Mineralienatlas - Fossilienatlas
Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Afrika / Africa => Thema gestartet von: Nissankairo am 28 Mar 20, 09:20
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Abgebildete Steinkugeln habe ich bei meiner Wanderung in der Wüste gefunden. Sind die vom Sandsturm in ideale Kugelform gestrahlt oder war hier ein antikes Schlachtfeld mit Relikten der „Artillerie“. Jedenfalls scheinen Gewicht und Härte der Kugel (Flint oder Silex?) optimal für eine antike Steinscleuder zu sein.
Mit freundlichen Grüßen
Nissankairo
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Sorry, habe die Photos vergessen!
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Dürften ebenfalls Pyritkugeln sein - schlag mal eine auf. Vermutlich goldfarben/silbrig innen, mit einem radiastrahligen Aufbau.
Liebe Grüße,
Johannes
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Hallo,
ich kenne ähnliche Kugeln aus den fossilen Strandbereichen der bayerischen Molasse. Ich bin mir bei meinen nicht sicher ob es Phosphoritknollen oder nur veränderte Kieselsteine handelt.
Die Oberfläche der Kugeln aus der Wüste sieht jedenfalls sehr alt aus, ich halte eine Formung durch Menschen für unwahrscheinlich.
Grüße Josef
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Hallo Forum,
Bin inzwischen auch der Meinung, dass es sich um geschliffene Kiesel handelt, zumal die Oberfläche wie seidenmatt lackiert wirkt. Aber wie hat der Wind die Kiesel kugelrund gestrahlt? Insgesamt macht die Wüste, egal ob Weiße Wüste
bei Baharia , im Wadi Hitan ( Fayoum)oder die östliche Wüste Richtung Rotes Meer den Eindruck eines riesigen Sandstrahlgebläses, das unermüdlich über Jahrtausende arbeitet.
Mit freundlichen Grüßen
Nissankairo
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Hallo,
knacke eine und du wirst Markasit/Pyrit sehen. Genua wie deine anderen Funde.
LG
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... Aber wie hat der Wind die Kiesel kugelrund gestrahlt? Insgesamt macht die Wüste, egal ob Weiße Wüste
bei Baharia , im Wadi Hitan ( Fayoum)oder die östliche Wüste Richtung Rotes Meer den Eindruck eines riesigen Sandstrahlgebläses, ...
Genauso isses!
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wie hat der Wind die Kiesel kugelrund gestrahlt?
bei starkem Wind werden auch feine Quarzsandkörnchen über den Boden geblasen - bzw. fliegen in Bodennähe oft mit beachtlicher Geschwindigkeit und dementsprechender "Aufprallenergie".
Genau diese feinen Quarzpartikel sind das Strahlmittel ....
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Haha find ich lustig - zwei verschiedene Meinungen.
Würde es dich stören, eine aufzuschlagen und uns zu sagen, was du siehst / oder ein Foto davon schicken? Dann ist die Sache klar!
Bin mir ziemlich sicher, dass das Pyrit/Markasit ist, so wie die anderen Funde die du uns bisher gezeigt hast..
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ich auch! - meine Antwort bezog sich nur auf die Frage nach dem Windschliff ...
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Windschliff macht scharfkantige "Dreikanter" und keine runde Steine. Gut abgerundete Formen könnte mann nur durch Einfluss Wassres bekommen.
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Hallo Forum,
Aufknacken ist leichter gesagt als getan. Habe kräftige Schläge mit dem Hammer ausgeteilt, aber es ergab sich nur eine kleine Furche, allerdings ein Heidenlärm in unserem Mietshaus.Die Spuren sehen aus wie bei einem Kieselstein.
Mit freundlichen Grüßen
Nissankairo
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Das könnten Kugeln aus einer Kugelmühle sein.
Ev. zum Mahlen von Getreide oder Mahlen von Kalkstein zu Kalkmehl, oder auch zum Mahlen von Limonit für Farbpigmenterzeugung, oder Mahlen von Erz.
Gruß Frank-Detlef Paul
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glaub ich nicht -
nach den Fotos vom "Aufschlagversuch" evtl. doch abgerollte Hornsteinknollen, zusätzlich mit Wüstenpatina.
Versuch doch mal (besser nicht im Haus, evtl. draußen auf einer Betonfläche) durch einen kräftigen Schlag mit einem schweren Hammer eine frische Spaltfläche zu erzielen - dann wüssten wir mehr .....
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Hallo Forum,
ich hab’s geschafft und nach ein paar ordentlichen Hammerschlägen ist ein Stück von der Kugel abgeplatzt. Sieht für mich als Laien aus wie Sinterkalk.
Mit freundlichen Grüßen
Nissankairo
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das dürfte schon Hornstein sein!
Die Unterscheidung von Sinterkalk ist einfach: ein paar Tropfen Säure drauf (Essigessenz tuts auch) - wenns blubbert, ist es Kalk (was ich aber nicht glaube)
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Hallo Forum,
Das Gestein der „Schleuderkugel“ reagiert nicht auf Essig, dürfte also wohl Hornstein sein.Danke!
Aber wie wird ein solch hartes Gestein kugelrund geschliffen? Hat keiner von euch Ideen zu den eigenartigen „ Mangrovenwurzeln“. Würde mich über Nachrichten freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Nissankairo
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Die Hornsteinknollen sind wohl überwiegend schon so kugelrund entstanden, wie die konzentrische Bänderung zeigt - da wird nachträglich nicht mehr allzu viel abgeschliffen worden sein.
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Hier zum Nachlesen, es sind nachträglich verkieselte Kalkkonkretionen bzw. Flintkugeln...
https://www.nzz.ch/archiv/archivtrouvaillen/melonen-in-der-wueste-ld.1320864
Grüße,
Michael
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Hallo Forum,
Ich finde den Hinweis von Michael interessant, weil ich schon so einen halben Melonenstein in meiner Sammlung habe.zu beachten sind Muschelfossilien außen und im Stein selbst.Das Runden durch eine Brandung scheint mir auch schlüssig.Gefunden in der westlichen Wüste im Wadi Hitan.
Mit freundlichen Grüßen
Nissankairo
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Sorry,Photos vergessen