Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Sonstige Lokationen / Other Locations => Thema gestartet von: Mike am 04 Mar 18, 19:20
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Hallo zusammen,
Ich hab hier einen den ich nicht einordnen kann, Größe 3x3x2 cm, FO unbekannt , Ritzt Glas
Teilweise schaumartige bläuliche Struktur und auch anderes komisches (gelblich usw.) Bruchkanten sind Muschelig ??? sehr scharf
Hat jemand ne Idee ?
Viele Grüße Mike !
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Sieht für mich ganz nach Glasschlacke aus.
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Hallo stoanklopfer, dann müsste ich mit Glas diesen auch Ritzen können , hab gerade die Probe gemacht Glas tut dem Stein nix ... gar nix ???
Viele Grüße Mike !
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Hallo stoanklopfer, dann müsste ich mit Glas diesen auch Ritzen können
... wieso das denn?
Glasschlacke fällt übrigens bei der Eisenverhüttung an und hat mit den Resten der Glasherstellung nichts zu tun.
Glasschlacke ist wesentlich härter als Glas.
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interessante Disussion.
Schlacken sind zwar gar nicht mein Thema bzw. mein Interessensfeld, aber die Namesgebung ist schon interessant.
Wenn ich Glasschlacke in der Suche hier im Atlas eingebe, wird nichts gefunden.
Woher kommt die Bezeichung Glasschlacke dann eigentlich wenn er nichts mit Glas zu tun hat und sollte der Begriff nicht auch im Atlas gepflegt werden?
Grüße Michael
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Hallo,
siehe hier einen Auszug aus Wikipedia:
Beim Abkühlen erstarrt und versintert die Schlacke zu einer festen, gesteinsartigen Masse. Je nach maximaler Temperatur und Geschwindigkeit der Abkühlung kann diese porös/brüchig/krümelig bis glas-artig hart sein.
Alles ok?
Gruß
ankerit
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Glasschlacke fällt übrigens bei der Eisenverhüttung an und hat mit den Resten der Glasherstellung nichts zu tun.
Kannst du das mal näher erklären? Ich kann mir nicht vorstellen was Eisenverhüttung mit Glasschlacke gemein hat.
Glasschlacke ist auch nicht der richtige Begriff, denn meist handelt es sich bei diesen Glasrückständen um nicht verbrauchte Glasschmelze, die bei z.B. Farbumstellungen aus der Schmelzwanne abgelassen wird. Beim folgenden sehr schnellen abkühlen reißt diese Schmelze auseinander (Glas wird normalerweise sehr langsam abgekühlt um diese Spannungsrisse zu vermeiden) und entstehen diese sog. Glassteine, welche dann fälschlicherweise als Glasschlacke bezeichnet werden.
Gruß Bernd J.
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Hallo,
bei Wikipedia nicht gelesen?
Glasschlacke muß nicht aus der Glasproduktion kommen sondern aus der Metallverhüttung. Durch die Abkühlung der Verbrennungsrückstandes entsteht eine glasartige Masse (sie verglast).
Wikipedia:Als Schlacke wird in der Feuerungstechnik die Asche bezeichnet, wenn sie über ihren Erweichungspunkt erhitzt wurde, so dass sie nicht mehr in feinkörnigem oder pulvrigem Zustand vorliegt, sondern teigig oder gar (zäh-)flüssig wird.
Beim Abkühlen erstarrt und versintert die Schlacke zu einer festen, gesteinsartigen Masse. Je nach maximaler Temperatur und Geschwindigkeit der Abkühlung kann diese porös/brüchig/krümelig bis glas-artig hart sein.
Glas kann man auch in vulkanischer Lava finden.
Ich bin kein Verhüttungsspezialist, aber soweit igeht mein Wissen.
Gruß
ankerit
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Es fällt also ein Glasartiger Rückstand an, keine reine Glasschlacke. Das ist ein Unterschied. Glasartige Schlacke wäre der bessere Begriff.
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Es fällt also ein Glasartiger Rückstand an, keine reine Glasschlacke. Das ist ein Unterschied. Glasartige Schlacke wäre der bessere Begriff.
...nach Ausgangsmaterial bei der Verhüttung kann diese Schlacke auch schön grün oder blau aussehen.
Sie beinhaltet einen beträchtlichen Anteil an Eisensilikat was die Härte ausmacht.
Rückstände der Glasproduktion bestehen ja aus unter Zugabe von Pottasche geschmolzen Quarzsand.
Grüße,
Michael
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Darf ich bei der Diskussion mal ne Frage in den Raum werfen .... über welche Härte reden wir bei Glasschlacke ? Quarz kann den auch nicht verletzen ... aber der ritzt auch Quarz ... härteres hab ich leider nicht da . Es gibt in dem "Ding" auch Achatwolken und Strukturen die wie die Hornsteine hier aus der Gegend ... falls es hilft mach ich davon nochmal Bilder ...
Viele Grüße Mike
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Hallo,
die große Härte entsteht beim raschen abkühlen, besonders wenn zusätzlich mit Wasser gelöscht wird. Außerdem kommt es darauf an, welche "Zuschläge" (z. B. Mangan) vorher dem Eisenerz zugegeben wurden. Härteerhöhung auch durch den Kohlenstoffgehalt des Eisen.
ankerit
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Ich danke allen für die Antworten ! Anbei nochmal 2 Bilder, aber wenn´s Schlacke ist dann ist´s auch gut ;)
Viele Grüße Mike !