Mineralienatlas - Fossilienatlas
Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Erledigte Diskussionen - Bilder => Thema gestartet von: Lexikon am 06 Mar 20, 10:16
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(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1583486070.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1583486070.jpg)
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Hallo,
bei dem Mineral, welches nach meiner einschätzung an der Fundstelle ncoh nicht beschrieben ist, würde ich Euch bei der Bestimmung um Hilfe bitten.
Nicht fluoreszierendes Mineral neben stark fluoreszierendem Metaheinrichit oder Sklodowskit (nicht im Bild) im vermutlichen Magnesit neben Gips; Bildbreite ca. 1mm; ⚒ El Descuido, Pechina, Sierra Alhamilla, Almería, Andalusien, Spanien
Viele Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
Von der Kristallform her erinnert es mich ein wenig an alpinen Monazit. Prüf doch mal mit ungefiltertem Quarzlicht, ob sich eine Farbveränderung in Grünliche zeigt. (Ev. Energiesparlampe).
Gruß von Klaus
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Könnte Coelestin sein.
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Glück Auf!
Keine Fluoreszenz bei LWUV und KWUV? Radioaktivität? Karbonattest an der Matrix durchführen, ggf kleine Proben vorher zerreiben, um eindeutigeres Ergebnis zu bekommen und ggf. auch Proben von verschiedenen Stellen nehmen, insbesondere wenn schon visuelle Unterschiede festzustellen sind. Ob Karbonat- oder Sulfatmatrix ist für viele hier in Frage kommende Minerale kein Ausschlusskriterium, verschiebt aber die Wahrscheinlichkeit in die jeweilige Richtung. Der Magnesit könnte dann zumindest eindeutig ausgeschlossen oder allgemein als Karbonat sicher nachgewiesen werden. Da die Heftigkeit der Gasentwicklung im Verleich zu Calcit schon geringer ist, könnt man auch Calcit ausschließen und ein Karbonat in Richtung Magnesit oder Dolomit vermuten. Ankerit scheint für die Fundstelle nicht in Frage zu kommen.
Lässt sich die Kristallform einer Kristallklasse zuordnen? Hier ist eine vereinfachte Entscheidungshilfe gegeben, natürlich mit entsprechender Unsicherheit?
Da es ja wahrscheinlich deutlich prismatische Kristalle sind:
Wie ist das Prisma?
sechseckig --> hexagonal
dreieckig --> trigonal
vier-/achteckig? --> Rechteck? --> mindestens monoklin
--> keine einzelne dominierende schiefe Kopffläche --> orthorhombisch
--> Quadratisch? --> mindestens tertragonal
--> Parallelogramm --> mindestens triklin
--> gleichseitiges Parallelogramm --> monoklin
--> keine einzelne dominierende schiefe Fläche --> orthorombisch
Epitaxien oder auffällige Verzwilligung oder Verwachsungen sind separat zu beschreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Hallo,
ich habe, vermutlich vom selben bröseligen Loch, Coelestin gefunden.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1583520792.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1583520792.jpg)
Glück Auf!
Josef
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Die Matrix ist höchst wahrscheinlich Magensit. Ähnliche Proben der Fundstelle wurden als Magnesit analysiert. Das radioaktive Mineral im Hintergrund wird sehr wahrscheinlich Metanováčekit sein.
Was die Kristallstruktur angeht bin ich bei der Bestimmung überfragt, das Bild zeigt mehr als ich im Mikroskop sehen kann.
Viele Grüße
Stefan
Josef, danke das könnte hin kommen, Uwe hat es ja auch schon angerissen!
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Danke Euch, ich denke Josef und Uwe haben das ganz gut eingegrenzt. Das Thema ist dann für mich erledigt. Coelestin wird der Mineralliste hinzugefügt.
Hätte nicht gedacht das so bestimmt zu bekommen, aber manchmal klappt es dann doch.
Grüße
Stefan