Mineralienatlas - Fossilienatlas

Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Beiträge für das Benutzerlexikon => Thema gestartet von: Stefan am 10 Jun 05, 13:58

Titel: Kristallographie
Beitrag von: Stefan am 10 Jun 05, 13:58
Hallo Zusammen  :D

Wir haben im Lexikon massiven Bedarf das Thema Kristallographie stärker zu beleuchten. Sollte sich jemand dazu berufen fühlen die Begriffe mit mehr leben zu füllen, wäre das eine feine Sache.

Gruß Stefan
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Saccharomyces am 10 Jun 05, 14:14
Ich könnte da höchstens mal was zu Proteinkristallographie reinschreiben, aber das passt glaube ich nicht ganz so hier hin  ;D
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Collector am 10 Jun 05, 14:46
@ Stefan

Der Begriff Kristallographie als interdisziplinäres Forschungsgebiet ist dermaßen umfangreich, daß eigentlich jede Anstrengung, auch nur Umrisse zu beschreiben ins Unendliche gehen und wohl den Rahmen des Lexikons sprengen würde.

Ich meine, hier - wie auch bei anderen Begriffen ( Geologie, Mineralogie, Paläontologie etc. etc. ) wären links zu wirklich aussagefähigen web sites hilfreicher als jeder eigene Versuch einer selbstgebackenen Definition eines dermaßen umfangreichen Wissensgebietes.

Die wohl besten Definitionen finden sich unter

a)
http://opal.kristall.uni-frankfurt.de/DGK ( Seite der deutschen Gesellschaft für Kristallographie )

und
b)
http://wikipedia.org/wiki/kristallographie

Prägnanter und kurzbündiger als unter den beiden links kann man es wohl kaum selber machen. Alles andere, um einen sauberen Beitrag ins Lexikon zu bringen, wäre Abschreiben.

@ Saccharomyces

Da die  Kristallographie ja interdisziplinär ist,  hast Du Recht !  Auch die Strukturaufklärung von Proteinen gehört dazu !
Wenngleich von der Logik her richtig, würde das aber bestimmt in einem geologischen Lexikon auf Befremden stoßen.

collector



Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Galenit am 10 Jun 05, 15:06
Naja ich glaube man sollte es schon einschränken auf Kristalle unserer Minerale.
Aber ich hasse das  :'(
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Stefan am 10 Jun 05, 15:17
Hallo Peter,

das sehe ich aber deutlich anders. Das Thema gehört sehr wohl ins Lexikon. Sicher sollten wir uns auf die Aspekte der Mineralogie / Geologie beschränken. Die Links die Du angegeben hast haben nahezu keinen Nutzwert wenn ich mir z.B. erklären möchte was z.B. die {100} bei einem Hexader / Würfel bedeutet.

Bei der Mineralbstimmung spielen die Kristallformen eine wichtige Rolle und ich denke nicht, dass wir ein derart wichtiges Thema einfach außen vor lassen können/sollten. Ich sehe dass allg. deutliches Defizit vorhanden ist, was mir auch die Diskussion beim Fluorit zeigt. Ich bin blutiger Anfänger in dem Thema und suche mich zu Tode wenn ich Informationen haben will. Das Thema ist meiner Meinung im Netzt äußerst oberflächlich vertreten und sollte hier langfristig abrufbar sein. Wikipedia bietet zu dem Thema m.E. nicht mal einen Schnupperkurs an.

Gruß Stefan

Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Philip Blümner am 10 Jun 05, 16:12
Hallo!

Da gebe ich Stefan Recht. Wenn wir schon die 3D-Kristallzeichnungen (smorf) haben,
muss dann mit {111} usw. geklärt werden. Wenn es das ganze Netz nicht schafft, da
einen kleinen Überblick zu verschaffen, dann müssen wir es *motivieren tu*

Ich habe jetzt groß rumgeredet bei den Mineralien aus Indien, was für Prismen- und End-
flächen die Apophs haben usw, aber ich hab da kaum "Peil".

Gruß
sluggy
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Die Pulle am 10 Jun 05, 17:37
Hallo ihr zusammen,
der collector hat aber schon recht, wenn er die Sache an sich etwas Kritisch sieht.Die Kristallographie ist eine eigene Wissenschaftsdisziplin innerhalb der Mineralogie,wenn man das Thema angeht muss man es richtig tuhen,und das ist eine sehr trockene Wissenschaft,denn Themen aus dem Zusammenhang herrausreisen währe wohl sehr falsch,also keine weichgespühlte Version.Vieleicht sollten sich die Interessenten dieses Themas erst einmal Literatur darüber vornehmen,da empfehle ich den Borchardt-Ott "Kritallographie" vom Springerverlag,das wird auch an einigen Unis als Lehrbuch genutzt.Wer das Buch vom Sinn her begreift,ist dann wohl der geeignete Kandidat darüber schreiben zu dürfen.Ich gehöre aber wohl  zu den dümmeren Menschen,deshalb ich nicht.Hatte es aber im bezug auf meine Sammelrichtung schon probiert,bin darüber regelmäßig Eingeschlafen (sehr gute Bettlektüre). ;D
Seid mir also nicht böse,über meine Meinung,aber die Kristallographie ist umfangreicher als ihr in euer Euphorie sie seht,es als Laien fachlich korrekt hinzubekommen dürfte also unmöglich sein.Da braucht ihr einen Spezi,und der dürfte den Arbeitaufwand wohlweislich meiden.

Die Pulle
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Collector am 10 Jun 05, 20:22
Ich glaube daß wir hier aneinander vorbeireden. Ich hab ersucht, dem Stefan nur eine Antwort auf den Terminus " Kristallographie" zu schildern - als Wissenschaftsdisziplin - nichts anderes !

Was ich glaube zu verstehen ist, daß Stefan einen oder mehrere Teilbereiche aus der Kristallographie besser darstellen möchte: z.Bsp: Formen der Kristalle, Strukturen, mehr eingehen auf die Millerschen Indizes etc. - um verständlich zu machen, was bedeutet : (100) - (110) (410 ). etc.  Einverstanden. Kann man ja machen, auch wenns für die meisten höhere Mathematik ist.

Aber, das ist nur ein Fragment aus dem umfangreichen Gebiet der Kristallographie . Meine Amgaben zu links bezogen sich auf das Gesamtgebiet der Kristallographie per se - als interdisziplinäre Wissenshaft und nicht ein einziges Einzelkapitel der schwierigen Materie.

collector
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Stefan am 10 Jun 05, 21:05
Ja Peter,

da haben wir gründlich aneinander vorbei geredet  ;) ;D

Gruß Stefan
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Collector am 10 Jun 05, 21:12
Danke Stefan

hatte auch das Gefühl, daß hier was aneinander vorbeigeht.

wenn nicht Du oder jemand anders - ich werd`s mal versuchen in der nächsten Woche auf die Indizes und die Formenbestimmung einzugehen - auch wenn dies absolut nicht meine Richtung ist. Vielleich finder sich aber zwischenzeitlich jemand, der dafür qualifiziert ist. Ansonsten - Recherche  !

collector
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: loparit am 10 Jun 05, 21:52
Hallo,

ich glaube dass Collector und auch Pulle das schon richtig sehen. Es macht eventuell Sinn, die Millerischen Indizes verständlich zu machen. Aber wie "Collector" so schön schreibt, wird es wohl für die meisten tatsächlich höhere Matematik bleiben (mich inbegriffen). Und ich weiß nicht ob sich der Arbeitsaufwand lohnt. Denn genau auch diese Dinge sind in verschiedenen Büchern ja gut beschrieben. Dabei habe ich festgestellt, je älter die Literatur ist, um so verständlicher ist sie geschrieben, glaube ich zumindest. Das lesen dieser Literatur, wie "Pulle" ebenfalls schreibt, ist jedoch sehr schwierig. So daß man in einem solchen Forum die Angelegenheit eher nur oberflächlich berührt, Es sei denn wir finden einen Profi, der versucht, es neu und leicht verständlich in einem solchen Forum umzusetzen. Doch ich weiß nicht einmal ob das überhaupt möglich ist.

Lob an Stefan  ;D
Die 3D Modelle sind schön, meistens jedoch in der idealen Form und die findet man halt eher selten. Doch bei den Modellen finde ich es toll, dass man diese drehen kann und damit fällt es manchem leichter seinen Kristall auf der Stufe doch zu erkennen. Wenn der Aufwand die Grafiken zu erstellen nicht zu groß ist, sollte man die Grafiken einsetzen, obwohl es mir mehr als schöne spielerei erscheint.

@Collector
Ein schwieriges Thema kommt auf dich zu  :) Deshalb Hut ab, dass du das beginnen willst.  :) :)

Gruß
loparit
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Stefan am 10 Jun 05, 22:20
@loparit

Es ist sicher schöne Spielerei ;D, interessant wird es dann wenn man Habitus und Tracht verändern kann. Mal sehen was noch kommt Mark ist sehr engagiert. Es ist eine Erweiterung und viele Leute können sich unter 2-dimensionalen Zeichnungen wenig vorstellen, da hilft das schon sehr.

Was wir brauchen sind Quellen für Mineralzeichnungen und den Eckdaten um neue Kristalle hinzu zu fügen. Wir müssen noch geeignete Zeichneprogramme finden deren Ausgaben man entsprechend konvertieren kann. Mit Smorf lassen sich lt. Mark auch unregelmäßige Körper darstellen.

Ich denke wir packen ins Lexikon alles rein was wir kriegen können und irgendwann haben wir ein ganz ansehnliches Werk. Mir gefällt sehr gut, dass es langsam aber stetig immer runder wird, wenn wir auch Lichtjahre von einem umfassenden Werk entfernt sind  ;) :D

Gruß Stefan
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: loparit am 10 Jun 05, 22:35
Hallo Stefan,

das stimmt natürlich, der Unterschied zwischen 2 und 3-Dimensional ist schon gewaltig und wenn man dann auch noch die Tracht und den Habitus ändern kann toll ;D

So habe ich zugriff auf Kristall2000 mit dem man solche Dinge machen kann. Doch auch da muß man schon sehr in die Materie einsteigen um selbstständig einen Kristall oder Zwillinge oder Verwachsungen zu erzeugen.

Na ja ich Denke warten wir der Dinge und lassen uns überraschen  ;D ;D

Gruß
loparit

 
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Die Pulle am 10 Jun 05, 22:35
Victor Goldschmidt 1913 hat einen ziemlich umfassendes Werk zu den Kristallformen geschrieben und gezeichnet.Ich glaube in diesen Umfang hat sich danach keiner mehr rangewagt.
Wenn man das Millersche Indizes beschreibt gehöhren die 2 anderen Indizes auch dazu,schon aus Gründen der Historischen Entwicklung des MI.Was darüber schreiben ist eine Sache,es aber so zu Beschreiben das es allgemeinverständlich ist eine andere.Collector da mußt du dann doch tiefer in die Materie eindringen.Weil es bei der Flächenbezeichnung von Mischkristallformen dann doch etwas schwieriger wird.Also nur das Achssystem + Grundform währe wohl nur die halbe Miete.
Aber ich will euch nicht negativ Beeinflussen,nur wenn man hirbei einen Fachlichen Fehler macht ist man am Ende der [entfernt].

Die Pulle
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: McSchuerf am 10 Jun 05, 23:02
Zitat
Victor Goldschmidt 1913 hat einen ziemlich umfassendes Werk zu den Kristallformen geschrieben und gezeichnet

Hallo Pulle und alle ..

Du sagst es! ;)..

..und hier ist ein Thread der bei diesem Vorhaben, das ich auch sehr begrüßen würde, doch sehr helfen könnte...siehe insbesondere die Links die ich damals angegeben hatte..(incl. Atlas der Kristallformen von V.G...)..und den Seilnacht aus Tuttlingen kann ich auch immer wieder empfehlen..

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,1711.0.html

..als Unterstützung (Hilfen, Quellen) ganz nützlich eben.. :)

Es gab auch eine Zeit in der ich mich recht gut mit der Materie befasst hatte und daher auskannte (..lieber den Klockmann als den Kleber.. ;)..den Klockmann verstehe ich z.B. besser..aber ich müsste auch erst einmal alles wieder auffrischen obwohl ich auch zumindest mit den Grundformen der Millerschen Indizes schon vertraut bin, denke ich.. :)

..wenn ich mal wieder erholter bin (so nach dem Urlaub), helfe ich gerne wieder mit..auch bei diesem Projekt! ;)

Gruß Peter
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Stefan am 10 Jun 05, 23:05
Wer nicht wagt der nicht gewinnt ... und so schwierig wie die Relativitätstheorie wird es wohl nicht werden  ;)

Wir müssen ja nicht gleich den vollen Wurf machen. Wir können uns Stück für Stück dem Thema nähern. Umso mehr wir haben umso eher finden sich Spezialisten die bereit sind die Feinheiten beizutragen.

Das ist doch das schöne an einem Gemeinschaftsprojekt.

Wenn ich daran denke wie ich vor einigen Jahren diese Web Seiten begonnen habe, würde ich ohne etwas Mut immer noch meine spärliche, uninteressante Sammlung dem gelangweilten Publikum präsentieren  ;) :D

Wir haben es ja nicht eilig.

Gruß Stefan
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: McSchuerf am 10 Jun 05, 23:15
Zitat
... und so schwierig wie die Relativitätstheorie wird es wohl nicht werden 

..das sehe ich genauso.. ;D..

schlimm mit mir..ich muss immer das vorletzte Wort haben.. :D
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Collector am 11 Jun 05, 08:47
@Stefan, Pulle, Loparit, McS

Wie Ihr seht, ist die Seite Kristallographie in Bearbeitung, um erst mal eine Basis für weitere Vorhaben zu schaffen.

Die Thematik ist sehr, sehr komplex.

Wie Pulle richtig bemerkt, ist die Gefahr latent vorhanden, bei einem so komplexen Gebiet Fehler zu machen - ich geh mal davon aus, daß wir alle keine Fachleute sind.

Mein Vorschlag wäre es, vielleicht einen versierten Fachmann zu gewinnen, der auch für den Nicht-Kristallographen verständlich und lernbar schreibt - wenn dies bei Wissenschaftlern möglich ist ?
(denke da an Seilnacht in Tuttlingen oder evtl. Dr. G. Klöß und Dr. H. Kletti von der Uni Jena )

Aber auch Stefan: Hast Recht, wir haben keine Eile und schwieriger als die Relativitätstheorie kanns nicht sein.

gruß
collector
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Die Pulle am 11 Jun 05, 13:30
Hallo ihr zusammen,
ich habe mir die Internetseite des Thomas Seilnach diesbezüglich mal angeschaut.Die Kristallographie wird eigendlich nur ziemlich Oberflächlich Behandelt,das Ding ist Komplexer als mancher es animmt.Da ich es aber nicht besser kann und nicht ständig Kritisch darüber schreiben will,möchte ich versuchen etwas zu helfen.Alle möglichen Kristallformen anzugeben ist nicht zu schaffen denn der Calcit hat ja schon über 1400 nachgewiesene möglichkeiten.Wie währe es die Kristallformen auf die Grundformen zu beschränken,und diese zu den jeweiligen Mineralsteckbriefen zuzuordnen incl.möglicher 3D Modelle.Damit verdecken wir ein wenig mögliches Halbwissen.
Was collector da vorschlägt mit den Wissenschaftlern ist ok,aber der Seilnach ist wahrlich nicht geeignet.Aber auch Mineralogiestudenten mit der Richtung Kristallographie in oberen Semestern währen geeignet,und hätten warscheinlich mehr Zeit.


Grüße die nörgelde Die Pulle
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Die Pulle am 11 Jun 05, 13:52
ups,habe gerade mitbekommen das es die möglichkeit ja schon gibt.Na dann bin ich gespannt auf die 1371 anderen Kristallformen des Calcites ;D.

Die Pulle
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: loparit am 11 Jun 05, 18:43
Hallo an alle,

finde die Idee von Pulle gut,

Wie währe es die Kristallformen auf die Grundformen zu beschränken, und diese zu den jeweiligen Mineralsteckbriefen zuzuordnen incl.möglicher 3D Modelle.Damit verdecken wir ein wenig mögliches Halbwissen.

vielleicht kann man die Arbeit etwas aufteilen, damit nicht alle das gleiche tun. Ich würde mich dann auch beteiligen. Eventuell könnte man die einzelnen Kristallsysteme auf einige Leute aufteilen und dann zusammenfahren.

Was Collector bisher gemacht hat ist doch schon ein toller Anfang, doch wenn er alles alleine machen soll wird es viel für Ihn :(

Und was für mich immer wichtig ist, wenn man etwas ausarbeitet lernt man dabei und mit der Kristallographie wollte ich mich schon imemr etwas mehr beschäftigen  :D

Wünsche allen noch ein schönes Wochenende
Gruß
loparit
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: McSchuerf am 12 Jun 05, 08:41
Zitat
vielleicht kann man die Arbeit etwas aufteilen, damit nicht alle das gleiche tun. Ich würde mich dann auch beteiligen. Eventuell könnte man die einzelnen Kristallsysteme auf einige Leute aufteilen und dann zusammenfahren.

also wenn Aufteilung, dann sieht das schon wieder so nach Zwang aus. Unter solchen Voraussetzungen kann ich nicht arbeiten..sorry..

..bei mir funktioniert nur Spontanität..und es ist auch eine Zeitfrage..

zu meinen Hilfsmitteln (Atlas der Kristallformen)... inwieweit verwendbar oder nicht wurde jetzt gar nichts gesagt; stattdessen nur eine Qulelle die ich angegeben hatte etwas 'runtergemacht'....schwer schwer hat man's hier nach wie vor.. :-\

Gruß Peter
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: McSchuerf am 12 Jun 05, 08:47
..ich sehe schon..das was ich gerade begonnen hatte aus dem Klockmann herauszufiltern ist schon passiert.. ;)

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Symmetrieelemente

da war einer schneller..


Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: loparit am 12 Jun 05, 10:49
Hallo Peter,

du redest von Goldschmidt  Atlas der Kristallformen (1907) ? Ich weiß nicht ob es Sinn macht ein solches Werk abzukupfern. Und ob es was bringt wenn man z.B. von Calcit so viele verschiedene Kristallformen hier einfügt. Ich habe den Goldschmidt im Schrank stehen, doch wenn ich ehrlich bin, benutze ich Ihn eher selten.

Mit Arbeit aufteilen, habe ich das so gemeint, dass man sich meldet und sagt ich bearbeite das kubische Kristallsystem und jemand anderes dies und so weiter. Somit wird die Arbeit nicht verteilt und es ist auch kein muß dahinter. Und in welchem Zeitrahmen dies geschieht habe ich doch auch nicht gesagt. Hier ist es doch so, dass man etwas macht und einstellt, gerade wie man Lust und Laune dazu hat. Und genau so sollte es auch bei diesem Thema sein. Was ich meinte und vermeiden wollte, ist das vielleicht z.B. Collector und Pulle etwas ausarbeitet und parallel eben Du oder Ich oder irgendwer sonst am gleichen Thema arbeiten.

Das beste Beispiel ist doch:

..ich sehe schon..das was ich gerade begonnen hatte aus dem Klockmann herauszufiltern ist schon passiert.. ;)

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Symmetrieelemente

da war einer schneller..


Gruß loparit
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Stefan am 12 Jun 05, 11:25
Hallo,

was da Sinn macht, ist den Eintrag für den Begriff anzulegen und einen Vermerk einzufügen wird gerade von Mr X bearbeitet. Vorraussichtlich bis ...

Dann weiß man dass man dort gerade besser nichts macht.

Gruß Stefan
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: McSchuerf am 12 Jun 05, 12:09
@loparit

Zitat
du redest von Goldschmidt  Atlas der Kristallformen (1907) ? Ich weiß nicht ob es Sinn macht ein solches Werk abzukupfern.

Wer hat denn davon geredet? Das habe ich doch nie behauptet. Von abkupfern hast Du geredet! Ich sprach von HILFSMITTEL im Sinne von Hintergrundunterstützung...wie deutlich muss ich mich eigentlich noch ausdrücken, damit mich mal jemand hier versteht?!
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Die Pulle am 12 Jun 05, 13:04
Hallo ihr zusammen,
ich habe mir mal eure Arbeiten die ihr bis her geleistet habt angeschaut,diese ist echt lobenswert,aber.....Ich bin Pragmatiker also mich interessiert das andere Ende der Wurst.Jetzt betrachte ich eure Arbeit mal nüchtern (Redensart nicht weil besoffen),es ist alles zusammengetragenes Wissen aus Literatur und Medien null Lerneffekt.Die Seiten des Herrn Seilnach sind da auch nicht viel besser.Wenn ich eine Angabe in dieser Form bekomme:(Historisch) Calcit- Böhmen Kristallformen e,m,v,y,a,{331},{334},{930} usw. dann möchte ich mir gerne eine vorstellung über die mögliche Kristallform machen.Geht aber nicht solange ich das Prinzip der Kristallflächenbestimmung nicht begriffen habe.Was vieleicht noch bei den Grundformen einfach ist,wird aber um so schwieriger bei den Formkombinationen.Dazu mus man nähmlich erst mal wissen wo denn gerade mal die Achse im Kristall verläuft,bei einfachen Kristallen kein Problem ,aber bei schwierigeren Formen.
Ich glaube es sollte erst einmal der Rahmen abgeklärt werden in dehnen sie die "Wissensvermittlung" bewegt.Denn wenn es um reine Fleißarbeit (abschreiben) geht,dann könnte ich auch einen kleinen Beitrag leisten,denn Literatur zum Thema "Calcit" inc. Kristallformen (Pinacoid,Hexagonale Doppelpyramide usw.) habe ich.Aber wie schon geschrieben,währe da auch kein Lerneffekt dabei.
Also wie sind die Vorstellungen über das mögliche Ergebnis bei euch? ???

Die Pulle
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: loparit am 12 Jun 05, 13:49
@McSchuerf

also dass hier immer alles auf die Goldwaage gelegt wird ist schon mehr als lustig.

zu meinen Hilfsmitteln (Atlas der Kristallformen)... inwieweit verwendbar oder nicht wurde jetzt gar nichts gesagt; . . . . .. :-\

Ich wollte doch nur wissen ob du den Goldschmidt meinst! Denn das war eine Frage oder hast Du das Fragezeichen nicht beachtet.
Wenn ich auf Deine Aussage in wie weit verwendbar oder nicht antworten soll, muß ich wissen was du genau meinst. Und wenn Du den Goldschmidt meinst, in wie fern soll das ein Hilfsmittel für andere sein, wenn du nicht bestimmte Dinge aus dem Goldschmidt hier einstellst. Denn nicht jeder hat den Goldschmidt zu Hause stehn. Und selbst wenn man aus dem Goldschmidt bestimmte Dinge hier ins Lexkion übernimmt, mal unabhängig ob es Sinn macht oder nicht, steht dem nichts im Wege, zumindest wenn man eine Quellenangabe macht. Warum soll man das Rad neu erfinden.

Oder muß ich das so verstehen, das Du hier im Lexikon schon einen Atlas der Kristallformen oder so was ähnliches ausgearbeitet  hast.


@Stefan

was da Sinn macht, ist den Eintrag für den Begriff anzulegen und einen Vermerk einzufügen wird gerade von Mr X bearbeitet. Vorraussichtlich bis ...
Dann weiß man dass man dort gerade besser nichts macht.

genau das habe ich gemeint !!



@Pulle
es ist alles zusammengetragenes Wissen aus Literatur und Medien null Lerneffekt.

für wen null Lerneffekt ?


.....  usw. dann möchte ich mir gerne eine vorstellung über die mögliche Kristallform machen. Geht aber nicht solange ich das Prinzip der Kristallflächenbestimmung nicht begriffen habe.Was vieleicht noch bei den Grundformen einfach ist,wird aber um so schwieriger bei den Formkombinationen.Dazu mus man nähmlich erst mal wissen wo denn gerade mal die Achse im Kristall verläuft,bei einfachen Kristallen kein Problem ,aber bei schwierigeren Formen.

gebe ich Dir 100 %  Recht, denn genau deswegen ist dieses Thema nicht oberflächelich zu betrachten.

Ich glaube es sollte erst einmal der Rahmen abgeklärt werden in dehnen sie die "Wissensvermittlung" bewegt.Denn wenn es um reine Fleißarbeit (abschreiben) geht,dann könnte ich auch einen kleinen Beitrag leisten,denn Literatur zum Thema "Calcit" inc. Kristallformen (Pinacoid,Hexagonale Doppelpyramide usw.) habe ich.Aber wie schon geschrieben,währe da auch kein Lerneffekt dabei.
Also wie sind die Vorstellungen über das mögliche Ergebnis bei euch? ???

Ich Denke, man sollte genau wie Du geschrieben hast "Wie währe es die Kristallformen auf die Grundformen zu beschränken,und diese zu den jeweiligen Mineralsteckbriefen zuzuordnen incl.möglicher 3D Modelle.Damit verdecken wir ein wenig mögliches Halbwissen." anfangen und dann über die Zeitachse sehen ob man das mit Hilfe von Fachleuten vertieft.

Ich für meinen Teil hätte dahingehend einen Lerneffekt, dass ich versuchen würde mit entsprechender Software die ich habe, die Zeichnungen selbst zu erstellen. Bisher habe ich mich immer wieder davor gedrückt, weil es sehr schwierig und kompliziert ist und ich weiß auch jetzt nicht ob ich es schaffe. Aber wenn ich hier Grafiken einstellen will, müßte ich mich mehr mit dieser Software und dem Thema Kristallographie auseinandersetzen und dies hätte mit Sicherheit auch einen Lerneffekt für mich. Das soll allerdings nicht heißen, dass ich nicht weiß was ein (Pinacoid, Hexagonale Doppelpyramide usw.) ist.  :D


Gruß
loparit


Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Stefan am 12 Jun 05, 15:10
Hallo,

so ganz verstehe ich die Diskussion nicht mehr. Pragmatismus ist für mich, anfangen und erweitern. Alles andere artet in einer Endlosdiskussion aus, bei der am Schluss entschieden wird das Thema zu lassen, da es ja eh nicht zu schaffen ist. Und das habe ich schon zu oft gehört und es dann pragmatisch gelöst  ;)

Sicher wird vieles "abgekupfert" das ist ja völlig normal, da wir keine neuen wissenschaftlichen Arbeiten vollziehen. Es geht darum vorhandene Informationen für Halbfachleute aufzubereiten, zu verdichten und am Ende verständlich darzustellen. Wer sich dafür interessiert wird sich so oder so damit beschäftigen müssen. Geschenkt bekommt das Wissen niemand. Und nach ein bis zwei Tagen Arbeit zu sagen das bringt nichts, da ich mit den Informationen diese oder jende Frage nicht beantwortet bekomme, ist schon etwas sehr verfrüht.

Warum den Rahmen abstecken? Ich denke wir fangen (wie geschehen) mit einfachen Dingen an und arbeiten uns langsam an die difizieleren Themen heran. Wenn die ein oder andere Frage erst mal unbeantwortet bleibt ist das halt so. Am Anfang werden wir sicher kein Highlight im Netz setzen. Aber lass uns das mal nach einigen Monaten beleuchten. Ich denke dann hat sich das deutlich geändert.

Was hinzu kommt, jedes Thema kann von jedem nachbearbeitet und erweitert werden. Andere Informationen im Netz sind starr und ändern sich nicht. Unsere Informationen können kontinuierlich von Besuchern um unklare Aspekte erweitert werden. Ich denke wir haben sehr gute Karten etwas mehr Licht in die Materie zu bringen.

Gruß Stefan

Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Die Pulle am 12 Jun 05, 18:36
Hey Stefan,
Pragmatismus ist für mich zu wissen wo ich hin will bzw. wie das Ergebnis aussehen soll.Wenn ich ein Haus baue mache ich mir schon Gedanken wie es Aussehen soll (Form,Größe,usw).Es geht mir nicht darum eine Diskussion abzuwirken oder ins endlose laufen zu lassen,nur solage nicht für mich klar ist wie es Aussehen soll habe ich auch keinen Ansatzpunkt für meine Mitarbeit.Oder etwas direkter Ausgedruckt die Diskusion ist zu schwammig,nichts greifbares.Da fühlt man sich wie ein Bergmann der ohne Lampe im Dunkeln tapt.

Warum den Rahmen abstecken? Ich denke wir fangen (wie geschehen) mit einfachen Dingen an und arbeiten uns langsam an die difizieleren Themen heran. Wenn die ein oder andere Frage erst mal unbeantwortet bleibt ist das halt so. Am Anfang werden wir sicher kein Highlight im Netz setzen. Aber lass uns das mal nach einigen Monaten beleuchten. Ich denke dann hat sich das deutlich geändert.


Es ist schwierig etwas zu Erklären was man selber nicht richtig versteht,also ich kann das nicht.Um Kristallformen zu beschreiben braucht man das Wissen um die Achsen ,um damit die Flächen zu bestimmen,da ich davon keine Ahnung habe lasse ich die Finger davon,ganz Einfach.Mein wissen um die Kristallformen des Calcites reicht für den Hausgebrauch,ist aber sicherlich ungeeignet zum veröffentlichen

Die Pulle
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Stefan am 12 Jun 05, 20:50
@Die Pulle,

der Bau eines Hauses ist nicht damit zu vergleichen. Ein Haus ist ein abgestecktes Ziel was selten erweitert wird. Vergleichbar einem Buch. Aber ganau das ist es nicht was hier geschehen soll.

Wenn ich wissen will wo es endet muss ich den Weg kennen. Das heißt, ich muss das Thema im Detail kennnen. Das tun wir aber nicht. Ergo müssen wir an den Schritten lernen. Der Rahmen wie Informationen zusammen getragen werden ist gegeben. Das hat auch bei anderen Themen funktioniert. Jetzt ist es daran die Puzzelteile zusammen zu tragen und anschließend und während dessen zu verbinden.

So chaotisch sich das anhören mag, weiß ich aus Erfahrung das sowas sehr gut funktioniert.

Aber wir sollten keine Glaubenskriege führen. Ich habe nichts gegen gute Konzepte so einer die Muße hat sie zu entwickeln. ;)

Gruß Stefan :D


Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Die Pulle am 12 Jun 05, 22:01
Hallo Stefan,
deine Meinung akzeptiere ich voll.Ich warte aber erst einmal ab,bis ich eine Einstiegsmöglichkeit gefunden habe,ok.Diese Möglichkeit ist halt jetzt noch nicht gegeben.Ich will auch keinen Fehler machen.

Grüße
Die Pulle
Titel: Re: Kristallographie
Beitrag von: Erik am 13 Jun 05, 08:02
Morgen,

das eigentliche Problem ist meiner Meinung nach, daß das Gebiet so unglaublich komplex ist. Man kann keine Millerschen Indizes wirklich verstehen, solange man nicht vorher die Symmetrien, Elementarzellen und was weiß ich verstanden hat. Genauso ist das auch mit anderen Teilbereichen.
Das erschwert, finde ich, die Aufteilung in Seiten sehr, da man eigentlich zu jedem Bereich noch zusätzliche Erklärungen liefern muß.

Da es hier wohl kaum jemanden geben dürfte der in dem Thema den vollen Durchblick hat finde ich die Puzzlearbeit nicht schlecht. Jeder weiß ein bißchen und am Schluß wissen wir alle viel...oder so ;)

Gruß, Erik