Mineralienatlas - Fossilienatlas

Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia => Bilderdiskussionen / Image discussions => Thema gestartet von: Lexikon am 06 May 20, 00:34

Titel: Miargyrit
Beitrag von: Lexikon am 06 May 20, 00:34
Bilder Diskussion - Image Discussion

 (für mehr Informationen klicke auf das Bild / click on the picture to get more information)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1425308582.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1425308582.jpg)
Titel: Miargyrit
Beitrag von: Chrisch am 06 May 20, 00:34
Ich weiß nicht, aber für mich sind das rein kristallographisch eindeutig Arsenopyrit-xx. Der Myargyrit ist, wenn überhaupt, nur im Bruch am rechten Rand zu sehen.
Gruß Chrisch
Titel: Re: Miargyrit
Beitrag von: Elisabeth K. am 06 May 20, 08:38
Dem pflichte ich bei!
Titel: Re: Miargyrit
Beitrag von: Manfred Früchtl am 06 May 20, 13:01
Hallo,
danke für den Hinweis.
Es ist scheinbar statt dem Miargyrit, der auch auf der Stufe ist, dieser Kristall fotografiert worden.
Ich verständige denjenigen der zur Zeit auf die Lithothek zugriff hat mit der Bitte sich das anzuschauen.
Gruß Manfred
Titel: Re: Miargyrit
Beitrag von: Chrisch am 06 May 20, 22:25
Das sicherste Identifikationsmerkmal für Miargyrit (zumindest von der NHG, egal bei welchem Habitus!) sind die typisch trapezförmigen Anwachsstreifungen auf den ?"d"-Flächen der Goldschmidttafeln (falls es doch andere sind - meine Kristallographieübungen sind leider schon lange verjährt...), die auf den Wolfriedschen Bildern sehr gut zu sehen sind:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MediaDataShow#Medientabelle100
Dazu der Goldschmidt (Danke fürs Zusammen- und Einstellen, Witz!):
https://tw.strahlen.org/typloc/miargyrit.html
Der Auszug aus MOHS beschreibt es sehr anschaulich und treffend (ja, die Alten konnten das noch abseits der heutigen genormten Ausdrücke...):
"Bruch unvollkommen muschlig. [...] Metallglanz, in den metallähnlichen Demantglanz geneigt. Farbe eisenschwarz. Strich dunkel kirschroth. Undurchsichtig. In sehr dünnen Splittern dunkel blutroth durchscheinend. Sehr milde."
Wenn dann noch die oft nur schwer erkennbaren dunkelroten Innenreflexe an angebrochenen Kristallen zu sehen sind, kann man i.d.R. relativ sicher Miargyrit an die Bräunsdorfer Stufe schreiben.
Gruß Chrisch
Titel: Re: Miargyrit
Beitrag von: Manfred Früchtl am 07 May 20, 11:31
Danke Chrisch,
sehr gute Beschreibung.
Gruß Manfred
Titel: Re: Miargyrit
Beitrag von: Chrisch am 18 Dec 23, 23:09
Da wir das Thema Bräunsdorfer Arsenopyrit letztens erst wieder hatten - gibt's hierzu neue Erkenntnisse?

Gruß Chrisch