Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Geschiebe / Glacial erratic => Thema gestartet von: Angler am 12 Oct 18, 19:42
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Hallo werte Experten,
wir brauchen mal wieder Eure Hilfe. Der etwa faustgroße, gut abgerollte Stein kommt aus einer Kiesgrube südlich von Eberswalde (Brandenburg). Unserem Karl, der ihn gefunden hatte, war sofort aufgefallen, wie leicht er ist.
Wir haben ihn dann mit einem Bimsstein verglichen und sind der Meinung, dass die Dichte sehr ähnlich ist. Nun sind wir der Ansicht, dass es sich wohl um einen Tuff handeln könnte und wegen seinem Aufbau wollen wir ihn als Agglomerattuff bezeichnen.
Liegen wir richtig oder würdet Ihr eher zu einer anderen Benennung raten? ???
Vielen Dank schon mal im Voraus und VG von der brandenburger Rentnerband und Michael!
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Hallo,
Du meinst Kalktuff/Süßwassertuff?
Das Stück scheint Fossilien zu enthalten (letztes Bild, Mitte, leicht links).
Wenn's so ist, sehr leicht ist und kräftig auf HCl reagiert kann es tatsächlich Kalktuff sein.
Grüße,
Michael
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Nennt ihn einfach Backsteinkalk.
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Nennt ihn einfach Backsteinkalk.
Backsteinkalk habe ich vom Gewicht her wie normalen Kalk in Erinnerung.
Kann der auch so auffallend leicht rüberkommen wie Oben beschrieben?
Grüße,
Michael
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Wenn er partiell entkalkt ist, ist das insbes. in Brandenburg (Saale/Elster-Ablagerungen) öfter der Fall, bzw. die Regel.
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Hallo Michael und Johannes,
recht herzlichen Dank, dass Ihr uns wieder helfen wollt. Bitte entschuldigt, dass ich ganz vergessen hatte zu erwähnen, dass wir einen HCL-Test schon gemacht hatten.
Wegen Eurer Hinweise auf Kalk haben wir heute nochmals den Test an den frischen Bruchflächen durchgeführt, aber mit dem gleichen Ergebnis, dass auch nicht das kleinste Bläschen zusehen ist.
Deshalb und wegen seinem Gewicht hatten wir Kalk ausgeschlossen, aber die Farbe würde schon zu einem stark verwitterten Backsteinkalk passen. Die kleinen Strukturen im Stein sind uns auch aufgefallen. Wir hatten dabei eventuell an Pflanzenreste gedacht, aber es könnten auch winzige Fossilreste sein. Da fehlt uns aber erst recht jegliche Erfahrung.
Wir haben Euch noch zwei Fotos von einem anderen Bruchstück angehängt, dass noch mehr solche Strukturen hat, vielleicht hilft es noch zur Aufklärung, sonst folgen wir Johannes und werden „Vollständig entkalkter u. verwitterter Backsteinkalk“ auf sein Namensschildchen schreiben.
VG und besten Dank von der brandenburger Rentnerband und Michael!
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Johannes wird Recht haben.
Z.B. dieses Teil hier ist original ein verquartzter Kalk/Dolomit.
Nun ist er vollständig entkalkt, sehr leicht und spricht auch nicht mehr auf HCl an...
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Da sind ja Schrauben im entkalkten Kalk! :o
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Da sind ja Schrauben im entkalkten Kalk! :o
;D