Mineralienatlas - Fossilienatlas

Gesteine / Rocks / Rocas => Bestimmung von Funden / Determination of findings => Deutschland / Germany => Thema gestartet von: Rene1983 am 04 Jun 20, 20:49

Titel: Was sind das für Ablagerungen
Beitrag von: Rene1983 am 04 Jun 20, 20:49
Hallo zusammen

Da mir Grad so schön geholfen würde habe ich gleich noch mal 2 Funde mit dehnen ich nix anfangen kann. Bild 1 hat viele kleine Kiesel eingeschlossen und sieht bräunlich aus. Hatte schon mal einen ähnlichen Fund der wie ein Hundehaufen aus sah aber stein hart war. Diesmal hat es eine andere Form.

Bild 3 Sind die Kiesel wie mit Kunstharz verklebt.
Beide Stücke sind von der Elbe schon schön rund geschliffen

MfG Rene
Titel: Re: Was sind das für Ablagerungen
Beitrag von: felsenmammut am 04 Jun 20, 21:48
Glück Auf!

bitte beachten und anwenden: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Einsteigerguide

Wie groß ist das Stück? Die Elbe ist sehr lang. Bitte grenze den Fundort etwas ein. Wenn das Bindemittel zwischen den Quarzkörnern ebenfalls so hart ist wie die Quarzkörner und nicht krümelt, könnte das Stück ein Sedimentärquarzit sein.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut
Titel: Re: Was sind das für Ablagerungen
Beitrag von: stoanklopfer am 05 Jun 20, 05:59
Das sind abgerollte Stücke eines (Quarz-)Konglomerates.

Wenn das Bindemittel zwischen den Quarzkörnern ebenfalls so hart ist wie die Quarzkörner und nicht krümelt, könnte das Stück ein Sedimentärquarzit sein.

Was bitte ist ein "Sedimentärquarzit"? Quarzit ist ein metamorphes Gestein, was Du meinst ist wahrscheinlich ein diagenetisch verkieselter Sandstein.
Titel: Re: Was sind das für Ablagerungen
Beitrag von: Harzsammler am 05 Jun 20, 08:28
...mir ist dieses Gestein als Tertiärquarzit bekannt:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Terti%C3%A4rquarzit

Grüße,
Michael
Titel: Re: Was sind das für Ablagerungen
Beitrag von: oliverOliver am 05 Jun 20, 15:02
ja das ist die alte Verwirrung stiftende Unsitte, dass eingekieselte Sandsteine als "Quarzit" bezeichnet werden.
Solange es aber nicht eindeutig metamorph überprägt ist, bleibt es trotzdem Sandstein - auch wenn dieser noch so gut und "glasig" eingekieselt ist.
(selbes Problem wie bei den ungarischen und slowakischen Hydro-/Limnosiliziten, die auch gerne fälschlich als "Süßwasserquarzit" bezeichnet werden)