Mineralienatlas - Fossilienatlas
Arbeitsmittel / Means for work => Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto => Thema gestartet von: Lynx am 30 Mar 20, 12:34
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Hallo zusammen,
in letzter Zeit hatte ich ein paar Versuch beim Fotografieren gemacht. Mein (neuer) Aufbau ist ziemlich simpel. Am Mikroskopstativ (das einen Feintrieb hat) habe ich mit einem Kantholz meine Kamera festgemacht. Als Objektive versuche ich mich mit Amscope 10x und 4x beinendlicher Korrektur an einem einfachen Balgenauszug. Ebeneneinstellung und Aufnahme erfolgt von Hand wobei ich per Spiegelvorauslösung versuche, Schwingungen kleinzu halten. Ein Aufbau wirklich für Fußgänger.
Stacking mache ich mit Zerene und Nachbearbeitung mit Lightroom.
Jetzt habe ich ein paar Aufnahmen, wo ich Euch gerne um Rat fragen wollte (deshalb, Oliver, die leinwandfüllende Größe ;D).
1) Rauschen. Die Bilder zeigen nach dem Stacking ein deutliches Pixelrauschen, insbesondere auch in den eigentlich bewußt unscharfen Gebieten. Die Einzelbilder sind deutlich besser als das zusammengesetzte Bild. Wie kann ich das besser machen? Ist das bei Euch auch so?
Beispiel ist das Dundasit-Bild. Bei Linarit habe ich in Lightroom eine (für mein Empfinden doch recht massive) Rauschunterdrückung gewählt. Sieht meiner Meinung nach besser aus. Wie handhabt Ihr das?
2) Bei feinen, nadeligen Aggregaten klappt das alles nicht so ganz, siehe Mimetesit-Bilder (auch hier sieht mans am besten bei leinwandfüllender Darstellung - nix für ungut, Oliver ;-), ich werd mich in Zukunft wirklich besser beherrschen).
Mache ich zu große Schritte (je Bild um die 100)? Kann es sein, dass meine Bildfeldschärfe nicht stimmt (also die Einstellung am Balgen)? Muss ich mehr auf Parallelität der optischen Achse mit dem Verfahrweg achten?
Vielen Dank für Eure Anregungen!
Die Bilder:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1585520901.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1585520901.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1585322384.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1585322384.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1585267965.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1585267965.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1585268067.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1585268067.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1585481069.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1585481069.jpg)
EDIT: da war versehentlich ein Mimetesit-Bild doppelt... Habs ausgetauscht.
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Zeig mal ein Einzelbild aus dem Linarit-Stack, irgendwo mittendrin. Ich vermute mal, dass die Einzelbilder schon Mängel haben und dann kann der Stack nichts werden.
Das Rauschen ist eigentlich nur im scharfen Bereich relevant, dort sollte es eigentlich nicht vorhanden sein.
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Kommt auf die gewählte Stackingmethode an. Bei Pmax kommt es zu stärkeren Rauschen, auch bei den unscharfen Bereichen.
Bei einem 10x Mikroskop Objektiv sollte bei einer Aps-c Kamera ein Bildausschnitt von 2,3 mm erreicht werden, die Auszugslänge ist also zu lang. Was für eine Kamera nutzt du? Sonst klingt alles gut, nur ist Lightroom kein Programm zur Nachbearbeitung sondern primär zur RAW Entwicklung. Fotografierst du in JPG? Zum besseren entrauschen empfehle ich RAW. Ansonsten werden wohl Vibrationen noch ein Problem sein, scheint aber nicht zu stark zu sein.
Gruß Sebastian
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Hallo,
Danke schonmal für Eure Kommentare.
@Günter, das Einzelbild kommt noch, muss bloss grad den Rächner herleihen.... Kinderarbeit ;-).
@Sebastian: Eigentlich fotografiere ich .jpg und RAW. Aber Zerene kenn das Nikon-Format (Nikon 7200) anscheinend nicht, weshalb ich dann doch die .jpgs hernehme. Da werd ich doch RAW mal ausprobieren. Und ja die Stacks kommen aus dem Pmax Algorithmus. Der Bildausschnitt im Original ist beim mir aktuell ziemlich genau 2 mm - also wohl zu klein. Probier ich aus.
Mit Vibrationen hab ich, glaub ich, kaum ein Problem. Da hilft eine dämpfende Knete und viel Gewicht und schlechte Resonanzeigenschaften des Kantholzes zum doch deutlichen Abstand zwischen Spiegelvorauslösung und eigentlicher Belichtung.....
Nachbearbeiten im eigentlichen Sinn mag ich die Bilder eh nicht. Bislang hab ich im Lightroom nur Belichtung-/Farbanpassung gemacht, neu sind jetzt meine Versuche zur Rauschunterdrückung.
Nochmals Danke und Grüße
Martin
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Hallo, die raw Dateien sollte man vorher richtig einstellen (Belichtung, Entrauschen usw.) dann zu tiff (oder jpg) entwickeln. Dann in zerene laden. Sehr wichtig neben dem Spiegel ist auch der Auslöser! Der erste sollte als elektronischer Verschluss erfolgen, sonst kommt es zu Verwicklungen. Leider können das außer die Flagschiffbodys von Nikon kaum Kameras von Nikon.
Gruß Sebastian.
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Die moderneren Nikon-Kameras sollten Live-View haben. Lade Dir mal die freeware "digiCamControl" auf deinen PC. Damit kannst Du sher gut auf den größeren Bildschirm des PC die einzelnen levels für die Stackingaufnahmen einstellen. Mit digiCamControl löst Du den Verschluß mit der Maus weit entfernt von dem Aufnahmestand aus. Auch wenn Du es nicht merkst, im Mikrobereich sind auch Schwingungen im Mikrobereich ein Hauptproblem.
Du solltest evtl. nicht die Kamera sondern das Objekt bewegen und nach der Einstellung der neuen Ebene mal bis 3 zählen und dann erst auslösen. Auf keinen Fall den Tisch, auf dem Deine Ausrüstung steht berühren. Mit dem optimalen Balgenauszug mußt Du Dich herantasten.
Ich benutze zu Stacken Compine ZP, auch wenn das angeblich nichts taugt. Es liefert aber inner noch die besten Egebnisse, verglichen mit anderen stacking-softwares. Auch wenn das egalisieren der einzelnen levels etwas zeitaufwendig ist.
Gruß
Uwe
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Hallo zusammen
@Uwe, auch Dir Danke für die Anregung. Mit "Objekt bewegen" war bislang nicht erfolgreich. Da muss ich noch größer umbauen.
Mit der Computersteuerung für die Kamera werde ich mich mal beschäftigen, aktuell nutze ich einen IR-Fernauslöser...
So hier noch die Bilder im Vergleich. Ein erster Ausschnitt (06-026 Linarit as stacked.jpg) des gestackten Linarit ohne denoising, ein Einzelbild (06-026 Linarit Einzelbild.jpg) und zuletzt gestackt mit Denoising (06-026 Linarit denoised.jpg). Ich habe die selben Belichtungs- und Farbeinstellungen gewählt, die Bilder lassen sich gut vergleichen. Günter, wahrscheinlich hast Du recht und in den Rohbildern ist schon das Rauschen drin. Also wie Sebastian sagt erst die Einzelbilder behandeln (Farbeinstellung, denoising etc) und dann stacken. Werd ich probieren.
Gruß, Martin
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Bei einer fixierten Kamera kannst Du eine längere Belichtungszeit wählen. Wähle ISO 100 und belichte entsprechend lange. Damit kannst Du das Rauschen vermeiden. Ich hatte auch anfangs dieses Problem und dachte an Probleme mit der Lichtquelle. Es war aber nicht die Beleuchtung sondern die Belichtung.
Uwe
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Gegen das Rauschen könntest du auch mal versuchen, mit mehr Licht zu arbeiten. Solange es keine zu starken Reflexe gibt, kann man da auch noch dran drehen.
Die Vibrationsproblematik kann ich nicht in Ferndiagnose beurteilen, hat aber gute Chancen bei Bildbreiten unter 2mm die Hauptursache zu sein.
Ansonsten wäre noch zu prüfen, ob du mit dem aktuellen Vergrößerungsfaktor nicht schon jenseits der Möglichkeiten deiner Optik bist.
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Hallo,
Uwe hat völlig recht, iso 100 und dann Belichtungszeit anpassen. Liveview heißt leider nicht elektronischer Erster Verschluss (dies ist bei Canon der Fall, leider nicht mit allen Nikons). Dann muss man eh längere belichtungszeiten wählen, auch wenn dies äußere verwacklungen begünstigt.
Gruß Sebastian
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Hallo zusammen
war Iso 125 und nun iso 100. Hab nochmal umgebaut (von 2mm-> näher an 2.3mm Bildausschnitt (also Balgen verkürzt und gerade ausgerichtet), werd nun Raw vorher behandeln und dann tiffs stacken. bin gespannt was rauskommt... Wegen elektronischem Verschluss: das ist mir klar. Aber im Moment gibt es kein Budget für eine andere Kamera....
Ich werde berichten.
Gruß, Martin
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Mein workflow ist etwas anders: Zerene kann kein RAW-Format. Zuerst die RAW's ohne Bearbeitung umwandeln in 16 bit-tif.
(Alle raws über die Bridge von Lightroom in Camera Raw gleichzeitig öffnen und als batch umwandeln und speichern,
Voreinstellungen von Camera Raw - ganz unten- auf 16-bit-tif Ausgabe einstellen.
16 bit tif enthält viel mehr Farbinformationen als 8 bit-tif oder jpg und ist viel besser geeignet für spätere Farbbearbeitung)
Die 16-bit-tif Bilder stacken und ebenfalls als 16-bit-tif speichern. Dann erst dieses gestackte Bild mit Camera Raw, daß in Lightroom enthalten sein sollte,
im ersten Schritt farblich bearbeiten und speichern, im 2.Schritt eine Kopie machen und schärfen und entrauschen.
(Ich mach's über Photoshop und Bridge, aber Camera Raw ist gleich.
Ich kombiniere häufig das geschärfte und das ungeschärfte Bild selektiv über Ebenen und Masken,
denn es macht keinen Sinn, Bokeh-Bereiche nachzuschärfen, die bewusst unscharf sein sollen.
Ich warte übrigens nach jeder Fokusveränderung einige Sekunden bis zur Auslösung, damit Mikroschwingungen aufhören.
Zu schnelles Auslösen hat mir so manche Rohbilder-Serie verwackelt.
Gruß
Norbert
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Hallo Norbert,
I’m 16 bit tiff kann man verlustfrei hinterher alles bearbeiten, das stimmt.
Nur hinterher entrauschen macht wenig Sinn, denn durch das stacken verstärkst du ja das rauschen des Einzelbildes.
Du musst hinterher also viel mehr rauschen entfernen als am Einzelbild, was wesentlich mehr Artefakte produziert.
Schärfen etc. und auch final entrauschen macht man hinterher, nur die Rauschunterdrückung sollte vorher passieren.
Viele Grüße,
Sebastian
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Hallo zusammen
Also.
Den Balgenauszug hab ich jetzt verkürzt, sodass das neue Bildfeld ziemlich gut 2.3 mm groß ist. Die optische Achse und die z-Trieb Achse sind nun auch weitgehend parallel, Iso 100, Spiegelvorauslösung und längeres Warten (mit Fernauslösung.
Jetzt hab ich zweimal gerechnet.
(1) 16bit Tiffs, vorher einzeln Farbangepasst und entrauscht (alle gleich) dann gestackt, dann Ausschnitt gewählt.
(2) .jpg, gestackt dann mit denselben Parameter wie (1) Farbe angepasst und entrauscht.
Jeweils kein Retouching.
Zunächst Ausschnitte.
06-26 Linarit 0mm6 aus Tiff-401: Methode 1
06-26 Linarit 0mm6 aus jpg-402: Methode 2
Mir scheint, Methode 1 bringt an manchen Stellen klarere Kanten. Die Farbtransparenz finde ich schöner. Was meint Ihr?
...
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...
Hier die gesamten Bilder (... diesmal nicht leinwandfüllend....),
wieder ist
06-26 Linarit 1mm7 aus Tiff-501: Methode1 (erst 16-bit Tiffs mit Farbanpassung und entrauscht...)
06-26 Linarit 1mm7 aus jpg-502: Methode2 (.jpg gestackt, danach Farbanpassung und entrauscht...)
Die Unterschiede sind mE. gar nicht so groß. ABER lustigerweise (und das sieht man nur an den Orignalbildern) weichen die Stackingergebnisse leicht voneinander ab....
Gruß, Martin
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Hi Martin,
auch wenn ich hier eigentlich nichts mehr schreibe, mache ich für dich mal eine Ausnahme... ;D
Viele Richtiges wurde ja schon gesagt. Was mich interessieren würde: Was für eine NA hat dein Objektiv?
Weiterhin solltest du dringend mit 16bit Tiff Bildern stacken. Warum? Weil die Stackingsoftware (plural) scharfe von unscharfen Bildbereichen über FFT Algorithmen trennt. Diese arbeiten also kontrastabhängig. In einem 16bit Bild hast du aber ein vielfaches an Tonwerten im Vergleich zu einem 8bit Bild. Somit funktionieren auch die entsprechenden Algorithmen viel differenzierter. Von einer nachgelagerten Bildbearbeitung ganz zu schweigen.
Daher ist auch das
ABER lustigerweise (und das sieht man nur an den Orignalbildern) weichen die Stackingergebnisse leicht voneinander ab....
Zu erwarten.
Grüße Markus
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Hoi Markus,
Das hatte ich schon mal mit meinem alten Aufbau versucht und da war der dominante Einfluß die mngelnde optische Qualität/mangelnde Stabilität. Aber ja - bringt jetzt schon was. NA muss ich nachschauen.
Im Übrigen kommst Du mir nicht aus ;D - wollte mich eh bei Dir melden. Heute Abend?
Gruß Martin
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Hi Martin,
ja, geht klar. Ich bin zu Hause...
Bis später dann...
Grüße Markus
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Hallo Martin,
normalerweise poste ich hier auch recht wenig, denn bei der Fotografie prallen nur allzu gerne Weltanschauungen aufeinander. Daher von mir nur ein paar Tipps:
1. Suche auf dem Bild einen winzigen Reflex, der eigentlich rund sein sollte (z.B. an einem hellen Staubkorn etc). Ist er es nicht, hast Du Bewegung im Bild, und zwar aufgrund von Schwingungen während der Aufnahme. Sehr gut in deinem ersten Bild unten rechts zu sehen.
2. Das Stacken von RAW und TIFF mag durchaus seine Vorteile haben, aber auch nur dann, wenn die Bilddaten an sich schon perfekt sind. Dann können winzige Unterscheide für den Fachmann erkennbar sein. Aber in aller Regel, und das betrifft 99% aller hier geposteten Bilder, ist das unnötig. Die Kameras beherrschen den Weißabgleich sehr gut und das JPEG ist heute so gut, das ich bezweifel das irgend jemand erkennen kann ob ein Bild RAW oder JPEG gestackt ist. Man darf dabei auch nicht vergessen, das zu der Perfektion des RAW-Verfahrens die Fehler des Stacking-Algorithmus, die Fehler der Aufnahme an sich und, und, und, zuaddiert werden. Das bischen TIFF oder RAW-Perfektion kann man da vergessen.
3: Welche AMSCOPE-Objektive verwendest du? Wenn es sich u das 4x-Plan mit knurled ring handelt, und nur das ist ausgezeichnet, sollten die Bilder schon im Stack scharf sein.
4: Immer das leichtere Teil bewegen, das erzeugt bei der Bewegung am wenigsten Vibrationen. Also in der Regel ist das das Mineral und die Kamera rocksolid and die Wand schrauben...oder so...
5: Arbeite mit indirekten Licht, also z.B. einen Wattebasch anstrahlen und das Streulicht zur Fotografie verwenden. Das benötigt zwar längere Belichtungszeiten, aber er dämpft Reflexionen dramatisch.
6: Wenn du nur bis etwa 100um das Objekt bewegen kannst, macht ein Mikroskop-Objektiv keinen Sinn. Das 4* Amscope benötigt etwa um 20 um bis herunter zu 5um-Schritte (je nach Auszugslänge). Bei einem 10fach-Objektiv wirst du immer 5um und viel weniger benörigen (ich nutze das NIKON CFI 10x Plan, und habe in der Regel so um die 2-3um-Schritte (bis max. 5-7um)
.
7: Besorge dir ein 50- oder 80mm SCHNEIDER KREUZNACH COMPONON-S, damit kommst Du bei vollem Balgenauszug auf etwa 4-5mm Bildbreite und die Bilder sind viel einfacher zu erstellen (100-259um-Schritte) und zu stacken. Das Objektiv ist eines der richtig guten Objektive für unseren Zweck.
Damit Du dir eine Vorstellung achen kannst wovon ich rede, zwei Bilder zum Download von meiner Cloud
https://c.gmx.net/@327776126900377875/rjEurcg8Qh6wa6tQdxAu2w (https://c.gmx.net/@327776126900377875/rjEurcg8Qh6wa6tQdxAu2w)
Der Linarit ist von der Grube Alte Mahlscheid im Siegerland und das Bild ist 1.5mm breit. Objektiv war das NIKON CFI
Der Pyromorphit ist von der Grube Grüne Hoffnung, Siegerland und die Bildbreite ist ca. 3-4mm, Objektiv AMSCOPE 4x.
Das dritte Bild ist ein Chabasit vom Zeilberg bei MAroldsweisach, 5mm Bildbreite mit dem Schneider-Kreuznach-Objektiv.
Ich hoffe das Funktioniert.
Viele Grüße
Ulrich Wagner
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Hallo zusammen
@Ulrich Vielen Dank für die Info. An meinem Setup werd ich sicher noch optimieren müssen - vielleicht probier ichs mit Deinen Vorschlägen doch nochmal andersherum. Kamera festhalten und Objekt bewegen. Bislang war das nicht zielführend, aber wenn nich mir da eine andere Montage baue wird das vielleicht.
Bei der Schrittweite habe ich mich falsch ausgedrückt. Die fertig gestackten Bilder sind jeweils aus rund 100 Bildern zusammengesetzt, die Tiefe, die ich dabei abfahre dürften <1mm sein, wohl eher 0.5 mm, also ein Einzelbild alle 5-10 µm.
Wegen der Objektive muss ich noch schauen, wollte aber im Momnet nichts neues kaufen. Dennoch - Danke für die Tips, wenn mir ein Componon-S über den Weg läuft, schlag ich zu...
Danke für die Bilder- das werd ich mal in Ruhe anschauen.
@Norbert Die Idee, ggf. unscharfe Bereich über Masken einzubinden,klingt interessant!
@all Vielen Dank Leute, jetzt hab ich einiges an Input, mit dem ich spielen kann. Vielleicht nur kurz als Anmerkung. Ich war zunächst sehr überrascht, mit wie wenig Aufwand ich von meiner bisherigen Lösung (Objektiv in Retrostellung und mühseliges Gefummel) über die neue Lösung (Kantholz mit Kamera, Balgen und Mikroskopobjektiv am Mikroskopstativ) weitergekommen bin. Mal schauen wohin das führt- (das wird jetzt aber erstmal wieder dauern.
Liebe Grüße und gesund bleiben,
Martin
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Hi Martin,
vielleicht probier ichs mit Deinen Vorschlägen doch nochmal andersherum. Kamera festhalten und Objekt bewegen. Bislang war das nicht zielführend, aber wenn nich mir da eine andere Montage baue wird das vielleicht.
Das kann man machen, allerdings muss sich dann die Beleuchtung auch mit dem Stück mitbewegen, und das ist dann meistens ein größerer Aufwand, als nur die Kamera zu bewegen. Daher würde ich mir das überlegen. Wenn du die Beleuchtung ortsfest lässt, und das Objekt bewegst, kann das im Einzelfall funktionieren, muss es aber nicht (objektabhängig). Das merkst du aber erst hinterher...
Grüße Markus
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Hallo,
Fehlersuche bzw. die Eingrenzung des Problems kann eine zeitraubende Angelegenheit sein.
Hardware (Kamera, Objektive, vibrationsfreier Aufbau)
und/oder Software (Entrauschen y/n und zu welchem Zeitpunkt, stacking-software, Algorithmen).
Ulrich's Beitrag und die Bilder bieten Ansätze dazu.
@Ulrich. Beschreib doch bitte mal Deinen Workflow genauer. Scheinbar arbeitest Du mit jpg.
Die Diskussion, ob jpg oder tif, lasse ich hier mal außen vor, weil Deine Bilder so oder so gut sind.
Das Problem muss also woanders liegen.
Entrauschst Du überhaupt und wenn ja die Einzelbilder oder den Stack?
Objektive sind beschrieben. Kamera ist aus den Exif nicht ersichtlich. Ich gehe von Vollformat aus.
Interessant Dein Vorschlag zur Beleuchtung mit Wattebausch:
Wenn Du trotz verlängerter Belichtungszeiten scharfe Bilder bekommst,
deutet das für mich auf einen sehr vibrationsarmen Aufbau und Standort.
Seitlichen Versatz kann eine Stacking-Software gut ausgleichen, unscharfe Einzelbilder bringen dagegen einen unscharfen Stack,
der auch mit allen Bildbearbeitungstricks nicht auszugleichen ist.
Aufbau und Standort sind nicht zu unterschätzen.
Bei meiner Arbeit stehen viele Mikroskope deshalb auf Tischen mit sehr massiven Steinplatten
und Elektronenmikroskope wurden bewusst im Kellergeschoss installiert und nicht im 3. OG.
Der Hinweis auf die Bewegung der geringeren Masse ist ebenfalls wichtig !
Ich vermute, daß Martin's Problem nur mit mehren Hardware-Komponenten zusammenhängt.
@Martin. Das Kombinieren von Ebenen über Masken bezieht sich nicht nur auf scharfe und unscharfe Bereiche.
Bei Motiven mit großen Tiefenunterschieden z.B. zwischen 2 Kristallen stacke ich Dmap und Pmax.
Beide Algorithmen habe Vor- und Nachteile, die ich über Masken kombiniere.
So entstehen u.a. bei 2 Kristallen mit größerem Abstand an ihrer Überschneidungskante bei Dmap unscharfe stackingartefakte,
die bei Pmax deutlich schwächer ausfallen. Dmap bringt aber in den übrigen, nicht überlagernden Bereichen bessere Kanten.
Das ist nichts Neues, hatten wir schon in anderen threads.
Das nur am Rand. Es ist für Dein Schärfeproblem aber irrelevant.
Viele Grüße
Norbert
P.S.: Es gibt noch kein smiley mit Schutzmaske... ;)
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Nochmals Danke für Eure Gedanken und Anregungen.
Zum Thema "Objekt bewegen" hatte ich an die sehr universelle Beleuchtung eines bedeckten Himmels im Freien gedacht (also alles draußen aufbauen.... Den Himmel muss ich nicht mitbewegen.
Gruß, Martin
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Das Objekt bewege ich auch, wenn es hell genug ist, auch mit rein natürlicher Beleuchtung. Bei ganz kleinen Kristallen reicht das aber meist doch nicht so ganz. Mein Aufbau ist im Anhang. Mit den Objektiven in Retrostellung komme ich runter bis etwa 2mm, ist dann aber auch meist nicht mehr so richtig scharf.
Ergänzung: rechts ist schlecht sichtbar der Drehknopf, der mit einer M4-Gewindestange den Schlitten mit dem Hubtisch bewegt.
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Nochmals Danke für Eure Gedanken und Anregungen.
Zum Thema "Objekt bewegen" hatte ich an die sehr universelle Beleuchtung eines bedeckten Himmels im Freien gedacht (also alles draußen aufbauen.... Den Himmel muss ich nicht mitbewegen.
Gruß, Martin
Zum Thema Beleuchtung:
Ich habe mir einen Zylinder mit ca. 3 cm Durchmesser aus Polarisationsfolie (linear!) geklebt und außen eine Lage Toilettenpapier drum herum gelegt. Diesen Zylinder setze ich auf/über die Stufe und strahle ihn von außen mit mehreren LED-Arrays an. Zwar bewege ich die Scheinwerfer mit, aber ich kann mir nicht Vorstellen, dass ein Hub von ein bis zwei Millimetern sich bei dieser Anordnung gravierend bemerkbar machen würde.
Ach so, im Strahlengang hinter dem Objektiv habe ich ein justierbares Polfilter angeordnet, um ggf störende Reflexe abzumildern.
Thomas
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Hallo Norbert,
mein Aufbau ist, was die Stabilität betrifft, nichts Besonderes. Ich habe mit aus MDF-Platten einen Stand gebbaut. Der besteht aus einer Grundplatte und darauf senkrecht eine Rückenplatte. Und damit die Rückenplatte stabil gehalten wird, sind in dem entstehenden 90°-Winkel links und rechts eine weitere kleine Platte eingeklebt. Fertig.
ich habe alle baumarkgängigen Holztypen ausprobiert, MDF ist mit Abstand das dafür geeigneteste Material da es SChwingungen extrem dämpft. Andere Holfarten haben zuviel Klebstoff, der die schwingungen wie in Metall weiterleitet. Metallaufbauten sehen professionell aus, ich kenne aber keine einzige die schwingungsstabil genug ist...oder wir sprechen von Massivbauweise...am ehesten geht noch rohaluminium, also da, welches im Bruck sehr grobkörnig wirkt.
Auf die Rückenplatte schraube ich ein Balgengerät und unter das Balgengerät den WeMacro-Stackingschlitten. Der Schlitten steht dann also senkrecht und fährt damit auf und ab. Er enthält ein abgewinkeltes Blech, so das ich auf dem waagerechten Stackingtisch men Stüfchen bewegen kann. Kamera und Balgen sind wie gesagt fixiert. (zu dem Aufbau hatte ich schon früher mal was geschrieben).
Der ganze Aufbau ist mit einer Schraubzwinge auf einem ganz normalen Schreibtisch fixiert.
Sorry, das ganze klingt lächerlich und sieht semiprofessionell aus, aber es arbeitet extrem gut und der Stand kostet keine 15 Euro. In meinem Club, der BMS (british micromount society) arbeiten alle damit. Bei unseren Jahrestreffen haben viele ihr Stah-Equipment mitgebracht und alle sind umgestiegen. Selbst auf wackeligen Konferenzraumtischen geht das recht gut.
Stüfchen drunter, tiefste Ebene anfahren und dann per WeMAcro-Software den Tisch zu der höchsten Ebene fahren die ich noch ablichten will. Der Macrotisch fährt automatisch zurück und ermittelt bei vorgegebener Stepweite die notwendigen Schritte. Normalerweise passe ich die Schrittweite soweit an, das ca. 50-90 Bilder entstehen. Nach ganz kurzer Zeit hat man, anhand des Balgenauszuges und des verwendeten Objektives, raus, wie groß die Schrittweite in etwa sein muss. Eine kleine Tabelle für die von mir verwendeten Schrittweiten in um:
Schneider Amscope Nikon benötigte Bilder (Durchschnittswert)
Kreuznach 4x Plan CFI
50mm 10x Plan Schneider Amscope Nikon
Componon-S
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Balgen ganz zusamme gefahren 200-250 15 5 10-15 50 -80 70-100
Balgen halb ausgefahren 150 10 3 15-20 50-80 70-100
Balgen ganz ausgefahren 100 7 2 max. 25 max. 90 max 120
Die benötigte bzw. genutzte Bildzahl variiert natürlich über die abzubildender Tiefenscharfe, es spielt aber kaum eine Rolle ob man 20 mehr oder weniger hat...es sei denn man hat nur 20, dann spielen 3-5 mehr oder weniger keine Rolle...oder so!
So, dann geht die Knipserrei los. gespeichert werden die Bilder im JPEG mit max. Qualität. Ich schalte bei meiner Canon die Bildvorschau an, denn dann ist der Spiegel bereits hochgeklappt und bei der Auslösung ergeben sich, durch den schweren Spiegel, keine Vibrationen.
Alle weiteren Funktionen wie Rauschunterdrückung werden ausgeschaltet. WeMArco macht 1 sek. Pause zwischen den Aufnahmen um letzte Vibrationen abklingen zu lassen. Das alles sind Einstellungen, die verändere ich nie!
Dann schiebe ich den Stapel Bilder in Helicon Focus und lasse die Bilder stacken. Ich benutze die Standard-Einstellung. Manipulation an den Einstellungen hat noch nie etwas gebracht, zumindest bei mir nicht. Ich nutze generell die Methode B (Tiefenabbild), da dieses die Störungen wie Rauschen am wenigsten durchkommen lässt. Die Methode C (Pyramide) ist zwar tendenziell etwas schärfer, aber es werden auch alle Rauschsignale und Störungen mit in das Endbild übernommen und z.T. sogar aufaddiert. Zudem entstehen an hellen Kontrasten oft unschöne Artefakte. Die Methode benutze ich nur, wenn ich tricksen will...will ich aber sehr selten.
Das fertige Bild kommt in Photoshop. Dort wird ein wenig an der Helligkeit und am Kontrast geschraubt und ein wenig die Farbe nachjustiert. Einmal leicht schärfen mit der Funktion "smart sharpen", hab vergessen wie das im Deutschen hieß, ich glaube "selektiv Shärfen", und fertig. Rauschbekämpfung ist in 99.9% aller Fälle unnötig. Schärfen kann alles kaputt machen.
Daher entweder mit fein einstellbaren Schärfetools arbeiten und lieber mehrere kleine Schritte machen, oder mit Hochpassfilterung und Ebeenüberlagerung arbeiten. Hochpassfilterung erhöht aber auch das Rauschen, während die "smart sharpen"-Funktion nur an auffälligen Kontrastübergängen schärft. Da diese Methode auch den Farbkontrast berücksichtigt, wird das Rauschen kaum verstärkt, während die Kristallkanten deutlich geschärft werden. Selbste feinste Strukturen bleiben erhalten.
Was ich noch ganz gerne mache ist, mit der Ebenentechnologie den Hintergrund weich zu zeichnen. Beim Stacken kommt der Hintergrund oft zu stark heraus, obwohl er im Prinzip unscharf ist. Auch Farblinienartefakte von Stacken oder störende Hintergrundreflexione bekämpfe ich ab und zu damit. Daher verdoppel ich das Bild und lasse die Gauß-Funktion das Bild weichspülen. Das mache ich so stark, bis keine erkennbaren Strukturen mehr vorhanden sind. Diese Ebene schalte ich dann aus und kann mit dem Pinsel die Stellen malen, an denen die Weichzeichnung sichtbar werden soll. Mit der Transparenzregelung stelle ich das dann so ein, das der Hintergrund weich wird ohne seine Struktur ganz zu verlieren. Das ist besonders wichtig bei Stacks mit der Methode C, denn saubere Chips sind Mangelware. Auf den Bildern sieht man dann die "Würmchen", die durch die Überlagerung des Bildes und dem Seitenversatz entstanden sind. Hotpixel und Deadpixel machen das selbe. Daher finden sich dutzende solcher Spuren im unscharfen Hintergrund, aber nie auf scharfen Details, da diese ja durch das stacken hervorgehoben sind. Die "Würmchen"fallen bei dem Prozess hinten runter. Nicht so beim flauen Hintergrund.
Insgesamt dauert bei mir die Bildbearbeitung keine 2min. pro Bild. Das kann man easy nebenbei machen, während die Knipse schon den nächsten Stapel erstellt.
So kann ich diese Würmchen eliminieren und bekomme gleichzeitig eine oft räumlicher wirkende Tiefe.
Mit meiner Art zu arbeiten erreiche ich eine Qualität, die für alle Fälle des Lebens mehr als ausreichend ist und sogar in hochaiflösenden digitalen A4-Buchdrucken einen vom Hocker hauen. Noch mehr Qualität wird durch kein bildgebendes Medium ( Bildschirme, Fernseher, Beamer, hochauflösende Druckmaschinen etc.) heute und in absehbarer Zukunft abgebildet werden können, warum also mehr tun als nötig.
Ich hoffe nun weist Du wie ich arbeite ::),
Viele Grüße
Ulrich
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Hallo Ulrich,
noch eine kurze Info zu Helicon:
Ich mache es bei Bildern mit unscharfen Bereichen grundsätzlich so, dass ich den Bilderstapel in Methode B und C zusammenrechnen lasse. Dann kann man beim Retouchieren das andere Ausgabebild zur Korrektur nehmen und die optimaleren Bereiche eines Bildes in das andere kopieren. Geht einfach und schnell.
Ich nehme meist Methode B für den Hintergrund; Methode C für die Kristalle; nur bei starken Reflexen nehme ich speziell für die Reflexe die in Methode B erzeugten Bildbereiche.
Die Methode C bekommt die Übergänge zwischen scharfen und unscharfen Bereichen viel besser hin.
Gruß,
Marko
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Hallo Ulrich,
Vielen Dank für die informative Beschreibung von Hardware und Bearbeitung!
In bin zwar ein Verfechter von RAW-Bildern, nehme aber mit Interesse einen funktionierenden Workflow mit jpg zur Kenntnis.
Viele Wege führen nach Rom...
In dem Zusammenhang ein Hinweis für interessierte Photoshopper:
(Hatte ich irgendwo schon mal kurz erwähnt.)
Man kann auch jpg mit den Camera Raw-Werkzeugen bearbeiten, die viel mehr Möglichkeiten bieten, so auch schärfen und glätten.
Natürlich kann man auch ein gestacktes tif öffnen, Kopie erstellen und die Kopie als Smartobjekt in Camera Raw bearbeiten.
Dazu muss Photoshop mit dem Skript Edit Layers in ACR 1.1.8 (http://www.russellbrown.com/scripts_archive.html) von Russell Brown ergänzt werden.
(Ich verwende CS6; ich weiß nicht, ob es auch mit CS4, CS5 oder CC funktioniert.)
Download, zip entpacken, Doppelklick auf Adobe Edit in ACR.zxp
Adobe Extension Manager CS6 geht auf.
Sicherheitsabfragen: "Wollen Sie wirklich...?" ja, ja , ja....
Photoshop neu starten !
dann noch eine wichtige Änderung vornehmen!
-> bearbeiten -> Voreinstellungen -> Camera Raw
ganz unten TIFF ändern auf : Alle unterstützten TIFF-Dateien automatisch öffnen.
OK. PS neu starten.
Bildebene später über
-> Datei -> Skripten -> Adobe ACR Editor
oder
-> Fenster -> Erweiterungen -> Adobe Edit ACR Editor
nach Camera Raw bringen, bearbeiten, bestätigen und das Bild wird als smart-Ebene nach PS gebracht.
-> youtube-videos von Calvin Hollywood (https://www.youtube.com/watch?v=Q30UAYY_PGE) und Jürgen Rockenbauer (https://www.youtube.com/watch?v=mz7GcleC3T8)
Viele Grüße
Norbert
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Hallo,
die etwas geringe Schärfe könnte auch am Objektiv liegen, bzw. wenn man nur einen Ausschnitt des nutzbaren Bildkreises wählt, wird die Auflösung einfach schlechter. Stephan Wolfsried gibt mit einem 10x Mitutoyo 5 mm Bildbreite an, mit dem 20x bis zu 3 mm. Gut die Mitutoyos haben einen sehr großen Bildkreis und die Vollformatkamera ist hier sicher auch nützlich, aber es schadet glaube ich nicht zu testen, ob das endliche 10x Amscope mit einem kürzeren Balgenauszug und dadurch größerer Bildbreite, schärfere Bilder liefert. 2,5 bis 3 mm könnten möglich sein bis die Eckbereiche unscharf werden oder andere Bildfehler auftreten.
Bei kleineren Bildbreiten sollte man auf besser auflösende Objektive wechseln, die sind mit brauchbarem Arbeitsabstand leider nur selten günstig zu bekommen. Der Wechsel auf diese Objektive setzt aber voraus, dass man die Bewegungsunschärfe wirklich im ausschließen kann.
Ich stacke übrigens die JPS's aus der Kamera und entrausche nachher, die Bewegungsunschärfe habe ich durch das beleuchten mit einem Blitz auf den Diffuser der am Kugeltisch heftet, restlos beseitigt. Eine von vielen Lösungen des Problems, zu der ich fand als ich noch mit einer Siegelreflex fotografierte.
Viele Grüße
Josef
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Hallo zusammen.
Ich möchte Euch das Ergebnis der nächsten Schritte noch zeigen. Ausgangspunkt ist das linke Bild.
Zu Recht hatte Klaus gemeint:
Allerdings ist das Bild nicht scharf genug, so dass das Auge des Betrachters Ruhe finden könnte.
Eure Vorschläge habe ich mir zu Herzen genommen und folgendes gemacht: Den Aufbau nochmals verändert, was die SChwingungen reduziert. Dann habe ich die Schrittweite halbiert und vorallem mehr Acht gegeben, dass ich gleichmässigen Abstand einhalten. Zuletzt, für die Beleuchtung, habe ich den Aufbau nach draußen genommen und unter freiem Himmel aber im Schatten fotografiert. Unten rechts das Ergebnis.
Vielen Dank für Eure Kommentare, das hat mich ein gutes Stück vorangebracht!
Gruß, Martin
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1585689740.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1585689740.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1586272627.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1586272627.jpg)
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Hallo zusammen
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1595840890.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1595840890.jpg)
Das Bild eines Apatits (helles rosa) unter UV (LW 365 nm, gefiltert) zusammen mit Glimmer (gelb) stimmt soweit farblich - aber die magenta- Bereiche sind ein Artefakt. Bei direkter Betrachtung (UV Beleuchtung und Auge) ist die Matrix grau. Hier im Photo eben pink. Die Anregung ist gefiltert und sogar auch in der Emission klemmt ein (vermutlich für Freiluftaufnahmen gemachtes) UV Sperrfilter, Und dennoch kommt wohl soviel UV durch, dass meine Kamera das Licht sieht. Meine Kamera ist eine Nikon, das Objektiv ein Componon-S.
Das Bild ist eine Illustration, was bei Lumineszenzaufnahmen Probleme macht. Und dazu suche ich eine Lösung. Habt Ihr dazu eine Idee? Hat jemand mit anderen Emissionsfiltern bessere Erfahrungen gemacht?
Grüße, Martin
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Hallo Martin,
Du beleuchtest mit 365nm UV-Licht - gefiltert. Also vermutlich ein Blaufilter (Kobaltglas oder ähnliches?) zur Unterdrückung der anderen Hg-Linien, oder? Damit siehst du die Magenta-Kristalle farblos, der Rest ist rosa und gelb. Korrekt?
Jetzt hast du vor der Linse einen UV-Filter, vermutlich 380nm, für Freiland-Aufnahmen. Also in der Floureszenz-Emission. Hast du den mal mit einem optischen Aufheller oder Fluorescin auf Durchlässigkeit getestet? Oder in ein Spektrometer gehalten?
Ich habe zwei Vermutungen:
- Der UV-Filter vor der Kamera hat nur OD 1 oder 2 und der Glimmer absorbiert gut.
- Das rot ist echt und wird von der Kamera besser gesehen als vom Auge. Die Sensitivitätskurven sind da nicht immer korrekt, auch wenn die IR-Sperrfilter haben.
Neowise war auf meinen Fotos der letzten Woche extrem grün, grüner als mit dem Auge! Langzeitbelichtungen vom Sternenhimmel zeigen auch deutlicher die Spektralklassen als mit dem Auge zu erkennen.
andere Filter?
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,23800.msg188892.html#msg188892
da könnte ich die Quelle erfragen.
Nachtrag: Knipse doch einmal eine Metallfläche. Da ist sicher keine Floureszenz und du kannst das Filtersetup testen.
LG
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Könnte es sein, das die rote Farbe gespiegelt wird auf den nicht fluoreszierenden Flächen? Dadurch der rosa Farbstich? Das passiert schneller als man denkt habe ich bemerkt.
Gruß Sebastian
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Hallo Martin,
versuche mal einen UV/IR-Sperrfilter von Baader Planetarium (verwende ich auch in der Astrofotografie). Ich habe diesen auch vor mein Fotosetup geschraubt, und alles war gut. Der hat eine deutlich steilere Blockung und eine größere OD ab ca. 385nm, da Interferenzfilter, als die gewöhnlichen Absorptionsfilter aus dem Fotozubehör.
Baader Planetarium sitzt in Mammendorf, da kannst du sogar vorbei fahren, ist nicht so weit von dir...
Grüße,
Markus
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Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Antworten.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1593551087.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1593551087.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1590086166.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1590086166.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1590085886.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1590085886.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1595840890.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1595840890.jpg)(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1595866337.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1595866337.jpg)
Zunächst nochmal ein paar Erläuterungen.
Beleuchtet wird mit einer Convoy (Nichia UV-LED) mit UG11 als Filter. Als Kamera nutze ich eine Nikon 7200 und das Componon-S ist von Sebastian 8) . Ein einfaches Hama UV-Filter 43mm nutze ich als Emissionsfilter. Typischerweise (wie auch in den gezeigten Bildern) fotografiere ich Lumineszenz mit Unterbelichtung von 2-3 Blendenstufen.
Die vier Bilder sind gleich aufgenommen, abgesehen davon, dass das Objektiv beim Bergenit ein anderes war und ich deshalb keinen Emissionsfilter verwenden kann. Nachdem ich - was ich Euch so leider nicht zeigen kann - die Mineralien unter verschiedenen Optiken visuell betrachten kann - mein Stereo-Mikroskop, ein Fluoreszenzmikroskop mit unterschiedlicher Filterung in der Arbeit, die Kamera-Option dort, der visuelle Pfad der Spiegelreflex-Kamera und Das display-Bild der Kamera - weiss ich, dass der pink bis rote Beitrag im Apatit Bild nicht real ist. Einzelnen Stellen z.b. links des zentralen Apatits liegen im Schatten der Beleuchtung. Dort ist die eigentliche Farbe der Matrix sichtbar...
Es ist auch definitiv keine Frage der Augenempfindlichkeit. Umgekehrt leuchten die Apatite definitiv rosa. Das zeige ich später in einem anderen Bild, in dem das deutlich wird.
Ein wichtiger Unterschied zwischen den Stufen ist die Matrix, auf der die Kristalle jeweils aufgewachsen sind. Außer beim Apatit ist das jeweils Quarz (und der sollte bei UV 365 nm transparent sein.) Der Apatit kommt von Grub/Rinchnach, also vermute ich bei der Matrix eher Kalifeldspat aus dem Aplit...
Ich vermute, dass
- das Hama UV Filter tatsächlich nur OD1-2 hat und für den Zweck ungeeignet ist (war halt verfügbar...).
- in einem Fluoreszenzmirkoskop das Filter im parallelen Teil des Strahlengangs eingebracht ist und deshalb unter optimalem Winkel genutzt wird (also maximal effizient filtert), während bei meiner Freiflug-Optik Winkel nicht gut eingeschränkt werden. Deshalb ist ein Vergleich mit einem Fluoreszenzmikroskop (und den Standardlösungen dort) schwierig.
- die pink-rote Färbung eine Reflexion/Streuung des Uv-Lichts ist und das Filter locker durchschlägt. Bei den Stücken auf Quarz wird das UV-Licht eben nicht reflektiert, sondern transmittiert und schlussendlich wohl absorbiert. Anders beim Feldspat, der UV Licht zumindest z.T streut?
Reicht das, um das Problem zu beschreiben oder habe ich etwas wichtiges übersehen?
@Fabian
Nachtrag: Knipse doch einmal eine Metallfläche. Da ist sicher keine Floureszenz und du kannst das Filtersetup testen.
Sowas habe ich schon probiert. Fazit war: die UG11 bzw äquivalente Filterung der Lampe ist recht gut, der Hama UV eher nicht.... wie Du auch schon gemeint hast und siehe oben.
Ein GG435 hätte ich - aber leider im komplett falschen Format. Und meiner Erfahrung (am Gerät in der Arbeit) nach reicht das nicht bzw. hat Eigenlumineszenz.
Aber ja - ein gescheites Filter wäre schon fein.
@ Sebastian
Ja, das hatte ich auch schon bemerkt: stark leuchtende Umgebung verfälscht den Farbeindruck in der Lumineszenz deutlich mehr, als beim Tageslichtfotografieren. Umgekehrt auch, was z.B. das Calcit-Bild zeigt. Die rot lumineszierende Calcite beleuchten die Umgebung in rot... Beim Apatit kann ich das tatsächlich aber ausschließen. Im übrigen nochmal vielen Dank - das Componon-S ist fantastisch. Ich stell Dir mal Bilder zusammen...
@Hoi Markus
Klingt gut, das schau ich mir an...
P.S. Ich meld mich demnächst...
Danke schon mal an alle - vielleicht hat noch jemand andere Ideen und Kommentare?
Grüße,
Martin
EDIT: Hab noch das Bild vom Apatit unter Weißlichtbeleuchtung eingefügt.