Mineralienatlas - Fossilienatlas

Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Thema gestartet von: Lexikon am 06 Feb 20, 09:58

Titel: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Lexikon am 06 Feb 20, 09:58
Bilder Diskussion - Image Discussion

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(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1580978910.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1580978910.jpg)
Titel: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Rockhounder am 06 Feb 20, 09:58
Hallo,

bei diesen im Marmorsteinbruch Stemmas gefundenen Stück tauchte die Frage auf, ob das wirklich Malachit ist.
Ich denke schon,dass das richtig ist. Das Bild hab ich jetzt erstmal dem Malachit auch zugeordnet.

Gruß Norbert  

   
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Rockhounder am 07 Feb 20, 23:42
Könnte das vielleicht auch eine Pseudomorphose von Brochantit nach Malachit sein? Bei einer Diskussion auf FB wurde diese Option mal erwähnt.
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: heli am 10 Feb 20, 09:56
Wie wär's mit einer Säureprobe ?
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Steinmetz am 10 Feb 20, 22:58
Bei etwa 2mm Malachit ist ein Säuretest aber nicht die gut Wahl
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 11 Feb 20, 10:37
> Bei etwa 2mm Malachit ist ein Säuretest aber nicht die gut Wahl

Wieso nicht? Mit sehr spitzer Nadel (am besten Akupunkturnadel oder mit feinem Schleifpapier geschärfte Stecknadel o.ä.) ein winziges Fragment abbrechen und in einen Tropfen stark verdünnter(!) Säure schieben.
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Rockhounder am 11 Feb 20, 14:14
Leider ist das nicht mein eigenes Stück. Sonst hätte ich es mal mit Säure versucht.
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Manfred Früchtl am 11 Feb 20, 15:24
Hallo,
im nachfolgenden Bild zeige ich Malachit, war etwa 1-2 mm groß, nach Auflösung in einem Tropfen verdünnter HCl.
Nach Trocknung des Tropfens  viele mit HCl gelöste Mineralien wieder, allerdings anders als sie vorher waren.
Das Foto zeigt also den rekristallisierten Malachit, der Tropfen hatte 5 mm Durchmesser.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1581430262.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1581430262.jpg)
Gruß Manfred
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 11 Feb 20, 15:48
> Das Foto zeigt also den rekristallisierten Malachit,

Das ist auszuschließen - Malachit kann beim Eintrocknen einer sauren Lösung nicht wieder kristallisieren. Das wird eher ein Cu-Chlorid sein.
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Manfred Früchtl am 11 Feb 20, 16:28
Hallo Uwe,
danke für den Hinweis.
Mir war schon klar dass das nicht mehr Malachit ist, was nach dem rekristallisieren rauskommt.
Ich werde dann auch den Begriff Cu-Chlorid verwenden.
Gruß Manfred
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Fabian99 am 11 Feb 20, 16:35
Hallo,

eine Rekristallisation erfolgtz meines Wissens unter Beibehaltung der Chemie:
Beispiel ist z.B. die Amorphisierung durch Strahlung. Das hat zum Brand der Plutoniumfabrik Windscale geführt, als der GRaphit rekistallisiert weredn sollte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Windscale-Brand

Es tritt aber auch bei Zirkonen auf:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/metamikt

und wird beim Eisen durch Glühprozesse erreicht.

Daher passt der Begriff nicht, obwohl der naheliegend ist. Du hast eine Kristallisation nach einer chemsichen Reaktion, wie Uwe schon schrieb.

LG
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: Elisabeth K. am 29 Aug 20, 17:05
Erledigt.
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: oliverOliver am 29 Aug 20, 17:22
nicht wirklich - die Eingangsfrage, ob das auf dem ersten Bild Malachit ist oder eine Pseudomorphose von Brochantit nach Malachit, wurde noch nicht beantwortet.
Titel: Re: Chrysokoll,Malachit
Beitrag von: harzgeist am 29 Aug 20, 17:55
nicht wirklich - die Eingangsfrage, ob das auf dem ersten Bild Malachit ist oder eine Pseudomorphose von Brochantit nach Malachit, wurde noch nicht beantwortet.
Das ist zwar richtig. Allein vom Bild her wird diese Frage auch nicht sicher zu beantworten sein.
Im Laufe der Diskussion wurde aber auf den Säuretest hingewiesen, mit dessen Hilfe eine Antwort hätte gefunden werden können.
Nach Lage der Dinge sehe ich das (einstweilige) Löschen der Zuordnung als sinnvoll und gerechtfertigt an.