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Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Rockhounder am 15 Apr 18, 18:00

Titel: Chalcedon - Pseudomorphosen nach Melanophlogit?
Beitrag von: Rockhounder am 15 Apr 18, 18:00
Hallo,

nach Angaben eines bekannten tschechischen Händlers sind die bekannten Pseudomorphosen
von Chalcedon nach Fluorit aus  Trestia,Rumänien in Wirklichkeit Pseudos nach Melanophlogit!
Unter dieser Bezeichnung werden die auch angeboten.

Gibt es da irgendwelche Publikationen darüber? Ich kenne den Händler eigentlich als recht seriös.
Der saugt sich sowas normalerweise nicht aus den Fingern, um den Verkaufswert zu steigern.

Gruß Norbert
Titel: Re: Chalcedon - Pseudomorphosen nach Melanophlogit?
Beitrag von: alfredo am 17 Apr 18, 11:11
Es gibt mehrere Orte in der Nähe von Los Angeles, Kalifornien, für Chalcedon Pseudomorphosen nach Melanophlogit, und auch weiter in Chiba-präfektur, Japan. Ich denke, wir können aus der Chemie und Geologie erraten, dass diese Art von Pseudomorphosen häufiger als Chalcedon nach Fluorit sind.
Titel: Re: Chalcedon - Pseudomorphosen nach Melanophlogit?
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 17 Apr 18, 12:26
https://www.researchgate.net/profile/Gavril_Sbu/publication/264787887_Minerals_of_Romania_the_state_of_the_art_1991/links/584c2ef308aecb6bd8c2e29e/Minerals-of-Romania-the-state-of-the-art-1991.pdf
hat zumindest Literaturangaben:
"New data on the very old occurrence of blue chalcedony at Trestia, Maramures were given by Motiu, Ghiurca (1979) and
Ilinca (1989), with special reference to its colour, crystal form and genesis."

> nach Angaben eines bekannten tschechischen Händlers
Wieso nicht den Namen angeben? Oder den Händler direkt fragen?
Titel: Re: Chalcedon - Pseudomorphosen nach Melanophlogit?
Beitrag von: heli am 17 Apr 18, 13:00
Da gibt es noch einen interessanten Artikel aus den USA: http://mineralsocal.org/wp-content/uploads/2017/03/2014_aug.pdf

Dort findet sich im Literaturverzeichnis noch ein Hinweis auf einen rumänischen Artikel aus 2009, auf den ich aber keinen Zugriff habe.

Helmut

edit Mod.: falls die Publikation einmal nicht mehr unter diesem Link auffindbar sein sollte - hier zur Sicherheit das vollständige Zitat:

Marek Chorazewicz (2014): Three New Melanophlogite Pseudomorph Localities From Santa Monica Mountains, Southern California. MSSC Bulletin, Volume 87 Number 8 - August, 2014, 6 ff.

Titel: Re: Chalcedon - Pseudomorphosen nach Melanophlogit?
Beitrag von: heli am 17 Apr 18, 13:09
So und jetzt noch die Daten zu Rumänien:

Kurzbeschreibung des Artikels: http://www.studia.ubbcluj.ro/arhiva/abstract_en.php?editie=GEOLOGIA&nr=Special%20Issue&an=2009&id_art=7467

Und vielleicht hat jemand Kontakt zu den Autoren bzw. Herausgebern Schriftenreihe: http://studia.ubbcluj.ro/serii/geologia/index_en.html


edit Mod.: Und auch hier noch das Zitat:
CORINA IONESCU, , LUCREŢIA GHERGARI (2009): THE “CHALCEDONY” OF TRESTIA, MARAMUREŞ (ROMANIA) – REVISITED. STUDIA GEOLOGIA - Issue no. Special Issue / 2009.
Titel: Re: Chalcedon - Pseudomorphosen nach Melanophlogit?
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 18 Apr 18, 09:19
Habe beim Erstautor nach einem PDF angefragt.
Titel: Re: Chalcedon - Pseudomorphosen nach Melanophlogit?
Beitrag von: Rockhounder am 18 Apr 18, 10:55
Besten Dank für die rege Beteiligung an diesem Thema.

Der Händler ist J.Hyrsl. Als Begründung,dass er Fluorit  als Ausgangsmaterial ausschließt,
verwies er auf Paragenese am FO. Da kommen verschiedene Kieselsäuremodifikationen vor,
aber kein Fluorit.
Titel: Re: Chalcedon - Pseudomorphosen nach Melanophlogit?
Beitrag von: oliverOliver am 09 Apr 23, 13:10
Habe beim Erstautor nach einem PDF angefragt.

hallo Uwe,
hast du es bekommen?
Wäre interessant, um das da abzuklären: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,57184.0.html
Titel: Re: Chalcedon - Pseudomorphosen nach Melanophlogit?
Beitrag von: oliverOliver am 25 Aug 24, 12:04
Als Begründung, dass er Fluorit  als Ausgangsmaterial ausschließt, verwies er auf Paragenese am FO. Da kommen verschiedene Kieselsäuremodifikationen vor, aber kein Fluorit.

Das trifft sich dann ja mit dem Argument von Alfredo.