Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing => Thema gestartet von: Ralf am 07 Jun 05, 21:00

Titel: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 07 Jun 05, 21:00
Hallo Leute,

hier könnt Ihr alle Fragen und Anmerkungen zum Thema Bearbeiten einstellen.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 07 Jun 05, 22:14
Womit fängt man bei diesem Thema an ? Nun, am besten mit dem Material, welches man bearbeiten will. Ich bekomme oft bereits gesägtes Material zur Weiterverarbeitung. Manchmal muß ich leider feststellen, daß sich der Besitzer selbst um ein gutes Stück gebracht hat weil er den falschen Schnittwinkel gewählt hat.
Bevor man einen Achat sägt, sollte man sich die Zeit nehmen in in Ruhe zu betrachten. Dazu sollte er sauber und vor allem naß sein. An einem nassen Stück lassen sich die verborgenen Strukturen besser einschätzen, auch kleine Augen oder Pseudomorphosen sieht man wesentlich besser. Zunächst suchen wir nach äußeren Beschädigungen. Der spätere Schnitt sollte an keiner Stelle durch eine Absplitterung laufen. Das ist die Voraussetzung für ein komplettes Bild. Meist findet man dann mehrere mögliche Schittwinkel und schaut nun nach äußeren Anzeichen für die Struktur. Das können kleine Augen, bzw. Kammern sein aber auch z.B. Lagen. Der Schnitt sollte möglichst quer oder diagonal zum Verlauf des Auges oder der Lagen führen, niemals längs dazu. Schneidet man exakt rechtwinklig zum Verlauf, erhält man schmale Bänder. Führt man den Schnitt dagegen etwas diagonal, werden die Bänder auf einer Seite der Fläche breiter, auf der anderen schmäler. Das Gleiche gilt auch für Lagen. Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks wie man es macht. Ganz besonders gut überlegen muß man  bei Stücken mit Pseudomorphosen. Es kommt auf die Art der Pseudomorphose an, welchen Winkel man wählt. Stängelige, nadelige oder lattige Pseudomorphosen wie Skolezit, Baryt, Aragonit etc. sägt man am besten längs zur Wuchsrichtung der ehemaligen Kristalle. So erhält man quasi eine Seitenansicht der Kristalle. Hat man aber ein Stück das sehr dicht mit Pseudomorphosen durchsetzt ist, und hier ist insbesondere Baryt gemeint, bekommt man durch einen quer zur Wuchsrichtung laufenden Schnitt sehr schöne Polygonalstrukturen. Heisst, man sieht " von oben " auf die Kristalle und in den Zwickeln dazwischen können sich viele kleine eigenständige Achatkammern gebildet haben. Das bekannteste Beispiel hierfür sind die sogenannten Polygonalachate aus Brasilien. Lange hielt man sie für Pseudomorphosen nach irgendwelchen Mineralien. Man wurde aber nicht so recht schlau daraus, weil diese Achate zwar wie Kristallquerschnitte scharfkantige Winkel bildeten, die aber keinem bekannten Mineral zugeordnet werden konnten. Erst viel später kam man darauf, das es sich nicht um Pseudomorpnosen handelte, sondern um die achatisierten Zwickelfüllungen zwischen z.T. enorm großen Barytkristallen. Letztere waren jedoch vollständig zersetzt.
Die Qual der Wahl hat man bei stalagtitischen Pseudomorphosen, hauptsächlich nach Aragonit. Ein Schnitt längs der Stalagtiten bringt einen sog. Röhrenachat. Ein Querschnitt dagegen einen Augenachat ( nicht zu verwechseln mit Sphärolithen ) .
Jetzt bleiben immer noch mehrere Möglichkeiten, den Schnitt anzusetzen. Nun überlegt man, bei welchem Schnittwinkel man das Größere Bild bekommt. Nun ist man fast soweit, daß man das Stück einspannen kann. Jedoch sollte noch eine letzte Prüfung auf erkennbare Risse erfolgen.  Ist ein solcher erkennbar, sollte der Schnitt am besten genau diesem Riss folgen, niemals sollte man ihn queren. Leider haben solche Risse die Angewohnheit oft nicht exakt gerade zu verlaufen. Das ist aber nicht so tragisch. Hat man ihn leicht verfehlt, schneidet man halt noch einmal eine dünne Scheibe ab.
Um das Ganze etwas zu vereinfachen, es gibt natürlich Ausnahmen  :)
Meistens, aber eben nicht immer, trachtet man nach einem möglichst großen Schnittbild. Man tut das z.B. nicht, wenn der Achat einen erkennbaren, großen Quarzkern hat. Würde man einen solchen Achat in der Mitte sägen, hätte man nur einen schmalen Achatrand und jede Menge Quarz. Hier ist es oft besser, eine hauchdünne Scheibe abzutrennen um breitere Achatränder zu bekommen. Dabei hilft auch folgender kleine Trick. Bei Quarzverdächtigen Stücken wie z.B. vom Agate Creek in Australien lege ich die Stücke auf eine eingeschaltete Taschenlampe. Je größer der Quarzkern, um so durchscheinender ist das Stück. Oft sitzt der Quarz auch nicht genau in der Mitte der Mandel, sondern ist  verrutscht. Durch das " röntgen " erkennt man gut, wo man den Achat findet. Gleiches hilft auch bei stark abgerollten Achaten, von denen fast nur noch der Quarzkern übrig ist. In Kiesgruben findet man öfter solche Stücke. Viele Sammler lassen sie liegen, ich nehm sie immer zum Röntgen mit, denn manchmal haben diese Stücke ein isoliertes Achatzentrum.
Natürlich sind das alles nur Hinweise, jedes Stück ist anders und es gibt in so fern keine allgemeingültigen Regeln. Wichtig ist halt, daß man sich die Zeit nimmt und den Achat von allen Seiten begutachtet.  Manchmal lässt sich von außen auch rein gar nix erkennen. Dann gibts auch keine große Überlegung. Bei wertvollen Stücken dauert das Festlegen des Schnittverlaufes manchmal länger als das Sägen selbst, aber es lohnt sich fast immer.
Übrigens, die hier geschriebenen Hinweise gelten nicht nur für das Sägen, sie sind auch sehr wichtig beim Kauf oder Tausch von Rohmaterial und dienen dem Erkennen guter Ware. Auch hier gibt´s einen kleinen Trick. Nicht immer hat man Wasser zur verfügung, um den Achat naß zu machen ( obwohl ein guter Rohwarenhändler solches immer parat haben sollte ). Hier hilft und die Feuchtigkeit der Atemluft. Dort wo der Achat absplitterungen hat, einfach leicht gegenpusten, schon kommen Farbe und Struktur besser zur Geltung. Aber bitte mit bedacht pusten und nicht erst die Mundhöhle volllaufen lassen  :P

Fragen?  Her damit.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 14 Jun 05, 01:48
Weiter gehts mit dem Bearbeiten der Achate.

Der erste Schritt ist fast immer das Sägen. Das es manchmal auch ohne geht oder gehen muß, erkläre ich später beim Thema Schleifen.
Heute beschäftigen wir uns zunächst einmal mit dem Erwerb einer Säge. Wie muß eine Säge gebaut sein, um ein gutes Schnittergebnis zu bekommen. Wer schon eine Säge hat, wird später in der Abhandlung über das Sägen an sich und die Fehler die man machen kann zu seinem Recht kommen.

Zunächst ein Wort zu den Maschinen. Es gibt neben zahlreichen käuflichen Modellen natürlich auch eine ganze Reihe selbstgebauter. Fakt ist, daß jede Säge irgendwie einen Stein trennt. Die Frage ist nur wie. Dabei kann man mit selbstgebauten Sägen oft erstaunlich gute Resultate erzielen. Aber wer ist schon in der Lage, sich ein solche Instrument selbst zu bauen ? Die meißten Sammler werden sich wohl damit abfinden müssen,  eine Säge zu kaufen. Worauf muß man dabei achten ?
Zunächst einmal sei gesagt, daß ein ordentlicher Schnitt das A und O der weiteren Verarbeitung ist. Sägeriefen oder krumme Flächen rächen sich ganz gemein beim späteren Schleifen. Je besser der Schnitt, um so einfacher hat man´s später. Aber es ist nicht nur die Mühe, die eine schlechte Säge bereitet, man kann damit ganz schnell Achate in Ihrer Qualität stark beeinträchtigen. Eine schlechte Säge kann Risse im Achat verursachen oder Kanten wegbrechen lassen. Beides sind Schäden, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Man kann sie nur kaschieren.
Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Säge zu erwerben sollte dabei neben dem notwendigen Platz über einen gut schallgedämpften Raum verfügen, wenn man nicht gerade ein alleinstehendes Haus und tolerante Mitbewohner hat. Es macht halt Krach.  Zunächst einmal stellt sich die Frage nach der Größen der Säge, bzw. des Sägeblatts. Hierbei ist es natürlich von Bedeutung, in welcher Größenordnung sich die Mehrzahl der zu sägenden Stücke bewegt. Es gilt hier eindeutig nicht der Grundsatz, je größer je besser. Kiesgrubensammler haben in der Regel Stücke bis 5-6 cm Durchmesser, selten einmal über 10 cm. Wer z.B. im Lierbachtal sammeln kann und darf, wird viele Stücke zwischen 10 und 15 cm haben.
Grundsätzlich sollte das Blatt nur so groß wie nötig sein. Sägeblätter verfügen über eine bestimmte Spannung, die für einen sauberen Lauf des Blattes sorgt. Geht diese Spannung verloren, fängt das Blatt an seitlich zu flattern. Nun ist es so, daß diese Spannung verloren geht, wenn man mit einem zu großen Blatt zu viele kleine Stücke sägt. Der Grund hierfür ist, das ein großes Blatt in einem kleinen Stein keine ausreichende Führung hat. Es verkantet schnell, wird zu heiß und schon ist die Spannung weg. Die Folge sind Sägeriefen, ein krummer Schnitt bis hin zu Metallabrieb an der Schneidfläche. Zum Ende des Schnittes bricht das Schneidgut dann oft weg, was zu großen Sägekanten führt. Ist ein Blatt einmal so geschädigt, treten diese Probleme auch bei größeren Stücken auf. Andererseits darf man auch keine zu großen Stücke sägen. Ein Stück muß immer in einem Rutsch gesägt werden. Ein Drehen des zu großen Stückes führt ebenfalls zu Schädigungen des Blattes und zu einem schlechten Schnitt. Für einen Achat mit 10 cm Durchmesser ist ein Blattdurchmesser von 30 cm das Maximum der Gefühle. Liegt die Mehrzahl der Achate im Bereich von 4 - 6 cm, ist ein Blatt mit 25 cm Durchmesser die bessere Wahl. Hat man sich einmal für eine bestimmte Größe entschieden, steht die Wahl der Modelle an.
Grundsätzlich gilt, je stabiler und schwerer die Maschine, um so besser. Ganz besonderes Augenmerk muß man auf die Einspannvorrichtung haben. Eine solche Vorrichtung ist unabdingbar für einen guten Schnitt. Sägen, bei denen man das Stück mit der Hand festhält sind in jedem Fall abzulehnen. Es ist unmöglich ein Werkstück mit bloßen Händen so ruhig zu halten, das es sich während des Sägevorgangs nicht bewegt. Es gibt zunächst mehrere unterschiedliche Arten dieser Vorrichtung. Da gibt es Schlitten, die per Hand, per Kurbel oder gar automatisch gegen das Sägeblatt geführt werden. Es gibt Modelle, wo das Werkstück starr eingespannt  und das Sägeblatt von oben gegen das Schneidgut geführt wird und es gibt Gelenkarme die von vorne gegen das Blatt gekippt werden. Dann gibt es Sägen mit Haube, die den ganzen Prozess abdecken.
Zunächst einmal sollte man sich für einen manuellen Vorschub entscheiden. Bei einem automatischen Vorschub wird das Werkstück immer mit der gleichen Kraft gegen das Sägeblatt gedrückt. Egal ob es weiches oder hartes Material ist und egal ob zu Beginn oder zum Ende des Schneidvorgangs. Dazu muß man wissen, das beim Sägen kein zu großer Druck entstehen darf. Korrekt gesehen sägt man ja auch nicht, sondern schleift das Stück durch. Dazu später mehr wenn wir über den Sägevorgang an sich reden. Um es abzukürzen, ich empfehle eine Halterung mit Kippmechanismus. Diese Halterung muss sehr stabil gearbeitet sein, denn sie darf sich während des Sägevorgangs keinesfalls zur Seite bewegen können oder gar verkanten. Beides führt zu einem unsauberen Schnitt und somit wieder zur Schädigung des Blattes. Leider sind die allgemein käuflich zu erwerbenden Hobbysägen immer viel zu leicht gebaut und eigentlich ungeeignet. Die Einspannvorrichtung muß das Werkstück außerdem fest und sicher halten.
Wirklich empfehlenswert sind alte, schwere Sägen wie man sie z.B. in Idar Oberstein gebraucht kaufen kann. Diese Sägen sind meist sehr alt, 20 Jahre und mehr ist normal. Dafür sind sie aber sehr schwer gearbeitet, oft noch aus Guß. Das Alter spielt aber gar keine Rolle, denn eine solche Säge hält länger als ein Menschenleben, natürlich mit Ausnahme der Verschleißteile die man aber auswechseln kann. Neben der bereits erwähnten Einspannvorrichtung gilt der zweite Blick der Welle und den Lagern. Zuerst kontrolliert man die Lager, ob sie ausgeschlagen sind. Dazu fasst man die Welle am äußersten Ende und rüttelt kräftig. Hat die Welle Spiel, ist das Lager ausgeschlagen und muß erneuert werden. Zum zweiten prüft man die Welle an sich. Dazu legt man bei laufender Maschine den Finger ganz leicht an die drehende Welle. Spürt man ein rubbeln oder schlagen, hat die Welle Schaden genommen. Man kann auch statt des Fingers einen Eisenstift gegen die Welle halten. Nun darf man nur ein leises, gleichmäßiges schleifen hören. Klingel es, hat die Welle einen Schlag. Zuletzt prüft man die Verkabelung und den Motor samt Keilriemen. Alles das sind aber Verschleißteile, die nicht vom Kauf einer ansonsten guten Maschine abhalten sollten und die man für wenig Geld austauschen kann ( immer auf die richtige Drehzahl eines Austauschmotors achten ). Dann sind wir auch schon bei der Kühlung. Gekühlt wird immer mit Flüssigkeit. Diese hat zwei wichtige Funktionen. Einmal natürlich das kühlen des Blattes, zum anderen aber auch das freihalten des Schnittes bzw. des Blattes vom Schneidschlamm. Die mit Abstand beste Art der Kühlung ist das Bad. Heißt, das Blatt läuft im unteren Bereich durch eine Wanne, in der sich das Kühlmittel befindet. Die Eintauchtiefe sollte etwa die Stärke des Diamantbesatzes des Blattes betragen. Klar, das dazu eine entsprechende Haube gehört um das Kühlmittel in der Wanne zu halten. Diese Haube ist nach vorne und ein Stück zur Seite offen, da man das Abschlagstück mit einer Hand festhalten muß. Dieser offene Bereich wird mit einem Tuch abgedeckt um eine große Sauerei zu verhindern. Schließlich bleibt da noch der Tisch. Dieser sollte komplett aus Eisen sein und eine umlaufende Auffangrinne haben in der sich übertretende Kühlflüssigkeit fängt. In der Regel hat diese Rinne an einer Stelle einen Ablauf, unter dem das ablaufende Kühlmittel aufgefangen wird. Die Eigenschwere solcher Eisentische ist die Grundlage für einen vibrationsfreien Lauf der Säge.
Nun zum Kühlmittel an sich. Zwei Sorten sollte man aus unterschiedlichen Gründen grundsätzlich ablehnen. Zuerst einmal das gerne benutzte Petroleum. Es ist wegen des niedrigen Flammpunktes saugefährlich und Grund für mehrere schlimme Unfälle. Sägt man z.B. damit Tigereisen oder andere stark eisenhaltige Substanzen wirkt der Schneidstaub wie ein Katalysator und ein winziger Funken führt unweigerlich zum entzünden. In Bruchteilen von Sekunden steht die ganze Säge in Flammen und in der Regel alles was mit dem Kühlmittel benetzt ist ebenfalls. Man selbst ist übrigens ständig damit benetzt. Außerdem wird das Kühlmittel beim Sägen vernebelt und ist extrem gesundheitsgefährdend.
Ebenfalls ganz schlecht geeignet ist Wasser. Wasser hat eine sehr schlechte Kühleigenschaft und bindet vor allem kaum den Sägeschlamm. Die Folge ist, daß sich das Blatt zusetzt und die Schneidleistung stark vermindert. Der dadurch entstehende Reibungswiederstand führt wiederum zu größerer Hitze. Geeignete Kühlmittel kann man bei professionellen Schleifern erwerben, immer in neutralen Kanistern da keiner sein Patentrezept verraten will. Macht aber nix, denn mit 20 Litern Kühlflüssigkeit kommt man als " Hobbysäger " schon recht lange aus. Man sollte nur drauf achten, das einem kein Material mit niedrigem Flammpunkt angedreht wird. Zusätzlich empfiehlt sich immer eine Atemschutzmaske die mögliche Aerosole aus den Lungen hält. Will man´s ganz perfekt machen und die Lebenszeit seines Sägeblattes erheblich verlängern und gleichzeitig die Schnittleistung deutlich verbessern, sollte man ein ganz spezielles Bindemittel in die Kühlflüssigkeit geben. Dieses sorgt dafür, das sich der Sägeschlamm am Boden der Wanne absetzt und dort zu einer kittartigen Masse verfestigt. Die eigentliche Flüssigkeit bleibt weitgehend sauber, was eben zu einem besseren Schnitt und längerer Lebensdauer des Blattes führt.
Wie lange hält denn nun so ein Blatt und woran merkt man, ob es gut schneidet ? Nun, die Lebensdauer eines Blattes liegt irgendwo zwischen einem und einigen hundert Achaten. Man sollte sich vor dem Kauf eines neuen Blattes erkundigen, ob der Lieferant einen kostenlosen Service zum richten des Blattes anbietet. Trotz aller Vorsicht kann mal ein Werkstück ausbrechen oder verkanten oder es wird doch einmal zu heiß. Hat das Blatt dann einen Seitenschlag weil die Spannung raus ist, kann das wieder behoben werden. Seriöse Lieferantenbieten diesen Service kostenlos an.
Ob ein Blatt gut schneidet, sieht man ganz einfach an der Sägefläche. Diese muß glatt und ohne Riefen sein und es darf sich vor allem kein Metallabrieb darauf finden. Auch die Dauer des Sägevorgangs ist ein Hinweis. Für einen Achat von ca. 10 cm Durchmesser sollte man ca. 2 -4 Minuten brauchen. Dauerts länger, ist´s in der Regel eine schlechte  Kühlflüssigkeit.

Soviel zum Thema Anschaffung. Demnächst gibts hierzu ein paar Bilder und im Folgenden berichte ich wie man richtig sägt und gebe auch einige Hinweise, die das sägen leichter machen.


Ralf

Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Andreas- am 31 Oct 05, 20:19
Hallo Ralf,

Wird dieses Thema noch fortgesetzt? Ich hoffe. Vor allem, das Schleifen und Polieren würde mich interessieren.

Ich habe vor kurzem begonnen meine Stücke (Hölzer und keine Achate, aber der Unterschied beim Bearbeiten wird nicht so groß sein) selbst zu bearbeiten - aber von einem guten Spiegelglanz bin ich leider noch weit entfernt.

Andreas
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 01 Nov 05, 13:16
Hallo Andreas,

keine Bange, es wird fortgesetzt. Hab nur im Momonet irrsinnig viel zu tun.
Wenn Du spezielle Probleme hast, kannst Du Dich auch per PN mal melden.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 13 Nov 05, 11:36
Sorry, hat etwas gedauert aber nun gehts weiter.

Nehmen wir an, eine geeignete Säge steht im Schuppen und wir wollen mit dem Sägen beginnen. Was kann man jetzt noch falsch machen ?
Nun, so einiges.
Zunächst einmal gilt es, das Schneidgut sicher einzuspannen. Beim sägen wirken ziemliche Kräfte auf das Stück ein und wenn es verrutscht oder gar aus der Halterung springt, ist das Blatt meist hinüber und das Stück beschädigt.
Am sichersten lassen sich rechteckige Achate einspannen, die oben und unten eine gerade Kante haben. Aber wo gibt´s die ?? :D
Leider ist unser Schnittgut meist rundlich geformt, so daß die Auflagefläche in der Einspannvorrichtung, und damit die Haltekraft, gering ist. Ein ungemein wichtiges Hilfsmittel sind kleine Holzkeile. Zunächst spannt man den Achat in der gewünschten Lage ein - die gewünschte Schnittlinie liegt eng an der Halterung - dreht aber noch nicht ganz fest. Nun steckt man die Holzkeile an allen Stellen ein, wo zwischen Achat und Halterung noch Luft ist. Dabei achtet man darauf, das die Keile nicht in den späteren Schnitt ragen. Jetzt dreht man die Halterung mit aller Kraft zu und klemmt so die Holzkeile zwischen Schneidgut und Halterung fest ein. Dann versucht man kräftig, den Achat in der Halterung zu bewegen oder herauszuziehen. Gelingt das, muß man erneut einspannen und für einen besseren Halt sorgen. Sitzt das Stück Bombenfest, kann man mit dem Sägen beginnen. Aber auch hier gibts wieder eine Gefahr, nämlich die der hohlen Stücke wie Geoden oder Coconuts. Diese Stücke muß man sehr vorsichtig einspannen und sägen. Gibt man mit der Einspannvorrichtung zu viel Druck auf das Stück kann es beim sägen zerbrechen. Das geschieht in der Regel dann, wenn man einen Teil der Wandung durchtrennt und somit die Eigenstatik des Stückes verletzt hat. Hierzu kann ich keinen perfekten Rat geben, man muß halt ein wenig Fingerspitzengefühl entwickeln und vor allem ganz langsam und ohne viel Druck sägen.
Eine Gute Einspannvorrichtung ist in Richtung des Sageblattes um 360 Grad drehbar. Das ist enorm wichtig, um das Schneidgut in die richtige Lage zum Sägeblatt zu bringen. Ein wichtiger Grundsatz ist, das man mit dem sägen immer an einer breiten Stelle des Stückes beginnt. Je größer die Führung des Sägeblattest im Schneidgut ist, um so sicherer und sauberer wird der Schnitt. Anfänger sind oft versucht, das längliches Schneidgut der Länge nach zu sägen, weil das vermeintlich schneller geht. Dabei gerät allerdings der Schnitt oft aus dem Ruder, insbesondere, wenn der Achat mit Quarz gefüllt ist. Die Folge ist dann eine gebogene Schnittfläche die das Schleifen unnötig schwer macht. Außerdem wird auch das Sägeblatt in Mitleidenschaft gezogen. Ebenfalls wichtig ist der Winkel der zum Sägeblatt gerichteten Fläche des Schneidgutes. Ideal ist es, wenn diese Fläche gerade ist und in einem Winkel von 90 Grad zum Sägeblatt steht. Oft ergeben sich aber sehr spitze Winkel. Heißt, das Sägeblatt trifft auf eine mehr oder weniger schräge Fläche. Bei solchen Stücken soll die Schräge des Schneidgutes zur Halterung weisen, niemals davon weg. Grund ist, das wenn der Schnitt verlaufen sollte, sich das Sägeblatt an den Holzbacken der Halterung anlehnt und so wieder eine gerade Führung erhält. Weist die Shräge zur anderen Seite, verläuft der Schnitt immer mehr zur Seite und schädigt das Blatt. Stehen mehrere, in etwa gleich große mögliche Schnittflächen zur Wahl, setzt man so an, daß der Schnitt an einer möglichst spitzen Stelle endet. Das hat den Vorteil das eine evtl. entstehende Sägekante sehr klein bleibt.

Ist das Schneidgut sicher eingespannt, kann der Sägevorgang beginnen. Dazu führt man das Schneidgut langsam und vorsichtig an das Sägeblatt heran. Man sucht vorsichtig Kontakt mit dem Sägeblatt und lässt es erst einmal " eine Rille schleifen ". Ist diese Rille einige Millileter tief, kann man den Druck leicht erhöhen und zwar so lange, bis der Schnitt ca. zwei Zentimeter tief ist. Nun zieht man die Halterung langsam zurück und begutachtet den begonnenen Schnitt. Hört man beim zurückziehen ein lautes Schleifgeräusch bedeutet das, das der Schnitt verlaufen ist. Zur Bestätigung führt man nun das Schneidgut wieder nach vorne und beobachtet das Sägeblatt. Bewegt es sich dabei nach rechts oder links sollte man nicht weitersägen, sondern neu einspannen. Zwar muß man dann später  eine zusätzliche Scheibe sägen um die Kerbe zu entfernen, aber wenigstens hat man das Blatt vor einem unweigerlichen Schaden behütet. Nehmen wir an, alles läuft glatt. Der weitere Schnitt sollte mit öglichst gleichmäßiger Kraft und Geschwindigkeit erfolgen. Gleichmäßige Kraft bedeutet, daß man den Druck nicht erhöht, wenn das Schneidgut härter oder dicker wird. Hier ist einfach nur Geduld angesagt. Gleichmäßige Geschwindigkeit bedeutet, daß man den Druck vermindert, wenn das Schneidgut weicher oder dünner wird. Nähert sich der Schnitt dem Ende, muß man ebenfalls den Druck vermindern um ein abbrechen des letzten Restes zu vermeiden. Man kann sagen, so wie man beginnt so hört man auch auf. Die letzten Millimeter sollten ganz vorsichtig durchgeschliffen werden.
Während des gesamten Schneidvorgangs hält man das Abschlagstück mit der Hand fest. Immerhin kann es z.B. durch Risse geschehen, das ein Teil des Abschlages während des Sägens ausbricht. Es hört sich gar nicht gut an, wenn so ein Teil mit Karacho durch die Säge knallt und es ist auch nicht gut. Herumfliegende Teile können das Blatt schwer beschädigen. Eine gute Sache ist übrigens ein in Kniehöhe angebrachter Notausschalter, mit dem man die Säge im Notfall mit dem Knie stoppen kann. Beim sägen hat man ja beide Hände voll.
Um seine Finger muß man sich wegen des Sägeblattes keine großen Sorgen machen. Jedenfalls nicht, wenn man keine segmentierten Blätter benutzt. Diese sind sowieso nicht geeignet zum sägen von Achat. Die normalen Blätter sägen kein Fleisch !! Zumindest nicht bei einem kurzen Kontakt und wer wird schon seine Finger mit Kraft für einige Sekunden gegen ein laufendes Blatt drücken. In aller Regel sorgt die Hitzeentwicklung beim Kontakt dafür, daß man seine Finger zurückzieht.
Wenn alles richtig gemacht wurde, hat man nun zwei Hälften mit einer absolut planen Schnittfläche und ohne große Abbruchkanten.

Es folgen später Fotos, die das im Text beschriebene veranschaulichen.

Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 17 Nov 05, 16:47
Hier nun die Bebilderung. Ich weiß, die Säge ist furchtbar dreckig :P. Aber bitte, sie ist jeden Tag im Einsatz.

So sieht eine vernüftige Säge aus. Stabile Halterung, der Kopf ist um 360 Grad gegen das Sägeblatt drehbar. Mit der Spindel rechts lässt sich der seitliche Abstand der Halterung zum Blatt stufenlos verstellen. Unverzichtbar, wenn man z.B. gleichmäßig dicke Scheiben sägen will. Etwas rechts der Blidmitte sieht man im Hintergrund eine Umlenkrolle. An der darüberlaufenden Schnur hängen nach hinten Gewichte. Vorne ist ein Haken angeknotet, den man über die Achse der Halterung legen kann. Das hilft, vor allem bei größeren Schnittstücken ungemein. Der Zug des Gewichtes muß aber immer mit der Hand dosiert werden.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 17 Nov 05, 16:50
Bevor man eine Säge in Betrieb nimmt, und auch immer mal zwischendurch, kontrolliert man die Ausrichtung der Halterung. Diese muß sich absolut parallel zum Blatt bewegen. Mit einem Stift kann man das prima machen. Der Abstand zwischen Stiftspitze und Blatt muß vorne wie hinten gleich sein, sondt gibts unweigerlich krumme Schnitte und ein beschädigtes Blatt.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 17 Nov 05, 16:52
Wie bereits erwähnt können Stücke mit geringer Auflage durch Holzkeile gesichert werden.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 17 Nov 05, 16:57
Beim Sägen immer an einer möglichst breiten Stelle beginnen und, wenn möglich, auf eine Spitze Stelle auslaufen lassen. Das gibt dem Sägeblatt eine gute Führung und man bekommt sehr kleine Sägekanten.

Auf dem ersten Bild sieht man die optimale Stellung des Schneidgutes zum Blatt. Auf dem zweiten Bild ists nicht so optimal. Weil das Blatt eine schlechtere Führung hat.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 17 Nov 05, 16:59
Ganz extremes Beispiel. Auf dem ersten Bild wirds gut, auf dem zweiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Blatt in Mitleidenschaft gezogen.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 17 Nov 05, 17:04
Pfannkuchen sägen  ;)

So flache Stücke schneidet man am besten diagonal um ein größeres Bild zu bekommen. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, das der Winkel der Schnittfläche zur Halterung weist ( zweites Bild ) und nicht davon weg ( erstes Bild ). Beim auftreffen des Sägeblattes auf die Schneidfläche kann das Blatt leicht zur Seite gleiten. Im zweiten Fall wird es dann durch die Halterung aufgefangen. Im ersten Fall läuft es unweigerlich immer weiter nach außen. Hier muß man den Schnitt dann abbrechen um das Blatt nicht zu ruinieren.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 17 Nov 05, 17:07
So ist´s richtig. Das Blatt läuft haarscharf an der Halterung vorbei, ohne sie jedoch zu berühren.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 17 Nov 05, 17:17
Das war´s jetzt erst mal zum Thema sägen. Natürlich ist noch lange nicht alles gesagt, aber das wesentliche ist beschrieben.
Es ist mir schon klar, das nicht alle den Platz haben eine professionelle Säge aufzustellen. Wer jedoch die Möglichkeit hat, sollte sie einer Hobbymaschine in jedem Fall vorziehen.

Wer jetzt noch mit sich kämpft, eine Säge anzuschaffen, sollte neben dem Platz  noch folgendes Bedenken.

Eine Säge kostet Geld und nicht gerade wenig. Allerdings ist es mit der Anschaffung noch lange nicht getan. Teuerstes Verbrauchsmittel ist das Blatt, welches auch bei aller Sorgfalt irgendwann verschlissen ist. Dazu kommen Kühlmittel, Strom und Atemschutz. Auch die Kleidung wird in Mitleidenschaft gezogen.
Ich möchte sagen, es ist billiger seine Achate sägen zu lassen als selbst so eine Anschaffung zu tätigen. Zumindest wenn man im Jahr weniger als 150 Achate zum sägen hat.
Auf der anderen Seite macht es natürlich irrsinnig Spass und man möchte ja auch gerne als erster sehen, was ein Stück beinhaltet.

Man muß das halt abwägen.

Wenn es Fragen zum Thema Sägen gibt, könnt Ihr die gerne hier stellen oder auch per PN direkt an mich schreiben.

Demnächst gehts dann weiter mit dem schleifen.

Gruß
Ralf

Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Krizu am 17 Nov 05, 20:14
Hallo Ralf,

Super-Klasse-Geniale-Megastarke Berichte !!!

Danke!

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Andreas- am 17 Nov 05, 20:38
Bin auch sehr begeistert. Sensationell !! 
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 17 Nov 05, 21:32
Danke für die Blumen, Freut mich, wenn´s jemandem hilft.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: tony am 17 Nov 05, 22:36
Es hilft mir mit Sicherheit.
Vielen Dank

Gruss Tony
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Macro am 18 Nov 05, 18:55
Hallo,

hat jemand Erfahrung mit Kleben von rissigen Achaten bzw. Auffüllen? Welchen Kleber kann man da am Besten verwenden, dass das Schleif- und Polierergebnis nicht beeinträchtigt wird? Soll heißen welcher Kleber schön klar wird und gut Politur annimmt, so dass man beim fertig polierten Stück den Kleber nicht als solches erkennt.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Macro
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 18 Nov 05, 22:37
Hallo Macro,

zum Kleben und füllen von feinen Rissen nimmst Du am besten einen Cyankleber. Um größere Risse auszufüllen einen Epoxydharz. Es gibt von beiden unterschiedliche Hersteller. Wichtig ist, das er nicht vergilbt. Zweikomponentenkelber sind nicht so gut, weil die Probleme beim Polieren bereiten können.
Am besten probierst Du mal verschiedene aus. Jeder hat da seine Favoriten

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: topo am 21 Nov 05, 22:06
guten ntag, hat jemand erfahrung, ob polieren von hand funktioniert?thomas
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 21 Nov 05, 22:29
Hallo Thomas,

klar kann man mit Hand polieren. Ist aber sehr mühsam und anstrengend. Voraussetzung ist, das das Stück gut geschliffen ist. Sonst wird´s nix.
Zum Polieren per Hand kann man ein Stück Leder verwenden, auf das Du die Polierpaste aufträgst. Dann auf eine gerade Unterlage legen und kreisend und mit viel Druck polieren.

Viel Spass
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: METE am 21 Jul 06, 22:42
Hallo Ralf,

sehr interessant das Thema. Welches oder welche Poliermittel bevorzugst du denn eigentlich ?

mfG
Mete Atayata

Hallo Thomas,

klar kann man mit Hand polieren. Ist aber sehr mühsam und anstrengend. Voraussetzung ist, das das Stück gut geschliffen ist. Sonst wird´s nix.
Zum Polieren per Hand kann man ein Stück Leder verwenden, auf das Du die Polierpaste aufträgst. Dann auf eine gerade Unterlage legen und kreisend und mit viel Druck polieren.

Viel Spass
Ralf
[/quote]
Titel: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: DonMineral am 08 Oct 06, 00:17
Das ist ein super Bericht,
den der Ralf da geschrieben hat, danach kann man sogar hier in Marokko eine Achatschleiferei für die Achate aus Kerrouchen und Ahouli aufbauen und die Leute hier anlernen, damit es ein paar Arbeitsplätze gibt.
Danke
Gruß Don Ronaldo CMF
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: McSchuerf am 08 Oct 06, 09:55
Nur schade, dass dieser wirklich super Beitrag von Ralf nicht im Lexikon zu finden ist. Mein Vorschlag wäre, diesen Beitrag entweder direkt unter der Seite für Achat mit einzupflegen (entsprechend mit ein paar Absatzmarken mehr aufbereitet... ;)) oder aber hier - siehe Link - mit Aufnahme einer Überschrift, die da lautet: 'Sägen, Schleifen u. Polieren von Achaten' ..

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Equipment

Im Forum gehen, meiner Ansicht nach, auch solche tollen Beiträge nach einiger Zeit schnell verloren; da wird mir sicher auch Stefan beipflichten.. :)

..wenn man nämlich z.B. als Neueinsteiger zum ersten Mal den Mineralienatlas besucht, gibt man natürlich als Achat-Liebhaber auf der Startseite in die Suchmaske zunächst den Begriff Achat ein ..da findet man dann aber nichts über das Sägen, Schleifen und Polieren und auch direkt , wenn ich die Suchworte Sägen oder Schleifen  oder Polieren eingebe, finde ich auch nichts..schade also.. :-\

Gruß Peter

Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 08 Oct 06, 10:21
hallo gemeinde!

kann dem letzten nur zustimmen...

an ralf: eigentlich war die überschrift ja sägen, schleifen und polieren...- über schleifen und polieren habe ich hier noch nichts gelesen, weiß natürlich, daß wir darüber schon auf einer anderen seite diskutiert haben.

wie läßt sich denn das "problem" lösen- über moderator?

also wie gesagt vielleicht doch über die achat seite alles verlinken.

grüße und glück auf

frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 13 Oct 06, 00:42
Hallo Leute,

danke für die Blumen. Hab nix dagegen, wenn der Bericht ins Lexikon übernommen wird. Ich muß mich für die noch fehlenden Beiträge entschuldigen, ich werd´s ganz sicher nachreichen. Ihr habt vielleicht schon bemerkt, daß ich mich in letzter Zeit etwas rar mache.
Zur Zeit baue ich 12 Stunden täglich an meiner Terasse und 12 Stunden befasse ich mich mit " Sägen, Schleifen und Polieren " in meiner Werkstatt.
Den Rest des Tages verbummel ich. ;D

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Krizu am 13 Oct 06, 08:06
Hallo,

der Tag hat 24 Stunden, wenn das nicht reicht, nehmen wir die Nacht dazu...

MfG

Frank

Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Friedrichroda am 21 Oct 06, 19:05
Hallo,wie ist es eigentlich wenn man mal schlechte Erfahrungen mit einem Schleifer gemacht hat ?Sollte man darauf hinweisen ?
Ich hatte mal Stücke zu einem Schleifer gesendet und bekam dann 6cm Holz zu wenig und es fehlten  4 Achate . Dann kam mal eine Mail , wo der Betreffende auch mit Namen genannt wurde , das verkneife ich mir aber hier.
Aber was soll man da machen wenn so was passiert ?
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 24 Oct 06, 20:16
na da bist du ja richtig reingefallen, diese mail habe ich auch bekommen.
ich kann nichts dazu sagen weil ich noch nichts bei dem schleifer aus m.g. hatte. also nichts posetives und nichts negatives.
aber frag mal den herrn jeckel  aus worms ,der kann mehr dazu sagen.

gruß bernd
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Kilo am 25 Oct 06, 17:09
Hallo,
das Problem kennt sicher jeder: Da hat man ein schönes Stück Achat gefunden, das poliert werden könnte. Wenn man es zu sägen versucht, um eine glatte Fläche zu bekommen, ist die schöne Zeichnung leider futsch, weil sie nur wenige mm tief ist. Direkt auf die Schleifscheibe legen bringt nichts, weil die Fläche zu uneben ist. Was kann man tun?
Gruß Kilo
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 25 Oct 06, 19:28
Hallo Kilo,

solche Stücke muß man mugeln, d.h., der natürlichen Form nachschleifen ohne vorher zu sägen. Das geht aber nur an einem vertikal laufenden Schleifstein.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 25 Oct 06, 19:52
hallo friedrichroda,
 ich würde es aber öffentlich machen wenn ich so wie du reingefallen wäre, das bewahrt andere die stücke hin bringen vor dem gleichen betrug.
kann ja nicht sein wenn man was zum bearbeiten bringt und dann fehlt was ,am besten alle stücke aufschreiben und von schleifer das ganze gegen zeichnen lassen. dann gehst du allem ärger aus dem weg.

gruß bernd  p.m. folgt
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Friedrichroda am 25 Oct 06, 22:07
Hallo, ich habe meine Konsequenzen gezogen.
Da ich nichts in der Hand habe und dann Aussage gegen Aussage steht mache ich nichts .
Ist eben nur unschön so etwas.
Aber nach der E-Mail muß es wohl mehrere Kunden getroffen haben.
Für mich ist das Thema durch.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Der_Saalfelder am 26 Oct 06, 13:42
Ich hätte da eine Frage an die Profis .
Habt ihr Erfahrung mit dem sägen bzw schleifen beim netten Steinmetz um die Ecke.
Oder sollte man da die Finger davon lassen? ???
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 26 Oct 06, 13:55
das ist nicht empfehlenswert.der hat meist nicht die geräte um achate oder holz gut zu bearbeiten. gruß bernd
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Anonymus am 05 Nov 06, 19:46
Bin seit langem wieder mal dazu gekommen ins Forum zu sehen, und habe mich doch etwas über die letzten Berichte zu diesem Thema, gewundert. Ich habe Kontakte zu mehreren Schleifern und hatte noch nie irgen welche Probleme. Ausserdem bin ich der Meinung das man mit dem Schleifer selber reden sollte wenn mal was abhanden gekommen ist oder die Qualität nicht stümmt und sollte nicht andere Sammler für einen Kleinkrieg eispannen den man selber führt. Auserdem ist dass Ganze schon fast Rufschädigung auch anderen Schleifern gegenüber. Dies ist meine persönliche  Meinung

Gruss an Alle
Anonymus

Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 06 Nov 06, 12:53
hallo ralf,
kannst du mir mal einen tipp geben ?
wir haben etliche halbe kugeln gefunden mit sehr schönen achat ,sind auch gut gebrochen, kleine absätze ca 2mm oder 3 mm wie kann ich die plan machen das sie dann zu schleifen gehen ?
auf einem sandstein ? der gussplatte ? oder mit 80 ziger körnung auf den rüttler ?

gruß bernd
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: crystal-fire am 06 Nov 06, 13:08
wenn ich auch nicht der ralf bin,

   bei den Absätzen (2 - 3 mm*) setz ich einen Fehlschnitt -> geh dann an's 220-er und dann auf die 500-er Körnung -> Politur -> Qulialität: kann die Dinger neben die professionell  bearbeiteten stellen, ohne, dass was auffällt.
Ob diese Vorgehensweise aber der Weisheitz letzter Schluss ist... bin ja kein Profi.
Was meinst Du Ralf - kennst ja auch meine Slg. und wie die Dinger geschliffen sind.

zu *: die "Absätze wären mir zu gewaltig.
 
Tschüß
Hartmut
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 06 Nov 06, 15:49
Hallo Bernd, Hallo Hartmut,

gebrochene Halbkugeln würde ich immer dünn sägen wenn genug Material dran ist. Ist nicht nur leichter zum Schleifen, sondern man bekommt so auch viele kleinere Risse weg.
Oft sind die Kugeln aber so gebrochen, dass zu viel Material weggeschnitten werden muss, um eine ebene Fläche zu erhalten. Dann empfiehlt es sich, die Stücke zu mugeln.
Man muss das halt von Fall zu Fall entscheiden.

Den Stücken aus Hartmuts Sammlung kann ich einen sehr guten Schliff bescheinigen. Hartmut, Du kannst die neben die " professionell " geschliffenen stellen, weil Du sie professionell geschliffen hast. 

Gruß
Ralf

PS.

@ anonymus und co.

Dieses anonyme Getue ist echt z.K.
Ungeachtet des Inhaltes sollte man sich klar zu erkennen geben oder einfach die Finger still halten.

Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 06 Nov 06, 18:12
hallo hartmut , ralf,

erst mal danke für die infos.
ralf das mit den schneiden , ich meine da geht zu viel verloren, was hälst du von der rüttler metode ?
ich habe gerade einen da und weiß nicht so recht ,aber müsste doch klappen oder ?ist ja egal wenn das stück mal ein paar tage drauf liegt.

zu den anonymen das wird sich wohl hier nie ändern.ich weiß zwar nicht warum aber scheint den leuten doch rießen spaß zu machen.ist einfach nur krank so was.
wenn man was zu sagen hat , dann bitte mit namen.
mißt man schreibt immer was zu den anonymen , wollte ich doch eigentlich nicht mehr machen . ;)

gruß bernd gut......  8)

Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: geologe am 06 Nov 06, 18:25
hallo bernd und Schleifergemeinde,

Mein Plan zum schleifen sieht wie folgt aus. Ich bitte mal von den professionellen Praktiken abzusehen. Meine Möglichkeiten reichen dafür einfach nicht aus. 1.Ich bekomme einen Nasschleifer mit einen Schleifstein von 80er und 180er Körnung.
                                             2. nassschleifpapier von 400 Körnung
                                             3. schleifpulver von 800er Körnung
Punkt 2 und 3 ist mit der Hand zu händeln. Was glaubt ihr -läßt sich damit ein befriedigendes Schleifergebnis erzielen. Ich habe verschiedene Experimente gestartet. Eigentlich war alles besser als einfach aufkloppen.

Gruß

Jürgen                                             

















Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 06 Nov 06, 18:41
hallo jürgen,
also ich halte nicht viel von den schleifsteinen sie sind ja nicht so breit und wenn große stücke kommen ? , meine meinung geht eher da in die gegend rüttler ,bei wenig platzt ,aber mit 40 cm durchmesser und wenigstens 4 einsätzen. kann ja dann immer die selbe körnung in den einsatz.also einen für 220 einen für 800 usw.
die meißten hobby schleifer haben rüttler oder bei viel platz flächenschleif maschinen.
politur mit hand ist ok denke ich.
gruß bernd

Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 07 Nov 06, 06:27
Nun, man kann mit vielen Methoden Stücke schleifen und polieren. Letztlich hängt das Ergebnis vom Geschick und vor allem der Ausdauer ab.
Und dann ist da noch die Sache mit dem persönlichen Empfinden. Was der eine als gut poliert bezeichnet ist für den anderen matt.
Als professioneller Schleifer muss ich natürlich auf bestmöglichen Schliff und Politur achten.

@ Bernd

Ob das mit dem Rüttler was wird, kann ich so nicht sagen. Wenn die Stücke halbwegs plan aufliegen, sollte es mit ausreichend Zeit und Schleifpulver wohl gehen. Wenn die gebrochene Fläche konvex ist, glaub ich das weniger. Aber ich hab auch nicht die Erfahrung mit Rüttlern.
Wie heisst es so schön: Versuch macht kluch ;)

Auf jeden Fall aber würde ich die Stücke mit einem Gummiring schützen. damit die Rämder nicht abgeschliffen werden. Das sieht m.E. sehr unschön aus.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 07 Nov 06, 23:15
hallo bernd usw.!

hier mal ein bild (nicht von mir auf dem vibrator bearbeitet) eines stückes  ;) von rotterode welches im original eine nur als gebrochene halb-kugel gefunden wurde...

also um es noch mal zu beantworten- meiner meinung ist für solche stücke der vibrator (aber nicht was ihr schlingel jetzt schon wieder denkt- der flächen-schleif-vibrator um es mal auszuschreiben) die beste möglichkeit.

prinzipiell kann ich mit dem sog. kanten-abrieb und schutz der stücke ralf nur zustimmen- als "trick" bzw. tip von mir- von (plaste-) rohren entsprechenden durchmessers scheiben schneiden, steine dort einbetten auf der zu schleifenden fläche (wachs- vielleicht geht auch gips- macht das jemend von euch?) und los kann es gehen.

kann übrigens der bemerkung von dir ralf mit dem z. k. nur zustimmen, mußte ja auch für meine offenheit schon mal was einstecken- aber das nur mal am rande.

grüße und viel erfolg beim schleifen

frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: TKMineral am 26 Dec 06, 09:20
Hallo!

Also irgendwann werde ich mir wohl auch eine Säge und Schleif-und Poliervorrichtung zulegen, aber nun die Frage welche Maschinen sind emfehlenswert und wie weit darf ich mein Sparschwein schlachten???

Danke!!

Gruß

TK
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 26 Dec 06, 10:40
Hallo TK,

das kommt darauf an, wieviele Stücke Du verarbeiten willst und wie groß diese sind. Je mehr Du die Maschinen einsetzt, um so besser ( stabiler/teurer ) sollten sie sein. Für eine kleinere ( halbwegs vernünftige )gebrauchte Säge und zb. einen Schleifteller oder Schwingschleifer zahlt man i.d.R. so zwischen 800 und 1000 €. Vielleicht schaffst Du es ja mal  bei mir vorbei zu kommen, dann schaust Du Dir mal meine Werkstatt an. Dann kriegst Du eine bessere Vorstellung worauf Du achten musst.

Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: TKMineral am 26 Dec 06, 13:31
Hallo Ralf!

Ja wir wollten ja schon länger vorbeikommen , ich hoffe das es bald wirklich mal klappt. Muß da mal was mit Lothar abklären...
Wenn soll es ja was anständiges sein , ich habe mal vor einigen Jahren eine Maschine für noch 100 DM angeboten bekommen , die war eher Marke Eigenbau und sah nicht wirklich sicher aus...

Danke!

Gruß

Thomas
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 03 Feb 07, 22:15
Hallo Gemeinde!

Hier mal ein Bild meiner "Kleinen".

Ich will mal auf ein, zwei Details hinweisen:

1. Die Geoden könne mittig eingespannt werden; macht sich gut wenn es um linsenförmige Aggregate u. ä. geht.
2. Der Vortrieb funktioniert ausschließlich durch das Eigengewicht.
3. Die Kühlung habe ich neurdings mit einem sog. Industrie Pflanzen Öl laufen- s. auch die Neige auf der linken Seite des Tisches.
4. Ganz links ist die Abdeckung in Haubenform zu sehen- vor dem Start der Säge kommt diese Plexi-Glas-Haube (mit Griff- macht sich besser zum Umsetzen) auf den gesamten Tisch innerhalb der Nut.

Beim Nächsten mal mach ich noch mal ein paar Aufnahmen aus einem anderen Winkel- dises mal machten meine Akku s schlapp.

Also bis später

Grüße und Glück Auf aus Thüringen

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: tiborava am 05 Feb 07, 00:58
Hallo Frank,

ich beobachte das mit dem Sägen , Schleifen und Polieren schon die ganze zeit, ich muß dazu sagen das ich noch nicht so viele Machinen gesehen.
Aber bei deiner ist der vortrieb durch Eigengewicht

Meine Frage

was geschiet wenn du einen richtig schweren Brocken hast und dazu noch schwer, würde die Säge nicht stehen bleiben von dem Steingewicht und dem Gewicht der halterung,  nur so ein gedanke von mir.

Gruß

Tibor
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 06 Feb 07, 14:00
Hallo Tibor und Rest der Interessierten!

Ja was soll ich sagen...

Vielleicht so viel:
1. Die Größe und damit in gewisser Weise auch das Gewicht der Steine wird durch den Durchmesser der Scheibe limitiert- damit sind so ganz riesig schwere Brocken bei der Säge nicht einegspannt.
2. Ein Stehen oder Hängen bleiben habe ich bisher nur bei folgenden zwei Situationen erlebt.
    a. unbrauchbare Sägeblätter (hatte da welche von einer recht bekannten Firma die absolut nichts taugten- will jetzt die Geschichte nicht breit treten, der Kaufpreis der Blätter wurden mir - nach      einigem Hin und Her- ersetzt, seit dem ich Säge Blätter einer anderen Firma verwende läuft die Säage wie man sagt wie ein Bienchen. Bei Interesse stelle ich mal die Adresse der Firma ein.
    b. bei Problemen mit dem "Schlupf" der Riemenscheiben, wenn die Wellen nicht ganz in einer Flucht eigestellt waren. Bei meinem nächsten Schneide-Tag mache in mal  ein Foto davon, liegt soz. auf der Rückseite dieses Fotos.

soweit erst mal für heute

Grüße und Glück Auf aus Thüringen

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Frank1984 am 07 Feb 07, 00:19
Hallo Ralf,

wenn ich nur nen wenige cm starken stein mit der hand schneiden will,
wa nehme ich da am besten???
hab jetzt ne eisen säge benutz die ging gerade noch so, war aber total hinüber als ich fertig war.

Mfg Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: hatiras am 07 Feb 07, 08:01
moin Frank1984,

es gibt auch noch fliesensägen (bügelsägen). für rein manuell könntest du damit mehr erfolg haben.
ansonsten flex oder fliesenschneidemaschine.
natürlich alles nur geringe schnitttiefe...

gruß

hatiras
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 07 Feb 07, 11:25
Hallo Frank,

mit der Hand schneiden ist immer suboptimal.  Die beste der schlechten Möglichkeiten ist eine Fliesenschneidmaschine. Flexen ist gefährlich und erzeugt sehr viel Hitze, so dass der Stein u.U. Schaden nimmt ( oder Du, wenn das Teil fliegen geht ).
Ich rate Dir, die Stücke sägen zu lassen. Das kannst Du bei mir machen lassen oder einen Sammlerkollegen fragen. Ist nicht sehr teuer.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Frank1984 am 07 Feb 07, 13:01
Hallo,

mhm nagut. ist ja nen stein wo ich noch hohlräume vermute weil er für seine cm³  90 g zu wenig gewicht hat!
nur wo ist der. will ja auch net das ganze stück zersägen lassen!

Mfg Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: caliastos am 09 Feb 07, 12:47
nun, die frage ist vorher: was für ein stein ist das? geringes gewicht kann auch schlicht geringe dichte bedeuten ohne sichtbaren hohlraum. hab auch schon stücke gehabt, die mir zu leicht erschienen, aber voll waren. ebenso auch welche die zu schwer erschienen aber total hohl waren.
meist sitz der hohlraum relativ zentral zur ehemaligen lage.


was mich jedenfalls noch mal generell interessieren würde ist was zur politur. irgendwie bekomme ich selber nie nen gescheiten glanz hin, wie wenn ich was bei einem schleifer machen lasse, obwohl der schliff bis 1200er hochgeht.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 09 Feb 07, 13:39
hallo,
also bei dem schleifgang mit 1200 muß schon ein leicht matter glanz da sein, dann polieren mit Ceroxid ,ist das beste zum polieren.
nun gibt es verschiedene möglichkeiten , leder, filz, samt . mit hand oder maschine.da mußt du deine erfahrungen selbst sammeln.
verschiedene schleifer haben dazu verschiedene ansichten.
ich habe mit filz und Ceroxid , per hand die besten erfahrungen gemacht.

gruß bernd
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: caliastos am 09 Feb 07, 13:51
also ich hab das schon mit sic (1my) und ceroxid versucht. auf filz, samt, leder, holz, mit hand und maschine, aber irgendwie bekomme ich diese oberfläche nicht hin, bestenfalls partiell.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 09 Feb 07, 14:17
Was für ein Material ist das denn, was Du polieren willst. Oder hast Du generell Probleme ?

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 09 Feb 07, 16:03
hallo,
also normalerweise dürfte das klappen.
naja bei achat von sailauf ist es etwas schwierig, der achat ist in einem nicht so harten rhyolith.
oder wenn du achate aus dem juchem mit calcit kern hast , das bedarf einiger erfahrung.
hast du material mit mehreren komponenten ? oder nur quarz oder nur achat ?

gruß bernd
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: aca am 09 Feb 07, 22:43
Hallo,

@caliastos
Eventuell ist das Material schon etwas weich.
Ich habe einen Achat aus Juchem, der anscheinend schon teilweise (vielleicht sogar lagenweise)
verwittert ist oder durch Calcit pseudomorph ersetzt wurde.
Das Teil nimmt keine richtige Politur mit Ceroxid an, beim Polieren auf Holz arbeitet das Polierpulver
lagenweise mal mehr, mal weniger ab, so dass nur ein seidiger Glanz herauskommt.
Bei anderen Achaten hatte ich das Problem dagegen noch nicht.
Ich werde mir mal ein weicheres Poliermittel besorgen, z.B. etwas, mit dem man Malachit oder so poliert.
 
Ich habe aber  keine grosse Erfahrung auf dem Gebiet, ist nur so ins Blaue hinein vermutet.

Gruss
Amir
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 09 Feb 07, 23:11
Hallo Amir,

kein Wunder, dass Du Dich damit schwertust. Gerade die verwitterten Partien bei Juchemachaten geben nicht besonders viel Glanz her.
Versuche es am besten mal mit Aluoxid, das funktioniert bestens bei Calcit und anderen weichen Materialien.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: caliastos am 09 Feb 07, 23:23
also bei mir ist das eher so ein generelles problem. bislang habe ich nur mal auf lagigem, grobkristallinem calcit und einmal bei opal richtigen hochglanz hinbekommen, aber sonst nirgends. das problem habe ich jedoch vorwiegend bei achten (ist ja das meiste material). wobei sich das durch alle fundstellen, lagen und alter zieht. aber auch bei anderen stücken tritt das auf. also auch auf hydrothermal überprägten kalksteinen, riffschuttkalk, grobkristallinen basaltggängen, korallenkalk, metamorphen kabonaten usw. bekomme da nirgends mehr als nen seidigen glanz hin. es spiegelt zwar alles deutlich, dennoch sieht die oberfläche nicht glatt aus.
was noch zu kombinieren geht weiß ich nicht. eigentlich sollte ja das eine oder andere material mit einer der probierten varianten zu polieren sein. geht ja bei anderen auch.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Frank1984 am 09 Feb 07, 23:30
Hallo Ralf,

mal ne andere Frage.
Hab nen Quarzkristall mit Zwei Turmalinen drin.
der erste liegt frei der zweite ist noch im quarz.
wie bekomme ich den da raus ohne die Stufe zu zerstüren??
wäre schön wenn du mir helfen kannst!
Foto
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 10 Feb 07, 08:15
hallo caliastos ,
aber beim schleifen machst du alles richtig ?nur so ne vermutung.mit was für einer maschine schleifst du ?wie feucht hälst du das schleifpulver ?
gruß bernd


Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 10 Feb 07, 09:55
@ Frank

Da ist mit sägen oder schleifen wohl nix zu machen. Höchstens vielleicht auf chemischem Weg. Stell das Bild mit der Frage doch mal unter Mineralien allgemein ein. Da gibts ne Reihe Leute die sich mit sowas auskennen.

@ caliastos

Ich vermute Dein Problem eher im Schliff. Die Stücke sollten vor der Politur schon leicht glänzen, so wie Fettglanz, aber noch ohne Spiegelwirkung. Ist das der Fall, solltest Du mit Ceroxid auf Filz eigentlich Hochglanz bekommen. Du kannst aber gerne mal bei mir vorbeikommen, wenn´s nicht zu weit weg ist ( nähe Köln ) oder Du schickst mir mal eines Deiner Stücke. Schreib einfach ne PN.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: smoeller am 10 Feb 07, 10:06
Hallo,

@Frank: Zu deinem Turmalinproblem: Lass es lieber. Quarz kriegst du höchstens mit HF(Flusssäure) weg. Damit wird aber auch der Turmalin sicher nicht so gut fertig. Ist zudem extrem giftig und die Dämpfe fressen einem die Lunge weg. Ein größerer Tropfen auf die Haut und dein Knochen ist kaputt. Eine Fläche von über 2 cm3 der Haut mit HF benetzt und du bist tot.

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Frank1984 am 10 Feb 07, 13:29
@smoeller

Ist das die Floursäure??
Soll ja die einzigste sein die Glas zerstört(Auflöst).??

Wüsste garnicht wo ich so nen zeug her bekomme! ??? ???

Mfg Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: caliastos am 10 Feb 07, 13:50
schliff ist mit sic als angerührte paste/suspension auf läppscheiben und/oder glasscheiben bis zur einheitlich planen oberfläche. mehr als seidenglaz geht jedoch meist irgendwie nicht hin, egal wie lange man bei einer körnung bleibt. ab und an kommt schon so ein fettglanz vor, jedoch total unterschiedlich. doch selbst das läßt sich nicht zu hochglanz umarbeiten.
vorbeikommen ist etwas kompliziert, da nahe münchen.

@Frank

würde auch sagen finger weg von dem zeug. das frißt dir das ganze stück zusammen und noch mehr. sau gefährlich, hoch reaktiv, gitftig und agrresiv wie nochmal was. bekommt man auch nicht so ohne weiteres. zwar könntest du dir flußsäure auch anderweitig aus harmloseren sachen selber herstellen, aber laß das. flußsäure ist einfach eine der gefährlichsten säuren überhaupt. hab die absolut ungern verwendet, auch wenn es nur ml waren.
zudem nimmt man flußsäure auch für den silikatnachweis her. dumm nur, daß turmalin leider auch darunter fällt und weggefuttert werden würde. es mag vllt. spezielle techniken geben, aber die sind sicher nichts für den hobbychemiker. und zudem: flußsäure "NUR UNTER ABZUG" verwenden.
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Frank1984 am 10 Feb 07, 14:04
@caliastos

Hallo,

hab nicht vor irgenwelche Säuren zu verwenden. Hab mir damals mit 30% Salzsäure schön die Hand veräzt. :(
Zwar nur gering tat aber dennoch weh.( wurde voll weis und Blasig). >:(
Seitdem hab ich nen Heiden Respekt davor.
Aber Danke Für den Tip. Werds mir merken wenn ich dem Zeug mal begegne! ;)

Mfg Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: smoeller am 10 Feb 07, 14:14
Hallo,

Ja, ist Fluorsäure. Ist halt ein sehr kleines Molekül und kommt durch die Haut ungehindert durch.

Glück Auf!
Smoeller
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Hg am 10 Feb 07, 14:34
Ja, ist Fluorsäure. Ist halt ein sehr kleines Molekül und kommt durch die Haut ungehindert durch.

 ;D

HF ist Flusssäure. Die Fähigkeit durch die Haut zu gelangen hat nicht unbedingt etwas mit der Molekülgröße zu tun. HCl wird nicht so leicht aufgenommen, dagegen Dimethylsufoxid (kurz DMSO) wird dagegen hervorragend durch die Haut aufgenommen, obwohl es ein recht großes Molekül ist.
Lunge wegfressen ist auch nicht unbedingt richtig. Die Wirkung der HF wird eher auf ein toxisches Lungenödem hinauslaufen.
Schonmal hier geschaut? http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Flusss%E4ure

Zitat
Soll ja die einzigste sein die Glas zerstört(Auflöst).??
auch nicht richtig. Eine NaOH- oder KOH-Schmelze greift auch sehr stark Glas an  ;)

Gruß
Andreas
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Ralf am 10 Feb 07, 14:42
schliff ist mit sic als angerührte paste/suspension auf läppscheiben und/oder glasscheiben bis zur einheitlich planen oberfläche. mehr als seidenglaz geht jedoch meist irgendwie nicht hin, egal wie lange man bei einer körnung bleibt. ab und an kommt schon so ein fettglanz vor, jedoch total unterschiedlich. doch selbst das läßt sich nicht zu hochglanz umarbeiten.
vorbeikommen ist etwas kompliziert, da nahe münchen.



Oh ja, das ist ein bisschen weit weg. Dennoch mein Angebot steht, Du kannst mir mal ein Stück zuschicken. Ich schau es mir dann an und versuch ggfs. es zu polieren. Gilt ja zunächst mal den Fehler einzukreisen und würd Dich auch nix kosten. Ist aber nur ein Angebot.

Gruß
Ralf
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Kilo am 10 Feb 07, 17:54
Hallo Frank1984,

das mit dem Bearbeiten von dieser wunderschönen Turmalinstufe würde ich an deiner Stelle ganz schnell wieder vergessen. Was da zu sehen ist, reichtdoch schon vollkommen aus. Warum willst du das Risiko auf dich nehmen, die Stufe anzupolieren, anzuätzen oder ähnliches, mit dem sie im Endergebnis ihr natürliches Aussehen verliert? Klar, es gibt außer Achaten viele andere Mineralien, die erst nach einer nachbehandlung zur Geltung kommen. Aber bei diesem Stück hätte ich da doch Bedenken. Wenns schiefginge würde ich mich hinterher grün und blau ärgern und sagen "Hättste nur nich...!"

Wenn ich mit der Knacke was rauspräpariere, muss ich auch immer aufpassen, im richtigen Moment aufzuhören. Es ist mir anfangs oft passiert, dass ich ein sehr schönes Stück zerstört habe, um es "noch schöner zu machen".
Überleg dirs mal.

Gruß Kilo
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Frank1984 am 10 Feb 07, 19:57
@ Kilo
Hallo,
hab mir auch überlegt das Stück so zu lassen. ::)
Hab es ja vom thannator und der meinte auch es ist besser so wie es ist.
Naja werd ich den zweiten wohl nie zu gesicht bekommen. :(
Es sei denn es gibt günstige Laserschneider ::) ;) aber die dann für den Hausgebrauch bestimmt erst in zwanzig Jahren.

Mfg Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 10 Feb 07, 22:21
Hallo heute Abend!

Hier noch einmal ein paaar Bilder aus anderen Perspektiven der Säge- jeweils ohne den auf dem ersten Bild (s. o.) zu sehenden Arbeitstisch.

Noch ein Hinweis auf ein zwei hier zu erkennende Details:

- der Motor ist soz. aufgehängt, das ermöglicht ein Aus-Tarrieren für die Riemenscheibe/n
- Laufgeschwindigkeit lt. Plakette 1440 U/Minute
- und wie Ihr seht ist der Motor ca. 1 : 3 untersetzt, s. Riemenscheiben

Habt Ihr sonst noch Fragen?

Soweit erst mal

Grüße und Glück Auf

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 10 Feb 07, 22:22
Hier noch Bild Nummer 2
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 10 Feb 07, 22:23
Und hier das letzte der "Serie"

noch mals Grüße

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: tiborava am 10 Feb 07, 23:02
Hallo Frank,

von was für eine Firma ist die Säge?

Gruß

Tibor
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Bernd G am 11 Feb 07, 08:51
hallo,
sieht sehr nach eigenbau aus, stammt vom robert huber und seinen mannen wenn ich mich nicht täusche .leider bauen die keine mehr, die sägen sind robust gebaut und laufen hervorragend. da sieht man das da sehr viel erfahrung drin steckt.und waren auch preislich sehr gut.

Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 11 Feb 07, 13:33
Hallo Miteinander!

Die Antwort vom Bernd ist nur teilweise richtig- vielleicht auch deswegen weil ich noch eine "Große" vom Robert Huber habe....
Wenn ich daran mal wieder etwas schneide werde ich auch davon mal ein paar Bilder einstellen, das Prinzip der Zuführung, des Einspannens usw. ist schon recht anders als bei dieser Säge...

Also es ist eine der "Marke" Eigenbau, noch aus DDR-Zeiten, habe ich damals einem Sammel-Kollegen abgekauft noch für Mark der DDR; stand bestimmt 15 Jahre ungenutzt herum, mit der Ergänzung der Plexi-Glas-Haube ist sie noch wie im Original- einschließlich Riemenscheibe. Der Erbauer war der Vater (oder Schwiegervater?- weiß nicht mehr so genau) der bestimmt nicht mehr aktiv ist...

Also soweit für heute

Grüße und Glück Auf

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Kilo am 11 Feb 07, 16:00
ne wirklich, Frank, das ist ein Superstück, zumal der Turmalin am unteren Ende gut terminiert ist. Mach da nix dran, hinterher ist der Jammer groß. Ich kenne das, ich habs auch erlebt und meine Lektion gelernt.
Gruß Kilo
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: aca am 11 Feb 07, 18:43
Hallo,

@Ralph
vielen Dank für den Tip, Aluminiumoxid für weichere Sachen zu verwenden.

Darauf wäre ich nie gekommen, Korund hätte ich für viel zu hart gehalten.
Dann kommt es wohl nicht nur auf die Härte des Poliermaterials an, sondern auch auf
die Form und den Bruch der feinen Körner.

Gruss
Amir
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Geröllheimern am 18 Feb 07, 22:54
Hallo zusammen,
habe "Sägen,Schleifen, Polieren" mit Interesse gelesen, da ich mich seit 2 Jahren auch damit beschäftige. Da ich der Meinung bin, daß man von den Erfahrungen Anderer profitieren kann, will ich die meinigen mal aufzählen. Habe oft gehört, mit einem Flachschleifer könne man kaum hochglänzende Flächen hinbekommen. Stimmt nach meiner Erfahrung nicht, wenn das Material sich auf Hochglanz polieren läßt, gehts auch mit einem Flachschleifer. Wichtige Voraussetzung scheint mir folgendes zu sein:
1. ein astreiner Schnitt ohne Absätze und schon gar kein Hohlschnitt,
2. der erste Schliff mit Körnung 80, je nach Material 1-4 Tage und ständig prüfen ob nix bröselt.
Ich fülle den Schleifteller zu 75%, die Stücke beschwere ich mit passensen Bleigewichten. Die Schleifdauer passe ich dem Material an, lieber einen Tag länger als nochmal anfangen. Für die Schleifgänge mit den Körnungen 240-400-800 brauche ich in der Regel 2 Tage, für das Polieren mit Aluminiumoxid 2-6 Tage.
Ich schleife nie schmierende Materialien, z.B. Tonkonkretionen oder Erze, mit anderem Material zusammen, da wird das Poliermittel-Wassergemisch schnell zum Sumpf und z.B. Achate werden kaum geschliffen bzw. poliert. Außerdem bin ich richtig pingelig wenn es darum geht, den Schleifteller beim Wechsel der Körnung zu reinigen!
Den Schleif-,Polierteller habe ich während des Betriebs mit einer Haube abgedeckt um Wasserverlust zu vermeiden, denn Schleifmarken sehen zwar manchmal schön aus,
vermasseln aber das Ergebnis  :'(
Allerdings habe ich auch so meine Probleme, z.B. arbeiten mit Schutzringen und Kantenfraß zu vermeiden? Oder wie verhindern, daß Erze beim Bearbeiten nicht scharfkantig werden und im Filz der Polierscheibe hängen bleiben? Oder was ist Sache wenn sich Stücke einfach in der Mitte des Schleiftellers versammeln und sich ums verplatzen nicht
bewegen wollen? Wenn jemand dazu was einfällt, für gute Tipps bin ich  immer dankbar, und wenn jemand an mich Fragen hat stehe ich zur Verfügung.
Danke und Gruß  ;D
Emma
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: Geröllheimern am 18 Feb 07, 23:05
Nochmal hallo,
bei meiner Angabe für die Dauer der Schleifgänge mit den Körnungen 240-400-800 muß es heißen je Körnung 2 Tage!
Sorry, is halt schon e bissi spät, gell  :P
Gruß Emma
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: caliastos am 28 Feb 07, 14:00
Kann mir jmd. zufällig nen Laden empfehlen, der relativ günstiges und gutes Schneideöl anbietet bzw. was sich vllt als alternative lohnt. Mir ist meines ausgegangen und da wo ich es herhatte gibt es keines mehr. Aber 5l bei 44€ ist schon arg happig. Daher wären alternative Mengen interessant bzw. billigere Alternativen (aber nicht H2O oder Petroleum oder sowas).
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 01 Mar 07, 22:55
Hallo!

Ja wie gesagt ich verwende jetzt (neuerdings) sog. kaltgepreßtes "Industrie-Leinsamen-Öl" aus der Ölmühle Erfurt, Kostet der 10 Liter Kanister 30 Euro.
Habe damit bisher sehr gute Erfahrungen- bei Interesse stelle ich die Adresse usw. hier mit rein- einfach noch mal melden.

Grüße und Glück Auf

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 25 Mar 07, 23:41
Letzter Versuch für heute Abend- letztes Bild

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 25 Mar 07, 23:42
Vorletzter Versuch, vorletztes Bild

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 25 Mar 07, 23:47
Letzter Versuch heute Abend- Grüße an alle Miteinander!

Hier mal ide größere Säge, die ist wirklich vom Robert aus Oppenau gebaut, so viel wie ich weiß baut er (leider) keine mehr.

Einige Details im Nachhinein:

Durchmesser des Blattes: 650 mm
Umdrehung (ca.) 300/ Minute
Kühlung auf beide Seiten der Scheibe mit Umwälzpumpe über diese flexiblen Steck-Schläuche.
Vortrieb durch das Eigengewicht des drehbar gelagerten Armes mit dem Sägeblatt an der einen Seite und dem Motor an der anderen "Gelenk"-Seite

Soweit für jetzt und das letzte Bild

Frank
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 12 Jul 07, 22:11
Hallo Miteinander!

Hier mal drei Bilder meiner kombinierten Schleif- und Poliermaschine, habe Sie vom Thomas aus Berlin...
Nutze das Teil seit ca. 3 Monaten, Bild eins ist wie Ihr seht im "Ur"-Zustand, Bild zwei und drei nach Benutzungs-Spuren
Es werden drei (oder sind es doch vier ?- muß noch mal nachzählen) Schleifteller, und jeweils ein Polier-Teller mit Filz und mit Leder geliefert.
Der Wechsel der Teller ist denkbar einfach da die durch einfache Adhäsion auf der (schwarzen) Grundscheibe haften.
Nutze bisher für den Vorschliff nur im AUsnahme fall 120-er, sonst im Allgemeinen 220-er Schleifpulver, dann 600-er für den Feinschliff und Ceroxid als Polierpulver (auf Filz).
Bei Gelegenheit stelle ich mal ein paar Bilder von fertigen Stücken ein...

Also soweit erst mal für heute Abend

Grüße und Glück Auf aus Thüringen

Frank



PS.: e-mail Adresse und Telefon-Nummer auf Anfrage jederzeit bei mir, hatte die Adresse ja schon mal hier im Forum (nach Absprache) eingestellt... Schwachköpfe haben den Thomas aber mit beleidigenden mails belästigt so daß ich die Adresse wieder habe löschen lassen...
Titel: Re: Sägen , Schleifen und Polieren
Beitrag von: kugel-frank am 12 Jul 07, 22:13
Nur mal kurz:

Durchmesser der Scheiben jeweils ca. 34 cm
Außendurchmesser des "Wanne": ca. 54 cm

Betrieb mit Lichtstrom

Frank