Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Reinigung (Präparieren, Konservierung) / Cleaning (Prepare, Conservation) => Thema gestartet von: futzi am 21 Mar 20, 09:13
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Hallo, ich war mal wieder in Kamsdorf unterwegs.
Nun habe einige Stücke mit sehr schönen Calcitrasen gefunden. Leider an einigen stellen angeschlagen.
Ich hatte hier mal gelesen das man das mir HCl reparieren kann. Natürlich werden die Stufen auch so gegenzeichnet.
Hat da jemand einen Tip für mich zur Durchführung?
Viele Grüße
Arco
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Hallo Arco,
Reparieren ist sicher der falsche Ausdruck hierfür. Du kannst die angeschlagenen Stellen durch gezieltes Aufträufeln von Salzsäure kaschieren, die Bruchflächen werden dadurch jedoch weiterhin Bruchflächen bleiben. Lediglich die weissen Anschlagstellen wirst du dadurch etwas verbergen können. Von einem kompletten Tauchgang der Stufe in Salzsäure würde ich abraten, da der Calcit angelöst wird und dadurch einen speckigen Glanz sowie unebene Oberflächen bekommt.
Grüsse
Stefan
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Hallo,
man entfernt das lockere weiße Material von den angeschlagenen Stellen soweit wie möglich.
Dazu eignen sich harte Nadeln aus Plastik oder ähnliches.
Anschließend werden die Stellen (unter Umständen die ganze Stufe) mit Hartwachsöl betupft. Das ergibt dauerhaft einen gewissen "Nasseffekt".
Salzsäure nehme ich nicht für solche Reparaturen, die behandelten Stellen zeigen danach ein unnatürlich abgelutschtes Aussehen.
Grüße,
Michael
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Anschließend werden die Stellen (unter Umständen die ganze Stufe) mit Hartwachsöl betupft. Das ergibt dauerhaft einen gewissen "Nasseffekt".
Hallo Michael,
und ist sicher ein Magnet für Staub und co., oder?
Ich persönlich mag solche Methoden (auch HCl) nicht.
Grüße,
Stefan
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Hallo,
ich behandle solche Fälle ähnlich wie Michael, nehme aber Paraffinöl (z.B. aus der Apotheke) dafür. Es ist sehr dünnflüssig und wird nur in minimalsten Mengen mit einem Wattestäbchen auf die angeschlagene Stelle aufgetragen. Das Öl zieht weitgehend in die Risse ein bildet damit eben auch keinen Staubmagneten. Funktioniert wirklich gut und ist im Gegensatz zu anderen Methoden wie HCl reversibel.
Viele Grüße,
Helge
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Anschließend werden die Stellen (unter Umständen die ganze Stufe) mit Hartwachsöl betupft. Das ergibt dauerhaft einen gewissen "Nasseffekt".
Hallo Michael,
und ist sicher ein Magnet für Staub und co., oder?
Ich persönlich mag solche Methoden (auch HCl) nicht.
Grüße,
Stefan
Hallo Stefan,
nein, das ist der Vorteil von Hartwachsöl gegenüber den flüssigen Ölen - nach dem Trocknen klebert oder ölt da nichts mehr.
Grüße,
Michael
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Hallo Michael,
Danke für deine Antwort. Dann wird sich das Öl aber bestimmt in den Zwickeln der Kristalle sammeln und dort aushärten. Das wäre dann zumindest für den prüfenden Blick auch nicht so optimal, oder?
Grüsse,
Stefan
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Vielen Dank für die Antworten, die Stücke sind nur für mich, gibt also nur meinen prüfenden Blick.
Aber das hilft mir sehr viel weiter. :D :D :D :D
Arco
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Hallo Michael,
Danke für deine Antwort. Dann wird sich das Öl aber bestimmt in den Zwickeln der Kristalle sammeln und dort aushärten. Das wäre dann zumindest für den prüfenden Blick auch nicht so optimal, oder?
Grüsse,
Stefan
Hallo Stefan,
das Hartwachsöl das ich verwende besteht aus in Terpentinöl gelösten Wachsen (Bienenwachs u.a.)
Und ja, es dringt sehr gut in alle Risse und Zwickel ein.
Nachdem das Terpentinöl verflüchtigt ist bleibt das Wachs zurück. Der prüfende Blick durch die Lupe offenbart die Behandlung natürlich, ansonsten ist es nicht offensichtlich.
Ich verwende es um einige Winterberger Calcit- und Barytstufen zu "reparieren", vor allem am Randbereich der Stufen, wo die Kristalle ja immer gebrochen sind.
Die leicht gelbliche Farbe der Wachse trifft hier sehr gut den Farbton der Stufen.
Hat man hingegen wasserklare Kristalle vorliegen muss man natürlich mit anderen Mitteln arbeiten, Hartparaffin z.B.
Grüße,
Michael
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