Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Messgeräte, Detektoren / Measuring devices, Detectors => Thema gestartet von: pseudonym am 29 Sep 19, 11:51
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MOin,moin hab mir gestern den hier bestellt : https://www.ebay.de/itm/Gq-Gmc-300E-Plus-Digitaler-Geigerzahler/202770888452?hash=item2f36163704:g:vpsAAOSw~kJdbr3L - hat den schon jemand ?
Ist der zum Sammeln geeignet ?
Schwachstellen ?
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Hallo,
das Gerät habe ich noch nie gesehen. Ich finde das Angebot an sich aber wenig überzeugend. Es wird z. B. nicht gelistet, welche Arten von Strahlen detektiert werden. Alpha, Beta, Gamma...
Wenn der Detektor abgeschirmt ist und er nur Gammastrahlung misst, dann kannst du ihn zur Detektion von geringen Mengen U und co. nicht gebrauchen. Betastrahlung würde reichen, Alphastrahlung ist in der Preisklasse nicht zu erwarten.
Du kannst ja gern berichten, was das Gerät bei bekannten Strahlern ausspuckt.
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Dazu kleiner Kommentar meinerseits nach einem ersten Praxistest auf der 371 in Schlema...
...nachdem mein guter alter russischer Geigerzähler den Geist aufgegeben hatte und ich zwischenzeitlich ein SOEKS Modell im Einsatz hatte(leider sehr langsamer Messprozess), vor kurzem einen GQ GMC 500 gekauft und bin mit dem leistungstechnisch - für das Preisniveau - voll zufrieden. Praxis - Einschränkung ist (wir wohl auch beim 300er Modell) die fehlende Wasserdichte und die Tatsache, das man das Gerät in einen ZIP-Beutel tun sollte, um eine Eigen-Kontamination zu verhindern. Ansonsten - exaktere und schnellere Messung als Geräte mit Szintillator.
Zum absuchen von Bereichen mit aktivem Material und zur Bewertung "verdächtiger Objekte" durchaus nutzbar...
Bei Prüfstrahlern (U-Glas, Pechblende und U-Glimmer erstaunlich exakte Werte - gegenüber mir zugänglicher Labortechnik... - bei "geringstrahlern" wird die Abweichung sicher höher sein...)
im Übrigen: messbare Strahlung Alpha,Beta, X-Ray --- zu dem Preis schon spannend -oder? 300er ca. 90,-€ /500er ca. 130,-€)? -Für den Einsatz im Hobbybereich also durchaus ein Thema...
Grüße aus Sachsen!
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Ja das deckt sich durchaus mit den Bewertungen beim großen A ,hab ihn auch für 90 € gekauft Mittwoch soll er ankommen .
Ich handhabe das so :Alles was mehr strahlt als der Kirchberger Granit kommt in Schuppen ;D und das wird er auf jeden Fall können hoffe ich .
Ich bin jetzt nicht so bewertungshörig wie viele, denke aber das si als Orientierung schon nützlich sein können ....
Für den Preis kann man das schonmal riskieren ,soll wohl sogar austauschbare Zählrohre haben ...
Alpha kann der mit Sicherheit nicht ,aber das können alle anderen auch nicht ,mittlerweil gibts ja noch billigere für um die 60 Euro ....
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Alles was mehr strahlt als der Kirchberger Granit kommt in Schuppen
Geringe Strahlendosen sollen sogar gesund sein. Gibt ja auch diese ganzen Radonbäder. Ich selbst hatte jedes Jahr 3-4 Erkältungen/Grippen. Seit den Strahlern nur alle paar Jahre. Jetzt gerade die erste Erkältung mit Reizhusten seit... 3 Jahren oder so. Aber ja, ist bissl Esoterik fast schon und kein "safer use" ;-)
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Das istn seltsames Phänomen mit den Radonbädern einerseits kriegen viele die Krise wenn sie 1 einzigen Radonzerfall im Keller detektieren ;D andererseits geht man fröhlich ins Radonbad/-stollen und ist hinterher wie neugeboren - und ich kenn viele die das gern und oft tun ,ich selber habs noch nicht versucht ,könnt ich aber mal machen .
Mein Leben neben ner strahlenden Vitrine möcht ich aber nicht verbringen ,hab gelesen das die Krebsrate in Gegenden wo höhere Hintergrundstrahlung herrscht nicht höher als anderswo ist ,auch in Chernobyl soll die Natur ja prächtig gedeihen wie man hört ... interessante Sache .
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Erste statistisch belegbare Schäden an der DNA entstehen (im 0,00x%-Bereich) bei einer Kurzzeitexposition von 500 mSv. Ich hab Mineralien bis ca. 4 mSv/h gesehen (8 kg Pechblende Schlema). Aber diese 4 mSv/h hast du nur an der Oberfläche und du sollst es ja nicht zerkauen oder darauf schlafen. Liegen die Sachen ein paar Meter weg, dann kommst du nie und nimmer auf 500 mSv in kurzer Zeit. Es gibt rein praktisch keine untere Schadensgrenze. Ich kann mit meinen Blenden leben, werde aber nicht behaupten, dass diese absolut harmlos sind. Da muss jeder Sammler selbst wissen, was er weiß und was er davon hält. Paranoia müssen aber nicht sein.
Natürlich wurden viele Wismutbergmänner krank. Die haben das ganze U-As-Geschlumsel aber auch als feinsten Staub eingeatmet. Alphastrahlung in der Lunge ist schadenstechnisch eine ganz andere Hausnummer als eine Pechblende in einer Dose, bei der die Alphas nicht durch wenige cm Luft oder gar die Dose kommen. Radon ist kritisch. Daher ist eine Lagerung auf dem Balkon oder im Gartenhäuschen sinnvoller als im Keller.
Was bei U-Mineralen anders ist als bei Kernunfällen: Kernunfälle setzen radioaktive Isotope frei, die der Körper "einbaut". Uran und co. tun dies kaum.
Wie gesagt, das ist meine Meinung zu den Sachen. Ich würde aber Messgeräte und wissenschaftliche Einarbeitung nahelegen und keinem "U-Neuling" sagen: kauf ruhig, macht nix.
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Dem kann ich zustimmen , mit dem im Schuppen lagern trage ich der Tatsache Rechnung das ich nicht allein wohne .
Und klar ist auch das Abstand der beste Schutz ist .
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Ich hab den 320er schon seit ein paar Jahren und er tut was er soll ;)
... Strahler zuverlässig detektieren!
Ich hab auch schon einige Stücke damit gefunden.
Auch anderen Sammlern, denen ich das Gerät ausgeliehen habe, konnten nix negatives berichten.
Glück Auf!
Felix
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So ,geht schonmal gut los denn er kam schon heute an , gleich mal getestet im cpm -Mode ist die Hintergrundstrahlung bei 15-30 cpm und die kleine U-circitstufe aus Bergen so um die 70 ,ca 5mm groß .
Macht nen guten Eindruck ,Fachleute können evtl. was zum Innenleben sagen - sowas ist für mich ein böhmisches Dorf ....
Wenn der Akku voll ist werd ich mal schauen ob meine Schreibtischplatte immernoch am meisten in der Wohnung strahlt .... das hat mein alter russischer immer angezeigt .
Noch paar Bilder :
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So hab mal bissel in der Gegend rum gemessen alles soweit plausibel ,Hintergrund immer so 10 bis 30 cpm , Granitplatten mal etwas mehr ,Stufen mit mehr Uct. höhere Werte ,welche mit weniger entsprechend geringer .
Etwas lauter könnte er sein ,dann könnte man ihn fürs Gelände vakumieren .... bin soweit zufrieden . Beiliegender Akku scheint ewig zu halten ,man kann aber auch welche mit doppelter Kapazität einbauen .
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Hast du eine richtig dicke Pechblende mit UO2 über 200 g auf einem kleinen Bereich? Manche der günstigen Geräte steigen da einfach aus. Der Gammascout für zighundert Euronen steigt bei 1 mSv/h aus. Habe das Ding schon mehrfach ausbekommen mit manchen Blenden :-D
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Nee so ne große habsch net , mein größtes ist Uct. aus Bergen ca. 4 qcm und ca 3 mm dick der hat irgendwas um die 2500 cpm (korrigiert ) angezeigt ,kann den nochmal mit Sieverts messen ...
Aber cpm finde ich ne bessere Einheit also will sagen wenn man nicht allzuviel Ahnung hat (wie ich ) dann kann man sich eher etwas unter ´´Zerfälle /Minute ´´ vorstellen ,Sievert ist da eher abstrakter .
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Das Problem ist sowieso, dass die Geräte auf bestimmte Energien reagieren und bei den Dosisleistungen ohnehin eine Suppe aus allen Strahlen machen. Für korrekte Dosisleistungen brauchst du schon Labortechnik. Wenn ich mich recht entsinne, dann sind viele Zähler auf Cs-137 oder irgendein Iodnuklid geeicht.
Ein Freund hatte einmal einen Teststrahler mit einer fixen Aktivität mit (das war ein Standard für Labore, ich habe nicht gefragt, wie er daran gekommen ist). Das Gerät hat gut geknattert, mit dem Wert des Standards hatte die Anzeige jedoch reichlich wenig zu tun.
Ich verlasse mich nicht auf die Anzeige. Ich habe mit dem SV-500 eben ein Gerät mit dem typischen Knattern. Das Geknatter reicht zur Klassifikation Balkon/Keller oder ganz weit auslagern absolut aus ;-)
Manche "Plastebomber" aus Russland steigen bei 100 uSv/h Beta+Gamma aus. Damit kannst du nur Pechblenden-MMs messen. Wenn du aber ohnehin nur begrenzte Mengen U sammelst, dann langt das Gerät wohl absolut.
Interessante Objekte sind übrigens immer die hydrothermalen Gänge des Erzgebirges (z. B. BiCoNi, auch ohne sichtbare Blende) oder auch der mansfeldische Kupferschiefer. Sowohl die spätere hydrothermale "Rückenvererzung" als ich bituminöse Organikansammlungen im normalen Kupferschiefer. Wenn du da was hast, dann erlebst du vielleicht manches Wunder!
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Ich 2 Kupferheringe ,die werd ich mir mal vornehmen ,hier besagte Uct.-Stufe mit kleiner Korrektur ,nur 2500 cpm :
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Uranfische hatte ich noch keine. Sehr oft strahlen dort zwei komplexe organische Ansammlungen:
-> diese positiven als auch negativen Knubbel, die oft als Bitumen angesprochen werden. Oft mit sekundären Kupfermineralen.
-> fast schon anthrazitartige/asphaltartige hochglänzende schwarze Massen. Oft ohne bunte Begleitminerale. Stark schwankende Aktivität.
Oft laufen die unter Thucholith. Es müssen aber nicht nur die Knubbel bzw. asphaltartigen Massen sein: es gibt auch Thucholith, der wie ein "mikroporöser" grauschwarzer Kalkstein aussieht. Ganz besonders nahe dem roten Baryt. Uran steckt also in der späteren hydrothermalen Vererzung und nahe der Organik. Verwunderlich wäre es nicht, wenn es auch strahlende Fische gibt. Da habe ich aber noch keine entdeckt. Ich habe aber auch keine hier, da ich nur komplette stabile sammle und da wirds schwierig...
Bei den Mineralien der Rückenvererzung ist gediegen Wismut (oft übersehen) fast immer ein Garant für makroskopisch sichtbare (oder zumindest im Stück auftretende) Pechblende. Fleischroter Baryt ist die überwiegende Gangart bei den Strahlern. Man achte auf gelbe Krusten, die man - weil nicht giftgelb sondern so braungelb hässlich - gern übersieht. Maucherit scheint häufiger mit Pechblende verwachsen zu sein als Nickelin und Nickelin häufiger als es die grauen Arsenide (Rammelsbergit, Chloanthit) sind. Nebst besagtem Baryt habe ich in einem Museums-"Arsenal" mal Pechblende als Blasenerz mit traubigen Aggregaten bis zu einem Zentimeter gesehen.
Ich weiß nicht, ob dich das jetzt so brennend interessiert, ich wollte aber einfach mal meine Erfahrungen mit diesen Stücken teilen, da dort - bis auf die Wismutstufen - kein einziger Zettel das Uran erwähnte. Hätte das die Wismut SDAG gewusst... Deren Testabbau im Mansfelder Land lief wohl nicht so prall. Wären sie mal den Otto-Brosowski-Schacht runter...
Da hatte ich auch schon einen sehr spannenden Austausch mit einem Atlasmitglied (Kupferschiefersammler). Der dachte (wenn ich mich richtig erinnere) nur im Kobaltrücken trat Pechblende auf. Dann zeigte ich ihm mein organisches Gelumpe und diese Knubbel (KEINE Mausaugen, grauschwarze irreguläre Aggregate). Er war erstaunt, fuhr nach Hause, besorgte sich einen Geigerzähler und stellte fest, dass er doch eine ganze Menge U daheim hat, was er nicht erwartete.
Den Beitrag füge ich mal irgendwann in den Kupferschieferartikel ein.
(In Anlegung an den Sammler-sind-böse-Thread hoffe ich, dass sich jetzt keine 4000 Leser mit Geigerzählern ins Mansfelder Land begeben und dort die Umwelt zerstören!)
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Also ich finds gut das du das geschrieben hast denn ich sag mal auf ner Halde in Schneeberg rechnet man damit ,Hinweise auf Strahlung wo man nicht damit rechnet sind daher schon interessant .
Ich hab gerade drüber nachgedacht -und das finde ich wichtig und sollte jeder hier wissen - das diese Geräte die man tragen kann niemals was genaues anzeigen können ,hab das gestern gemerkt, hatte 2x 50 km zu fahren und hab ihn im Auto laufen lassen ,dabei wird klar das der Hintergrund irgendwo strahlt und man fährt eben in den jeweiligen Zerfall rein der dann eben detektiert wird oder auch nicht ... also wie fast immer : Wer misst ,misst Mist ... die Hand -Geräte können nur eins :nämlich anzeigen obs es über Hintergrund straht oder nicht .
Über genaue Messungen braucht man sich eigentlich gar keine Gedanken machen ,die Geräte dafür kann man sich eh nicht leisten ,und die werden für unterwegs auch zu unhandlich sein .
So kam es das er an einer Stelle 5 cpm anzeigte und als ich anhielt zeigte er wieder um die 20 an ...
Hier ist mal ein Video wo das erklärt wird,und man gut verstehen kann auch wenn kein Physiker ist : https://www.youtube.com/watch?v=f7V7mPYZMoY
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Danke :)
Schneeberg ist natürlich auch sehr U-reich. Muss ich dir ja nicht erzählen.
Ich sammle ja - okay, langsam weiß es wirklich jeder - liebend gern BiCoNi-Sachen. Da sieht man oft keinerlei Pechblende auf den Stufen und oft nur Arsenide plus den typischen Hornstein-/fels, sie knallern aber dennoch reichlich. Selbst "Reinstmassen" aus Wismut sind oft nicht ohne. Ähnlich wie in Mansfeld von der Gesamtsituation her. Allerdings tritt U in den Schneeberg-Schlema-Gängen natürlich bedeutend häufiger und in ganz anderen Mengen auf.
Wenn du mal in der Ecke der Lagerstätte Schlema-Alberoda-etc. unterwegs bist und traurig vor rekultivierten Halden stehst: oft wurde Haldenmaterial als Schotter am Wegesrand oder auf Parkplätzen eingesetzt. Da gibt es tatsächlich heute noch Funde von guten blasigen Pechblenden in teilweise vernünftiger Größe. Für solche Stücke haben manche Sammler tief in die Halden graben müssen. Vorausgesetzt, du möchtest solche Stufen überhaupt in der Sammlung haben.
Z. B.:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1562418309.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1562418309.jpg)
Da steht jetzt zwar der Schacht dran, ich sah jedoch mehrfach Bilder von Straßenschotterfunden in ähnlicher Qualität, teils besser.
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Das werd ich mal in Angriff nehmen , will morgen zur Börse ....wenns Wetter mitspielt .Ne Blende in der Audführung wär schon was .Ich hab nur nen dunklen Brocken aus Glöckl und ein helles Stück mit Pechblende-Schlieren von Ronneburg . Son Glaskopp wär schon was ...
Seh grad das meine Heringe doch strahlen ,der eine deutlich mehr ,da ist bestimmt son Einschluss drin :
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hallo zusammen
habe mir gedacht den Geigenzähler zu holen um die Gefahren von meinen Mineralien auszuschlißen.
lassen sich damit alle gänigen heimischen radioaktiven Mineralien erkennen?
Guß Matthias
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Dafür benutze ich ihn ....
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Ich auch!
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:) wenn das hier so weitergeht ,geht der Geiger noch viral .....