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Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Achate / Agates => Thema gestartet von: Ralf am 21 Jun 05, 23:29
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Mir ist aufgefallen, daß man in Deutschland sehr eingeschränkt zum Thema Achate sammeln. Verglichen mit anderen Ländern müssen in Deutschland die Achate entweder sehr bunt sein, oder aber eine ausgeprägte Bänderung haben. Dabei gibt es doch recht viele interessante Varianten von Achat. Nehmen wir z.B. die Moosachate. Nur wenige Sammler interessieren sich ernsthaft für diese Variante. Ist ein Stück auch noch ziemlich eintönig gefärbt, wird´s kaum beachtet. Plume-Achate sind den meißten Sammlern sogar unbekannt, bzw. werden mit Moosachaten verwechselt. Pseudomorphosen müssen ebenfalls bunt oder groß sein, um Beachtung zu finden und bei Sagenitachaten hört´s dann schon wieder auf. Klare Stücke mit großer Tiefe sind ebenfalls nicht sonderlich beliebt.
Natürlich ist der optische Faktor ein wesentlicher Anreiz bei der Achatsammelei, aber ist das denn richtig. Immerhin gibts ja auch bei den Mineraliensammlern eine große Gilde Micromounter, deren Objekte erst durch das Mikroskop einen optischen Genuß bieten ( und auch das nicht immer ). Ebenfalls weitgehend losgelöst von optischen Gesichtspunkten sind die Systematiker.
Wenn ich da so an meine selbstgesammelten Stücke denke ist´s doch eigentlich schade, daß sich viele ihr Sammelspektrum selbstständig so einschränken. Vielleicht muß man aber auch ( wie ich ) " gelernter " Micromounter sein um die Schöhnheit des Details zu würdigen. Ich glaube nicht, daß viele Achatsammler im Besitzt eines Stereomikroskopes sind. Und die keins haben wollen sich vielleicht keins anschaffen, weil sie noch nie einen Achat bei entsprechender Vergrößerung betrachtet haben.
Mich würde mal Eure Meinung zu diesem Thema interessieren und hoffe auf eine rege Diskussion.
Ralf
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Hallo Ralf,
würde ich nicht sagen , da spielen viele gründe eine rolle. ich habe früher alles gesammelt fluorit, baryt, mm s , usw. irgendwann habe ich mich mehr und mehr für die quarze und achate interessiert.
oder alles an sio2 mineralien sagen wir mal. das schließt aber bei mir die hölzer mit ein. dann kommt noch die platz frage , man braucht langsam ein museum. bei den achaten beschrenke ich mich aber auf deutschland mit dem sammeln ,das beinhaltet alle ausbildungen die es in deutschland gibt. aber nicht nur die besonders schönen ,es gibt ja noch den wissenschaftlichen aspekt.
gruß bernd
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Hallo Ralf,
ich gebe Dir vorbehaltlos recht. Das ist aber nicht nur eine Erscheinung bei Achatsammlern. Nun kann man niemanden eine Vorschrift machen, wie und was zu sammeln ist. Es werden aber oft nur spektakuläre Stücke aufgehoben - sowohl bei Achaten als auch bei kristallienen Stufen. Ich behaupte aber, daß eine Sammlung mit einem einigermaßen ernsthaften bzw. wissenschaftlichen Anspruch möglichst das komplette Spektrum des Sammelgebietes umfassen sollte. Es tut mir leid, aber reine Showsammler diskreditiern sich selbst.
Außerdem ist es sehr wichtig, auch größere Objekte unter das Mikroskop zu legen. Auch bei großen Kristallstufen entdeckt man erst so hochinteressante Parageneseminerale. Ich kann außerdem bestätigen. daß ein Achatdetail unterm Mikroskop außerordentlich attraktiv sein kann.
Glück Auf
Uwe
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Nun ja, es bleibt ja immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, was man sammelt. In so fern mache ich ja auch keinem einen Vorwurf. Auch stellt nicht jeder einen wissenschaftlichen Anspruch an seine Sammlung und auch daran ist eigentlich nichts verwerfliches.
Ich denke aber, daß viele Sammler die ungeheure Vielfalt der Achate noch gar nicht für sich entdeckt haben und sich erst einmal näher damit beschäftigen müssten. So wie´s mir halt vor vielen Jahren mit den Micros gegangen ist.
Natürlich gibts auch einige Sammler wie z.B. Euch beide, die sich wesentlich intensiver mit den Achaten beschäftigen. Und ich denke, dieses Thema füllt die zur Verfügung stehende Zeit und den Platz auch aus.
Wahrscheinlich spielt es auch eine Rolle, ob man selbst sammelt oder auf Kauf und Tausch angewiesen ist. Wenn ich da so an meine Kiesgrubenachate denke hätt ich nicht sehr viele Exemplare in der Sammlung, würde ich ausschließlich nach optischen Gesichtspunkten sammeln. Dann wärs allerdings auch ziemlich langweilig mit der Sammelei, denn einen wirklich guten Achat findet man halt nicht alle Tage und so würden viele Exkursionen ergebnislos verlaufen.
Will sagen, einhergehend mit dem " erweiterten " Sammeln findet auch eine Belebung des Hobbys insgesamt und letztendlich auch ein größeres Erfolgserlebnis statt.
Ralf
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Hallo Ralf,
ich sammele bis jetzt nur Selbstgefundene Achate und Kristalle aus der Region Idar Oberstein.
Bei mir werden auch nur Funde aufgehoben die mir gefallen, und eine Mindestgröße haben.
Da ich nicht unbegrenzt Platz habe, beschränke ich mich selbst, und sammele damit einseitig.
Mein Ziel ist nicht die komplette Bandbreite, sondern der Spaß bei der Suche und dem Finden.
MfG. Wolfgang
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Servus alle,
ich denke, dass das Hauptproblem für viele - mich inklusive- darin besteht, eine guten Achat im Rohzustand überhaupt erst einmal zu erkennen! Problem Nummer zwei: das schneiden und polieren! Ich weiß durchaus, dass es in vielen Kiesgruben wunderschöne Achate gibt. Das mitnehmen von verdächtigem Material ist das eine, die Weiterbearbeitung das andere, noch dazu wo es wohl immer irgendwie kostenpflichtig ist. Bei Kristallen hab ich das Problem nicht!
Servus + Glück auf
Wolfi