Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: MaRv am 13 Nov 18, 20:36
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Hallo,
ich bin neu in diesem Forum.
Vor kurzer Zeit fand ich beim Umgraben eines Beetes auf einen Stein.
Form: Oval wie ein Ei
Farbe: Grau
Oberfläche: Glatt (Sieht aus wie Poliert)
Er sieht aus, als hätte man ihn mit den Händen in diese Form gepresst. (Knete)
Oben und unten wirken wie eine schicht Harz.
Manche stellen sind Weiß/Grau.
Gefunden in NRW/Mettmann
Bilder sagen mehr als Tausend Worte
Externe Bilder entfernt ... Forenregeln
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Die Bilder mit den unterschiedlichen Farben, je nach Einstellungen und Licht (kenne ich auch) lassen auf Pyrit schließen. Die Farbe kann je nach Oxidation im Erdreich variieren..
Eine Strichfarbe wäre noch gut (reiben über die unglasierte Unterseite einer Tasse oder Untertasse)
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Vielen Dank für die Antwort.
Nach dem reiben ist nichts zusehen.
Also Farblos
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es war aber schon eine Porzellantasse? (keine Plastik), wenn ja, dann ist es kein Pyrit.
Dann das spezifische Gewicht ermitteln.
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Also das spezifische Gewicht 2,57. Ich weiß nicht wie genau der Wert sein soll, denn meine Waage hat keine nach Kommastellen. Ich konnte es nur an der Auflagefläche einer Tasse machen!
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Das ist ein Flint, Feuerstein, in dieser Form auch Wallstein oder Maasei genannt.
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Glück Auf!
Bei der ermittelten Dichte, den vielen Schlagnarben als Interpretation aus den Bildern und der Annahme, dass der Fundort ein Garten bei Mettmann ist, könnte man auch auf Feuerstein schließen. Derart kugelige Feuersteingebilde gibt es durchaus. Ob die dann immer Wallstein heißen oder auch anders bezeichnet werden könnten, kann vielleicht jemand anderes beantworten.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo,
Ja, typischer Wallstein aus Flint. Wallsteine sind Geschiebe, die auf natürliche Weise glatt poliert sind, weil sie nicht von umliegendem Sediment gegen die Wirkung der Meeresbrandung im Alttertiär geschützt waren. Später wurden sie dann von den eiszeitlichen Gletschern verfrachtet.
Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Wallstein_(Geschiebe)
In den Niederlanden gibt es auch rundliche Wallsteine, die "Maaseier" genannt werden. Inwieweit so etwas bis Mettmann gekommen sein könnte, weiß ich nicht.
Glück Auf!
Sebastian
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Hallo,
eine Kollegin brachte mir einen aus Velbert mit. Ist zwar ungewöhnlich, aber über Kiesdrainagen im Garten als auch menschliche Verfrachtung denkbar.
LG