Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => erledigte Bestimmungen / completed determinations => Thema gestartet von: gladhammar am 20 Oct 18, 19:37
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Hallo Gemeinde,
handelt es sich bei dem farblosen x eventuell um Topas oder ist es Bergkristall - wer kann helfen?
Die BB ist etwa 3mm und der Fundort Kråkemåla/Oskarshamn/Kalmar Län/Schweden.
Besten Dank schon mal für eure Mühe.
GA Detlef
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Versuche es doch mal mit UV-Licht. Viele Topase fluoreszieren orange oder gelblich. Ich denke aber, es handelt sich um einen etwas "abenteuerlich" kristallisierten Quarz, zumal ja auch noch andere Quarzkristalle auf den Fluoriten sitzen. Irgendwie sollte ein Topas sich auch bei Tageslicht beispielsweise durch Glanz von den übrigen Quarzkristallen unterscheiden.
Gruß
Uwe
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Hallo Uwe,
danke erst einmal. UV Lampe habe ich leider nicht. Was mich nur etwas stutzig macht ist die Aussage eines Geologen den ich traf das es auf der Fundstelle richtig viel Topas geben soll.
GA Detlef
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Kannst du denn die Winkel zwischen den Flächen im Mikroskop einigermaßen genau erkennen? Auf dem Foto ist sowas ja kaum sinnvoll zu erkennen, da man das Stück ja nicht drehen kann, um einen besseren Eindruck der Winkel zu bekommen.
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Hallo.
Für mich ist das ein Quarz !
Loismin
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Hallo,
das sieht auch für mich sehr nach einem verzerrten Quarz aus. Im direkten Vergleich zum Quarzkristall links daneben bin ich mir zu fast 100% sicher.
Die Bestimmung der genauen Härte wäre zwar hilfreich, aber sicher hier schwierig anzuwenden ohne Risiko für den kleinen Kristall.
Wenn Du aber auf der Stufe einen ähnlichen fraglichen Kristall hast auf welchen Du verzichten kannst, kannst Du da ja mit diesem die Härte bestimmen.
Quartz hat Mohshärte 7 und Topas 8. Mit solchen Härtetestsets, welche es im Handel gibt, geht das ganz gut, da man dort Vergleichsmineralien oder halt Werkstoffe mit definierten Härtegraden hat.
Wenn man mit dem Kristall auf einem definierten Stück mit Härte 7, wie Quarz einen Kratzer einritzen kann, ist es somit härter als Quartz und dann wäre sicher Topas in der ängeren Wahl.
Wenn Du aber keínen Kratzer hinbekommst ist das Probestück gleich hart und somit Quartz. Wenn das Probestück sogar weicher als die Unterlage ist, hast Du kliene Beschädigungen am Probekriatall und keine Spuren an der Unterlage. Dann wäre sogar Quartz vom Tisch.
Geht aber alles nur, wenn man einen Probekristall opfern kann.
Bis dann
Roadrunner
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Danke für eure Meinungen!
Härtebesteck hab ich, aber keine Probe.
Dann tüte ich es als Quarz ein.
Freundliches GA Detlef
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Wo gibts die Härtebestecke ?
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kleine Hilfe
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Oh bitte,
ich weiß, dass ich mich jetzt wieder richtig unbeliebt mache.
Aber ihr wollt doch nicht wirklich ein Mineral anhand der Härteskala bestimmen.
Am besten eine Untersuchung machen lassen. Kostet nicht die Welt (RAMAN nur 15,-€).
Wende dich an Mineral Analytik (Joy hier im Atlas). Zuverlassig, günstig und genau. Dann weißt du sicher was es ist.
Siehe auch " Bestimmungssicherheit in Sammlungen" hier im Atlas.
Alles Andere ist Spekulation.
Gruß
Gerdchen
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Natürlich kann kein Mineral durch eine Härteprüfung bestimmen. Aber um beispielsweise Quarz und Topas auseinander halten zu können ist es schon eine gute Hilfe. Das schaft unter Umständen die gleiche Klarheit wie in anderen Fällen die Säureprobe.
Gruß
Uwe
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Hallo,
man kann natürlich immer gleich bei jedem Stück was man sammelt gleich eine Analyse machen. Kostet ja auch nur 10 bis 30 Euro oder auch mehr. Ist ja nicht die Welt. Macht bei 100 Stufen dann nur 1000 Euro. Wenn ich jeden Krümel wo ich nicht sicher war hätte nalysieren lassen, wäre ich schon pleite!
Ich denke man sollte immer abwägen inwieweit sich das lohnt und ob man die Stufe nicht auch mit einfacheren Mitteln wie Ausbildung, kristallform, Paragnese usw. nicht eingrenzen kann um dann mit einfachen Mitteln, wie hier der Härte wenn möglich A von B zu unterscheiden.
Mann Leute bevor es diese neuen Methoden gab, haben die alten Bergleute auch recht sicher Ihre Stücke bestimmt. Genau das wird auch im alten Lehrbüchern, ja sowas gibt es auch noch, immer gelehrt. Erst die Minerale nach ihren äußeren Eigenschaften eingrenzen und erst dann ggf. Untersuchungen anstregen. Dazu gehört neben der Farbe, Glanz usw. nun mal auch die Härte!
In diesem Sinne
Roadrunner
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Servus,
Erst die Minerale nach ihren äußeren Eigenschaften eingrenzen und erst dann ggf. Untersuchungen anstregen. Dazu gehört neben der Farbe, Glanz usw. nun mal auch die Härte!
Diesem Kommentar und einigen vorhergehenden Beitraegennschliesse ich mich - allerdings mit einer wichtigen Einschraenkung - an: Mineralbestimmung nach aeusseren Kennzeichen/einfachen nasschemischen Tests ist moeglich, und mit etwas Erfahrung bei makroskopischen Proben auch sehr zuverlaessig.
Je kleiner die Proben jedoch werden, desto weniger Material steht zur Verfuegung und desto schwieriger wird eine sichere Ansprache des vorliegenden Minerals nach aeusseren Kennzeichen.
Im Gegensatz zu uns ging es den alten Bergleuten ja auch um makroskopische Mengen einer relativ kleinen Zahl wirtschaftlich relevanter Minerale.
Nach dem Photo haette ich den fraglichen Kristall auch als Quarz bestimmt.
In diesem Sinne,
Harald
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Im vorliegenden Fall stimme ich Gerdchen zu.
Der winzige Kristall ist offensichtlich das einzige zur Bestimmung zur Verfügung stehende Material und deshalb sollten die Tests nicht destruktiv und möglichst risikolos sein.
Wenn eine visuelle Inspektion zu keinem klaren Ergebnis kommt, muss man zu optischen Methoden greifen, wozu im weiteren Sinn auch Raman zählt, ebenso wie die bereits vorgeschagene Fluoreszenz.
Aber auch ein gut ausgerüsteter Juwelier wird in der Lage sein die optischen Konstanten zu bestimmen, um Quarz von Topas zu unterscheiden. Den Gang zum örtlichen Juwelier sollte es wert sein.
Thomas
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Hallo,
der Tipp mit dem Juwelier ist super und vielleicht ja auch etwas preiswerter.
Mit Sicherheit ist er schneller als eine Analyse. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen.
Super Tipp für solche Stufen! Inwieweit das anwendbar ist weiß ich nicht, aber einen versuch ist es allemahl wert bei solch fraglichen Stufen.
Bis dann
Roadrunner
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Hallo,
weitere optische Eigenschaften wie z.B. die Lichtbrechung zu untersuchen wird, ohne Plane Oberflächen die auf ein Refraktometer auflegbar sind, schwierig.
Ich würde mir die Oberflächen genauer anschauen, ob vieleicht eine Prismenstreifung erkennbar ist. Innenreflexe von nach der bei Topas sehr guten Spaltbarkeit könnten ein weiterer Hinweis sein. Auch die Gleichorientierung zu den benachbarten eindeutigeren Quarzkristallen ist interessant.
Ich denke es ist ein verzerrter Quarz.
Grüße Josef
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Besten Dank für die weiteren Beiträge.
Der Tipp mit dem Juwelier ist gut, aber wir haben hier in näherer Umgebung nur einen und der ist nicht sehr freundlich. Der wird sich das wohl kaum ansehen.
Innenreflexe sind zu sehen, die weisen aber nicht auf Spaltflächen hin, sondern sind verteilt (weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll). Eine Streifung ist auch zu sehen.
Weitere solche Kristalle sind nicht auf der Stufe.
GA Detlef
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... mit dem Juwelier wünsche ich viel Glück.
In meiner Gegend bekommt man weder Goldschmuck vor Ort repariert noch einen Circonia vom Diamant unterschieden oder den Goldgehalt bestimmt.
Grüße,
Michael
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... mit dem Juwelier wünsche ich viel Glück.
In meiner Gegend bekommt man weder Goldschmuck vor Ort repariert noch einen Circonia vom Diamant unterschieden oder den Goldgehalt bestimmt.
Grüße,
Michael
Was sind denn das für Juweliere?
Wahrscheinlich nur Verkäufer ohne Ausbildung.
Ja manche können es halt heute nicht mehr, aber nicht mal Goldgehalt bestimmen köffnen geht doch gar nicht.
Notfalls halt mal bei Bares für Rares vorstellen ;D
Bis dann
Roadrunner
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...es mag sicher Ausnahmen geben, meine Erfahrung deckt sich jedoch hiermit:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Juwelier
Grüße,
Michael
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Hallo Gemeinde,
wünsche erst einmal einen guten Start für 2021.
Nachdem ich neues Material von dieser Fundstelle geholt habe und mir ein Pyknometer zugelegt habe habe ich die Dichte mit 3,6666 bestimmt. Damit scheidet Quarz wohl aus und es ist Topas.
Typisch für diese Fundstelle ist, das er tatsächlich massig vorkommt, aber so gut wie keine freien Kristallflächen ausbildet.
GA Detlef
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letztendliche Bestimmung siehe:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,52931.msg360701/topicseen.html#new