Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => (Ver-) Fälschungen, Montagen / Fakes, Assemblages => Thema gestartet von: geomueller am 14 Jun 05, 20:01
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Hallo alle,
ich will hier mal ein meiner Meinung nach wichtiges und interessantes Thema anstoßen was bestimmt nicht nur mich ärgert.
Erschreckend fand ich in letzter Zeit auf den Börse und das mit steigender Tendenz was alles so für Fälschungen auf dem Markt sind und keiner macht auf die Fälschungen und "veränderten" Stücke aufmerksam, kein Händler kein Veranstalter und kaum ein Insider.
Erschreckend ist was momentan an nach- oder zurechtgeschliffenen Berg- und Rauchquarzkristallen auf dem Markt ist. Ganz zu schweigen von angeblichen Türkisen, bestrahlten "Rauchquarzen", gefärbten, geölten, gewachsten, gebrannten, gekebten Mineralien.
Teilweise wird die Sache auch gefährlich wenn unbedarften Eltern oder kleinen Kindern gezüchtete Kristalle von giftigen Substanzen wie Kupfersulfat, Blutlaugensalz u.a. abgeboten werden ohne darauf aufmerksam zu machen. In solchen Fällen bin ich schon öfter eingeschritten weil es nicht sein kann das Geschäftemacherei auf Kosten der Kinder geduldet wird. Dabei ist mir völlig wurscht wenn ich dabei bei den Verkäufern anecke, das ist einfach Verantwortungslos!
Kaum ein Veranstalter von Mineralienbörsen geht gegen solche Auswüchse vor! Mag ja sein das man manche Händler nicht verschrecken will, aber im Sinne einer guten Börse die ihren guten Ruf auch auf Jahre gerecht wird sollte man da schon handeln.
Was meint Ihr dazu?
Gruß Jürgen
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Von den Veranstaltern ist aus Gründen ihrer Interessenlage (Kostendeckung + Gewinn bei Strafe des untergangs) kaum eine Selbstkontrolle zu erwarten.
Ich denk, wir durchleben im Moment eine heiße Phase. Jeder Briefkasten organisiert eine Mineralienbörse, in der Hoffnung, haufenweise kauflustige Laien anzuziehen. Anbieter von toll aussehenden und billigen (unbedingt diese Paarung!) Dingen treffen den Nerv des Laien mit lockerem Geldbeutel (eine im Übrigen aussterbende Spezies). In ein paar Jahren wird sich Spreu von Weizen getrennt haben. Nur gute und wichtige Börsen (das müssen nicht die erfolgverwöhnten großen sein, ich denk da eher an die kleinen Treffen, die von Sammlern noch über Wasser gehalten werden) werden überleben. Viele werden wegsterben, denn die Nachfrage wächst nicht so schnell wie das Angebot an Tand.
Wir als Sammler können eigentlich nur eins: uns der alten Traditionen erinnern. Der Ursprung aller Börsen lag im Umgang der einschlägig Verrückten. Sammler für Sammler, Freaks unter sich. Plötzlich kommt der Moloch ins Spiel, und schon vergisst man die Kinderstube, in der Hoffnung, mit Veranstaltungen dieser Art die schnelle Kohle zu machen. Auf den Tauschbörsen vergangener Tage hätte man den "Müll" schnell des Platzes verwiesen.
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Dieses Thema ärgert mich nicht nur als Sammler, sondern auch als Händler ungemein. Schließlich leiden auch die seriösen Händler ( und davon gibt´s zum Glück noch ne ganze Menge ) unter dem schlechten Ruf. Aus dem Gleichen Grund wehre ich mich auch vehement gegen Verallgemeinerungen. Es obliegt einzig und alleine dem Veranstalter, für Ordnung zu sorgen. Nun gibt es ja gemeine Fälschungen, die selbst Fachleute nur schwer erkennen können. Auf den beiden letzten Börsen in St. Marie aux Mines und München waren jedoch haufenweise plumpe Fälschungen zu sehen. Das Beispiel der bestrahlten Milchquarze aus Rumänien ist ja hinlänglich bekannt. Der Gipfel aber waren, ebenfalls von Rumänen angeboten, schlechte Quarzstufen in die man zwei oder drei Löcher gebohrt hatte. In diese Löcher haben die Kerle 10 - 15 cm lange chinesische Antimonitkristalle, bzw. Stücke davon gesteckt. Reines Mineralien-Ikebana. Über so was könnte man ja lachen, aber mir ist dann in München das Lachen vergangen. Hatte man sich dort doch groß auf die Fahnen geschrieben, eine saubere Börse zu veranstalten und Fälschungen, geölte Stufen sowie nicht ausgezeichnete Ware mit aller Konsequenz zu unterbinden. So geschah es dann, das an einem kleinen Stand ein Raucher erwischt wurde. Das Rauchen war ja ebenfalls streng verboten. Innerhalb kürzester Zeit waren zwei Herren der Messeleitung vor Ort, begleitet von zwei " Wachleuten " und falteten den armen Kerl hinter dem Stand regelrecht zusammen. Links von diesem Stand war ein Rumäne mit den besagten Ikebana-Stufen, rechts davon ein Chinese der auch nicht eine einzige Stufe ausgezeichnet hatte. Dazu hatte er wohl vor lauter einölen keine Zeit bekommen. Nun will ich den Verstoß gegen das Rauchverbot nicht verharmlosen, aber wo bitte ist denn da die Verhältnismäßigkeit.
Ich habe die Herren selbstverständlich darauf angesprochen, wurde aber professionell ignoriert. Nachher war dann überall zu lesen, daß die Veranstalter stolz auf ihre Rauchfreie Börse waren. Von Fälschungen keine Rede mehr.
Nun, es mag tatsächlich so sein, daß auf diesen großen Börsen die Veranstalter auf jeden Aussteller angewiesen sind. Immerhin werden hier erkleckliche Standmieten bezahlt, Das rechtfertigt aber in keinster Weise das großzügige ignorieren von Fälschungen. bzw das selektive bestrafen von Verstößen.
Vollkommen unverständlich ist es mir bei kleineren Börsen, die zudem sehr gut laufen. Ihr müsst mal versuchen, auf einer solchen Börse einen Tisch zu bekommen. Da gibt´s Wartelisten von Meterlänge. Wenn ich dann sehe, was dort angeboten wird, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Würde man einen Händler mit gefälschten Sachen der Börse verweisen, wäre sofort ein anderer da der in diese Lücke springt. Manche kommen sogar auf Verdacht mit ihrem ganzen Plunder an und hoffen darauf, daß jemand mit Stand nicht erscheint. Hier kann die Standmiete also nicht der Grund sein. Was ist es denn dann ?? Ich weiß es nicht.
Ralf
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Hallo,
ich bin da ganz Eurer Meinung !!!
Wir veranstalten dieses Jahr mit unserem Verein nach längerer Pause wieder eine Börse (die 17.) und haben festgelegt: kein Schmuck, keine Isoterik, keine Edelsteinbäumchen, keine gezüchtete Mineralien. Keine Stücke die nicht ausgezeichnet sind. Wir sind diese Börsen mit 80 % Schmuck und sonstigem Kitsch der nichts mehr mit dem Hobby Mineralogie, Parläontologie und Geologie zu tun hat satt und wollen versuchen wieder in unserer Region eine Börse für Sammler zu etablieren.
Gruß
loparit
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Ich kann mich da nur anschließen.
Am meisten regen mich immer die Esotheriker mit ihren weit überzogenen Preisen für ihren Kram auf >:(
Es gibt in meinem Umkreis kaum noch Börsen, bei denen man als Sammler noch interessante Stufen für seine Sammlung bekommt :(.
Grüße
Hg
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Jetzt will ich mal ein bisschen provozieren. ;)
Viele regen sich über das viel zu große Angebot an Schmuck und Esotherik auf den Börsen auf. OK, kann man so sehen.
Nicht verstehen kann ich aber den Ärger über ein zu schlechtes Angebot für " echte " Sammler. Einige von Euch beklagen sich ja vehement über zu wenige Stände mit Sammlerstücken. Warum ist das denn so ??
Liegt es vielleicht daran, daß man damit einfach kein Geld verdienen kann ? Und wenn das so ist, kann man es dann den Sammlern und auch den Händlern übelnehmen das Sie sich nicht den Ganzen Tag auf eine Börse stellen um nachher vielleicht nicht einmal die Standkosten verdient zu haben ?
Drum frag ich einfach mal locker alle Kritiker. Ihr habt doch ganz bestimmt eine Menge an Doubletten aus Euren Eigenfunden. Auf welcher Börse finden wir Eure Stände ? Was genau ist Eure Forderung ? Eine Börse mit zu großem Schmuck und Esotherikanteil muß ich doch nicht besuchen. Das führt zwar dazu, das die ohnehin schon wenigen Interessanten Stände noch weiter abnehmen, weil sie noch weniger verdienen. Aber Strafe muß ja sein. Aber wen straft man denn mit seinem Fernbleiben ? Doch sicher nicht die Nippesverkäufer. Deren Kunden kommen sicher.
Wie wärs denn, wenn Ihr mal ne Börse nach Euren Vorstellungen organisiert ? Ist doch kein Problem, irgendwo ne Halle für ein Wochenende zu mieten. Natürlich bekommen nur Sammler mit selbstgefundenen Mineralien aus dem näheren Umkreis einen Stand und kein Stück darf mehr als 10 € kosten. Die Besucher müssen vor dem Eintritt einen Sachkundenachweis erbringen. Vielleicht anhand eines kleinen Fragebogens. Z.B:
Was ist eine Pseudomorphose?
a.) Eine Schmetterlingsraupe
b.) Eine spirituelle Seelenwanderung ( da fallen alle Esotheriker voll drauf rein )
c.) Eine Hautkrankheit
d.) eigene Antwort.................................................... ....................................
Das Ergebnis wäre ein Börse aus dem Bilderbuch. Oder vielleicht doch nicht ??
Aber Fakt ist, das die Nachfrage das Angebot steuert. Da beißt keine Maus den Faden ab.
Ganz so ernst meine ich´s natürlich nicht. Aber bitte, seht das Ganze mal aus der Sicht des Typen hinter dem Stand.
Gruß
Ralf
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@geomueller
Ich glaube die Veranstalter der Börse sind ebenso geldgeil wie die Verkäufer. Hauptsache es
wird verkauft! Aber glaubst du, dass jeder Veranstalter oder Hallenbetreiber so richtig Ahnung
hat, was verkauft wird? Weiß der, was ne Fälschung ist? Und wenn er es weiß, vielleicht ist es
ihm hintenrum egal, was der Sammler (zb du) sagt.
Gruß
slugslayer
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@Ralf
Ich Denke das Problem liegt sehr oft an den Veranstaltern der Börse. Denn die wollen meistens hohe Besucherzahlen woraus wieder ein entsprechender Gewinn resultiert (Eintritt, Verkauf von Essen, Getränke etc.)
Bei der Planung unerer Börse im November hatten wir im kleinen Kreis heiße Diskussionen deswegen. Ich war nicht bereit eine Börse zu leiten, mit Schmuck und dem ganzen Kram wie oben beschrieben. Natürlich war die Antwort aber kriegen wir die kleine Halle dann voll mit Ausstellern.
Die nächste Frage war, wollen wir Besucher, die nur kommen um Kaffee zu trinken und hier und da mal ein Steinchen kaufen, weil diese gerade mal schön glitzern oder wollen wir Fachpublikum.
Das was wir wollen, kann nur funktionieren, wenn der Betreiber der Börse nicht auf Gewinn aus ist. Dazu muß man den Ausstellern klar machen, dass bei einer solchen Börse, zu Beginn nach langer Pause durchaus auch mal kein allzugroßer Gewinn zu erwarten ist. Wenn Aussteller und damit meine ich gute Händler die durchaus Mineralien und Fossilien in ausgesuchter Qualität anbieten und ich meine Sammler (Hobbyhändler) die Eigenfunde anbieten, bereit sind an einer solchen Börse teilzunehmen auch wenn der Gewinn in den ersten ein zwei Jahren eher gering ist. Dann Denke ich dass sich das einspielen wird und nach entsprechender Zeit auch genügend Sammler anreisen und der Verkauf dann auch wieder in die richtigen Bahnen geht.
Denn diese Aussteller oder wie auch immer man die Händler, Hobbyhändler und Sammler nennen will, wollen eigentlich keine Besucher die Busweise durch die Halle geschleust werden und letztendlich einen Handschmeichler für 2 Euro kaufen.
Wir werden versuchen mit geringer Standmiete den Kostenbeitrag für die Aussteller so gering wie möglich zu halten und dadurch auch tatsächlich wieder eine vernüftige Sammlerbörse zu erhalten.
Dass dieses Zeit braucht wissen wir, aber dass es funktioniert sieht man an verschiedenen kleineren Sammlerbörse die es gibt und die Sammler durchaus auch schon mal einige Kilometer in Kauf nehmen um dorthin zu fahren.
Also in wenigen Wörtern, interessante Börsen, Fachpublikum, Fachhändler-Hobbyhändler-Sammler die verkaufen, Bestimmungsmöglichkeiten, keine Esoterikfans, keine Ramschverkäufer, Keine Besucher nur wegen Kaffee und Kuchen etc.
Gruß
loparit
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Hallo Loparit,
Du sprichst mir aus der Seele. Nur so kann man gute Börsen machen. Siehe z.B. Bergisch Gladbach oder Freisen.
Ich wollte mit meinen etwas provokativen Zeilen darauf Aufmerksam machen, daß es die Aussteller sind, die das Charma einer Börse ausmachen. Wenn sich nun einige darüber beschweren, daß das Angebot dieser Händler nicht´s für den ernsthaften Sammler ist, so mögen sie doch bitte darüber nachdenken auf einer oder mehreren Börsen selbst einen Stand zu eröffnen. Dort können sie genau das Material anbieten, welches sie so schmerzlich vermissen. Und natürlich werden sie in den ersten Jahren noch draufzahlen, aber das würden alle anderen ja auch tun. Aber nur so kann sich eine gute Börse mit einem ausgewogenen Angebot entwickeln.
Ich denke einfach, man sollte etwas zurückhaltender sein mit Forderungen, die man selbst nicht zu erfüllen bereit ist. Und nur schimpfen ändert sicher nichts.
Abgesehen davon sollten Fälschungen und sonstige Betrugsversuche mit einem sofortigen Ausschluß von jeder Börse geahndet werden.
Abschließend noch ein Hinweis auf eine ganz ganz tolle Sache.
Die Tauschbörse, die die Trüffelschweine organisieren ist doch genau das, was man als Sammler braucht. Das Salz in der Suppe. Hier wird doch genauestens vorgeführt, wie und was man machen kann.
Gruß
Ralf
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Hallo Sammlerkollegen !
Es ist unumstritten so, dass in den letzten Jahren die Zahl der Fälschungen
auf den Mineralienbörsen zunimmt.
Allein auf der letzten Börse in Gelsenkirchen und diese ist wahrhaft als klein
zu bezeichnen, gab es geklebte Vanadinitstufen, bestrahlte Rauchquarze aus
Rumänien, sehr gut gemachte (und teuer angebotene) Stufen Szepterquarz
aus Rumänien, gefärbte Rhodochrositstufen und und und.
Schmuck und Esotherik fehlte natürlich auch nicht!!
Das ist aber nur ein Beispiel meines letzten Börsenbesuches, die anderen
besuchten Börsen waren auch nicht "sauberer".
Meiner Meinung nach muß der Veranstalter das unterbinden. Für ihn heißt das
Kontrollgänge und auf Hinweise reagieren (wird aber nicht unbedingt gemacht)
Außerdem sollte der Veranstalter über genügend Sachverstand verfügen.
Als langjähriger Sammler kann man da schon selbst sondieren und man fällt kaum
auf die Tricks der schwarzen Schafe rein aber sicher ist man davor nicht!!
Was aber geschieht mit den Anfängern, die teure Fälschungen kaufen??
Da es üblicherweise auf diesen Börsen keine "Rechnungen oder Quittungen"
gibt, hat er noch nicht mal Beweise in der Hand um rechtlich etwas zu unternehmen.
Ich denke der von Loparit beschriebene Weg ist der Richtige und es bleibt zu
hoffen, dass der Erfolg nicht ausbleibt.
Wo findet diese Börse denn statt ???
Glückauf
Klaus
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Hallo
der Mineralogisch-, Geologische Arbeitskreis Saar e.V. (kurz MGAS) veranstaltet diese erste Börse am 20. November 2005 in Schwalbach-Hülzweiler im Saarland.
Ich schreibe bewußte erste Börse, denn bisher hatten wir immer Ausstellungen in Kombination mit einer kleinen Börse.
Dabei waren zwischen 30 und 45 Vitrinen mit bestimmenten Themen ausgestellt, welche die Vereinsmitglieder ausgearbeitet hatten. Und diese Mitglieder hatten dann auch einen Stand wo Sie verkaufen durften. Doch über die Zeitachse von 20 Jahren ist es natürlich immer schwieriger geworden interessante Themen für die Ausstellung zu finden. Auch wurde es immer schwieriger die Vereinsmitglieder zu immer neuen Ausstellungen zu bewegen. Als dann bei einem Hochwasser unser Vitrinenbestand mehr oder weniger zerstört wurde, hatten wir die Ausstellung eingestellt.
Nun wollen wir einen neuen Anfang mit einer Sammlerbörse versuchen.
Zum Thema Fälschungen kann ich nur sagen, dass es natürlich an der Börsenleitung liegt, dies zu ändern. Doch wenn diese nur auf den Verdienst schaut, ist es nicht verwunderlich dass die Ramschhändler immer mehr zunehmen und dementsprechend auch die Fälschungen etc.
Oft fehlt den Veranstaltern aber auch das Wissen und die Erfahrung diese Dinge zu erkennen. :-\
Ich fahre nun seit 1999 in regelmäßigen Abständen nach Rumänien und habe schon viele Fälschungen gesehen, ob das geklebte Wolframite sind, geklebte Fluorite oder was sehr begehrt ist sind geklebte Scheelite.
Trotzdem bin ich einer Amethystfälschung fast auf den Leim gegangen. :o :o
In Cavnic hatte mir ein Händler Amethyste angeboten, die waren so toll und da schon lange keine mehr gefunden wurden war ich begeistert. ;D ::)
Zum Glück habe ich nicht gekauft, denn ein anderer rumänischer Händler (ein Zigeuner) hatte mich gewarnt und mir anschließen gezeigt wie die das machen.
Es gibt einen Farbstoff mit welchem man Fensterglas einfärben kann. Und mit diesem Farbstoff haben die fast transparente Quarze angestrichen. Danach den Quarz in ein stark verdünntes Salzsäurebad und anschließen gewässert. Die Farbe dringt in den Quarz ein (fragt mich nicht wie das möglich ist ???). Aber das resultat war so Perfekt dass ich die falschen "Amethyste" fast gekauft hätte. Natürlich gab es viele die so schlecht gemacht waren, dass es sofort aufviel aber diese waren perfekt. Der Glanz etc. alles war dar und die Färbung stimmte. Das gleiche habe ich auch bei Fluoriten erlebt, die eben häufig weiß sind und auf weißem Calcit sitzen. Die wurden in ähnlicher weiße eingafärbt und man hat es fast nicht gesehen. Also gerade bei rumänischen Mineralien Augen auf.
Gruß
loparit
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Hallo,
sorry, aber ich glaube nicht, daß ein Händler, der gefälschte Stufen, Mineralien-Ikebana und gefärbte Kristalle abbietet, ohne daß er das kennzeichnet, ein Fall für die Börsenaufsicht ist. Das ist mindestens ein Fall fürs Gewerbeaufsichtsamt.
Bei einer Privatperson, die nicht viel Erfahrung hat, nur selten mal ein einzelnes Stück kauft oder verkauft, kann man Fehler verzeihen, aber ein Händler muß (!!!!!) in der Lage sein, zu erkennen, ob ein Stück so plump gefälscht, geölt oder sonst wie verfälscht ist. Wenn er diese Verfälschungen dann auch noch selber vornimmt, betreibt er organisierten Betrug, wenn er nicht mitteilt, was er da verkauft.
So etwas kann man als Börsenleitung nur dann unterbinden, wenn man von vorne herein mit der Gewerbeaufsicht zusammen spielt und dort jemanden erwischt, der sich damit auskennt. In der Regel sind diese Leute dort sehr umgänglich, insbesondere wenn man sie auf bekannte Probleme im Vorfeld hinweist. Kein Wunder, eine hohe Zahl von erwischten Unregelmäßigkeiten erhöht die Chance auf Beförderung.
Übrigens gibt es ja auf jeder Börse eine Börsenordnung. Eine hervorgehobene Klausel wie
"Alle Händler verpflichten sich, ausschließlich unverfälschte Stücke anzubieten. Das Anbieten von gefärbten oder bestrahlten Mineralien ist nur dann erlaubt, wenn sie als solche deutlich sichtbar gekennzeichnet sind, Monturen und Abgüsse müssen ebenfalls deutlich sichtbar gekennzeichnet sein, das Anbieten von geölten Stücken ist verboten. Ein Verstoß führt zum sofortigen Börsenausschluß, der Veranstalter behält sich vor, in solchen Fällen Anzeige wegen Betrugs bei der örtlichen Staatsanwaltschaft zu stellen sowie den Verstoß beim DMF zu melden."
schafft Rechtssicherheit und eine sichere Arbeitsposition, insbesondere wenn der Händler diese bei Bezug seines Standes auch unterschreiben muß.
schöne Grüße
Tobias
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Hallo Thobias,
soviel zur Theorie....
Die angesprochenen "Rumänen" sind in dem Sinne keine Händler bzw. Gewerbetreibende.
Soweit mir bekannt ist, haben die wenigsten auf einer Mineralienbörse einen Gewerbeschein,
daher bekommt man auch kaum eine Rechnung.
Natürlich hast du Recht, das ist eindeutig Betrug aber wenn es keinen Nachweis gibt??
Wie "erwischt" du (angenommen die Fälschung bemerkst du wenn die Börse vorbei ist) einen fliegenden Händler??
Mir scheint, wer auf Börsen einkauft, muß dieses Risiko in Kauf nehmen oder es sein lassen.
Wie schon gesagt, "alten Hasen" kann man nicht so leicht Fälschungen unterschieben aber
was ist mit den Anfängern???
Man sollte vielleicht Warnschilder am Eingang der Börsen aufstellen ! ???
Glückauf
Klaus
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Hallo Klaus,
soweit ich weiß, muß alles, was nicht 100%ig so ist, wie es scheint, gekennzeichnet sein. Wenn eine Stufe geölt ist, obwohl es nicht dran steht, ist das bereits ein Verstoß gegen die Wettbewerbsregeln, egal ob sie verkauft wird oder nicht. Bei einigen Börsen, auf denen Fische verkauft werden (da kenn ich mich besser aus) geht vor der Eröffnung der Börse der Börsenwart zusammen mit dem zuständigen Amtstierarzt herum und begutachtet jeden Stand. Es gab da Börsen, bei denen jeder 3. Händler wieder gehen durfte, teilweise direkt mit einem satten Bußgeldbescheid.
Bei dem entsprechenden Rumänen wäre das dann versuchter gewerbsmäßiger Betrug und damit ein Grund, ihn vor der Eröffnung der Börse mindestens wieder zusammenpacken zu lassen. Wenn der Veranstalter ein oder zwei Jahre nach Zahlung der Standmiete, aber vor Eröffnung der Börse nach Hause schickt, wird sich das schnell rumsprechen.
schöne Grüße
Tobias
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Hi, wollte auch mal meinen Senf als langjähriger Börsenbesucher ( und nach 6 x Standinhaber in München ) dazugeben.. möchte auch n bisschen provozieren am Beispiel einer großen Börse
Ihr habt auf jeden Fall alle Recht mit allem was Ihr sagt !
Gefälschte, geklebte, gefärbte und sonstwie unnatürlich veränderte Mineralien sind ein Übel und ein Graus und zum Kotzen für den Sammler, der auf einer Börse authentisches, echtes, garantiert einwandfreies Material erwartet und auch bereit ist, dafür Geld auszugeben.
Das zweite Übel sind nicht wenige Veranstalter, die mit Börsen Geld verdienen und immer mehr verdienen wollen.
Siehe Saainte Marie - die haben schon die nächste Ausbaustufe für die Schmuckhändler beschlossen und keiner hat Probleme damit !
...Money, money let`s the world turn round, let`s the world turn round.... )
Aber, aber, aber - jetzt kommts - ohne daß ich auch nur einen rumänischen oder chinesischen Händler in Schutz nehmen möchte :
1. Niemand zwingt Euch, gefälschte Stücke zu kaufen !
2. Niemand kann einem Händler mit oder ohne Gewerbeschein verbieten, Ware anzubieten, die letztendlich gekauft wird.
Was das nun ist, bleibt doch letztlich dem Verkäufer überlassen - solange es gekauft wird ! Das ist uralter Handelsbrauch, und Börsen sind nichts anderes als Märkte .
GEHT MAL AM MONTAG ZUM ALDI ODER PENNY - DA LIEGEN DIE GAMMELIGEN SALATE UND TOMATEN VOM FREITAG - UND SIE WERDEN GEKAUFT 11
3. Ich mag weder Schmuck noch Esoterik auf Mineralienbörsen. Aber - Leute - das isses, was sich verkauft !
Die meisten Besucher kommen wegen " schöner Steine " - schön, bunt, skurill, , muß heilwirkend sein, billig - das ist der Kaufgrund ! Und ob diese Brocken nun echt, geklebt oder gefärbt sind - das interessiert die meisten doch überhaupt nicht !
Die suchen nicht den Magnesiokatophorit in Amphibolit mit garantiertem Fundort zu 20.- Euro !
Aber die Händler wissen, daß eben diese bunten, geklebten, montierten etc. Stücke gekauft werden !
DIE LEUTE WOLLEN VERARSCHT WERDEN !!!
Wie anders ist es erklärlich, daß einer der Hauptverkäufer auf der Heitersheimer Börse ( an sich ne ganz gute Börse ) seinen 2-Tagesreibach mit einer riesigen Auswahl von winzigen Trommelsteinen - aber bunt und für jede Krankheit ein anderer - macht ? Warum schreitet hier eigentlich nicht das Gewerbeaufsichtamt ein, - ist schon kriminell )
DIE LEUTE GLAUBEN ES !
4. Ich hab mal vor n paar Jahren ne Statistik über die Münchner Mineralientage gelesen, bezogen auf das "Ausgabeverhalten "
Von 100.000 Besuchern gaben für ihre Käufe aus ( Großhandel ausgeschlossen)
-80 % weniger als 20.- DM
- 5 % mehr als 50.-
- 3 % zwischen 50.- und 200.-
und nur ca. 2 % mehr als 200.-
Wo soll denn da der Umsatz des Händlers herkommen ? Wie soll er seine Kosten decken ?
denn:
-Vom Standaufbau (München) bis zum Abbau = 5 Tage = 4-5 Tage Übernachtung pro Person; wenn Standhelfer noch mal das gleiche ( 2 Zimmer )
-Fünf Tage Essen und Trinken ausserhalb zuhause
-An- und Abfahrt nach und von München ( bei manchen kommen da locker 1000 oder mehr km zusammen)
-Standmiete ( zZt ca. 25o € pro lfd. Meter)
-Licht kostet extra
+ plus
Einkaufskosten der Ware ! Plus Zoll bei Nicht-EU-Anbietern ! Plus Versand ( wenn Anbieter nicht aus Europa )
Der "arme" Chinese, Marokkaner oder Rumäne muß da erst mal 1.500 bis 2.500 € hinblättern bevor er auch nur eine Stufe verhökert. Ist es da nicht zu verdenken, daß da mancher seine Schätze verkaufsfördern aufpäppelt !
(früher haben die Pferdehändler ihren Tieren geringe Mengen Arsen zum Fressen gegebenm damit das Fell glänzt; der Türke aufm Markt giesst ständig Wasser übern Salat, das sieht besser aus und macht schwerer; schon Michelangelo hat Fehler an seinen Bildhauereien mit Steinmehl zugeklebt - alles, alles schon dagewesen - UND WIRD GEKAUFT ! )
Oder man muß eben das Sortiment erweitern mit Schmuck, Perlen oder gezüchteten Kristallen - es wird dafür bestimmt Käufer geben. Die Praxis zeigts.
Ich bin sicher, daß sich irgendwann mal "echte" von " den "gewöhnlichen" Bören trennen werden. So sollte es und könnte es auch sein.
Aber - dann muß man halt auch damit leben, daß es dann auf diesen "echten Sammlerbörsen " halt ein Überangebot an eigenen Funden geben wird: Calcit, Calcit, Calcit, Quarz, Quarz, Achate, Rockenberger Sandrosen und vielleicht n paar Mikros von den deutschen Halden.
Aber nen chinesischen Fluorit muß man dann trotzdem in München, Sainte Marie, Stuttgart oder snstwo auf ner großen Börse kaufen - und verdammt nochmal - vorsichtig sein !
Wie gesagt - und dieser Artikel ist viel länger geworden als ich wollte - keiner zwingt Euch, Schrott zu kaufen !
Noch`n Nachsatz: Es sind bei Gott nicht nur die Rumänen, Chinesen, Pakistaner etc.: Ich könnte Euch ad hoc auch "renommierte" deutsche Händler nennen, die bewußt Fälschungen verkaufen ! Besonders, wenns um seltene Mineralien geht, die angeblich analysiert sind ! Für viel Geld !
collector
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Hallo,
volle Zustimmung, Tobias. Betrug ist Betrug, mit oder ohne Gewerbeschein. Wenn mich jemand übers Ohr haut tut es nichts zur Sache, ob er ein Gewerbe angemeldet hat, oder ob er das privat macht, der Vorsatz ist entscheidend:
§263 StGB
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
Problem ist nur: Wo kein Kläger, da kein Richter!
Andererseits könnten die Händler schon was tun: Abmahnungen !
@Collector "DIE LEUTE WOLLEN VERARSCHT WERDEN !!!" - nein, ich nicht. (bin auch schon auf den MM mit geklebter Stufe reingefallen) An dem betrügerischen Anbieterverhalten ändert das nichts - auch wenn ich vorher den Betrug bemerke und deswegen nichts kaufe.
"2. Niemand kann einem Händler mit oder ohne Gewerbeschein verbieten, Ware anzubieten, die letztendlich gekauft wird." - Das sehe ich anders (siehe oben Zitat StGB).
"GEHT MAL AM MONTAG ZUM ALDI ODER PENNY - DA LIEGEN DIE GAMMELIGEN SALATE UND TOMATEN VOM FREITAG - UND SIE WERDEN GEKAUFT 11" - mag sein, jedoch werden da nicht Stachelbeeren rasiert und als Weintrauben verkauft.
Gruß
Berthold
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In diesem Zusammenhang kann ich eigentlich nur mein Angebot erneuern, eine Tauschbörse ala Trüffelschweine in den Räumen unserer Scheidebank durchzuführen. Klar werden Sammler ersma Sammler unter sich sein, und es werden die Superhalligalli-Stufen aus Schlagmichtodweitweg fehlen. Aber Tag 1 mit "open end" wär den Ausstellern (falsches Wort, besser: Teilnehmern) vorbehalten. Ungestörter Schwatz, Zeit zum Gucken, Vergleichen, Tauschen. Abendbier. 2. Tag: Öffnung nach außen: interessiertes Publikum zum symbolischen Eintrittspreis willkommen. Kosten "Saalmiete" insgesamt 350,00 € (Das entspricht den Unkosten, die unser Verein für Saubermachen, Wasser, Abwasser,... tragen muss.) Bei sagen wir mal 15 Teilnehmern sind das nich mal 25 EURO für zwei Tage als "Standgebühr" (auch ein hässliches Wort). Wenn der erste tag der Samstag ist, kann man bedarfsgerecht für den Abend vorsorgen in Sachen "AG,AfG,S+R".
Achso: Ort: Zug bei Freiberg
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Völlig korrekt Collector,
und jetzt hau ich nochmal drauf.
Sagen wir einmal ganz pauschal, alle Börsenveranstalter sind nur auf´s Geld aus ( stimmt nicht, aber trotzdem ). Sie wollen also so viele Aussteller wie möglich in ihren Räumen unterbringen. Ist das Raumangebot nun größer als die Zahl der Aussteller, nehmen sie jeden Klimperhändler und potentiellen Betrüger in ihre heiligen Hallen auf. Klar, sie wollen ja keine leeren Stände.
Und jetzt nochmal an die Obermeckerer. In dem Moment, wo die Zahl der teilnahmewilligen Aussteller größer ist als das Platzangebot hat der Veranstalter die Qual der Wahl. In so einem Fall wird er sicher zwielichtige Händler der Börse verweisen und dafür korrekte zulassen.
Und genau das könnt Ihr beeinflussen. Bis jetzt hat sich noch keiner der Kritiker dazu geäußert, warum er nicht selbst einen Tisch mietet und seine Doubletten dort anbietet.
Denn im Prinzip ist es doch so, ihr wollt gute Stufen für´n Butterbrot kaufen. Ihr seid sauer, weil das keiner macht und werft den Ausstellern und Veranstaltern Geldgeilheit vor. Ihr seid selbst aber ( verständlicherweise ) auch nicht bereit Zeit und Geld zu verschenken, um anderen Sammlern eine Freude zu machen. Ihr seid außerdem nicht bereit, Sammlern und seriösen Händlern eine mittelprächtige Calcitstufe aus einem Deutschen Steinbruchauch nur für 5 € abzukaufen, logisch habt ihr alle schon. Ihr seid auch nicht bereit 3 € für einen Topas oder Pseudobrookit vom Emmelberg zu zahlen, selbst wenn der um vieles besser ist als die in Eurer Sammlung.
Liebe Leute , Geldgeilheit kann man in zwei Richtungen auslegen. Beim Einnehmen und beim Ausgeben.
Jahrelang hab ich als Aussteller auf Börsen wirklich gute Micromounts aus der Eifel angeboten. Immer war ein Tisch für diese Stüfchen und das Mikroskop belegt. Selbst auf der sehr schönen Börse in Bergisch Gladbach, wo sich Dutzende Eifelsammler treffen, hab ich dann jedesmal vielleicht für 10 € verkauft. Der Tisch kostet schon alleine 35€. Die meisten haben sich die Sachen noch nicht mal angeschaut. Gefragt wirste nur nach absoluten Raritäten, die sowieso keiner verkauft. Und wenn doch mal was interessantes auf dem Tisch stand, was dann 10€ kosten sollte weils eben schweineselten ist, wird man noch blöd angekuckt und als Geldgierig bezeichnet.
Leute, hab ich sie noch alle ?????
Jetzt stehen auf dem Tisch sehr gute Stücke aus aller Herren Länder. Alle korrekt bezeichnet und garantiert nicht manipuliert, DAS wird gekauft. Ich habs nicht nötig, geklebte Stufen oder Edelsteinbäumchen zu verkaufen. Und wenn sich jemand bei mir einen guten Bergkristall kauft, um damit seine Hämmorhoiden zu behandeln, dann freuts mich und den Käufer auch.
Sorry, wenn ich ein wenig heftig war, aber es musste mal gesagt werden.
Ralf
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Hallo,
naja, aus Sicht des Händlers ist es immer etwas anders. Ich für meinen Teil mache auf Börsen keinen Stand, weil ich nichts (oder nicht die Menge) habe, was so eine Aktion rechtfertigen (kostentragend) würde. Nun, bei Micromounts auf einer Börse ist das immer so eine Sache, da kann ich mir gut vorstellen, dass das nicht so geht - Gründe liegen auf der Hand. Aber wenn es gute Stufen sind wurden/werden allemal noch auch gute Preise erzielt. Das Ganze hat meiner Ansicht nach aber nichts mit dem Thema hier "Machtlos gegen Fälschungen auf Börsen?" zu tun.
In 2001 hab ich mir mal das Vergnügen geleistet und war insgesamt auf 30 Börsen. Nur soviel: Die Veranstalter sind nicht machtlos, sie machen nur nichts (manchmal sind die Veranstalter zugleich auch Händler, da braucht man sich nicht wundern, die werfen sich ja nicht selbst raus). Die Händler sind nicht machtlos, die machen nur eben auch nichts gegen die schwarzen Schafe in ihren Reihen. Und die Besucher / Sammler sind auch nicht so machtlos, machen aber vieleicht zu wenig. Gegen die Auswüchse stehen von der Verantwortung her 1.) die Verkäufer, 2.) die Veranstalter und 3.) am wenigsten die Besucher in der Pflicht. - Oder ?
Ach ja, es gibt schon noch Börsen wo man Mineralien kaufen kann, ohne Gefahr zu laufen angesichts der gefärbten Phantasie-beschrifteten Esoterik-Eier die Stände vollzukotzen. Aue, Ehrenfriedersdorf, Windischeschenbach ...
Gruß
Berthold
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Hallo Collector,
deinem langen Artikel eine kurze Antwort:
1. Mich zwingt natürlich keiner diesen Schott zu kaufen, ich kaufe ihn ja auch nicht weil ich ihn erkenne, der Laie aber nicht. Und wenn der Laie wüsste, das es Fälschungen sind, würde er es auch nicht tun.
2. Keine noch so hohe Standgebühr und sonstige Händlerausgaben berechtigen zu offenem Betrug. In Deinem Bericht klingt es ja geradezu so als ob die armen Händler auf Grund der hohen Ausgaben dazu gezwungen werden Fälschungen in Massen zu produzieren. Auch kein Händler wird gezwungen zu einer Börse zu fahren wo die m-Gebühr 250.- € kostet, und die Fälschungen gibt es überall auch auf kleineren Börsen!
@Berthold Deiner Meinung stimme ich voll zu, jeder hat es in der Hand etwas dagegen zu machen, auch der Kunde, nicht kaufen was anrüchig ist und auch mal drauf aufmersam machen.
Gruß Jürgen
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hallo, ich denke mal es kann sich heute kein verkäufer mehr leisten fälschungen oder manipulierte stücke auf börsen anzubieten.das spricht sich so schnell rum gerade in der heutigen zeit ,versuche gibt es aber bestimmt immer .
nur bei den verkäufern kauft doch keiner mehr was.
wegen der preise, es ist doch jedem selbst überlassen zu welchem preis er was verkauft oder für welchem preis er was einkauft .
mir gefällt es auch nicht wenn ich auf börsen komme und dann jede menge schmuck usw. sehe, aber ich muß ja keinen kaufen oder ansehen. bleibt doch jedem selbst überlassen.
die veranstalter von börsen haben manchmal keine ahnung von mineralien und fossilien und ich glaube sie wären auch etwas überfordert ein urteil über manipulierte stücke abzugeben. ich denke da wären eher die anderen verkäufer die auf börsen sind gefragt und sollten auch was gegen solche machenschaften untermehmen. es fällt ja auf alle zurück.
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Hallo,
ich denke, einen wichtigen Punkt haben wir noch nicht angesprochen:
Die meisten Leute, die auf eine Börse kommen, sind keine Sach- oder gar Fachkundige, sondern Leute, die dahin gehen, weil da etwas los ist und ggf. einen bunten Stein kaufen möchten. Hinzu kommen die, die meinen, dort billige Steine zu bekommen, aber nicht unbedingt als Mineraliensammler zu bezeichnen sind.
Diesen Leuten ist es egal, ob der gezeigte Stein von selber so schimmert oder ob er geölt wurde, die Hauptsache, er macht sich im Setzkasten oder auf dem Kaminsims gut und passt zur Tapete. Diesen Leuten ist es auch egal, ob eine angebliche Stufe montiert ist oder nicht, diesen Leuten ist es egal, ob der Teller aus Fossilien nun einen geschliffenen Originalfundzusammenhang darstellt oder ob er von 4629 Standorten gemischt wurde. Die wollen dekorative Dinge billig kaufen oder auch nur ein "nettes Andenken".
Hier ist auch jedes Etikett vergebliche Liebesmüh, denn ob der Stein nun Fluorid heisst und aus England kommt (von der Groverake Mine und Weardale haben sie eh noch nichts gehört) oder als Kyanith aus China oder als Mafait aus Bayern bezeichnet wird. Die Hauptsache ist, daß er sich mit dem Schnitzengel aus Seiffen und der Schneekugel vom Kölner Dom versteht.
Hier sind Mineralien und Fossilien Dekorationsartikel, da stört es nicht weiter, wenn sie eingefärbt, bestrahlt, geölt oder montiert sind, es ist kein Mangel in der gewünschten Funktion, so lange die dekorativen Eigenschaften sich mit der Zeit nicht verändern.
Die zweite Gruppe ist auf Börsen, weil ein bestimmter "Lehrer" oder ein "Lehrbuch" ihnen sagt, daß gewisse Steine gewisse Eigenschaften haben und sie mit diesen eine bestimmte Veränderung an Körper und Geist erzielen möchten. Hier ist das Hauptkriterium der Name und daß die Kunden glauben möchten, daß sie wirken.
Anders ist das, wenn jemand sachkundiges etwas für seine Sammlung sucht. Dann gehts meist nicht nur um "das ist aber schön", sondern um ein ganz bestimmtes Mineral, die Kristallform, Herkunft usw. Das brauch ich ja hier nicht zu erzählen, das ist ja bekannt. Hier ist Dekorativität nur ein Teil der gewünschten Eigenschaften, hier gehts um "mehr". (Ich setze das in Anführungszeichen, denn das Ziel ist genauso ernsthaft wie das, ein Dekostück zu kaufen) Die Ansprüche an das Objekt werden größer. Es muß das richtige Mineral in der richtigen Morphose vom richtigen Standort sein, die Stufe sollte das Mineral gut zur Geltung bringen und nicht zu groß oder nicht zu klein sein. Die Herkunft und ggf. Vorbesitzer müssen gut dokumentiert sein und das Ganze sollte als naturwissenschaftliches Belegstück in einem natürlichen bzw. naturnahen Zustand sein, mit anderen Worten: Außer Reinigung und Formatierung darf keine weitere Bearbeitung stattgefunden haben, wenn man von der Fixierung von empfindlichen Mineralien absieht.
Diese Anforderungen sind höher und viele Mineralproben können ihn nicht erfüllen, sind also aufgrund verschiedener Mängel für einen Fachkäufer nicht attraktiv.
Die Zahl dieser Kunden ist vergleichsweise gering, die Zahl der Mineralien, die auf der Börse gekauft werden, genauso. Häufig gibt es Händler, die auf diese Kunden spezialisiert sind, so daß sie bei anderen Händlern kaum in Erscheinung treten.
Diese drei Gruppen haben nur in wenigen Berührungspunkten gemeinsame Interessen, die Qualität der Mineralien ist nur bedingt eine dieser Interessen. Der niedrige und -wie oft auf Börsen- verhandelbare Preis sind da eher im Interesse der Kunden. Das ist einer der Gründe, warum ein Kunde auf einer Börse grundsätzlich behaupten wird "das ist aber teuer", am besten ohne sich ein MM oder so näher anzusehen. Die wirkliche Kultur des Feilschens ist in Deutschland nicht beheimatet und die Art und Weise, auf die gefeilscht wird, ist oft nicht wirklich kultiviert, aber von beiden Seiten.
Generell habe ich, wenn ich auf eine Börse gehe, ein Budget, ein Ziel (z.B. ich möchte einen grünen Pyromorphit) und im Zweifelsfall die Frage nach der Visitenkarte. Wenn der Händler nicht allzu weit weg ist, kann man ihn nach der Börse auch noch besuchen. Wenn er zu weit weg ist oder keine Karte hat, geht mein Geld oft an jemand anderen.
Da, wo ich die Ware direkt sehen kann, bin ich noch nicht betrogen worden (glaube ich).
schöne Grüße
Tobias
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.. und hier noch die Übersicht über einige bekannte und unbekanntere Fälschungen der Vergangenheit und z.T. noch Gegenwart auf zahlreichen Börsen!
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/F%E4lschungsliste?redirectfrom=F%E4lschungen
Gruß Peter
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Die vielen tollen und auch ausführlichen Beiträge so vieler Mitglieder zeigt einerseits die Brisanz des Themas aber auch auf welchem hohen Niveau fach- und sachkundig hier diskutiert wird, einfach toll.
Vieles ist hier schon auch kontrovers und provokant, was gut ist, zur Sprache gekommen. Was mich immer besonders auf die Palme bringt ist das von manchen Händlern offensichtliche Fälschungen oder Manipulationen auch nach Aufdeckung verleugnet werden und wenn man hartnäckig drann bleibt dann doch zugegeben werden.
Ein weiteres was mich immer aufregt und wo ich schon öfter eingeschritten bin in dem ich den potentiellen Käufer informiert habe ist wenn gezüchtete Kristalle von teils giftigen bzw. gesundheitsgefährdenten Stoffen (z.B Blutlaugensalz, Kupfersulfat) an Kinder oder Eltern für ihre Kinder verkauft werden ohne diese darauf aufmerksam zu machen. Das ist einfach verantwortungslos!!
MfG Jürgen
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Hallo nochmals an alle,
dass hier so viele Leute diese Menge Text durchlesen spricht für die Wichtigkeit dieses Dikussionspunktes!
Natürlich gibt es viele verschiedenen Ansichtspunkte und auch Orte von denen man diese Punkte betrachten muß. Sei es, Börsenveranstalter, Händler, Sammler, Schmuckverkäufer, Käufer eines Dekorationsstückes oder Käufer einer MM Stufe etc.
Doch eines Denke ich kann doch ganz klar gesagt werden, egal wo man steht.
Der Käufer egal was er kaufen möchte, ein Stück für die Sammlung oder als Dekoration kauft das Teil weil es ihm gefällt oder weil er es für seine Systematik, oder sonstige Sammelrichtung haben will. Er kauft es auch wenn es nicht geklebt, geölt, verschönt etc ist.
Natürlich spielt da auch der Preis eine große Rolle. Da es Personen gibt die auf 1 Euro achten müssen und eben auch Personen gibt die nicht auf 1000 Euro achten müssen, heißt das noch lange nicht, dass diese Personen getürktes Material kaufen wollen.
Warum kann es nicht selbstverständlich sein, dass der Händler, gute Ware für das gute Geld das er bekommt, anbietet ???
Und warum kann es nicht sein, dass eine Mineralien- Fossilienbörse eben auch nur Mineralien und Fossilien anbietet ???
Deshalb wird es höchste Zeit, dass Börsen für Sammler und "Jäger" ;D angeboten werden auf denen eben diese Punkte von der Börsenleitung überwacht werden. Natürlich kommt dort weniger Publikum, aber eben Publikum das nicht die Okenite aus Indien mit dem Aufschrei "oh schau mal Schatz ein Schimmelpilz" kaputtdrücken ::) ::) .
Natürlich kann es dann auch Börsen geben, mit Schmuck, Esoterik, Heilsteinen etc. Das heißt aber nicht, nur weil die Besucher dieser Börsen ein anderes Klientel darstellen, dass die Händler deshalb getürkte Stücke und Material anbieten müssen.
Ganz klar ist es letztendlich jedem selbst überlassen, ob er getürktes Material kauft oder nicht aber das rechtfertigt noch lange nicht das anbieten solcher Dinge.
Oh wollte eigentlich nicht so viel schreiben ;D ;D
Gruß
loparit
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Natürlich kann es dann auch Börsen geben, mit Schmuck, Esoterik, Heilsteinen etc. Das heißt aber nicht, nur weil die Besucher dieser Börsen ein anderes Klientel darstellen, dass die Händler deshalb getürkte Stücke und Material anbieten müssen.
nein, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist tatsächlich viel größer als auf 'echten Sammlerbörsen' von denen es ohnehin nicht mehr genügend gibt.
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Was mich immer besonders auf die Palme bringt ist das von manchen Händlern offensichtliche Fälschungen oder Manipulationen auch nach Aufdeckung verleugnet werden und wenn man hartnäckig drann bleibt dann doch zugegeben werden.
Ein weiteres was mich immer aufregt und wo ich schon öfter eingeschritten bin in dem ich den potentiellen Käufer informiert habe ist wenn gezüchtete Kristalle von teils giftigen bzw. gesundheitsgefährdenten Stoffen (z.B Blutlaugensalz, Kupfersulfat) an Kinder oder Eltern für ihre Kinder verkauft werden ohne diese darauf aufmerksam zu machen. Das ist einfach verantwortungslos!!
..und darüber rege ich mich auch schon seit rd. 25 Jahren auf!
Gruß Peter
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Ein weiteres was mich immer aufregt und wo ich schon öfter eingeschritten bin in dem ich den potentiellen Käufer informiert habe ist wenn gezüchtete Kristalle von teils giftigen bzw. gesundheitsgefährdenten Stoffen (z.B Blutlaugensalz, Kupfersulfat) an Kinder oder Eltern für ihre Kinder verkauft werden ohne diese darauf aufmerksam zu machen. Das ist einfach verantwortungslos!!
..oder Uranmineralien....
ich finde , das diese ausdrücklich auf den Ständen als radioaktiv ausgezeichnet werden müssen (was leider nicht jeder macht , besonders bei MM/KS..)...sowas gehört ebenfalls auch nicht ins Kinderzimmer....
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Was mir auch immer etwas zu denken gibt sind die Fundorte....
ob die da wirklich so stimmen ... :P :-X
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Jaja, es ist schon eine hochkomplizierte Sache mit den Börsen, aber auch mit dem Mineralienhandel allgemein. Es ist vielleicht ein wenig schade, das hier ( auch von mir ) zwei Themen miteinader vermischt wurden.
1. Fälschungen und Betrug
2. Das gemischte Angebot
Zum ersten Punkt kann man ruhig sagen, daß niemand hier damit einverstanden ist oder es auch nur toleriert. Ob es jemals besser wird steht in den Sternen. Wirklich und letztendlich beeinflussen kann es nur der Veranstalter. Ich mach mir jedesmal die Mühe, egal ob als Besucher oder als Aussteller, die Börsenverantwortlichen auf solche Mißstände hinzuweisen. Nutzen tut´s meist nix, weil eben nur wenige auf der Börse den Mund aufmachen.
Über den zweiten Punkt kann man jedoch sehr kontrovers diskutieren. Vielleicht wenn man´s in verschiedene Börsenklassen einteilt.
Da gibts zuerst die reinen Sammlerbörsen, wo kein Schmuck und Tand zugelassen ist und jede erkennbare Fälschung sofort zu einem Eklat führt. Hier sind die Veranstalter doch meist rührige Vereine oder deren Mitglieder oder einfach nur Interessengemeinschaften. Da gehts nun wirklich nicht ums Geld, sondern um den Erfahrungsaustausch und den Spass an der Freude. Solche Börsen sind Perle, die es zu erhalten gilt. Den Aufwand und die Mühe, die von den Veranstaltern und Teilnehmern aufgebracht werden, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Die Besucherzahlen sind eher klein und das Publikum besteht überwiegend aus mehr oder weniger Fachkundigen Sammlern samt Familie. Die Tischmieten sind meist sehr gering und dienen nur der Deckung der Kosten.
Die nächste Klasse bilden gute Börsen, die ein sehr ausgewogenes Angebot bieten. Ich hatte da schon Bergisch Gladbach und Freisen genannt, es gibt ganz sicher auch andere. Auch die Achatbörse in Worms kann man übrigens dazuzählen. Hier ist entweder gar kein Schmuck/ Esotherik zugelassen, oder nur in sehr geringem Umfang. Hier sind auch die Aussteller gemischt. Vom reinen Sammler, der hier seine überzähligen Funde anbietet, über den Feierabendhändler, der sich damit nebenbei ein paar Euro zu verdienen versucht bis hin zu gewerblichen Händlern. Sie sind meist etwas größer als die vorherigen Veranstaltungen. Der Veranstalter hat in der Regel auch höhere Kosten, weil der Saal größer oder teurer ist, weil die Reinigung bezahlt werden muß etc. Vielleicht will er auch ein paar Euro daran verdienen, soll er doch auch. Die Tischmieten sind schon etwas höher, aber durchaus noch im grünen Bereich. Das Publikum setzt sich etwas zur Hälfte aus Sammlern und zur Hälfte aus
" Sehleuten " zusammen, heißt Menschen die ein latentes Interesse an schönen Mineralien oder Fossilien haben. Und natürlich gibts da auch einige Esotheriker. Auch hier haben es Betrüger und Fälscher in der Regel schwer.
Dann gibt´s da die, ja wie soll ich sagen , kommerziellen Kleinbörsen. Mit kommerziell meine ich nun den Veranstalter. Oft halten solche Veranstalter mehrere Börsen in unterschiedlichen und z.T. weit auseinander liegenden Städten ab. Solche Börsen sind vom Veranstalter ausschließlich auf Gewinn ausgerichtet und es ist ihm vollkommen Wurscht, was da auf den Tischen steht. Je mehr Aussteller desto besser. Die Tischmieten sind dem zur Folge schon recht abenteuerlich. Hier findet man in erster Linie " Gemischtwarenhändler " , die neben Mineralien auch Schmuck und sonstiges Kunsthandwerk anbieten. Fälschungen bzw. manipulierte Stücke finden sich hier zu Hauf. Seriöse Mineralien- oder Fossilienhändler wird man hier vergebens suchen, die können hier nämlich nichts verdienen. Grund dafür ist das Publikum, das sich überwiegend aus Esotherikern und latent interessierten Laien zusammensetzt. Gute Stufen für gutes Geld kann man hier nicht verkaufen, wohl aber billigen Nippes und Tand.
Bleiben zuletzt noch die Großveranstaltungen wie Dortmund, München oder St. Marie. Das sind hochkommerzielle Börsen unter dem Deckmantel des Mineralien- und Fossiliensammelns. Die Aussteller sind fast Ausschließlich Großhändler und große, bzw. hochspezielisierte Einzelhändler. Die Tischmieten sind gigantisch und alles, aber auch wirklich alles ist auf Kommerz ausgerichtet. Die Besucher setzten sich aus allen möglichen Schichten zusammen. Große und kleine Händler, Sammler, Esotheriker, Goldschmiede und was weiß ich. Da verkauft einer zentnerweise Trommelsteine und am Stand daneben stehen Rhodochrositstufen für mehrere hundert Euros.
Hier findet man leider auch viele Fälschungen und manipulierte Stücke. Und hier finde ich das besonders verwerflich. Diese Börsen werben mit Ihrer Fachkunde und gaukeln dem unwissenden Publikum somit eine Qualitätssicherheit vor, die gar nicht vorhanden ist.
Sicher gibt es noch eine ganze Reihe von Börsen, die irgendwo dazwischen liegen.
Ganz sicher aber haben alle diese Börsen auf ihre Art ihre Berechtigung. Hier wird Geld verdient. Und das ist doch etwas, was wir alle tun müssen. Nicht zu vergessen, daß an den komerziellen Börsen Arbeitsplätze hängen. Hier arbeiten Menschen, die sich vielleicht in keinster Weise für Mineralien interessieren. Man sollte solche Börsen also nicht grundsätzlich verdammen. So vielschichtig wie die Interessen der Menschen an Steinen in jedweder Form ist eben auch das Angebot.
Letztendlich bestimmt doch jeder selber, wo er hingeht und was er kauft. Stellt man Fälschungen fest, oder sieht man die giftigen Kunstprodukte soll man auch den Mund aufmachen. Ich finds total in Ordnung, wenn man ahnunglose Käufer vor dem Erwerb solcher Stücke warnt. Das kann ruhig in aller Öffentlichkeit und auch bei der Börsenleitung geschehen. Gefällt mir das Angebot auf einer Börse als Besucher nicht, geh ich nicht mehr hin. Hab ich einen Stand dort und stelle fest, daß mein Angebot nicht genügend Käufer findet, geh ich ebenfalls nicht mehr hin.
Ach ja, noch was zu dem Beitrag von Collector. Er schrieb ja, daß die Leute verarscht werden wollen.
Das stimmt !!!!! Man nennt das Werbung. Gefälschte oder geschönte Sachen sind Werbung, wenn auch meistens illegal oder weit an der Wahrheit vorbei. Ich werbe als Händler auch, aber eben mit anderen Argumenten. Und manchmal muß ich leider feststellen daß die bunte oder illegale Werbung besser verkauft. Aber deshalb muß ich´s und viele andere Händler Gott sei Dank nicht nachmachen.
Ralf
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Moin ;D
Ok Fälschungen und Giftmineralien die an Kinder verkauft werden sind Mist. >:(
N kleiner Tipp: Selbst suchen is auch ne Lösung. ;)
Gruß CARCHARIAS :)
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Hallo,
ja die Fälschungen und der esotherikmüll,..."würg",... in der großen Börse von Berlin gabs kaum 5 Händler mit sinnvollen Material, mein ganzes Budget ging bei 2 dieser Börsen an jeweils einen händler.
Hmm,... ist kacke,... was fehlt ist eine Vernetzung der Information, wo sind Börsen, Wie gut findet sie der Sammler, was gibts dort. Und diese liste sollte nur ernsthafte Börsen mit sinnvollen Material enthalten.
Und die information über solch eine Börse sollte halt gut verbreitet werden, am besten auch mit der liste, welche händler (wahrscheinlich wg voranmeldung) kommen, und 2 sätze was sie haben.
Schon das dürfte zumindest die Müll-Börsen von den Mineralienbörsen trennen. Das Problem ist, dass wenige dazu lust haben dürften etwas derartiges zu organisieren.
Gruß
proyect
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Hier ein paar Fotos von phantasievollen Stufen, gefunden gestern und vorgestern in St. Marie.
Zunächst mein persönlicher Favorit:
Interkontinentale Paragenese von Cihesischem Antimonit auf Rumänischem Quarz. Bastelzeit nach Angaben des Rumänischen Verküfers ca. 1 Std.. Hat die Fälschung lachend zugegeben, aber drangestanden hat natürlich nix.
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Richtig gemein, weil man sehr genau hinsehen muß. Geinkter Azurit aus China. Wenn sämtliche Zwickel und Hohlräume schön blau sind, keine Beläge oder sonstige verunreinigungen erkennbar sind, den Zipfel eines papiertaschentuchs mit Spucke anfeuchten und für ca. 20 Sekunden in eine schmale Kerbe stecken. Bei geinkten Stufen wird das Taschtuch ( meistens ) hellblau.
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Einfach wiederlich. Knallrosa gefärbte Quarzstufen aus Rumänien. Der Händler hat die Echtheit beteuert und mich dann schimpfend weggejagt als ich einer unbedarften Dame erklärte, sie soll nicht mit der Stufe in ihrer Hand an ihr weißes Kleid kommen, da ich nicht wüsste ob die Farbe wieder rausgeht. ;D
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Upps, hier das rosafoto.
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Übel, übel....
Des öfteren fand man hübsche Stufen mit ca. 3-6 cm großen Antimonitbüscheln aus China. Optisch wirklich sehr schön und tatsächlich echt. Aber..... viele der Büschel sind abgebrochen und wurden nachträglich wieder angeklebt. Meistens leider viel geschickter als bei diesem Stück. Ist keine Fälschung im eigentlichen Sinn, aber sicher eine böse Manipulation.
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Hallo,
einmal hatte ich ne ganz lustige Fälschung gesehen,... derben "Galenit" von irgendwo,... war künstliches Antimon mit 2 Sägeflächen und sonst bruch und Spaltflächen,.... was der Knaller nicht wusste, zu dem Zeitpunkt war Antimon für den Privatmann 5 mindestens mal teurer (Und in solcher Form weitaus schwerer zu bekommen) als mittlere Galenitkristallstufen selber Größe . So war ich zum ersten mal mit ner Fälschung glücklich und zufrieden.
Gruß
proyect
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Hallo Ralf,
das ist sehr interessant! ;)..durftest Du denn so ohne weiteres alle diese Fälschungen und Manipulationen abfotografieren oder hast Du die alle gekauft trotz Wissen um die Fälschung..? :o ;D ;D..ich weiß nur, dass viele Händler auf den Börsen an die Decke springen, wenn man mal etwas von ihrem Stand abfotografieren will. :P ::)
Gruß Peter
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.. achso noch etwas..
soll ich diese Fälschungen in unsere Liste mit aufnehmen oder möchtest Du das tun?... :)
hier ist sie..hatte ich damals erstellt.. :D ;)
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/F%E4lschungsliste
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@Peter
also ich frag da gar nicht groß sondern mach einfach ein Foto. Da hab ich gar keine Hemmungen. Im Gegensatz zu echten, insb. teuren Stücken, da gehört es sich einfach vorher zu fragen. Krach kriege ich eigentlich immer nur, wenn ich andere Besucher auf die Fälschungen aufmerksam mache, was mir wiederum diebische Freude bereitet.
Gerne kannst Du dies in die Liste aufnehmen. Hier auch noch die allseits bekannten rumänischen " Rauchquarze ".
Dabei fällt mir ein:
Ich hab bei einigen Chinesen extrem dunkle Rauchquarze gesehen, meist in Paragenese mit ebenfalls ungewöhnlich dunklen Spessartinen. Verdächtig schien mir, daß diese dunklen Spessartine nie zusammen mit normal gefärbten Rauchquarzen, bzw. die dunklen Rauchquarze nie zusammen mit normal gefärbten Spessartinen auftraten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es sich dabei um bestrahlte Ware handelt.
Weiß da jemand mehr ??
Ralf
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Hallo Ralf,
genau die selben Fälschungen habe ich auch in Hof zur Börse gesehen (rosa Quarze, geklebte Antimonite, angemalte Azurite, usw.), einfach zum kot....... :-X. Auch ich mische mich öfter mal ein und freue mich über die Aufreger der Händler, oder besser gesagt der Fälscher und Abzocker ;D
Jürgen
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Hallo Alle,
Hier mal zwei Fotos, welche ich auf einer Börse in Miscolt/Ungarn gemacht habe. Natürlich hat der Händler abgestritten, dass die Stücke geklebt sind.
Gruß
loparit
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Hallo,
besonders "überzeugend" sieht das 2te Stück aus ;D
gruß
proyect
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Zum Stichwort Fälschung hier noch was aus Ebay:
http://cgi.ebay.ch/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=8822&item=6191925348&rd=1
"Herrliche lila Alaunkristalle aus Deutschland" (wieso er wohl keinen genauen Fundort angibt...?)
"Ich garantiere die Echtheit, keine Frage!" (er heißt übrigens "hartmannmichael")
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Hallo,
cool,... sogar Chromalaun und fast unbeschädigt die Stufe ??? ,.... gleich mal bestellen ;D
gruß
proyect
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Hallo
ich habe auf der Börse in Dresden (24.4.2005) ja einige von mir gesuchte Referenzen erstanden.
Bei einem Händler hatte ich nur geschaut, wir kamen ins Gespräch und dann bot er mir kleine Spinell-Kristalle an. Ah, dachte ich, was solls, haste auch nicht in der Bibliothek, nimmste mit.
Aber Hallo ??? was kam bei der Analyse heraus? Alles andere als Spinell.
Tja, reingefallen, aber der gute Mann war so nett, mir seine Adresse zu gebe .....
Lieben Gruß Moni
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Hi!
Hatte dieses Jahr die Gelegenheit die Marokkanischen Werkstätten zubesichtigen... U.a. die einer der "besten Präparatoren" in Marokko (wohlgemerkt ausgewanderter Deutscher). Was an seiner Präparation gut sein sollte, weiss ich nicht, der hat alles, was er Kaputt präpariert hat in Latexformen nachgegossen und Coloriert. Muss man zugeben, sah man erst bei genauem Hinsehen, aber somit war er der Beste Fälscher, aber läääängst nicht der beste Präparator Marokkos...
Und ob er die Ergänzungen, hinzufügen anderer Fossilien oder das Addieren zweier verschiedener Platten beim Verkauf erwähnt, da habe ich meine Zweifel.... auch wenn er das Gegenteil meinte
Soweit meine Erfahrungen mit Ergänzen und Fälschen (bei Tottiersammlern ;D )
Viele grüße, Nico