Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Collector am 23 Jun 05, 22:26
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Gerade zurückgekehrt und noch voller frischer Eindrücke ein kurzer Zwischenbericht.
Wie immer ein open-air Festival, bei erstickend 34 Grad Hitze und einem reichen Angebot an Mineralien, Dekorativsteinen und, immer mehr, Schmuck. Dominierend, wie meist Marokkaner mit umfangreichen Angeboten an Mineralien und Fossilien, nicht wenige Pakistanis, Chinesen und Freunde aus Osteuropa.
Für mich das schönste war, erstmals nicht wenige der mir nur aus dem Forum bekannten Mitglieder persönlich kennenzulernen.
Was gab`s ?
Die spektakulärsten Mineralien kommen aus Asien und Afrika; aber auch - was nicht alltäglich ist, viele und tw. seltene gesehene Stufen aus aufgelösten französischen und italienischen Sammlungen.
Asien:
Aus China hervorragende tafelige Goshenite auf schneeweißem Orthoklas, Zirkone auf bis zu 10 cm langen rötlichen Calcit-Skalenoedern (!), jede Menge violettgrüne Fluoritoktaeder von Hunan, nach wie vor glasklare meeresgrüne Fluoritwürfel in jeder Größe, schneeweiße Schmetterlings-Calcite und immer noch die bereits aus den Vorjahren bekannten Pyromorphite sowie hervorragende Kombinationsstufen aus royalblauen Azuritkristallen mit Malachit sowie Azuritstufen, die an die alten Klassiker aus Chessy erinnern.
Aus Afghanistan super rasiermesserscharfe Brookite in Bilderbuchqualität bis cm-Größe und sehr gut ausgebildete große Lapis Lazuli-Kristalle in weißer Matrix.
Aus Pakistan diamantglänzende, bis 12 cm langgestreckte hellviolette, komplett transparente Kunzite mit Endflächen auf Feldspat; nach wie vor wie seit eh und je schöne wasserblaue Aquamarine sowie bis 2-3 cm große hochglänzende Spessartine auf weißer Matrix. Aus Skardu sehr schöne weiße bis mattporzellanartig glänzende Orthoklase in tw. sehr großen Kristallen bis über 15 cm.
Afrika
Aus Mali "riesige" hochglänzende tiefschwarze Andradite; als Einzelkristalle bis 7-8 cm Kantenlänge, aber auch in sehr schön aufgebauten Stufen aus glänzenden Kristallen; dicktafelige bis langgestreckte Epidote in Stufen bis 15 cm und gelbbraune Vesuviane im über 10-cm Bereich.
Aus Tunesien ( Hammam Sriba) spitzrhomboedrische himmelblaue Baryte sowie Stufe aus farblosen flachtafeligen Baryten, welche attraktiv und durchscheinend mit einer orangebraunen Oxidschicht überzogen sind; farblose perfekte Fluoritwürfel und sehr attraktive Geoden mit reichlich farblosen scharfen und mehrere cm-großen Cölestinen.
Aus Marokko diesmal kaum Vanadinit, aber nette Stufen von stalaktitischem Hollandit aus Taouz. Aus Imilchil Neufunde der sehr scharfen grünen Titanite (bis 2 cm), sowie - bisher nicht auf dem Markt, über cm-große nelkenbraune hochglänzende Zirkone bis cm-Größe auf braunen Orthoklaskristallen, zahlreich Epidot-. Apatit- und Vesuvianstufen sowie sehr scharfe Magnetitoktaeder bis 6 cm auf Matrix. Von einem neuen Fundort nahe Midelt tiefviolette Fluorite mit sägezahnartigen Kanten. Aus einem Vorkommen im Tafoudeit sehr flachtafelige hochglänzende, bis mehrere cm-große Quarzkristalle, tw. Gwindel, tw. als Fadenquarze, mit nadeligem Pb-Cu-Spießglanz (Aikinit ?), Calcit und Chalcopyrit. Aus Bou Azzer Karibibit auf Skoroditkristallen und Paragenesen seltener Arsenate. Sehr schön auch tw. große Erythrinstufen mit radialstrahligen, mattsamt-himbeerfarbenen Kristallbüscheln auf Matrix sowie, nach längerer Pause, wieder große Skutteruditkristalle sowie scharf ausgebildete rosa Co-haltige Calcitskalenoeder bis 2 cm auf Matrix.
Aus Imiter einige aufsehenerregende Proustite mit Xanthokon und Akanthite sowie, lange nicht gesehen, Chalcostibitkristalle in Stufen bis 20 cm aus Ghar el Anz.
Aus Madagaskar reichhaltige Angebote an tw. geschliffenen, aber auch rohen, ausgezeichnet changierenden Labradoriten, sowie aus Tanzania gute Rubine in Zoisit.
Die Preise: Nun - was früher DM war, ist heute Euro. Die höchsten Steigerungsraten hatten die Pakistanis, aber auch die chinesischen und marokkanischen Stufen guter bis bester Qualität hatten tw. Preise fern von gut und böse.
Das nur ein kurzer Zwischenbericht. Ich bin sicher, daß die anderen Forumsmitglieder, welche noch " vor Ort " sind, nach meiner Abreise noch viele andere Schätze vorgefunden haben und (vielleicht) darüber berichten werden.
gruß
collector
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Was musste man denn für nen guten wulfenit aus toussit ausgeben, bzw. ordentliche Vanadinit, cerussit oder anglesit?
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Moin collector,
da ich noch nie in Sainte Marie war habe ich mal eine Frage: Wie sieht es da mit alpinen Stücken aus, und - vor allem - sind sie bezahlbar?
Gruß Dominik
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@Galenit
Anglesite aus Touissit gabs recht viele (Neufunde), aber nur kleinere x in und auf Galenitmatrix (x bis max. 5-8 mm, glasklar), je nach Besatz zwischen 30.- und 100.- Euro
Wulfenite aus Touissit so gut wie garnichts auf dem Markt, nur aus älteren Samlungen und dann bei entsprechend guter Ausbildung und Größe ( so um die 8x12 cm) zwischen 250.- und 350.- Euro
Cerussite aus Mibladen gabs schon für 20.- Euro aufwärts; aber da findest Du bessere und preiswert bei pareja minerals im ebay.
Es gab auch perfekte Cerussit-x in "Geoden" von Galenit, aus Touissit- - fürchte aber, daß die da reingeklebt waren.
Vanadinite gabs so gut wie nichts in einigermaßen brauchbarer Qualität. Das meiste (99%) ist Schrott. Sehr gute Stufen bei guten Händlern ab 300.- Euro aufwärts, nach oben keine Genzen. Auch oft bei pareja recht vernünftig zu ersteigern oder im ebay shop.
Der Vana-Boom ist z.Zt. vorbei und es arbeiten nur 3 Leute am Gang, Ausbeute ist dürftig. Gab aber schöne Stufen mit Galenit xx ( x bis 1 cm) von Mibladen ( ab 20.- Euro )
@Schweizer Strahler
Alpin war dürftig vertreten. Hier und da n paar Adulare und Perikline vom Großglockner, tw. Stufen mit Byssolith, wenige ältere Knappenwand -Epidote für horrende Preise, meist alle aus älteren Sammlungen. Auch ein Franzose mit feinen Rauchquarzen und Axiniten, auch sehr teuer. Bisschen was vom Binntal (habe aber nicht drauf geschaut, da nur MM). In der Luxusgruppe 2 Scheelite von Tavetsch, aber unerschwinglich teuer. Ansonsten Byssolith und sehr viele Granate aus dem Zillertal.
gruß
collector
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mmh
die Galenite wären dann sicher was für mich gewesen.... naja und prreia wollte ich irgendwann mal besuchen :)
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Danke für die Auskunft ;)
Dann habe ich ja nichts verpasst...
Gruß Dominik
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@ collector :) und andere,
was gabs denn aus namibia?
glück auf aus dem quarzreichen westtaunus
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@mb
ganz, ganz wenig aus Namibia; jedoch Topstufen Goboboseb-Quarze und ausgezeichnete Schörle ( Foitit ? ) und tiefdunkelgrüne Fluoritwürfel auf Schörl bei den teuren Händlern. ( Preise ab ca. 300.- Euro, nach oben unlimitiert ).
gruß
collector
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Hallo Collector, .. :)
gab es auch irgendwelche ganz sprektakulären Neuheiten im Systematikbereich?..ähnlich wie das erste Aufkommen der Poldervaartite? Also entweder ganz neue Mineralien oder Mineralien, die vorher nur im MM-Format bekannt waren - nun aber in cm-Größe vorkommen?
Denn alles was ich jetzt Deinen Berichten entnehmen konnte, sind im Prinzip Mineralien bzw. Stufen die man schon kannte und die auch vorher schon, wenn auch z.T. in nicht so guter Qualität auf dem deutschen Markt waren. (Pakistan, China, Afrika, etc..)
nach den Preisen frag ich lieber gar nicht erst weiter..denn wenn erst eine Stufe über 300 € z.T. nicht mehr als 'Schrott' bezeichnet wird, oohh..dann muss ich ja viel 'Schrott' in meiner Sammlung haben.. ;D ;D
Gruß Peter McS
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Hallo Leute,
bin gestern spät aus St. Marie zurückgekommen. Collector hat ja schon das Wichtigste sehr gut geschildert. Wie immer auf so großen Börsen kann man sicher nicht alles sehen, ist einfach zu viel.
Ergänzend und z.T. widersprechend ;) ist mir aufgefallen:
China:
Chalkopyrit mit bis 3 cm großen Kristallen, vergesellschaftet mit Pyrit ( bis 2 cm ) und Quarz aus der Da Yei ? Mine ( das muß ich noch recherchieren ) / Prov. Hubei / China. Sehr attraktives Material. Preise von 100 -300 € auf der Euromin, bzw 30 - 100 € auf der Eurogem.
Manganocalcit in einem sehr schönen ( echten ) rosa. Mittlere bis große Aggregate aus Pagodenartig aufgebauten Kristallen. Auffallend war hierbei der sehr gute Zustand. Es war kein Problem, unbeschädigte Stufen zu finden. Man scheints begriffen zu haben. Preise zwischen 20 und 300 €.
Marokko:
Wulfenit aus Touissit gabs bei einem Händler zwischen 5 und 30 €. Meist Kleinstufen bis ca. 10 x 10 cm. Reich besetzt, allerdings mit kleinen Kristallen bis 0,5cm. Unter dem Tisch habe ich zwei Große Handstufen mit wenigen aber dicktafeligen Kristallen von 1,5 cm Kantenlänge gefunden. Der Preis, nun ja.. wirklich extrem günstig.
Stufen aus vollständig mit Limonit überzogenen Calcitskalenoedern. Darauf sitzen cmgroße Aragonitbüschel. Fundort ist Azro, ca. 100 km von Midelt entfernt. Optisch vielleicht kein Hochgenuss, aber für Calcitfreaks sicher interessant und vor allem mit 3 - 5 € richtig günstig.
Vanadinit:
Hier muß ich Collector widersprechen. Ich hab zahlreiche wirklich gute Vanadinitstufen gesehen und auch gekauft. Auf der Eurogem gabs Stufen, reich besetzt mit bis cmgroßen, dicktafeligen Kristallen in sehr guter Farbe und hohem Glanz. Größe zwischen 5 und 10 cm. Preise zwischen 5 und 25 €. Fand ich nicht für zu teuer. Relativ günstig waren mit 60 - 100 € auch große Handstufen bis ca. 20 cm. Sehr dicht und oft auch rundum mit herrlich roten Kristallen besetzt. Die Kristalle waren mit einer Größe von 2 bis 5 mm zwar nicht gigantisch, aber der optische Gesamteindruck stimmte.
Pyromorphit aus Oujda war auch in sehr guter Qualität zu bekommen. Handstufen mit bis 2 cm großen Kristallen kosteten zwischen 30 und 50 €
Sehr interessant waren die extremen Unterschiede in den Preisen auf der Euromin und der Eurogem, bzw die Flexibilität der Händler. Während man sich auf der Euromin recht schwer tat, konnte man auf der Eurogem bereits gestern sehr gut handeln. Die dort untergebrachten Verkäufer sahen offenbar schon ihre Felle schwimmen, weil sich der Besucherandrang dort arg in Grenzen hielt. Wer geschickt handelte, konnte die Preise z.T um zwei drittel nach unten drücken. Wer was bestimmtes suchte ( z.B. Wulfenit aus Marokko ) sollte die Händler gezielt danach fragen. Vieles war unter den Tischen und die Preisverhandlungen aus dem Karton sind erfolgreicher als vom Tisch.
Leider gabs auch wieder viel negatives zu sehen. Der überwiegende Teil der Stufen war gar nicht ausgezeichnet. Das die Chinesischen Stufen sehr reich an ungesättigten Fettsäuren sind, daran hat man sich fast schon gewöhnt. Auch hier empfiehlt es sich nach Ware aus den kartons zu fragen. Diese ist meist noch nicht, bzw. zumindest nicht frisch geölt.
Alles in allem lohnt sich der Besuch dieser Börse wirklich. Allerdings muß man sich Zeit lassen und mit den Händlern reden. Man kann durchaus günstige Stücke bekommen, wenn man sich nicht von den Preisschildern, bzw. der ersten Preisangabe der Händler abschrecken lässt. Beim Handeln mit Chinesen und Marokkanern kann man ruhig sehr unverschämt sein, die Händler sind´s auch. Schlimmstenfalls geht man halt zum nächsten Stand.
Ach ja, wer jetzt noch auf die schnelle hinfahren möchte:
Seht zu, das Ihr spätestens um 07.00h in St. Marie seid. Dann kriegt man noch einen guten Parkplatz. Bereits ab 8.00h ist auf der Straße die Hölle los. Ab 09.00h gibts nur noch Parkplätze außerhalb des Ortes.
Ab 06.30h kann man in den kleinen Cafe´s und Bäckereien gemütlich frühstücken und sich das Chaos der Spätkommer anschauen oder die Flics beim Strafzettel schreiben beobachten.
Gleich stelle ich noch ein paar Fotos von interessanten gefälschten/gefärbten Sachen ein. Dafür gibts ja einen extra-Threat, weiß ihn im Moment aber nicht auswendig. Link folgt.
Ralf
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..also offensichtlich keine 'wirklichen' Neuheiten bzw. Highlights..
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Hier die versprochenen Fakes.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,4851.30.html
@Mc Schuerf
Zumindest keine atemberaubenden Massenfunde optisch interessanter Stücke. Für den Sammler findet sich aber garantiert immer was interessantes, wenn man sich genug Zeit nimmt.
Gruß
Ralf
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@Peter McS
Nein, highlights nicht - zumindest hab ich keine entdeckt. Kann natürlich sein, daß echte Neuheiten unter der Hand weggehen, ohne im offenen Verkauf angeboten zu werden. ( z.Bsp. die seit letzem Jahr absolut traumhaften Akanthite bis mehrer cm-Größe in Superstufen ).
Stimmt, was Du sagst: das meiste war bereits bekanntes Material, wie es auch auf anderen Börsen zu sehen ist.
Das mit dem "Schrott" bezog sich explizit auf die Masse der angebotenen Vanadinite, nicht auf die anderen Mineralien.
Mittlerweile schrieb ja Ralf, daß er sehr gute Vanas zu günstigen Preisen auf der Eurogem gefunden hat - die sind mir entgangen, sonst hätt ich darüber berichtet.
Dessenungeachtet war das Preis-Qualitätsverhältnis der meisten auf der Euromin angebotenen Vanas nicht zufriedenstellend; selbst mit Handeln kosteten Handstufen mit winzigen Kristallen immer noch zuviel.
Vielleicht ist mein Anspruch bei Vanadiniten zu hoch , da ich immer nur - gerade bei Vanas - nach Superqualität suche. (bin da leider etwas verwöhnt und hab in vielen Jahren schon ne ganze Menge richtig guter Vanas gesehen )
Was ich selbst an neuen Sachen fand : Erstmalig bis über 1 cm große, nelkenbraune bipyramidale Zirkone auf perfekten großen, graubraunen Orthoklasen (Milchil), begleitet von zahlreichen hochglänzenden tiefschwarzen Bipyramiden von 5-10 mm (lt. Info eines französischen Kenners sollen dies Thorite sein - möchte dies nicht ausschließen, will sie aber noch analysieren lassen)
Desweiteren nadlig-strahlige glänzend schwarze Cu-Pb-Bi- Verbindungen (wahrscheinlich Aikinit, muß überprüft werden) auf " gwindelten" Fadenquarzen (Marokko); außergewöhnlich schön auch die superscharfen Brookite aus Afghanistan (ein Forumsmitglied hat einige der schönsten Stufen erwerben können), sowie einige recht große, neue Bournonite aus einem Neufund in Frankreich.
Aber - nobody is perfect - vielleicht gabs doch noch was spektakuläres - was ich nicht gesehen hab ! Warten wirs mal ab, was die anderen nach Rückkehr berichten.
@Ralf
Glückwunsch zu den günstigen Vanas, Pyromorphiten und Wulfeniten aus Touissit. Da hab ich wahrscheinlich nur die Topstufen im Theater angeschaut - auf der Euromin hab ich so gut wie nix gesehen und durch die Eurogem bin ich nur durchgerannt - zu viel Schmuck. Na ja - Glück muß man haben !
Die pagodenartig aufgebauten "Manganocalcite " - meinst Du damit kobalthaltige schöne rosa Calcite aus Bou Azzer ?
(Manganocalcite gibts von da nicht, aber vielleicht kommen deine von einem anderen Fundort ? )
Das hatte ich ja schon erwähnt - ich habe auch sehr schöne scharfe rosa, sehr gut ausgebildete Co-haltiger Calcite gefunden, sehr schöne Stufen bester Qualität.
Die Chalcopyrite aus China waren auch sehr schön, muß ich zustimmen; sind aber nicht so ganz neu
Und was die Fettsäuren angeht: Volle Zustimmung. Ich erwarte eigentlich immer, daß so mancher Chinese irgendwo n Kanister Öl stehen hat und ständig nachölt.
@
Mein Kurzbericht erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit - man kann wirklich nicht alles sehen, sondern nur Eindrücke wiedergeben
gruß
collector
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@ Collector.
Ich mach´s doch immer wieder >:( Natürlich Kobalt und nicht Mangan. Sorry, weiß auch nicht warum ich das jedesmal durcheinanderhaue.
Man kann auf so einer Börse einfach nicht alles sehen. So sind mir z.B. die Zirkone vollständig entgangen und sicher noch vieles mehr.
Naja, in´s Theater gehe ich eingentlich nie. Das ist mir dann doch zu exklusiv. Ich kuck lieber an den Ständen und wühl am liebsten in den Kisten unter und hinter den Tischen. Da findet man wirklich so manchen Schatz.
Aber ist doch auch gut, daß jeder ein wenig anders Börsensammelt ;)
Ralf
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Hallo, auch ich will mal kurz berichten:
Da ich leider nur einen Tag zur Verfügung hatte, mußte ich alles im
"Schnelldurchgang" machen aber besser so, als gar nicht dort
dort gewesen zu sein.
Schön waren, wie Collector schon geschrieben hat, die persönlichen
Begegnungen mit den Forumsmitgliedern. Leider, wie schon oben
erwähnt, fehlte mir die Zeit um Gespräche zu vertiefen.
Der Kurzbericht von Collector ist treffend und schon sehr vollständig.
Die Kobaltcalcite von China, die Ralf beschreibt, fand ich auch
sehr schön, doch wirklich gute (ohne Macken zu vernünftigen Preisen)
habe ich nicht gefunden. Allerdings habe ich die Euro Gem nur im
"Dauerlauf" und erst kurz vor Schluss besucht.
Über gefärbte und geölte, geklebte und montierte Stufen auf Börsen
ist ja schon genug geschrieben worden und hier ist es halt genauso.
Mir sind noch die herrliche Rutile aus Brasilien aufgefallen, leider zu
solch horrenden Preisen, dass ich verzichtet habe.
Im Zelt von "Magmaminerals" konnte man noch die herrlichen cognagfarbenen
Calcite, Sphalerite und Fluorite aus Elmwood sehen.
Stufen aus China konnte man, etwas Verhandlungsgeschick
vorausgesetzt, recht günstig erwerben.
Die Konkurrenz war ja recht groß!!
Allgemein sind die Preise für Mineralien, wie schon mehrfach erwähnt,
gestiegen. Der Vergleich von Collector: "DM gleich Euro" trifft voll zu und
wird hier und da schon überboten.
Insgesamt gesehen hat es mir aber wieder einmal Spass gemacht, ich
habe einige Stücke, sowohl für meine Sammlung wie auch für meine
Site erworben und werde im nächsten Jahr (mit etwas mehr Zeit)
wieder dabei sein.
Glückauf aus dem Ruhrgebiet
Klaus
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@collector und andere :),
"ganz, ganz wenig aus Namibia; jedoch Topstufen Goboboseb-Quarze" hat jemand fotos von denen gemacht, wenn ja bitte posten.
glück auf aus dem quarzreichen westtaunus
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Könntest du mal bilder von deinen neuen Bleien machen Ralph ?
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@Galenit
sorry, hab Deinen Beitrag übersehen. Ich mach morgen ein paar Fotos und stell sie hier rein.
Gruß
Ralf
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OK
Ich bin mal gespannt, eigentlich wollt ich ja auch hin meine Bleie auf zu stocken. ;D
Wievielen hast du denn ein zuhause gegeben?
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Hallo Collector,
danke Dir für die ausführliche Antwort! :)
Gruß Peter
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Hier die versprochenen " Bleibilder ".
Vanadinit Mibladen. Solche Stücke konnte man für etwa 35.-€ aus dem Karton bekommen. Preis auf den Tischen auf Anfrage oder ausgewiesen 100 - 150 € :P
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Ebenfalls Vanadinit mit zwar kleinen, aber sehr guten xx. Konnte man für ca. 60 -70 € bekommen.
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Wulfenit. Detailaufnahme eines X. Stufengröße ca: 15 x 10 cm. Besetzt mit drei bis vier X dieser Größe und vielen kleineren.
Konnte man für 90 - 100 € bekommen.
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Pyromorphit.
Handstufen, z.T.sehr reich besetzt. Preise ca. 30 - 40 €
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Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, man kann nicht einfach auf die Börse gehen und locker für angemessenes Geld tolle Stufen kaufen. 95% sind Schrott oder einfach überteuert. Man muß schon suchen, viel reden und richtig unverschämt handeln.
Eine gute Taktik ist es immer, zunächst 6 oder 7 Stufen auszusuchen und nach dem Gesamtpreis zu fragen. Den handelt man so weit runter, wie es geht. Dann reduziert man die Anzahl der gewünschten Stücke auf die Hälfte und fängt erneut an zu handeln. Man kann auch ruhig mal ein oder zwei Stücke austauschen und neu verhandeln. Ziel ist die komplette Verwirrung des Händlers 8)
Man merkt dann schnell, ob man es mit einem abgebrühten Verkäufer zu tun hat, oder ob er unsicher wird. Im ersten Fall geht man zum nächsten Stand, im zweiten handelt man noch gemeiner. Auch erhebe ich nicht den Anspruch die Stücke so billig wie sonst keiner bekommen zu haben. Sicher gibt´s noch geschicktere Feilscher.
Will damit nur sagen, daß man sich halt anstrengen muß. Hemmungen muß man nicht haben. Kein Marokkaner oder Chinese wird sich auf ein Verlustgeschäft einlassen. Ziel ist, einen angemessenen Preis zu verhandeln.
Gruß
Ralf
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Sing gute bilder. Die Vanas wären nciht mein Fall, zu viel Baryt. :)
Aber so Pyros und vor allem Die Wulfenite muss ich mir mal ansehen bei einer nächsten Börse.
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@Ralf und Galenit
möchte Euch nicht enttäuschen, aber die " Pyromorphite " aus Touissit sind die für das Vorkommen bekannten und berühmten Vanadinite !
Werden halt immer noch ab und zu als Pyromorphit angeboten, manchmal auch als Endlichit, manchmal auch als Pseudmorphosen von Vanadinit nach Pyromorphit.
Aber - es sind 100%-ig Vanadinite (mit einem sehr geringen Anteil von Mimetesit). !!
Pyromorphite in winzigen durchsichtigen Kristallen wurden zwar vom Jebel Maheseur nahe Touissit beschrieben, diese bilden aber nur dünne Krusten auf Dolomit.
Aber-ungeachtet - auch als Vanadinite sind Deine Stufen sehr schön !
gruß
collector
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Naja, die "Pyros" sidn hlt ähnlich derer die man in spanien findet, die sind auch grön und oftmals tönnhcneförmig. Trotzdem sind Vanadinite.
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@Collector
da bin ich überhaupt nicht enttäuscht, sondern dankbar für den Hinweis. Das war mir so noch nicht bekannt.
Gruß
Ralf
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Hallo
So, da sind wir wieder zurück in deutschen Landen. 4 1/2 h von St. Marie ins Sauerland. Und Einiges an Eindrücken mitgebracht.
Einen einheitlichen Eindruck können wir sicher nicht vermitteln. Dazu ist die Börse einfach zu groß.
Zudem schaut Jeder anders. Der collector schaut sicher mit ganz anderen Augen als z. B. ich. Und ein Systematiker wird wieder anders schauen als wir. Und genau das macht ja den Reiz aus. Würden wir alle nur Fluorit sammeln, würds irgendwann langweilig.
Das für mich wichtigste zuerst. Wir haben Menschen kennen gelernt. Symphatische Menschen, mit denen wir uns auf Anhieb verstanden haben. Das Hobby hat uns zusammengebracht, aber der Mensch stand im Vordergrund. Ein tolles Erlebnis!
Da ich zurzeit in der Endscheidungsphase stehe, wie es mit meiner Sammlung weitergeht, war ich sehr zurückhaltend.
Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust. Die Endscheidung wird wohl so aussehen, dass ich mich auf Sauerland, Erzmineralien und Fluorit spezialisieren werde.
Gesehen habe ich z. B. bei einem Russen 2 Axinite , da ist mir die Luft weggeblieben. Perfekt! Und mit 300,-€ selbst für meinen Größenwahn nicht zu teuer. Ohne handeln, wohlgemerkt.
Bei einer Spanierin blaue Baryte vom Feinsten. Zu lange gezögert....da war das ganze Flat (Plateau) weg. Pech!
Okuruso-Fluorite schienen mir zu teuer bei der Menge. Bis 100,-€ für 6cm-Stüfchen. Und nicht einmal gut. Da habe ich alles richtig gemacht. Ein 25cm- Stück, voll besetzt mit guten XX, unbeschädigt, für 60,-€. Ein Schnäppchen.
China ist tot. Mehr oder weniger. Das gute Material geht direkt in die USA. Ich war erschüttert über den Schrott, der da lag. Öl-triefend bei der Hitze und die pinseln munter weiter. Kauft blos keine ausgesäuerten Oktaeder. Die Teile werden immer billiger. Es gibt Unmengen davon. Für ein gar nicht schlechtes Stück habe ich 15,-€ gezahlt.
Irgendwo, aber nicht bei einem Marokkaner, fand ich unterm Tisch 2 Großstufen Wulfenit. Nicht schlecht, Herr Specht. Sehr gut, aber mein Stück, vor Jahren in Marokko gekauft, ist besser. Das hat meiner Geldbörse gut getan.
Auf der letzen Runde habe ich noch einen Aegirin gekauft. Absolut unbeschädigte ca 6cm-XX auf Feldspat. Perfekt. Für 10,-€.
Man muss nur Geduld haben, dann hat man sein Erfolgserlebnis.
Der Collector hat ja schon umfassend über das gesehene berichtet. Anzumerken ist vieleicht noch die geplante Zukunft dieser tollen Börse. Aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen will man ab 2006 mit der Mineralogie in eine sanierte Textilfabrik umziehen. Damit wäre m. E. das einzigartige Flair der Zeltstadt hinüber und die Angleichung an die üblichen Turnhallen- Veranstaltungen (Sorry) gegeben. Na ja.
Meine Frau hat es, glaube ich, auf den Punkt gebracht......"diese Trödel-Markt-Atmosphäre macht den Reiz aus!".
Das letzte Juniwochenende ist für uns ein "jour fix". Ob mit der geplanten Änderung auch noch?
Schaun mer mal.
Glück Auf
der Sauerländer
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Glück auf!
die Hitzeschlacht in Ste.Marie-aux-Mines haben hoffentlich alle gut überstanden.
Da die Anzahl der Aussteller von Jahr zu Jahr steigt, ist es fast unmöglich alles gesehen zu haben. Neben den schon beschriebenen waren noch recht schöne kleinere und preiswerte!! Prehnite auf Epidot (Kayes/Mali) zu bekommen. Auch die chinesischen Händler hatten stark schwankende Preise für gleichwertiges Material. Für die "ausgesäuerten" Fluoritoktaeder musste für gute Handstufen (12 x 8 cm) keine 100,- € hingelegt werden. Ansonsten viel Masse statt Klasse.
Hallo mb, ein wenig mehr als collector geschrieben gab es schon aus Namibia. Nur war es nichts Neues - Aquamarin, Schörl, Fluorit ... aus dem Erongo. Stufen waren nicht schlecht, die Preise steigen in den letzen Jahren aber stetig. Wenn Du jetzt nicht zugreifst, wird es immer teurer, da auch "unten" die Preise im letzten Jahr sich fast verdoppelt haben. Für Namibiasammler gab es noch einen hightlight - Cupriteinzelkristalle mit Malachitüberzug bis 5 cm Durchmesser von der Onganja-Mine - Preise zwischen 250,- und 800,- Eus - musste bei diesen Preisen mächtig schlucken.
Weiterhin sehr auffällig, dass nun auch seriöse Händler rumänischer Minerale die bestrahlten Quarze als Morione/Rauchquarze en masse anbieten. Die Rumänen waren noch viel dreister - grüne Calcitkugeln auf Quarz entpuppten sich als Prehnite (wahrscheinlich aus Mali), Manganocalcit als Calcite, die in rosa Papier eingewickelt und nass gehalten werden, so dass auf der Oberfläche ein rosa "Anflug" entsteht und noch vieles mehr.
Ansonsten gab es bei den Tophändlern viele ausgezeichnete Turmaline aus Brasilien, Rhodochrosite von der Sweet-Home-Mine und auch eine ganze Menge Klassiker. Dabei muss man sagen, dass zu den Tophändlern auch Toppreise gehören.
Glück auf!
minfoss
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Hallo!
@der Sauerländer: Ich habe gehört, dass die nächstes Jahr Straßenarbeiten zu der Zeit machen müssen...oder sind es Kanalarbeiten? Irgendwie sowas auf jeden Fall.
Was gabs denn so an Erzen neben Stibnit?
Gruß
slugslayer
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Hi Sluggy
Da ich bekennender Erz-Mineralien-Sammler bin, schaue ich natürlich ziemlich genau hin.
Dieses Jahr habe ich auf Russland, bzw. GUS-Staaten gehofft. Nix war. Ein tschechischer Händler sagte mir, dass er mehrmals im Jahr hinfährt und kauft, aber Alles für den USA-Markt bunkert. Den einzigen Pyrhotin habe ich mitgenommen. Für meine Verhältnisse klein. Aber schön.
Ein bulgarischer Händler hatte gute Stufen, aber halt das Übliche. Habe trotzdem nicht widerstehen können und ein Stück erhandelt. Ein zerflossener Galenit mit Ätzstrukturen. Das ganze von schönen Quarzen garniert.
Wenn ich nicht schon einen richtig guten Kassiterit hätte, hätte ich zugeschlagen. 5 oder 6 gute habe ich gesehen. Und eines kannste mir glauben....wenn ich handele, dann ist ein marokkanischer Kamelhändler ein Waisenknabe. Meine Frau läuft dann schon weg :D :D :D ;D Der Ralf scheint das ebenfalls gut zu beherrschen. Bei den Poker-Faces aus China haste die Schmerzgrenze ganz schnell raus. Dann lobe ich ihn und gehe weiter. Freuen wir uns halt beide :D Mein Budget hat halt auch eine Schmerzgrenze :-\
Blei aus dem Tri-State-District war in wirklich guten Stufen zu haben. XX bis 15cm. Teuer.
Elmwood haben die Amis lange Jahre vollkommen unterschätzt. Jetzt nehmen deutsche Händler ihre guten Stücke wieder mit nach drüben. Die Amis sind sehr nationalbewusst und zahlen für Elmwood den 3-fachen Preis. Irgendwann werde ich da schon mein Schnäppchen finden.
Die Rumänen......tja, diese Rumänen. Achtlos liegen gute Bleistufen mit Zinkblende unter den Tischen und vorne liegt der geklebte und gefärbte Mist. Schwarzen Calcit gab es vor 2 Jahren kaum. Dafür dieses Jahr Bergeweise. Bournonit im normalen Rahmen. Nix tolles.
Panasqueira war wirklich gut vertreten. Das hat mich überrascht. Gute Stücke. An einer ca. 30cm- Stufe habe ich mir die Finger verbrannt. Die Wolframite glühten fast bei der Hitze. Das die nicht zersprungen sind, hat mich auch überrascht.
Spahlerit vom Picos de Europa konnte man Kiloweise kaufen. Leider nicht in guter Qualität. Der fehlt mir noch :-[
Rhodos von der Home-Sweet-Home-Mine scheinen mir billiger geworden. Dafür die aus Peru teurer. Und die aus der N`Chwaning- Mine waren durchweg schlecht. Egal. Eh zu teuer.
Ach ja....Silber aus Pöhla und Umgegend gab es reichlich und erstaunlich preiswert. Angebot und Nachfrage?
So, ich bin müde und mir fällt spontan nix mehr ein.
Gute Nacht 8)
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Dieses Jahr habe ich auf Russland, bzw. GUS-Staaten gehofft. Nix war.
Kein Wunder, lieber Wilhelm..
...die russischen Erz-und anderen russischen Spezialitäten bunkere i c h ja schon seit Jahren.. :o 8)
..deswegen ist jetzt nichts mehr da.. ;) ;D
Gruß Peter
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So, nun will ich auch mal meinen Senf zu Ste. Marie abgeben, wobei mein Standpunkt hinter dem Verkaufstisch ist und nicht davor.
Bestätigung zu meinen Vorschreibern:
- wenig Neues ( Die Argentite aus Marokko sind zwar ein dreiviertel Jahr alt, aber ich glaube, bisher noch nicht so häufig auf dem europäischen Markt aufgetaucht. Gleiches gilt für Granat, Calcitperimorphosen und Lockensilber )
Ob die Chinesen was Neues hatten, weiß ich nicht, habe mangels Zeit und Interesse nicht darauf geachtet.
Silberminerale gabs -außer denen von Marokko- gegen Null. Ein paar Stücke aus Mexiko gesehen und das wars dann.
- Qualität oftmals so gut wie nicht vorhanden. ( Zumindest was auf den Tischen lag, wie es darunter ausgesehen hat .... ??? )
ABER: Es gab auch gute Mineralien und Stände, nur fallen die immer weniger auf und werden erdrückt durch die Massen von schrotteligen Chinesen, Rumänen etc.. Wenn man bei der Hitze den fünfzigsten Stand mit öligen Fluoriten gesehen hat, läßt natürlich Lust und Aufmerksamkeit nach, um noch schöne Sachen zu entdecken.
- Heiß war es auch... SEHR !
- Thema Fakes: Tja - im Forum schimpfen hilft nicht viel. Wenn man was tun will, und das gerade als Besucher dieser Messe, sollte man zum Veranstalter gehen und sich beschweren, dass Fakes und gezüchteter Kram nicht als solcher ausgezeichnet wird. Je mehr das tun, desto eher besteht die Chance, dass was passiert (und sei es nur deshalb, weil es der Veranstaltungsleitung auf die Nerven geht, wenn laufend jemand kommt :'().
- Was mich nun doch stark wundert, ist die Flohmarktmentalität, die hier im Forum auftaucht. Ich habe den Eindruck, ein Mineral, das man erworben hat, ist nur dann ein gutes Stück, wenn es billig war. Nicht das Mineral an sich wird gelobt - weil es selten oder optisch attraktiv ist, sondern "es hat nur 15 € gekostet" scheint wichtig zu sein. Klar stellt der eigene Geldbeutel die Grenze dessen dar, was jeder bereit ist auszugeben - nur eine Mineraliensammlung lebt von attraktiven, kuriosen Stufen oder von Stücken, die einem wichtig sind - und nicht von den Preisschildern, die hinten dran kleben. Wir haben auch einen Stein für unsere Sammlung gekauft. Obwohl wir sehr häufig in Marokko sind, haben wir in Ste. Marie bei einem deutschen Händler ein wunderschönes Lockensilber von Imiter gesehen und gekauft. Damit war zwar mit einem Stück unser Budget für die Sammlung aufgebraucht, aber dafür sind wir überzeugt, dass wir an Marokko-Silber selten etwas Schöneres gesehen haben und vermutlich so schnell auch nicht mehr sehen werden. Also werden wir an diesem Stück sicher lange unsere Freude haben. Sammeln bedeutet für uns: Prioritäten setzten und nicht eine "Kompromiss-Sammlung" aufzubauen.
- Handeln bis zur "Schmerzgrenze" - auch dazu noch ein paar kurze Anmerkungen: Ein kleines Zelt in Ste. Marie kostet etwas über 800 €, ein großes 1800 €, egal ob mit dem Transporter von Marokko oder mit dem Flugzeug aus China, Mensch und Mineralien müssen nach Ste. Marie gebracht werden, das kostet Geld und nicht gerade wenig. Gut, die "Überlebenskosten" in Ste. Marie kann jeder so groß oder klein halten, wie er will, aber auch das nagt am Geldbeutel.
Bevor der erste Stein überhaupt verkauft ist, fallen Börsen- und Transportkosten von 1500 bis 2500 € an. Wers nicht glaubt, setze sich bitte ins Auto und fahre mal schnell nach Marokko und zurück ;). Sprit und Mautgebühren sind schon beträchtlich. Flug und Luftfracht von China kosten auch Geld.
Ich feilsche auch, wenn ich Mineralien kaufe, aber nicht bis zur Schmerzgrenze. Ich finde es nämlich toll, dass Stücke aus allen Ecken der Welt den Weg bis kurz vor meine Haustür gefunden haben. Einiges davon ist mir zu teuer, dann kaufe ich es halt nicht, einiges zu schrottelig, das lass ich auch gerne liegen, aber wenns was Schönes ist, kann ich auch verstehen, dass es Geld kostet und bin auch bereit, dafür einiges zu zahlen. Ich will ja das Stück besitzen - deswegen muß ich mir die Frage stellen: wieviel ist es mir wert ? Und DAS ist für mich dann der angemessene Preis und nicht der, den ich nach weiteren 2 Stunden Handeln erzielen könnte. Leben und leben lassen ... und hoffentlich verdient dieser Händler so viel, dass er auch im nächsten Jahr wieder den langen Weg, von wo auch immer, nach Ste. Marie findet.
Vielleicht denkt der eine oder andere mal darüber nach, dass es nicht selbstverständlich ist, in Ste. Marie über 800 Händler aus der ganzen Welt zu sehen. Und dass es eigentlich egal ist, ob der Stein 15 oder 50 € gekostet hat, wenn es genau das Stück ist, das man schon immer haben wollte ;D.
MfG Inschala & stonesister
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Hallo Inschala,
was Das handeln betrifft gebe ich Dir vollkommen recht und widerspreche gleichzeitig energisch.
Ich bin ja nun auch gewerblicher Händler und bei mir is nicht viel mit handeln. Meine Preise sind knallhart durchkalkuliert und es gibt da keinen Feilschaufschlag, den ich dann runterhandeln lasse. Ich halte das für unfair meinen Kunden gegenüber und sehe überhaupt nicht ein, warum ein zaghafter Verhandler wesentlich mehr für ein Stück bezahlen soll, als ein gewiefter Fuchs. Klar gibts schon mal einen kleinen Mengenrabatt oder einen Nachlass bei einem Stück, das schon lange in meinem Lager steht. Das wars.
Im völligen Gegensatz sehe ich aber die Sache bei Marokkanern, Chinesen und Rumänen. Nicht weil ich etwas gegen diese Menschen habe, sondern weil ich ganz genau weiß, daß es in aller Regel abgezockte Verkäufer sind. Ich verurteile das auch gar nicht, warum auch.
Aber....
Erstens haben fast alle Ihre Läger in Frankreich oder hier in Deutschland. Zweitens sind weder die Einkaufspreise noch die Transportkosten so unglaublich hoch, drittens zahlen sie in aller Regel keine oder nur geringe Steuern und Sozialabgaben und viertens haben die eine völlig andere Mentalität wenns ums Verkaufen oder die Preisfindung geht.
Die Preise werden z.T. mit mehreren 100% Aufschlag festgelegt um einen ausreichenden Spielraum zum Feilschen zu haben. Du kannst mir glauben, das 95% aller Stufen für einen höheren als den kaufmännisch ermittelten Preis weggehen. Weiter ist es ganz sicher, daß auch nicht ein einziger dieser Händler ein Stück ohne Gewinn weggibt.
Von daher ist feilschen angesagt, bis der Verkäufer abwinkt. Man muß sich auch darüber klar sein, daß man als Dummkopf angesehen wird, zahlt man einen zu hohen Preis und in deren Augen an Respekt gewinnt, wenn man als harter Verhandlungspartner auftritt.
S´is halt eine völlig andere Mentalität.
Und es ist auch ein Unterschied, ob ich an einem Stand mit Massenware stehe, oder an einem mit ausgesuchten Einzelstücken. Ich denke das jeder, der nicht mit dem Klammerbeutel gepudert wurde weiß, daß ein excellentes Stück in aller Regel auch einen excellenten Preis hat. Es ist sicher blödsinnig zu versuchen, ein hochwertiges 200€ Stück für 50 haben zu wollen. Es ist aber mindestens genau so blödsinnig für ein 50€ Stück 200 zu bezahlen.
Das eigentliche Problem der Verkäufer ist doch die Sorge, das die Kunden mit den reell kalkulierenden genauso feilschen wollen wie mit Marokkanern oder Chinesen. Ich glaube aber, da werden die Kunden gewaltig unterschätzt. Jeder Sammler weiß in der Regel in etwa den Wert einer Stufe richtig einzuschätzen und ist auch bereit, einen fairen Preis dafür zu zahlen. Oft reicht ein freundlicher Hinweis auf die Preise von vergleichbaren Stufen an anderen Tischen und die Aufforderung es dort zu versuchen allemal aus.
Ralf
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Hallo inschala
Natürlich sehen wir das aus anderen Blickwinkeln. Ich könnte mir jetzt das Leben einfach machen und sagen: das ist das Risiko des Händlers.
Möchte ich aber nicht. Selber habe ich aus Frankreich vor vielen Jahren Fossilien geholt und versucht, einige davon zu verkaufen. Da biste 2000 km gefahren, hast malocht und bei 4,-DM haben die Leute gemault. Da hau ich lieber mit`m Hammer drauf.
Mein Problem ist die Willkürlichkeit der Preise. Ich rede nicht von Pederneira- Turmalinen oder Sweet-Home Rhodos. Ich rede von z. B. Scheeliten aus China, wo bei vergleichbaren Stücken ein mal 40,-€ erhandelt werden können und 10 Meter weiter 1.400,-€ dran steht. Ich rede von Fluoriten, die massenhaft da sind, gut geölt, damit sie nicht quietschen und der erste Preis um bis zu 60% gedrückt werden kann. Ist mein "Geschäftsgebahren" dann unsittlich? Einen fairen Preis aktzeptiere ich, einen Phantasiepreis nicht.
Dass ich irgendwie recht habe, beweisen die Händler mit ihren eklatant unterschiedlichen Vorstellungen bei vergleichbaren Stücken. Vor Jahren habe ich in München einen Hübnerit für um die 200,-DM erstanden. 10 Meter weiter ein vergleichbarer für 3.600,- DM. Gute Ilvaite kosteten damals bis 3.000,- DM. Ich habe 180,- bezahlt. Sehr gute Vivianite aus Bolivien damals nicht unter 1.000,- DM. Meiner für 270,-.
Was ist fair? Was ist Phantasie? Bei einem Diamanten ist das ziemlich klar geregelt. Gewicht, Reinheit, Farbe, Schliff usw
Aber ein Feldspat? Hmmmmmhh....
Ein Stein ist das wert, was Jemand bereit ist, dafür zu zahlen.
Mein Erfolgserlebnis in St. Marie waren keine Steine für 15,-€. Sondern Menschen.
Dir noch gute Geschäfte......
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Hallo Ralf
Da haben sich unsere Einträge überschnitten. Gebe dir voll und ganz recht.
Bei meiner letzten Runde am Sonntag habe ich bei einem Italiener noch zufällig ein Flat mit Anatasen gesehen. Auf meine Frage gab er mir seine Preisvorstellung an. Auf meine zweite Frage nach einem best Price sagt er lächelnd: "ich bin kein Chinese!"
Er hat sein Geschäft gemacht! Und wir hatten beide ein gutes Gefühl. Damit kann ich leben.
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Hallo Sauerländer.
Das mit den Anatasen ist genau das, was ich meine und was ich als Händler auch immer wieder erlebe. Positiv für beide Seiten.
Gruß
Ralf
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Sehr verehrter und hochgeschätzter Peter McS....
Ihre Einstellung zum Bunkern von Erz- und anderen russischen Spezialitäten kann ich nicht nachvollziehen >:( :-X
Diese Vorgehensweise halte ich für in höchstem Maße unsozial :-[
Was soll aus all den Sammlern werden, wenn Sie, Peter Mc S..., die wahren Schätze Russlands in ihrem Keller vor kaufwütigen, gierigen, Sammlern verbergen und selbstsüchtig ihr Ego pflegen?
Also Peter....rück die Läggen raus :) ;) :D ;D ;D ;D (Läggen ist ein plattdeutscher Begriff für Steine)
Wilhelm (nach 1 Kanne Bier) 8) ::)
P. S. mir gehts, nach dem schönen Wochenende in St. Marie, ziemlich beschissen. Wir mussten heute 210 Leuten kündigen. Der schwärzeste Tag meine beruflichen Laufbahn. Da hilft nur hilfloser Humor. Sorry.
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Erst mal danke für die tollen Rückmeldungen.
Tja man sieht alles nicht so einfach.
Also erst mal zu Marokko. In all den Jahren die ich nach Marokko fahre habe ich sehr viele nette Menschen kennengelernt und mich sehr an Ihrer Gastfreundschaft erfreut. Und das egal ob es zu einem Geschäft gekommen ist oder nicht. Handeln in Marokko ja, aber auch nicht mehr um jeden Preis. Bei Massenware unverzichtbar, aber bei guten Stücken fast nicht mehr möglich weil der Marokkaner mittlerweile weis, und das mit recht, ist das Stück etwas besonderes, käuft es vieleicht nicht der erste Händler aber bestimmt der zweite.
Ein Händler in Marokko gab mir mal den schönen Hinweis als ich um den Preis feilschen wollte, ich solle mir überlegen ob ich an dem Stück Geld verdienen könne oder nicht. Als ich dies verneinte weil mir der Preis zu hoch schien, wurde der Roselith einfach wieder weggepackt. Da war nix mit verhandeln. Kauf es oder lass es bleiben. So ist es zumindest bei den Händlern in Marokko die hochwertige Mineralien anbieten. Bei den Ramschverkäufern ist das natürlich anders.
Mit China habe ich selbst keine Erfahrung, weis aber von einem Freund der öfter das Land aufsucht wegen Mineralien, das Ihm dort Stufen angeboten worden sind die mehrere tausend € kosten sollten und er sie dann in Ste. Marie oder München für ein paar hundert € wiedergesehen hat. Das ist dann übelste sägerei, wie ich sie von den Marokkanern nicht kenne. Klar auch bei ihnen gibt es solche und solche, aber da ich sehr viele als faire und nette Händler kennengelernt habe will ich mich davor hüten alle einfach über einen Kamm zu scheren.
Zu den willkürlichen Preisen hatte ich auch meine Horrorerlebnisse, ein polnischer Händler bot einen Sylvanit für 2700 € an, dazu sagen muß man das das Ding thumbnail größe hatte. Oder das hässlichste Kongsbergsilber das ich je gesehen habe für 50 000 €. Oder Bleiglanz der als Argenetit von Marokko ausgezeichnet war für 450 €. ( Nicht bei den Marokkanern sondern bei einem Händler aus Europa, ich halte mich hier mit Absicht etwas schwammig). Ich habe das Gefühl das oftmals diese Irrsinnigen Preise aus Unsicherheit und Unwissendheit entstehen. Einige haben halt wohl die Mentalität besser zu teuer oder garnicht verkauft als zu billig wenn man keine Ahnung hat was man als Preis aufrufen soll. Und das wiederum ist meiner Ansicht nach schlecht für die ganze Szene.
Bin gespannt auf weiter Erlebnissberichte aus Ste. Marie
MfG Inschala
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Zu den willkürlichen Preisen hatte ich auch meine Horrorerlebnisse, ein polnischer Händler bot einen Sylvanit für 2700 € an, dazu sagen muß man das das Ding thumbnail größe hatte.
Selbst wen der Sylvanit aus dem berühmten rumänischen Nagjag stammen sollte, ist es in meinen Augen ein Verbrechen (ohne wenn und aber!) solch einen Preis dafür zu verlangen...auch wenn die Sylvanite von dort quasi nur noch aus Sammlerhand erhältlich sind..Ich habe z.B. auch Nagyagit von Nagyag und das ist auch thumbnail-Größe zu einem vernünftigen Preis. Der polnische Händler gehört gesteinigt und früher hätte man so jemanden an den Pranger gestellt oder Schlimmeres..
Fehlt nur noch, dass es sich wieder gar nicht um Sylvanit, sondern um Altait handelt und dann noch von Usbekistan..das kam mal bei einem meiner Käufe heraus..der sog. Sylvanit kostete aber auch nur grad mal 10 €..aus Interesse kaufte ich das Stück dann um es bei Herrn Blaß analysieren zu lassen..heraus kam dann die Überraschung: Altait plus..und das für 10 €....und schon mehr in Richtung KS als MM gehend..so herum liebe ich das natürlich wieder.. :)
Gruß Peter
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Hallo ihr zusammen,
ich dachte hir geht es um aktuelle Lageberichte aus St.Marine aux Mines?Obwohl die Diskussion sehr interessant ist,die hir stattfindet.Die Sammler sind doch sehr verschieden und somit auch ihre Ansichten und das ist grundsätrzlich gut so.Nun kann ich es aber nicht lassen obwohl ich mich eigendlich zurückhalten wollte,auch mal meine Ansicht hir mitzuteilen.Hat sich mal einer Gedanken gemacht wieviel Gewinnaufschlag ein Bäcker auf seine Brötchen macht oder was der Möbelhändler an seinen Spanplattenmöbeln verdient?Leben und Leben lassen,und somit hat auch ein Gewerblicher Mineralienhändler seine Existenzberechtigung.Keiner wird gezwungen bei überteuerten Preisen einzukaufen,das liegt ja an jeden selber.Wie in fast allen Lebensbereichen hat sich auch bei Mineralien ein Trend durchgesetzt,hohe Qualität sehr hoher Preis.So können die exklusiven Händler nicht so viel Material herbeischaffen wie an Schaustufen bedarf herrscht,also bekommt man eine Schaustufe zu 5000 Eur schneller verkauft als ein Belegstück für 20 Eur.Dies veranlasst natürlich viele Händler einfach ihre Mineralpreise hochzusetzen,was natürlich Kopfschütteln bei vielen verursacht.Denn die Qualität ist dann meistens nicht mehr stimmig zum Preis,und hir liegt der Hase im Pfeffer.Und hir sollte man sich dann die grundsätzliche Frage stellen,was macht eine perfekte Mineralstufe (Schaustufe) aus um einen hohen Preis zu rechtfertigen?Ich glaube diese Frage ist mal eine Diskussion wert.Nur sehr wenige Händler haben das Talent eine Mineralstufe nach rein Ästetischen Gesichtspunkten zu bewerten,und nur diese Händler haben die Mineralien mit dem gewissen etwas.Ich gehöre zu den Sammlern die nicht Feilschen und dazu stehe ich,obwohl ich auch nichts zu verschenken habe.Wenn ein Stück eine dem Preis entsprechende Qualität hat und ich es mir leisten kann,kauf ich es.Wenn ein Händler mir immer eine durchweg gute Qualität bietet dann bleibe ich diesen meist "treu",und gehe davon aus,das auch in Zukunft alles fair verläuft.Händler mit Massenware und minderer Qualität sind für mich nicht von interesse,weil ich mich nicht dadurch verbessere.Ich glaube das hat auch schon inschala erwähnt.Jeder muß seinen eigenen Weg finden und seine Sammlung aufbauen wie es ihn gefällt,ich jage jedenfalls den Calciten weiter hinterher,und ob sie 5 Eur kosten oder mehr.....Wenn die Qualität stimmt und ich es mir leisten kann,was natürlich nicht immer so ist,dann ok.
So dann fröhliches Jagen
Die Pulle
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Hallo Pulle,
stimme Dir voll und ganz zu. Wenn die Stufe gut ist, darf auch der Preis entsprechend sein. ;)
Aber einfach den Preis hochzusetzen weil sich hochpreisige Stücke besser verkaufen lassen ist nicht in Ordnung. >:(
Doch wie Du so schön schreibst, es ist ja jedem selbst überlassen was er bereit ist zu bezahlen.
So habe ich mal folgendes erlebt. Und zwar ging es um indische Stilbite, die ich recht preiswert einkaufen konnte. Ich hatte sie auf 3 oder 4 Börsen so angeboten, dass ich die Stücke für meine Sammlung heraus hatte. Die Stilbite ließen sich nicht verkaufen. Dann habe ich auf den Rat eines anderen Sammlerkollegen gehört, der meinte das die Teile zu preiswert sind und ich habe Sie im Preis erhöht. Man glaubt es nicht, aber es hat nicht lange gedauert (bin auf max. 1-3 Börsen im Jahr) und die Stücke waren verkauft.
Hört sich komisch an, aber viele Sammler glauben wenn etwas nicht teuer ist, taugt es nichts :D
Ähnliche Erfahrungen hatte ich in den 80er Jahren mit Ramsbeck-Material, erst als ich die MM's höher ansetzte habe ich diese verkauft, verstehe wer will ??? ???
Gruß
loparit
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Hallo Edgar, hallo Ingo,
natürlich hat Ingo recht, was ich nicht will, muß ich nicht kaufen.
Interessant ist, was Edgar schreibt.
Ich habe es auch schon erlebt, wenn Stufen recht günstig sind, lassen
sie sich nicht verkaufen, erhöht man den Preis, siehe da, plötzlich sind Interessenten
vorhanden und die Stufe wird verkauft.
Ist schon seltsam, aber so sind die Menschen halt.
Billiges kann keine Qualität sein !!
Doch ich glaube, die Leute, die nur für teures Geld kaufen, haben keine Ahnung.
Mineralien kann man nicht mit Maschinen oder hergestellten Dingen vergleichen
bei denen es Qualität gibt.
Der Preis kann sich eigentlich nur über Seltenheit des Minerals, Ausbildung der
Kristalle, Ästhetik und Nachfrage bilden.
Es gibt hier keine allgemein verstandene "Qualität".
Aber es ist müßig darüber zu schreiben oder zu reden, ändern werden wir die
willkürliche Preisgestaltung nicht.
Auf jeden Fall macht Sainte Marie Spass !!!!
Glückauf
Klaus
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Also manchmal ist das Internet eifach überlastet,wollte schon vorhin Antworten ging aber nicht.Nun mache ich es jetzt!Der Wunsch der Sammler nach hoher Qualität (den besten Stück) ist doch sehr ausgeprägt.Deshalb zahlen die Sammler dann lieber einen hoheren Preis in der Erwartung nun das Sahnestück zu bekommen.Das nutzen einige Händler Schamlos aus,meist Händler aus Osteuropa und China (das ist aber meine Meinung,mich bitte nicht umbringen deswegen).Und die so verprellten Sammler sind dann zurecht sauer,aber am meisten ärgert sie ihre eigene Dummheit.Die Preisfindung bei Mineralien ist schon sehr schwer,und ein Mineral ist solange nichts Wert bis der erste einen Preis dafür gezahlt hat.Ja Klaus du hast recht,Qualität kann eine sehr dehnbare Sache sein.Deshalb leiste ich mir meinen eigenen "Stiel",und da zählt nur gefällt mir das Stück und kann ich es mir leisten.Und wenn ich es mir nicht leisten kann,so kann ich mich doch wenigstens daran erfreuen,und weiter jagen.
Die Pulle
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Hallo Klaus, Hallo Pulle,
alles in allem bin ich ja eurer Meinung. Die Stücke die ich angeboten hatte waren von der Qualität nicht schlecht und aus diesem Grund preiswert. Nein die Stilbite bekam ich in Bombay von einem Händler zu einem tollen Preis, weil ich vorher Cavansite und andere Mineralien gekauft hatte. Und die Mineralien aus Ramsbeck hatte ich preiswert angeboten, weil ich diese selbst gefunden habe und nicht die Preise von vielen anderen verlangen wollte.
Was ich sagen will, ist halt eben auch die Tatsache, dass sehr viele Sammler preiswertes Material nicht anschauen, weil sie denken preiswert ist schlechte Qualität.
Und wenn man dann den Preis etwas erhöht, scheint das Stück besser zu sein ??? und es verkauft sich. Ist wirklich so passiert :-\
Das mit den Händler aus Fernost und Osteuropa stimmt, da kann ich "pulle" nur zustimmen. Das erlebe ich sogar bei meinen Aufenthalten in Rumänien. Dort sind die Minealien zwischenzeitlich bei den meisten Händlern teurer als ín Deutschland oder Frankreich. Und genau wie "Pulle" es scheibt sind nicht nur die top Stücke teuer sondern auch das ganz normale Material. Aber selbst in Rumänien finden sich immer wieder Leute die zu diesen Preisen kaufen.
Ansonsten gebe ich Pulle vollkommen recht, wenn er schreibt dass er lieber gute Qualität kauft und dann auch schon mal einen höheren Preis in Kauf nimmt. Das mache ich genauso, obwohl ich seit langem nichts mehr auf Börsen gekauft habe, weil mir die Preisentwicklung seit Einführung des Euro nicht gefällt. Und oft habe ich nur ein Stück, aber dafür ein Topstück gekauft. :D
Gruß
Edgar Müller -loparit-
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Hallo!
Leider war ich dieses Jahr wieder nicht in Ste. Marie....
Wie sah es denn mit den Brookit-Neufunden aus Pakistan aus??? Wurden schöne Stücke angeboten?? Aber wie ich annehme , auch zu mörderischen Preisen ??? Bisjetzt habe ich immer nur beschädigte auf Börsen gesehen...
Gruß
TK
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Hi
Jede Menge. Da hatte einer bestimmt 20 Flats. Mit etwas Suche hatte man schon Probleme bei der Entscheidung.
Und mit Beziehungen.....all prices keystone ;D