnsinnigen müssen dann andere Leute unter Einsatz ihres Lebens retten. Und glaubt ja keiner dass diese Retter nicht oft stinksauer auf die "Opfer" sind.
Also wer sich schon über Gesetze oder Vernunft und Hausverstand hinwegsetzt der muss sich im klaren sein dass er das auf eigene Gefahr tut und sollte keine Hilfe erwarten dürfen.
... das ist richtig, nur sind die Mineraliensammler darunter mit Sicherheit eine verschwindend geringe Minderheit.
In manchen Gegenden sind heutzutage auch mehr Geocacher und Ruinenschleicher Untertage unterwegs und keinesfalls die °bösen° Mineraliensammler.
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Michael das war eher allgemein gedacht. Darunter fallen natürlich auch mineraliensammler aber bei weitem nicht nur. Als aktiver mineraliensammler stehe ich unserer sache naturgemäss aufgeschlossen gegenüber. Meine kritik gilt denen die in ihrer blinden gier die verhältnismässigkeit aus den augen verlieren. Fremdes eigentum und VOR ALLEM die gesundheit sind ein höheres gut als ein paar "felsen".
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Hallo Zusammen,
die Diskussion zu dem Artikel ist doch nur stellvertretend für jene Vorkommnisse wo Leute - sei es bewusst oder unbewusst (in dem Artikel natürlich bewusst) - bestimmte Aktivitäten setzen die dann möglicherweise zu einer Gefahr für andere Leute wei z.B.: Rettungskräfte ausarten.
Ich denke die meisten von uns haben schon Dinge durchgeführt, wo wir uns nachher über uns selbst gewundert haben, warum wir das gemacht haben und uns vornehmen in Zukunft umsichtiger zu sein - das beginnt bei unserem Hobby doch schon bei Kletterpassagen die wir durchsteigen oder beim Arbeiten in Felswänden in einem Steinbruch ohne einen Helm zu tragen. Hier nehmen wir bewusst Risiko in Kauf um unserem Hobby nachzugehen.
Dazu gibt es natürlich viele weitere Beispiele außerhalb des Mineraliensammelns - Skifahren, Skitouren, Moutainbiken, Motoradfahren, Autofahren, Fallschirmspringen, Parcour, etc.. (ist nur eine Aufzählung ohne bestimmte Aktivitäten hervorzuheben oder auszuklammern).
Solange nichts passiert und bei der Ausübung keine weiteren Personen direkt gefährdet werden ist es ja gut, aber in vielen Fälle wird dieses Risiko bewusst oder unbewusst übergangen. Warum also sollte sich jemand Gedanken über indirektes Risiko für den Einsatz von Rettungskräften machen?
Ich persönlich sehe hier keine Lösung am Horizont - selbst wenn die Rettungsdienste bezahlt werden müssen und Strafen angedroht werden, wird es immer noch Leute geben die bewusst das direkte und indirekte Risiko eingehen.
Grüße Michael
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Hallo,
ja genau ich hab´s auch zuerst auf der GAG gelesen.
Ist immer bisschen schwierig, wenn man sowohl bergbau - als auch mineralieninteressiert ist. Da hier meist immer auch ein Neidfaktor vorhanden ist, bei denen, die keine Befahrungen machen, sind es dann auch meist die, die den moralischen Zeigefinger erheben.
Die meisten die Gruben befahren, verfügen über eine gewissen Erfahrung dabei und sind sich der Gefahren bewußt und gehen diese Risiken aus den unterschiedlichsten Gründen auch bewußt ein. Und wenn man dabei noch bissle gescheid ist, geht man damit auch nicht an die Öffentlichkeit.
Das sind auch solche Artikel die in gewisser Regelmäßigkeit auftauchen und dann immer die gleichen Diskussionsmuster erzeugen.
Soll doch jeder nach seinem Sinn handeln, solange andere dabei nicht gefährdet werden.
Glück Auf
lohme
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Die "ihr seid neidisch"-Karte ist aber auch ein Klischee sondergleichen ;-)
Andere werden indirekt gefährdet. Oder glaubst du, die Rettungskräfte lassen einen Verschütteten liegen, nur weil er selbst an seiner Lage die Schuld trägt?
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"Die "ihr seid neidisch"-Karte ist aber auch ein Klischee sondergleichen ;-)"
Meiner Einschätzung nach ist es mehr als nur ein Klischee. Die meiste Kritik geht in der Regel an die Sammler, die bei der Mineraliensuche viel Einsatz zeigen und dementsprechend auch öfter mal etwas gutes finden, egal ob über - oder untertage.
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Ich bin jedenfalls nicht neidisch. Ich habe ein sehr eng umstecktes Sammelgebiet und bin mit den Klassikern sehr zufrieden.
Mit Eigenfunden sieht es schlecht aus und Neufunde werden an Altfunde nicht so schnell herankommen. Ich brauche keine Schwarzbefahrungen, um den Thrill in meinem Hobby zu spüren. Bin ein klassischer Kaufsammler und ausgefüllt damit.
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Schön für dich, wenn du damit zufrieden bist. Es gibt aber auch Sammler, die sich lieber selber die Hände dreckig machen wollen, um zu einer Sammlung zu kommen. Ich selbst war zwar nur selten unter Tage unterwegs, dafür aber sehr häufig in den Alpen in Bereichen unterwegs, wo vielen aus diesem Forum schon beim Zusehen schwindelig werden würde. Und wenn sich früher die Leute unter vermutlich nicht gerade ungefährlichen Bedingungen nicht die Finger dreckig gemacht hätten, gäbe es jetzt für dich auch nicht viel zu sammeln. Ich möchte auch nicht wissen, wie viele heutige klassische Sammlungsstücke früher auf illegalen Wegen ans Tageslicht gebracht wurden. Ist es wirklich eine Lösung, immer alles für alle verbieten, bei dem man sich mehr als einen Kratzer holen kann?
Günter
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Dass die Stufen früher nicht vom Himmel gefallen sind, ist mir natürlich auch bewusst.
Gerade bei meinem Zeug weiß ich aber auch, dass sehr sehr viel von Halden stammt oder von Untertagefunden aus Betriebszeiten. Wenn die Gänge da ohnehin abgebaut wurden, hat sicherlich kaum jemand sein Leben für die Sammlerstufen riskiert. Seine Freiheit gegebenenfalls schon. Aber damit werden keine anderen Menschen in Gefahr gebracht.
Weil du sagst, manche machen sich auch lieber dreckig für ihr Vergnügen... Ich hätte auch gern mehr Geld und manche schöne Frau, verzichte aber lieber darauf bevor es anderen an den Kragen gehen könnte.
Und nur, weil historisches Material mitunter abenteuerlich geborgen wurde, ist das keine Rechtfertigung, dies heute zu wiederholen.
Nein, Verbote verhindern nicht alles und sind nicht immer sinnvoll. Grenzwertige Schwarzbefahrungen in ungesicherten Stollen in der Illegalität zu halten - ja da hält sich mein Wutbürgertum sehr in Grenzen.
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Es gibt aber auch Sammler, die sich lieber selber die Hände dreckig machen wollen, um zu einer Sammlung zu kommen.
Die Hände machen wir uns ja alle dreckig, nimmt man die reinen Börsenkäufer einmal aus. Die Frage ist, was man zum Aufbau einer Sammlung bereit ist zu tun, oder was man läßt. Bei echten Schwarzbefahrungen mit den typischen "Begleiterscheinungen" steht nur eines im Fokus: Die nackte Habgier!
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Bei echten Schwarzbefahrungen mit den typischen "Begleiterscheinungen" steht nur eines im Fokus: Die nackte Habgier!
Diese Fälle gibt es ohne Zweifel, aber sind nur das "echte Schwarzbefahrungen"? Alle, die keine "typischen Begleiterscheinungen" produzieren sind sind keine Schwarzbefahrungen? Die nackte Habgier sieht man auch immer mal wieder an übertägigen Fundstellen, aber sind das die einzigen Sammler? Sollte man deswegen das Sammeln grundsätzlich verbieten?
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Wer aktiv Mineralien, Gesteine und Fossilien sammelt macht sich nun mal die Hände schmutzig und geht auch irgendwie immer ein gewisses Risiko ein. Nur durch Fleiß wird man hin und wieder mit einem schönen Fund belohnt. Ein (Geld-)Börsen-Sammler kann die Leidenschaft echter Sammler wohl nicht nachvollziehen. Aber soll doch jeder seine Sammlung aufbauen wie er es möchte, aber sich dabei im klaren sein; dass fast alle Mineralien die auf Börsen und in den Sammlungen zu finden sind fast immer unter den verschiedensten Risiken gefunden und geborgen wurden.
Mann sollte sich aber immer die Frage stellen ob es wert ist seinen letzten Fund im Rollstuhl zu betrachten, oder schlimmer....... :-[.
Und Habgier war noch nie ein Freund der Sicherheit ;).
In diesem Sinne Euch allen weiterhin ordentliche Funde; OHNE Neid !
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Hallo zusammen
Die Debatte läuft auf das alte Dilemma hinaus, dass Freiheit und Sicherheit widersprüchliche, aber komplementäre Güter sind. Und wenn wir uns weltweit umschauen, dann gibt es genug Beispiele dieses Dilemmas mit genug widerdprüchlichen Lösungsansätzen.
Welches Risiko ist beim Autofahren vertretbar?
Welche Reise kann man noch sicher unternehmen? Für manche mag mittlerweile bereits eine Reise in die USA ein nicht hinzunehmendes Risiko bedeuten oder eine Reise in die Türkei. Zum Teil, weil echte Risiken im Raum stehen, die für andere wiederum real keine Bedeutung haben. (Da mag auch schon der falsche Name genügen).
Welches Riskio geht man bei seiner Berufswahl ein? Gründe ich meine eigene Firma - und riskiere vielleicht die Zukunft meiner Familie? Und trage etwas zur gesellschaftlichen Fortentwicklung bei? Und zu meiner persönlichen Freiheit?
Wähle ich eine Chemotherapie anstelle eines operativen Eingriffs? Und vielleicht dabei eine noch in Forschung stehende Variante?
Im Grund ist das ein klassisches philosophisches Thema: Sicherheit gegen Freiheit! Und das schlimme daran ist_ wir wissen darum und egal welchen Weg wir gehen, wird es zumindest teilweise falsch sein. Nix neues.
Und ehrlich - um über das Thema "Wieviel Freiheit gebe ich für wieviel Sicherheit?" nachzudenken gibt es im momentanen Weltgeschehen brennendere Krisen.
Nix für ungut
Martin
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Es gibt im Weltgeschehen auch wichtigere Dinge als Mineralien zu sammeln...
Manche Risiken lassen sich nicht vermeiden. Ich stelle mir die Frage: welche Risiken sind unabdingbar und welche müssen nicht sein? Ich bin der Ansicht, dass Schwarzbefahrungen oder TNT-Einsätze im Hochgebirge für Kluftfreilegungen nicht sein müssen. Wenn andere das für nötig halten, sollen sie es halt tun. Gut finden muss ich das deshalb noch lange nicht.
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@Jan
Seh ich für mich auch so.
Darüberhinaus:
Um dem Bild entgegenzuwirken, das in der Öffentlichkeit durch Berichte vermittelt wird, wie möglicherweise ducrh den eingangs zitierten, könnte es helfen, alternative Herangehensweisen, Beweggründe und Informationen über unser Hobby in die Öffentlichkeit zu tragen.
Der Atlas hier ist sc ein Platz. Interviews in Zeitungen ein anderer. Eine Art Gegendarstellung direkt an das "Magazin der Zeitenspiegel Reportageschule Reutlingen" zu schreiben, wäre auch möglich. In Vorträgen den Leuten erklären, woher die seltenen Elemente kommen, die ihre LED zum Leuchten oder ihr Elektroauto zum Fahren bringen. Vielleicht hilft das.
Hier im Forum können wir nur versuchen, die Grenzen (die rote Linie) zwischen Freiheit und Sicherheit auszuloten, in denen wir unser Hobby einerseits gesellschaftkonform und andererseits interessant und mit dem Anspruch auf Neuerkenntnis durchführen können. Ob wir da zu einem Konsens kommen? Nein, vermute ich.
Gruß, Martin
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Risiken, die jemand selbst eingeht und nur Ihn betreffen sind mir auch egal, scheiss egal sogar... er darf einfach nicht die Erwartungshaltung haben, dass ein anderer sein Leben einsetzt um ihn zu retten.
Probleme habe ich aber dann, wenn Einzelpersonen durch ihr Fehlverhalten andere in Mitleidenschaft ziehen. Wieviele Verbote sind dadurch erst entstanden? Und bei Missachtung von Verboten entstehen immer Pauschalvorwürfe, die undifferenziert denkende Naturschützer noch so gerne Ausschlachten. In solchen Fällen ist das Wort Gier durchaus passend und Betreffende sind dafür zu tadeln.
Schwarzbefahrungen könnte man etwas differenzierter zu betrachten. Wo ein erhaltenswertes Kulturgut (Kultur = von Menschenhand erschaffen) beschädigt wird, geht gar nicht. Ein nur aus Sicherheitsgründen gesperrter Stollen, na ja, soll er doch darin umkommen, mir egal (vgl. einleitender Satz).
Fazit: Etwas mehr über sein eigenes Handeln nachdenken und etwas mehr soziale Denkweise würden genügen, um Einigkeit in diesem Thema zu erreichen... Schade, dass wir (Gesellschaft) das verlernt haben...
Grüessli
Christian
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Vielen Dank Christian.
Ich glaube so kann man das stehen lassen.
Ich habe das nicht so gut ausdrücken können.
Die meisten kennen die Beispiele die zu Verboten
führen. Und gerade „viel Einsatz“ kann gerne über das Ziel hinausschießen. Da wird auf keinen Rücksicht genommen. Nicht alle, eher wenige aber es gibt die Beispiele zur Genüge.
Beste Grüße,
Sebastian
P.S. Das Thema ist aber auch schon so häufig zerdiskutiert worden, wie sollten es lassen. Und nein Neid ist eher der Grund warum Sachen zerstört werden,
Nicht das sich drüber beschwert wird. Ganz grobe Fehleinschätzung.
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Servus Christian,
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen - mehr gibt es zu diesem Thema nicht mehr zu sagen !
LG
Harald