Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: IntronX am 11 Feb 18, 08:55
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Hallo,
ich habe letztes Jahr einen Karton mit Fluorit von Wölsendorf bekommen. Unter Anderem lag dabei auch ein ca. faustgroßes, massives schwarzes Stück. Erinnert sehr an Glaskopf, nur ist die Oberfläche ziemlich rau und matt. Vom Glaskopf bin ich eher eine glatte und glänzende Oberfläche gewöhnt. Ich muss immer wieder daran denken, dass es sich vielleicht um Pechblende handeln könnte - da diese dort auch vorkommt. Gibt es Methoden, um Pechblende von Goethit zu unterscheiden (visuell), ohne Geigerzähler (so einen bekomme ich erst Anfang März)?
Ich habe mal versucht, schlüssige Fotos anzuhängen. Keine Ahnung ob sie helfen die Frage zu beantworten. Eine Klärung wäre wünschenswert, da ich dann im schlimmsten Fall anders lagern muss. Im Moment liegt das Stück in einer Blechdose, draußen. Bin mir nicht sicher, welche Antwort mir besser gefallen würde. Ich würde mich aber darüber freuen, Gewissheit zu haben.
Da fällt mir noch eine andere Frage ein: Kennt jemand eine Bezugsquelle für Bleibehälter, zum Lagern von radioaktiven Stüfchen (da sollte schon auch ein bisschen was reinpassen)?
Glück auf
Lars
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Hallo Lars,
es handelt sich eindeutig um braunen Glaskopf, also Goethit. Das erkennst Du schön an dem faserigen Aufbau und den bräunlichen Farben der Fasern an den Bruchflächen. Pechblende würde völlig anders erscheinen (massig, im Bruch schwarzgrau bis schwarz). Die Oberfläche von braunem Glaskopf kann, je nach Ausbildung völlig glatt oder auch, z. B. durch Verwachsung, völlig uneben-narbig sein.
Viele Grüße,
Helge
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Servus,
genau so ist es. Dieses Stück stammt im Übrigen definitiv nicht aus Wölsendorf. Ich tippe da eher auf den Frankenwald als Herkunftsort (Siebenhitz, Petersgrat usw.), wenn es denn aus Nordbayern kommt.
Servus + Glück auf
Wolfi
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Moin,
vielen Dank für Eure Antworten! Irgendwie beruhigend - jetzt kann ich das Teil endlich mal reinigen. Zu der Herkunft des Stücks, da könnte ich den Sammler nochmal kontaktieren. Ich hoffe, er hat es noch im Kopf, wie und wo es dann genau gefunden wurde.
Gruß
Lars
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Beruhigt? Wäre das eine Pechblende hättest du einen ganz anderen monetären Wert ;-)
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Moin Jan,
dessen bin ich mir natürlich bewusst. ;D In erster Linie bin ich daher beruhigt, meiner (und meiner Katzen) Gesundheit wegen. Zumal ich damit unwissend durch Hessen gefahren bin und nicht einmal einen passenden Behälter für die richtige Aufbewahrung zur Hand hätte. Ist gar nicht so leicht, online etwas brauchbares zu finden.
Gruß
Lars
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Fenster runterkurbeln, dann haben alle eine gute Überlebenschance ;D
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Hallo,
da ich nun keine Probleme mehr habe das Stück zu "behandeln", kam ich auch endlich dazu es unterm Bino zu betrachten. Dabei habe ich kleine farblose, wasserklare, tafelige Barytkristalle entdeckt (in Millimeter-Größe). Kommen jetzt noch andere (nordbayerische) Fundorte als Siebenhitz in Frage? Und wie sieht der Baryt von dort aus? Leider gibt es im Netz keine Bilder. Die Bilder vom Goethit decken sich jedenfalls optisch ganz gut (gerade mit dem grün-bräunlichen Überzug).
Danke Wolfi, für den Hinweis!
Gruß
Lars
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Servus,
dann würde ich eher an Hadermannsgrün bei Berg denken. Dort kommen/kamen wasserklare Täfelchen zusammen mit Limonit und Quarz vor.
Servus + Glück auf
Wolfi
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Solche Baryt xx kenn ich auch aus Bad Berneck.(Stb.am Königstuhl)
Aber die sind sehr selten dort.
Gruß Norbert
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Hallo,
Ich denke bei dem Stück eher an einen Schwarzwälder. Gerade im Nordschwarzwald gab und gibt es einige Stellen, an denen derartiges Material eher die Regel als die Ausnahme ist. Neuenbürg z.B. oder die Grube Clara. Baryt ist dort der häufigste Begleiter.
Glück Auf!
Sebastian
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Hallo,
Die Herkunft einer solchen "Allerweltsstufe" wird sich kaum im Nachhinein herausfinden lassen. Die Stufe könnte genau so gut aus dem Schmalkalden-Trusetaler Eisenrevier stammen. Um 1980 konnte man dort mit Leichtigkeit identisch aussehende Stufen massenweise auflesen.
Thomas