Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: minna ral am 26 Dec 19, 15:21
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ich habe ein paar Mineralien, dessen Namen ich gerne kennen lernen möchte. Sie sind Teil einer größeren Sammlung und leider ohne Fundort. Besteht trotzdem eine Chance sie ungefähr zu bestimmen? Könnte mir auch jemand ungefähr den Wert der Steine nennen? Wenn das wegen fehlendem Fundort nicht möglich ist: Wäre es möglich den Wert der restlichen Steine bestimmen zu lassen, wenn ich diese hier mit Foto, Fundort und Bezeichnung präsentiere?
Hier zunächst die Fotos von den Steinen, über die ich keine Informationen habe:
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Hallo .
Nr. 1 würde ich sagen ein Topas Doppelender x , eventuell von Amerika.
Nr. 2 Aragonit auf Siderit Fundort ? Da gibts meiner Meinung nach zu viele Möglichkeiten .
Nr. 3 Baryt xx mit z T Manganüberzug Fundort eventuell Grube Clara , aber da gibts auch viele andere Möglichkeiten .
Nr. 4 kann man so nichts sagen ist zu unscharf und nichtssagend .
Loismin
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Hallo
Soweit richtig bestimmt und bei Bild 4 würde ich sagen evtl. Apachenträne (Obsidian).
Wenn man aber Minerale sammelt um des Wertes willen, dann hat man schon verloren, weil die Entstehung, Kristallografie und die Begeisterung untergehen bzw. zweitrangig sind. Darum enthalte ich mich zur Wertangabe hier auch. Erstens weil sie der Rede nicht wert sind und zweitens ohne Fundort ohnehin unreal. Zudem sind es immer Schätzwerte, da es keine Tabellen gibt und auch diese Schätzwerte starken Schwankungen unterliegen.
Roland
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Weil hier nach Wert gefragt wird der Topas würde mich evtl. interessieren .... schreib mal ne PN .
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Servus,
stimme dem Lois absolut zu. Der Topas von der Thomas Range in Utah, der Aragonit könnte beispielsweise von Kamsdorf sein. Aber da gibt es zu viele Möglichkeiten.
Servus + Glück auf
Wolfi
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Hallo,
das erste Bild zeigt einen Topas mit Sicherheit von der Thomas Range in Utah. Nur die Spitze ist klar, der Rest ist von Ryolith durchsetzt.
Das ist typisch für die Fundstelle, der Wert liegt bei wenigen €
Das dritte Bild ist sicherlich Baryt von der Grube Clara. Wert um die 10 €.
2 und 4 zu unscharf zu untypisch.
Gruß
Manfred
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Hallo.
Ich sage zu solchen Sachen ganz gezielt keinen Wert, weil ,wenn da zuwenig Euro stehen ,landen diese Sachen zumeist in der Mülltronne.
Da macht sich doch dann keiner die Mühe jemanden zu suchen dem er das schenken kann .
So einfach ist das und leider meistens oft so !
Dazu sind sie aber dann auch zu schade .
Meine Meinung dazu !
Loismin
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Nr. 2 ist ziemlich klar Aragonit auf Dolomit von Kamsdorf/Thüringen. Nr. 4 sieht mir aus wie Blasenschlacke/Lava, wie es sie in der Eifel gibt. Nickenich, Wannenköpfe, Emmelberg, da gibt es mehrere Lokalitäten mit identischem Material.
Glückauf!
Elisabeth
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Nr. 4 ist außen glatt und rund, das passt nicht zu vulkanischer Schlacke aus der Eifel...
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Vielen Dank für die vielen Antworten! Das ist viel mehr als ich erwartet habe. Weggeschmissen wird bei mir nichts. Ich hebe mir auch gerne ein paar "wertlose" Steine auf. Nur, die Sammlung hier ist recht groß. 6 unbestimmte Mineralien habe ich noch. Da ja nur 4 Fotos auf einmal eingestellt werden können, folgen hier die nächsten 4. Wenn dazu auch ein paar Leute eine Idee hätten, wäre super. Anschließend könnte ich die beschrifteten Steine einstellen, wenn das hier nicht den Rahmen sprengt...
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Das erste ist Calcit.
Das dritte kann Linarit sein. Für Kupfersulfat ist das Blau zu blass. (Kann aber auch Epidot sein laut meinem kleinen schlauen Buch).
Ich logge doch blaues Coelestin (Zölestin) ein. Belgeitmineralien können Gispsspat, Arragonit und Baryt oder Calcit sein, was dem nahe kommen dürfte.
Beim vierten ist Kupferkies mit Dolomitspat oder Siderit und Baryt dabei.
(Ich kann leider noch nicht richtig Baryt und Gipsspat auseinander halten. Hab mich nur an die Farbe und Kristallstruktur orientiert.)
Auf dem zweiten Mineral sitzen Mimetesit Kristalle auf Calcit oder Cerussit.
Viele Grüße
Achja, unten steht ja schon mal ein Preis dran. 60 Glocken. ^^
Edit: Beiträge zusammengefasst
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Hallo
Also Calzit, mal abgesehen das man das alles auch in einem Beitrag unter bekommen hätte statt der drei, muß ich sagen das man mit "kann" und "könnte" einer Fragestellung nicht behilflich ist. Zudem ist die Analyse aus meiner Sicht sehr fraglich und nicht nachvollziehbar, die 60,- sagen auch nicht in welcher Währung.
@minna ral Du erwartest das andere deine Stücke nur aus Bilder bestimmen, trägst aber selbst nichts dazu bei. Wir haben hier Richtlinien zur Mineralbestimmung bzw. gewisse Angaben die der Sache hilfreich sein können (Fundort, Härte, Säuretest usw.) ohne dem kannst Du auch gleich die Kristallkugel fragen.
Zum Wert vielleicht noch eine Anmerkung. Zahlt jemand 100 €...ist es 100 € Wert, zahlt keiner mehr als 5 € ist es nur 5 € wert, so einfach ist es.
Gruß Roland
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Hallo.
Ja , um bei der Sache zu bleiben >:D
Beim 1. Stück kann man so ohne Test von Härte und Süure nicht sagen , vor allem sind das ja 3 verschiedene Stücke.
Das 2. Dürfte Quarz mit Chlorit sein, eventuell alpin.
Das 3. ist ein Aquamarin auf Quarz und Feldspat , Fundort ?
Das 4. ist wieder Quarz mit Chlorit und angelöstem Calcit eventuell auch ein alpines Stück .
Allerdings solltest du wirklich erstmal selber ein bißchen probieren ob es säurelöslich ist , oder wie bei dem 1. Stück kannst du ja auch wirklich eine Kratzprobe wegen der Härte machen !
Loismin
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Nr. 3 ist Apatit!
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Nr. 3 ist Apatit!
Das hatte ich zuerst auch in Erwägung gezogen. Habe dann aber auf Linarit getippt.
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diese 2 Unbekannten habe ich noch...
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Nr. 8 ist Quarz, ob das richtiger Rauchquarz ist oder durch Einschlüsse dunkel gefärbt ist, ist bei dem Bild nicht sicher zu erkennen.
Auf Nr. 9 sind am Rand des Hohlraums auch kleine Quarzkriställchen zu erkennen. Ob in dem Hohlraum noch etwas anderes sitzt, ist auf dem Bild nicht zu erkennen.
Günter
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Hallo Martin
Mit etwas mehr Mühe hätte man das alles selbst heraus bekommen.
Bild 8 = Rutilquarz (vermutlich auch Brasilien)
Bild 9 = Bruchstück einer Achat-Quarzgeode aus dem Paranabecken, Brasilien (siehe hier im Lexikon)
diese Geoden werden tonnenweise als sog. Glücksgeoden (Touristenramsch) angeboten und zerbrochen, ungeschliffen unter 1 € falls die Frage wieder nach dem Wert kommt.
ebay unter Glücksgeoden: https://www.ebay.de/sch/i.html?_osacat=0&_odkw=Achat+Brasilien&_from=R40&_trksid=m570.l1313&_nkw=Gl%C3%BCcksgeode&_sacat=0 (https://www.ebay.de/sch/i.html?_osacat=0&_odkw=Achat+Brasilien&_from=R40&_trksid=m570.l1313&_nkw=Gl%C3%BCcksgeode&_sacat=0)
Ich denke, daß nun nachdem alles bestimmt wurde, das Interesse an dieser Webseite gesunken ist (wie in den meisten Fällen).
Gruß Roland
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Also Linarit halte ich bei Nr.3 für äußerst abwegig. Bei dem Stück wäre ein Ritztest mit einer Nadel oder einem Messer von Vorteil. Bei 2 und 4 wäre ein Test mit Essigsäure oder besser noch Salzsäure gut.
@mineralroli Ich finde du gehst zu hart mit den Anfängern um. Natürlich gibt es Richtlinien zur Bestimmung, jedoch muss man sich als Anfänger auch erst mal mit diesen Vertraut machen. Gerade wenn man vorher noch nichts von Härte, Säure und anderen dir einfach vorkommenden Begriffen gehört hat.
Immerhin hat er sich die Mühe genommen uns zu fragen und niemand ist verpflichtet seine Zeit zu opfern und ihm zu antworten.
Bei manchen Antworten hier muss man sich auch nicht wundern warum das Interesse an dem Forum sinkt.
Gruß Noah
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Hallo,
die Nr.6 sind hellblaue Fluorapatite (mit leicht violetten Zonen) auf Albit von Golconda, Minas Gerais, Brasilien.
Grüße
Andreas
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Hallo.
Ganz richtig, an Apatit hatte ich nicht gedacht !
Loismin
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Also Linarit halte ich bei Nr.3 für äußerst abwegig. Bei dem Stück wäre ein Ritztest mit einer Nadel oder einem Messer von Vorteil. Bei 2 und 4 wäre ein Test mit Essigsäure oder besser noch Salzsäure gut.
@mineralroli Ich finde du gehst zu hart mit den Anfängern um.
Natürlich gibt es Richtlinien zur Bestimmung, jedoch muss man sich als Anfänger auch erst mal mit diesen Vertraut machen.
Ich habe anhand der Farbe noch auf Coelestin getippt. Meine Apatite sind grünlich bis gelb, je nach Licht, sonst eher farblos.
Was uns dummen Anfängern hier nicht erklärt wird, wie man solche Ritztests durchführt. In Büchern wird es zwar auch erwähnt, was man dazu braucht, aber nicht das Wie. Ich möchte ungern auf meinen Stufen oder Trommelsteinen rumritzen oder Säure drüber schütten und zu sehen, wie es Löcher rein frisst, nur um das Material dann halbwegs festgestellt zu haben.
VG.
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Man kann kleine Untersuchungen (minimal) an einer unbedeutenden Stelle vornehmen die das Stück nicht unbedingt beschädigen (teilw. auch unter dem Mikroskop oder Lupe beobachten). Man kann bei Eigenfunde z.B. gleiches Material aus einem Steinbruch, das für die Sammlung nicht von Interesse ist, als Untersuchungsobjekt mitnehmen, man kann Strichfarbe an der unglasierten Seite einer Untertasse oder Tasse vornehmen, man kann einen winzigen Tropfen von HCL an einer Stelle die nicht direkt die Sichtfläche ist aufbringen und sofort nach erkennen der Reaktion wieder abspülen....usw.. Das alles beschädigt die Stufe nicht wesentlich. Keiner soll seine Stufen in die Säure tauchen oder wie Du es beschreibst.
Auch das Erkennen der Kristallstruktur u.w. tragen zur Analyse bei.
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Siehe auch z. B. unter folgenden Links:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/H%C3%A4rte
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Strich
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/S%C3%A4uretest
Jörg N.
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Soll ich an einem 5.000 Euro teuren Smaragd Säure drüber gießen um das Muttergestein zu identifizieren? Dummes Beispiel, Smaragde kennt jeder, aber gilt auch für andere seltene Minerale.
LOL - Schau mal unter "Löslichkeit Smaragd". Bei rund 1molarer H2SO4 liegt das bei 9g/L - bei 500°C und entsprechendem Druck. WOW. Bei unsicheren 5000Eu Klunkern würde ich eine EDX und ein Raman machen. Vermulich unter 10% des Wertes. Vorher schau ich auf die Winkel, die Bruchlinien etc. Falls es AmmoniumNickelsulfat ist, erkennt man es schon ;-)
Einige Basics sind das A und O bei der Glaskugelsache. Dazu gehören auch Infos vom Fragenden, die über unscharfe Fotos hinausgehen.
LG