Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals => Thema gestartet von: sulzbacher am 10 Mar 20, 14:14
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Hallo Sammlerkollegen,
ein Freund hat in einem alten Schurf in der Nähe von Schwarzenberg Stücke mit grünlichen glasglänzenden Krusten gefunden, die deutliche Radioaktivität aufweisen. Allerdings konnte niemand bislang die Krusten identifizieren.
Anbei mal die Analysdaten für eine hofferntlich zielführende Diskussion.
Schon mal Dank eim Vporaus und Glückauf
Hans-Jürgen
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Kannst du vielleicht auch noch falls möglich ein Bild des Minerals hochladen. Mir fällt jetzt mit Blick auf die Daten und den Fundort Johannit ein. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
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Servus,
Johannit ist ein wasserhaltiges Kupfer-Uranylhydroxo-sulfat. Die EDX-Daten geben aber keinerlei Hinweis auf die Anwesenheit von S. Gegen Johannit spricht auch der eher geringe U-Anteil.
Die Anwesenheit von Al und Si (und F) ist verdaechtig - Matrix ?
M. E. ist eine Bestimmung nur mit Hilfe der EDX-Daten nicht moeglich. Es waere sehr hilfreich, die anwesenden Anionen zu kennen.
Bin gespannt, wie es weitergeht.
GA
Harald
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Hallo,
bei den Daten würde ich ein Al/Si Hydroxid vermuten mit ein paar Verunreinigungen. Also irgendwas in der Richtung Allophan, Cu macht die Farbe und U die messbare Radioaktivität. Ich habe jetzt nicht nachgeschlagen, was es noch ähnliches gibt.
Günter
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Hier mal ein Bild nachgeliefert.....
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Die Frage wäre auch, ob das überhaupt kristallin ist oder einfach ein amorphes Gemisch aus Verwitterungsprodukten. Hatte das Thema mal mit glasigen violetten Krusten aus Schneeberg.
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Servus,
kristalline oder (roentgenamorphe) Krusten sei einmal dahingestellt.
Entscheidend ist allerdings, ob das Material ein uneinheitliches Mineralgemenge darstellt (so war das vermutlich von Schluchti gemeint) oder tatsaechlich nur eine Phase enthaelt.
An Allophan mit einem U-Gehalt von fast 18 Massen-% kann ich nicht so recht glauben ... aber in der Natur ist fast nichts unmoeglich.
Sollte ein Mineralgemisch vorliegen, wird es kompliziert ...
GA,
Harald
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Ich bin mir nicht sicher, aber möglich wäre Feuersetzen im historischen Schwarzenberger Grubenfeld schon gewesen. Wer weis, was da so zusammengeschmolzen ist. Muß nicht immer Minium entstehen.
Gruß
Uwe
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Moin. Mich würde mal interessieren, ob das Stück im UV-Licht leuchtet. Da könnten meiner Meinung nach bestimmte Mineralien eingegrenzt werden, die im Raum Schwarzenberg bestimmt wurden und im UV reagieren.
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Teilweisse gibt es eine leichte grünliche Fluoreszens unter langwelligem UV Licht. Allerdings auf die Bereiche begrenzt die leicht ins gelbliche gehen.
Hab mal noch ein Bild dazugesellt ;)
Sollt es gelingen mach ich mal noch eins unter UV
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Minium ???