Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Aufbewahrung, Präsentation / Presentation, Keeping => Thema gestartet von: Uwe E am 18 Apr 18, 17:40
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Hallo,
dieses Thema würde auch in die Rubrik Medienberichte passen, aber mit der Aufbewahrung ist es fast mehr verbunden.
Wegen einer Kiste mit radioaktiven Mineralien wurde am 16.4. in Freital ein Großalarm ausgelöst.
http://www.sz-online.de/nachrichten/abc-alarm-in-freital-3919170.html
Sowas kann verdammt teuer werden. Ich weiß nicht wer's bezahlen muss (wahrscheinlich wir alle). Ich habe für meine U-Stufen schon immer durchsichtige Aufbewahrungsboxen verwendet. ;-)
Grüße
Uwe
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Die Dummen sterben nicht aus .
Und dann gehts los mit der Hysterie
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Einheit Mikrosievert pro Zehennagel?
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Im Text fehlt die Zeitangabe. Wird Stunde sein, gehört bei Qualitätsjournalismus aber dazu.
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Vor etwa 4Wochen der gleiche Zores in Schlema. Da hatte jemand seine Pechblende in der Garage gelagert und beim Auszug vergessen.
Finde nur den Artikel nicht mehr.
GA
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Wenn ein Mensch eine Stunde bei einer Dosisleistung 2,5 uSv/h vor dem Kasten steht, hat er eine Dosis von 2,5 uSv erhalten. Deshalb hat eine Quelle aber keine Dosis von 2,5 uSv. Das ist Käse. Hier nochmal populärwissenschaftlich zu lesen: http://www.quantenwelt.de/einheiten/radioaktivitaet.html (http://www.quantenwelt.de/einheiten/radioaktivitaet.html)
Im Zeitungsartikel steht "Strahlung von 2,5 Mikrosievert". Das ist noch größerer Käse.
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Hat der Andi mich jetzt blockiert oder eingesehen, dass eine Strahlenquelle nicht mit einer Dosis ohne Zeitangabe beschrieben werden kann? Oder wurde da was gelöscht? Oder kann ich gar allein Beiträge löschen? Fragen.
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Servus Miteinander,
habe Zeitungsberichte von Herrn und Frau Schlegel in Aue auf der Mineralienbörse fotografiert.
Stelle das Bild zur Verfügung zum lesen.
Gruß Ferdl
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Ferdl, danke dir!
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Hallo,
Die Dummen sterben nicht aus .
Und dann gehts los mit der Hysterie
Unterschreibe ich so.
Wenn ein Mensch eine Stunde bei einer Dosisleistung 2,5 uSv/h vor dem Kasten steht, hat er eine Dosis von 2,5 uSv erhalten. Deshalb hat eine Quelle aber keine Dosis von 2,5 uSv. Das ist Käse
Jan,das interessiert niemanden,wenn er nicht die Materie kennt und dann das berühmte Logo sieht oder solche Meldungen liest.
gehört bei Qualitätsjournalismus aber dazu.
Hier würde ich mir keine Panikmache wünschen.Sicher soll soetwas berichtet werden,kommt ja wohl von den Behörden selber,aber dann bitte auch etwas Aufklärung,was die Gefahr betrifft.
Ich selber werde öfter mal gefragt, ob ich nicht doch mal auf "die verstrahlte Schlackenhalde" gehe.Dann geht die Aufklärung wieder los :
??? !! NEIN !! :-\
Also : Was soll's.
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Ich selber werde öfter mal gefragt, ob ich nicht doch mal auf "die verstrahlte Schlackenhalde" gehe.Dann geht die Aufklärung wieder los :
??? !! NEIN !! :-\
Das interessiert mich jetzt. Strahlt die stärker als die berüchtigten Pflastersteine?
Die haben bei mir ungefähr das doppelte der Umgebungsstrahlung so bei 20-40 Mykrosievert...
Grüße,
Michael
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Die Hintergrunddosisleistung liegt meist unter 0.5 uSv pro h. 0.2 sind in den meisten Regionen Standard. 20-40 Mikrosievert pro h wäre Faktor 100-200...
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Hier in Wien (Sedimentbecken) ist die Hintergrundstrahlung 0,02-0,04 uSv/h (geeichtes Gerät).
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Die Hintergrunddosisleistung liegt meist unter 0.5 uSv pro h. 0.2 sind in den meisten Regionen Standard. 20-40 Mikrosievert pro h wäre Faktor 100-200...
... richtig, mein Fehler, die Umgebungsstrahlung liegt in meiner Gegend bei 0,1-0,2 uSv/h meine Pflastersteine strahlen mit 0,2-0,4 uSv/h ;)
Grüße,
Michael
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Hier in Wien (Sedimentbecken) ist die Hintergrundstrahlung 0,02-0,04 mSv/h (geeichtes Gerät).
Uwe, ich traue es mich gar nicht, eine deiner Aussagen anzuzweifeln: aber 40 uSv/h sind definitiv nicht realistisch.
Damit kommt man innerhalb von 100 Stunden auf den Wert, den man aufgrund natürlicher Quellen innerhalb eines Jahres (nämlich 2 mSv) in Deutschland erhält.
Selbst in Gebieten erhöhter Hintergrundaktivität (hier z. B. Erzgebirge oder Schwarzwald) schaffst du das nicht (wenn nicht gerade ein Pechblendegang durch den Keller geht und du in 50 cm Entfernung misst). 40 uSv/h schaffen vielleicht brasilianische Monazitsandstrände.
0,2 uSv/h = 200 nSv/h = 0,0002 mSv/h sind gute Richtwerte.
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Servus Miteinander,
habe noch ein Bild für dieses Thema, dass der Veranstalter aus Panik reagieren musste um Ärger zu vermeiden.
Und das Ergebniss wird sein das radioaktive Mineralien auf Börsen unter den Tischen und in Autos gehandelt werden müssen (oder werden).
Heutzutage finden manche Menschen immer was um Panik zu machen. ::)
Schöne verstrahlte Grüße aus der Oberpfalz
Ferdl
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War nur Druckfehler - wollte in Gedanken microSv schreiben, dann ist mSv drausgeworden.
Jetzt auf uSv/h korrigiert.
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Hallo,Michael !
Ich schreibs nun doch hier :
Das hat mich eigentlich nie interessiert.Es bringt mich auch nicht aus der Ruhe.Ich bin damit Groß geworden,dass überall Schlacken verbaut waren:Pflastersteine,Wickelschlacken in Mauern,Schuppen und auch Häusern.War und ist hier eigentlich normal.Seit 1873 wurden diese auf der Krughütte gefertigt.10Jahre später auf der Kochhütte.Wann die "Wickelschlacken" aufkamen und für Gebäude verwendet wurden,kann ich nicht sagen.
Irgendwann nach der Wende kamen die ersten Stimmen mit Strahlung den Halden auf.Ob und wann das Problem mit der Strahlung schon bei der Produktion von Kupfer aufkam bzw. bekannt wurde,weiß ich auch nicht.Aber eines steht fest:Uranminerale sind im Kupferschiefer vorhanden.In den 50er Jahren war die SDAG vor Ort und hat die Abbauwürdigkeit untersucht.Muß aber def. nicht gegeben gewesen sein.
Zum anderen kannst Du ja mal bei Google gucken.Dort ist ein grosser Ort genau am Fusse der riesigen Halde.Die Leben alle noch.Es gibt wohl auch eine Studie über Umweltbelastungen unserer Gegend.Hier soll wohl die "Hölle" los sein.Aber kein Wunder,denn jahrhundertelang wurde der Schiefer unter freien Himmel geröstet!Und wenn du weisst wie das riecht,kannst du dir auch die Umweltbelastung vorstellen.Und nicht zuletzt das Blei und Zinkoxid im Boden und der Luft. -- Ich bin während der Ausbildung mal in eine ZnO-Wolke geraten = "Zinkfieber" --> äußerst unangenehm!! --
Wir leben noch !!
Was witziges noch dazu:Es gab auch vor Jahren eine Warnung vor einer radioaktiven Halde bei uns in Hettstedt.Wurde eingezäunt.Der Witz dabei ist,Dort stand kein Schmelzofen geschweige denn eine Schmelzhütte.Die Schlacke ist auch kein geschmolzenes Gestein.Was dort Stand,war der erste Fall von Wirtschaftspionage![Von König Friedrich II. von Preußen angeordnet.]Dort Stand die erste Dampfmaschine Wattscherbauart in Deutschland.Sicherlich hinterläßt Kohle Schlacke.Auch Strahlung?Es wurde doch bestimmt 2 Jahrhunderte mit Kohle geheizt ! ? ?
All dieses Wissen läßt mich ruhig schlafen.
Man könnte noch die vielen unsäglichen Röntgenuntersuchungen und die modernen MRT's u.a. ins Felde führen.Mein Gott! - Wobei der auch nichts dafür kann. -
Es gibt für mich aber eine viel schlimmere Sache zu diesem Thema und darüber sollten sich die Menschen,nicht nur in Deutschland, Gedanken machen: Ich habe vor einigen Jahren eine Dokumentation,ich glaube vom öffentl.rechtl. Fernsehen gesehen,die der Frage nach dem Uran im Trinkwasser und auf Feldern nach ging.Erst recht dort,wo keine Bergwerke jeglicher Art oder Gesteine vorkommen,die Uran enthalten.Es wurden Geologen konsultiert.Das wurde aber schon in den 80ern festgestellt und nicht groß publiziert.Später wurden höhere Werte fest-gestellt.Und irgendwann kam die Erleuchtung - Der Kunstdünger!! Der enthält nämlich Uran.Aber sowenig,dass es nicht angegeben werden mußte,laut ges. Vorschriften.Nun hat das Uran sich aber im Laufe von Jahrzehnten im Boden angereichert.Dieser Dünger kommt wohl,wenn ich mich richtig erinnere aus einer Phosphatmine in Afrika,die ca. 80% des weltweiten Bedarfs fördert.Nun sollen wohl die Chinesen ein Auge darauf geworfen haben,aber nicht wegen des Phosphates....
Man kann nun über Kilo,Mini,Mikro,Nano usw. Sievert pro Stunde,Tag usw. diskutieren,wenns Spass macht !!
Abschliessend möchte ich noch sagen:Solange die Halden,ob Schiefer oder Schlacke,nicht anfangen zu leuchten,drehe ich mich rum und schlafe tief und fest.
Ich werde mich auch nicht weiter zu diesem Thema äußern.Jeder soll sich seine eigene Meinung,egal zu was auch immer,bilden und danach leben.Das da Oben ist eben Meine!
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Man kann nun über Kilo,Mini,Mikro,Nano usw. Sievert pro Stunde,Tag usw. diskutieren,wenns Spass macht !!
Es macht keinen Spaß - aber den Unterschied, ob das Drama berechtigt war oder nicht. Und falsch muss man es ja nicht stehen lassen.
Bezüglich des Düngers: ich denke, es gibt in Boden und Wasser größere Probleme als das Uran. Das ist natürlich jedem selbst überlassen.
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"Dort werde das Mineral in einem speziellen Fass aufbewahrt, in dem alle natürlichen Funde dieser Art eine Zeit lang unter Aufsicht gelagert werden." Und auf was wird gewartet? To see whether any alien creatures hatch? Darf mann in den Fass sammeln? ;)
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...ich denke, die Strahlung bei einem Linienflug in den Urlaub ist höher, als die in der Garage in Schlema/Aue.
Habe aber noch nie erlebt, dass die Passagiere vor, während oder nach dem Flug evakuiert werden. ;D
Den Bericht über die uranverseuchten Brunnen in Meklenburg durch die afrikanischen Düngemittel habe ich auch gesehen.
Übrigens verschießen die Amis bei jedem ihrer Kriege Uranmunition - und nicht nur die, aber die am Meisten !
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Hallo Leute,
ja wir Mineraliensammler sind doch alle verkappte Terroristen.
Wir sammeln Schwermetalle und das teuflische "hochradioaktive" Zeug nur um unsere Mitmenschen damit zu verstrahlen und zu vergiften und ergötzen uns dann an deren Leid ;D
Als ich den Bericht las, musste ich erst einmal herzlich lachen. Da kommt dann wider voll die Panikmache und Hysterie durch. Da haben wir mal wieder das gefährliche Halbwissen! Die Menschen hören was von Radioaktivität und denken sofort an Hiroshima, Tschernobyl oder Fukushima.
Ich selbst bin ehrlich gesagt in gewisser Weise fasziniert von diesen Mineralien und hab mich intensiv damit beschäftigt und auch selbst welche gesammelt. Ich war recht erstaunt, das es ziemlich leicht ist welche zu finden, gerade bei der Hysterie diesbezüglich heutzutage.
Ehrlich gesagt hatte ich erwartet das alle Krümel des Zeugs, was wir Menschen in den letzten Jahrzehnten, gerade in Mitteldeutschland zu Tage gefördert haben, aufgesammelt wurde und mit Polizeischutz nach Asse oder in ein anderes passendes Endlager (oh je wieder so ein pikantes Thema ;D) eingelagert wird für die nächsten 3,5 Milliarden Jahre!
Aber mitnichten hab ich mit einem Marke Eigenbau Zählrohr nach gerade mal 10 Minuten meine erste kleine Pechblendestufe gefunden. Muss ich jetzt auf der 371 einen ABC Alarm auslösen oder wie?
Klar war es damals schon ein Verbrechen das das halbe Erzgebirge rücksichtslos umgewühlt wurde und aus den gewonnenen Unmengen Uranmetall anfangs hautsächlich Atomwaffen gebaut wurden, aber das ist nunmal der Lauf der Geschichte und damit müssen wir leben.
Meiner Meinung nach sollte man das Thema Uran mit dem nötigen Respekt und nicht mit Panik oder Hysterie betrachten. Wir Menschen leben eigentlich schon immer mit einer gewissen Strahlung und die ist nunmal auch je nach Wohnort natürlichen Schwankungen unterworfen.
Von den anderen Schwermetallen und Schadstoffen mal ganz zu schweigen.
In diesem Sinne
Glück auf
Roadrunner
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... dieses hier ist quasi in meiner Nachbarschaft passiert: http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/blaulicht/detail/-/specific/Holzpellets-radioaktiv-verstrahlt-Stundenlanger-Grosseinsatz-im-Eichsfeld-198802141
Ich finde dass sich hier der Kreis wieder schließt - im Zuge der Energiewende und zur Beruhigung des Ökogewissens einiger Zeitgenossen werden in Osteuropa bis dahin unberührte Wälder
abgeholzt um als Pellets im subventionierten Heizkessel verfeuert zu werden. Und von dem darin enthaltenen radioktiven Cäsium, das als Feinstaub in die Umwelt gepustet wird haben dann wieder alle was davon...
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Gestern überlegte ich, ob ich das Fass "Radionuklide in Kohle" aufmache. Aufgrund rezenter Diskussionen habe ich mich dagegen entschieden, gebe nun aber doch noch kurz meinen Senf dazu:
Werden solche Geschichten (vom CO2 abgesehen) nicht weggefiltert? Als überzeugter Kernkraftfreund finde ich Kohlekraftwerke dennoch doof.
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Werden solche Geschichten (vom CO2 abgesehen) nicht weggefiltert? Als überzeugter Kernkraftfreund finde ich Kohlekraftwerke dennoch doof.
Zumindest für den Heimanwender beschränkt sich die Abgasreinigung zumeist auf fragwürdige Katalysatoren die nach einer gewissen Anzahl an Betriebsstunden mit Druckluft zu reinigen sind, Filtermatten aus Streckmetall ebenfalls regelmäßig durchzublasen, und eine Umlenkung des Abgasstroms um Staub auszufiltern.
Wer so etwas schon reinigen durfte weiß was das für eine Sauerei ist.
Regelmäßig wird auch empfohlen die Asche als Dünger im Garten zu verwenden...
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Klar, der Heimanwender kann die Abgase kaum klimafreundlich filtern. Ich dachte ausschließlich an größere Kraftwerke. Aber eigentlich will ich das gar nicht wissen...
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Der 71 jährige ist mir sympathisch und hat bestimmt mehr auf dem Kasten (ehem. Uranbergbauarbeiter) als die Jungspunde heutzutage und tut mir schon etwas leid. So ein Affenzirkus nur wegen einer daumengroßen Pechblende. Die Sprecherin kannste genauso in der Pfeife rauchen "natürlichen Ursprungs, dass aber in Privathänden nichts zu suchen hat", wie den 30 jährigen Typen. Alles Pappnasen. Ich glaube, dass die vom ABC Trupp sich auch gern wichtig machen um nichts, wie Sozialarbeiter. Es hätte gereicht, erstmal mit dem Geigerzähler an die Kiste zu gehen, statt alles großräumig abzusperren wie bei einem Ebola Ausbruch. :-X Jedes poblige Entschärfungsteam hat sogar Roboter. Die müssten sich ja nicht mal selber der Kiste nähern, wenn sie so viel dampf davor haben. Und den Krümel dann noch in einer Bleikiste abtransportieren, als wäre das sonst was für Plutonium, setzt die Krone auf. Sowas verschwindet bei mir in der Tasche. ::) Und wenn der Besitzer bestätigt, dass es Pechblende ist und noch dazu weiß, wo er sie gefunden hatte, muss man es nicht extra nach Rossendorf hieven, um es dort zu analysieren, sondern hätts dem Besitzer zurückgeben können.
(Ich habe das alte Thema nicht gesucht, sondern bin über Weirdos Uranmineralien drauf gestoßen).
Auf der letzten Börse, also vor Corona, stand eine 12 cm große Autunitstufe frei herum. Und aus dem Erzgebirge wurde reichlich Uranmaterial zum Kauf angeboten. Allerdings waren die meisten xx alle unscheinbar. Als ich letzte Woche im Mineraliengeschäft warr, sagte mir die Verkäuferin, dass schon geguckt wird, dass kein Galenit zum Kauf angeboten wird, weil es als gesundheitsschädlich geführt wird (3 jährige (oder eher 30 Jährige) könnten es ja in den Mund nehmen).
Gruß
Jule
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Moin
Der Großeinsatz der Feuerwehr mag dem einen oder anderen vielleicht lächerlich vorkommen, der Haken bei der Sache ist jedoch, das die Feuerwehrleute nicht wissen können, was in dem Behälter ist. Sobald die einen Gefahrgutaufkleber sehen, handeln die nach Vorschrift, es könnte ja auch etwas wirklich gefährliches drin sein. Ich kenne natürlich nicht den genauen Sachverhalt vor Ort, ist ja auch schon ein paar Tage her, aber Gefahrgutaufkleber (sofern ein solcher auf dem Behälter war) sind genormt und haben auch die entsprechenden Konsequenzen im Falle einer Havarie etc.. Ich kenne das ein wenig, da ich am Flughafen im Bereich Frachtabfertigung arbeite und da kommt gelegentlich Gefahrgut sowie alle zwei Jahre der obligatorische Gefahrgutlehrgang; Bei den Aufklebern denkt man oft genug Wunder, was da drin ist und letztlich ist es eher harmlos, aber auf der anderen Seite sind schon Flugzeuge in Wohnhaussiedlungen gekracht, weil jemand es mit dem Gefahrgut nicht ernst genug genommen hat.
Die Ironie bei der Geschichte ist, dass der ganze Ärger nicht passiert wäre, wenn KEIN Gefahrgutaufkleber an der Dose gewesen wäre - denkt mal darüber nach!!! Der gleiche Irrsinn beim Versand von radioaktiven Mineralen: Sagst man im Postamt bescheid, das da was radioaktives drin ist, nehmen die das Packet gar nicht an, sacht man nix - richtig, geht alles seinen normalen Weg. Die Liste an Beispielen könnte ich nahezu beliebig lange fortsetzen. Und welche Lehren soll man jetzt daraus ziehen? Nur keine schlafenden Hunde wecken? Ehrlich währt doch nicht am längsten? Ich bin ratlos.
P.S.: Mich würde abschließend noch interessieren, ob der Rentner den Einsatz bezahlen musste.
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Sicherlich musste er den Mist bezahlen. Der Staat holt sich schon seine Kohle. Ein Trefoil ist für mich noch lange kein Gefahrengutaufkleber, wo automatisch auch hochradioaktives Material drin ist. Wie viele Rotzer kleben sich den Flügel auf den PC oder sonst wohin. Ist auch nicht radioaktiv. Höchstens der Name Grafikkarte. Warnzeichen nach ISO 21482, welches auf gefährlichen radioaktiven Strahlern angebracht wird, sieht so aus https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/35/Logo_iso_radiation.svg/220px-Logo_iso_radiation.svg.png (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/35/Logo_iso_radiation.svg/220px-Logo_iso_radiation.svg.png)
"Am 15. Februar 2007 gab deshalb die IAEO bekannt, dass direkt an Strahlern der Strahlungskategorie 1, 2 und 3[24] ein neues, auffälligeres Warnschild angebracht werden soll. Dieses warnt mit Hilfe von aussagekräftigeren Symbolen vor der tödlichen Gefahr durch ionisierende Strahlung und fordert zur Flucht auf.
Bei schwachen Strahlenquellen soll keine Änderung der Kennzeichnung erfolgen."
Quelle Wikipedia
Das müsste die Feuerwehr wissen. Wieso hat die Polizei keinen Geigerzähler?
Dem Ehrlichen beißen die Hunde oder wie das heißt. Wenn man was bei der Post abgibt, sagt man doch nicht was drin ist.
Und wenn es doch rauskommt, müssten die auch differenzieren, zwischen radioaktiv und sehr stark radioaktiv. Schließich messen die es doch nach.
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Sicherlich musste er den Mist bezahlen. Der Staat holt sich schon seine Kohle.
So sicher ist das nicht! Ich kenne eine Begebenheit, die ich allerdings nicht selbst erlebt, aber aus zuverlässiger Quelle habe, die ähnlich verlaufen ist: Ein Arbeitskollege von besagter zuverlässiger Quelle hatte sich zum Spass ein großes "Radioaktiv"-Warnschild an seine Bürotür geklebt. Keine Ahnung ob ein Gefahrgutaufkleber oder etwas selbstgebasteltes, ist auch egal. Das war alles kein Problem, bis irgendwer in der Teeküche nebenan einen Toast hat anbrennen lassen oder so, auf jeden Fall wurde über einen Rauchmelder Feueralarm ausgelöst. Nun rückte natürlich die Feuerwehr an und wollte vermeitlichen Brand löschen, kam aber dummerweise an der Bürotür mit dem Radioaktivwarnschild vorbei. Darauf hin machten die erstmal kehrt und kamen mit Vollschutz etc. zurück weil: Könnte ja etwas radioaktives freigesetzt worden sein. Nun stellt sich das Ganze aber mehr oder weniger als Scherz heraus und dann kam natürlich auch die Frage auf: Wer steht jetzt für die Mehrkosten, die durch den Vollschutzeinsatz entstanden sind, auf? Der Kollege hatte in sofern Riesenglück, als das er in seinem Büro auch Rauchmelder hatte, aber nicht in Funktion sondern zu Wartung, das war einer seiner Aufgaben. Und früher, weiß nicht ob es heute noch so ist, hatten Rauchmelder eine kleinen Streifen Americium als Ionisator verbaut, also radioaktives Material. Daher wurde entschieden, das dass Warnsymbol an der Tür zu Recht dort war und er musste den Mehraufwand nicht aus eigener Tasche bezahlen.
In besagtem Behälter war ja nun auch definitiv radioaktives Material, also was von diesem Standpunkt aus der Einsatz in dieser Form gerechtfertigt und demnach sollte der Rentner - theoretisch - aus dem Schneider sein. Und bevor jetzt der Einwand kommt, Americium ist ja viel heftiger als natürliches Uranerz: In einem (damaligen) Rauchmelder waren lediglich wenige Nanogramm Americium verbaut, effektiv ein paar Atomlagen auf einem Stahlblech, also auch nichts weltvernichtendes. Daher mein Interesse wie das mit dem Rentner nun ausgegangen ist.
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Feuerwehrmann Pascal fordert gleich einen ganzen Löschzug mit 30 Mann an. :D
https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/dahlem/feuerwehr-grosseinsatz-schmidtheimer-findet-radioaktiven-stoff-in-einem-buch-versteckt-39888526 (https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/dahlem/feuerwehr-grosseinsatz-schmidtheimer-findet-radioaktiven-stoff-in-einem-buch-versteckt-39888526)
Die Seiten waren herausgeschnitten, stattdessen fanden sich zwischen dem Einband versteckt drei Gefäße. Auf einem stand deutlich „Uran“ zu lesen.
Der Mann machte mit seinem Handy ein Foto von dem Buch samt den Gefäßen und ging zu Pascal Diefenbach - man kennt sich in dem kleinen Ort. Ob das ein Fall für die Feuerwehr sei, fragte er.
Diefenbach ist Löschzugführer in Schmidtheim. Der war alarmiert, als er das Bild sah
Gegen 16.20 Uhr löste er zunächst Alarm für den Löschzug Schmidtheim aus, inklusive des ABC-Erkunders, der vor Ort stationiert ist.
In Chemikalien-Schutzanzügen nahmen die Feuerwehrleute erste Erkundungen und Messungen vor. Das Kontamination-Nachweisgerät registrierte eine erhöhte Aktivität. Die Dosisleistung befand sich laut Diefenbach jedoch im Normalbereich.
Nach Angaben der Feuerwehr bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Bevölkerung.
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schön zu lesen.
Ist aber halt ein standartisierter Vorgang. Bei einer Ölspur sind auch nicht viel weniger Leute im Einsatz.
Gibt halt regeln und danach wird vorgegangen da ist nix lächerliches zu erkennen.
Klar ist es in dem Fall übertrieben. Aber bei einer Alamierung muss immer vom schlimmsten ausgegangen werden.
Man stelle sich nur die Aufregung vor wenn Rettungskräfte nicht das richtige Material dabei hätten da wäre der Aufschrei genauso
groß.
Da trifft es mal wieder zu. "Wiest as machst, machst as verkehrt"
Gruß Lars
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Was hatte Einstein mal gesagt: "Das Weltall und die menschliche Dummheit sind unendlich. Beim Weltall bin ich mir aber nicht sicher."
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe,
ich wünsche niemanden etwas schlechtes aber wäre doch blöd wenn bei einem das Hausbrennt und die kommen mit
Ölbindemittel oder? Dann muss man jedoch schön ruhig sein wenn man solche sachen schreibt ;D
Gruß Lars
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Hallo zusammen,
Um dem ganzen "Vorfall" eine etwas entspannte,persönliche Note zu verleihen :
Wenn dieser Einsatz vor ca. 20 Jahren ungefähr 1 km Luftlinie vom Standort des Fotos stattgefunden hätte....
Oje....hatte ganz ordentliche Stufen aus dem Erzgebirge, Menzenschwand und Wölsendorf damals in der "Strahlemann"-Sammlung
Meine Eltern und meine Wenigkeit wären bestimmt auf Lebenszeit aus jenem Ort verbannt worden ;)
Als dann
VG
Marcus
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Hallo Lars,
es geht hier nicht um die Reaktion der Feuerwehr. Die müssen so handeln. Übertrieben finde ich die panische, ungerechtfertigte Angst der Bevölkerung, wenn es um kleine Mengen ratioaktiver Substanzen geht.
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe,
achso entschuldige dann habe ich das missinterpretiert ;D
Da sagt man der Irre ist menschlich oder so :D
zurück zum Thema. Ja das stimmt diese panische Angst kann ich nicht verstehen aber nachvollziehen in meiner
Anfangszeit war ich auch sehr davon abgeschreckt mittlerweile wo ich mehr darüber weis ist die Angst gewichen.
Man muss aber auch sagen, dass man im Netz erstmal eine Quelle finden muss die so formuliert ist, dass es jeder
versteht und die nicht voll von Panikmache ist. 8)
Gruß Lars