Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: -- JS -- am 27 Oct 19, 16:31
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Hallo, eine Frage an Euch:
Ich habe hier Silbererz mit Proustit, gefunden im Bergbau Schlemma / Sachsen.
Jedoch gibt es hier noch etwas Unbekanntes dabei, leicht gelblich, was unter langwelligem UV-Licht stark grün fluoresziert.
Hat jemand eine Idee / Richtung, was das sein könnte?
Vielen Dank
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Die starke gelbgrüne Fluorescenz ist typisch für Uranminerale. Wahrscheinlich (!!) ein Uranglimmer, die sind am häufigsten in dieser Paragenese.
Thomas
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Ok, danke.
Falls wenn, müsste ich den Stein irgendwie besonders schützen? Seine Gesamtgröße ist 35x23x20 mm. Die "Verteilung" des evtl. Urans sieht man auf dem Bild.
Danke
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Hallo,
Uranglimmer würde ich eher nicht vermuten, dieser sollte sich auch an der Farbe, Spaltbarkeit und Radioaktivität erkennen lassen.
Könnte auch z. B. "nur" Calcit sein.
Jörg N.
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Hallo,
Sieht schon sehr nach Uranglimmer aus, evtl. Richtung Heinrichit oder Uranocircit (dafür ist die Fluoreszenz absolut typisch). Kleinste Spuren von Uranglimmern sind manchmal selbst unter dem Mikroskop kaum auffällig, verraten sich aber unter UV. Schutz ist bei der geringen Menge durch den Dosendeckel gegeben. Das direkte Einatmen von Staub aus dem Material sowie das Abtrennen von Material ist nicht ratsam.
Glück Auf!
Sebastian
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Im Verhältnis der größe dieser Stufe ist die Radioaktivität unbedenklich und möglicherweise geringer als die eines Granitfundamentes oder eines Granitstraßenpflasters. Uranocircit glaube ich nicht, den der sollte auch bei Tageslicht erkennbar sein. Der blasse Heinrichit paßt schon eher.
Gruß
Uwe
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Glück Auf!
stimme den Vorschreibern weitestgehend überein. Die kräfte kanariengelbgrüne Fluoreszenzfarbe der Uranglimmer ist recht markant. Bereits sehr kleine Mengen können eine deutlich sichtbare Fluoreszenzerscheinung zeigen. Bei Anwesenheit von Karbonaten wie Calcit, Dolomit oder Ankerit würde ich aber eher in Richtung Autunit tippen. Uranocircit und Heinrichit brauchen Barium und sitzen gerne in (mehr oder weniger verwitterten) Barytgängen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Ihr seid super, danke.