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Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Voalbeagar am 11 May 20, 17:22
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Hallo weiß jemand was das sein könnte? Habe beide Steine am Bergisel gefunden und als ich sie aufgebrochen habe stank es nach faulen eiern.
Würde mich freuen wenn das jemand wüsste.
Lg aus Innsbruck
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Hallo Voalbeagar,
Runde Gasblasen, die sich im Inneren von Gesteinen finden, sind charakteristisch für Glasschmelzen (auch Schlacken). Da es sich aufgrund mangelnden regionalen Vulkanismus wohl kaum um einen Obsidian handelt ist seine Herkunft menschlich bedingt - also ist es Schlacke.
Gruß von Klaus
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Hallo Klaus, vielen Dank für Ihre Antwort, das könnte sein ich habe sie neben einem erkundungsstollen vom BBT gefunden, aber wissen Sie was das silbrige sein könnte? Ich glaube es könnte vielleicht Blei sein aber es schmiert nicht. Liebe grüße
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Also der Geruch nach faulen Eiern ist ein deutlicher Hinweis auf Schwefelwasserstoff.
Mir sieht es auch nicht nach Schlacke aus - eher klastische (Sediment-)Gesteine. Wobei das erste Stück eher wie Sandstein od. Brekzie (eckige Klasten) wirkt, das zweite wie Grobsandstein/Konglomerat (runde Quarzkomponenten).
Anscheinend mit Pyrit/Markasit ... was bei einem ehemals organischen Anteil in einem Sediment durchaus plausibel wäre ...
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Vielen Dank ich glaube wir kommen der Sache näher hier nochmal eine andere Ansicht. Liebe grüße
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hmm - bei dieser Ansicht hätte ich allerdings dem Vorschlag "Schlacke" zugestimmt .....
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60x vergrößerung
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Ich denke nicht, dass der Stein natürlichen Ursprungs ist, auch des Geruches nach Schwefelwasserstoff wegen. Bei Anwesenheit von Pyrit entsteht in der Regel Schwefeldioxid-Geruch. Die 'Blasen' sind möglicherweise auch durch schlecht gebundene und heraus gefallene Körner entstanden.
Könnte es sich um ein Stück Mörtel/Beton (mit 'unkonventionellen' Bestandteilen) handeln?
Thomas
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Hallo Thomas ich weiß nicht für Mörtel/Beton ist es ziemlich schwer und hart. Ich habe die beiden steine unabhängig in einem Radius von vlt 2m gefunden der einzelne stein kam von einem größeren vlt 10kg stein dennoch haben sie beide große ähnlichkeit außerdem waren sie 5m vom Ufer der Ach entfernt. Lg
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Hallo.
Hä , was jetzt .
Am Bergisel ? Oder am Bach unten ?
Für mich ist das einfach nur Beton und warum das nach faulen Eiern riechen soll kann ich nicht beurteilen ;D
Vielleicht war der Zement schlecht .
Loismin
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Hallo,
da reicht etwas liegen im organischen Gammel, der Geruch geht kaum weg.
LG
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Am Bergisel an der ach unten und der Geruch kam eindeutig aus dem Stein. Ich bin kein Baumeister oder Betonmischer aber da müsste einiges Schief gelaufen sein denken Sie nicht? Lg
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Ich schrieb ja "mit unkonventionellen Bestandteilen" ;D
Schlacke/Asche aus der Kohle/Koks-Verbrennung riecht z.B. in Verbindung mit Feuchtigkeit nach Schwefelwasserstoff. Ich kann mir vorstellen, dass es Leute gibt, die sowas in den Beton mischen ::)
Vielleicht ist tatsächlich was schief gelaufen und wurde deswegen entsorgt ...
Thomas
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Hallo.
Hä , was jetzt .
Am Bergisel ? Oder am Bach unten ?
Für mich ist das einfach nur Beton
Beton kam mir ganz am Anfang auch in den Sinn (bes. bei Stein 2) - aber bei Stein 1 sind in der Vergrößerung doch sehr organisch wirkende Strukturen vorhanden (sh. Ausschnittsvergrößerung), und bei "Stein 2" scheinen doch irgendwelche "metallisch wirkenden" Komponenten dabei (am Foto aber wirklich sehr schlecht zu erkennen), was auch gegen Beton spricht, aber eben Schlacke etc. wieder eher in den Bereich des Möglichen rücken würde.
Und die Struktur im ersten Foto bei "60 x vergrößerung" bereitet mir überhaupt Kopfzerbrechen .....
Nachdem die Steine also ausm Bach stammen, könnten ja 2 grundsätzlich verschiedene Stücke vorliegen - also bitte, Vorarlberger, schreib bei den Detailfotos, der Außenansicht etc. überall dazu, was "Stein 1" (nach der Reihenfolge im Eingangsbeitrag) und was "Stein 2" ist ...
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Da haben Sie vollkommen Recht, Ich werde sie untersuchen lassen und neue fotos schießen und einen neuen Blog schreiben. Dankeschön für Ihre bemerkenswerte Auskunft und Interesse
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Hallo,
vor etlichen Jahren habe ich genau dieses Zeugs in der Sillschlucht gefunden; müsste dort auch heute noch in ordentlichen Mengen zu finden sein. Es hat sich als Schlacke aus dem Ferrosiliziumwerk Matrei herausgestellt. Bei den im Bruch hochglänzenden silbrig-grauen Einschlüssen handelt es sich um Ferrosilizium. Mir ist auch mal ne entsprechende Publikation untergekommen, in der diese Schlacken aus der Sill beschrieben wurden. Ich finde sie nur nicht mehr...
Grüße
Sebastian
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Da könnten Sie ins grüne getroffen haben. Sehr interessant!
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Hallo,
vor etlichen Jahren habe ich genau dieses Zeugs in der Sillschlucht gefunden; müsste dort auch heute noch in ordentlichen Mengen zu finden sein. Es hat sich als Schlacke aus dem Ferrosiliziumwerk Matrei herausgestellt. Bei den im Bruch hochglänzenden silbrig-grauen Einschlüssen handelt es sich um Ferrosilizium. Mir ist auch mal ne entsprechende Publikation untergekommen, in der diese Schlacken aus der Sill beschrieben wurden. Ich finde sie nur nicht mehr...
Grüße
Sebastian
Das ist absolut richtig. Diese Schlacken habe ich auch schon vor fast 50 Jahren in der Sillschlucht gefunden. Ob noch viel davon zu finden ist, weiss ich nicht.
edit Mod.:
siehe auch:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,29603.0.html
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,25974.0.html