Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Schlacken, Gläser, Verhüttungsprodukte / slags, glasses, smelting products => Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten => Thema gestartet von: Anja K am 23 Jun 20, 13:00
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Meine Kinder haben dieses Metall auf ein Acker gefunden!
Es ist nicht magnetisch!
Und lässt sich auch mit einen Brenner nicht schmelzen!
An stellen wo man es putzt ist es sehr glänzend!
Wäre sehr dankbar über Antworten oder eventuell wenn jemand wüsste, wo man das testen lassen kann !
MfG Anja K.
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Hallo,
ich halte es für Aluminium nach einem Lagerfuer - aber es fehlen alle wichtigen Angaben.
Für eine Analytik ="testen lassen kann" ist das Mitglied Joy garantiert der Richtige.
Ich halte eine EDX an einem Span/Bruchstück für zielführend und 15 Eus sind nicht die Welt. In der Firma zahle ich ein vielfaches mehr in virtuellen Coins.
Die Website:
http://www.mineralanalytik.de
Die Analyse:
http://www.mineralanalytik.de/de/edx-analyse
LG
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Außer Aluminium halte ich Zink für eine weitere Möglichkeit. Die Klumpen sind groß genug, um die Dichte hinreichend genau (zu Hause) ermitteln zu können.
Thomas
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Stimmt - könnte aber auch Blei sein. Kein Wort über das Gewicht/Dichte. Wobei ich glaube bei einem Bleiklumpen würde da irgendwo "schwer" stehen. Aber wir können nicht hellsehen und die Frage war nach einer Test-Stelle ;-) Da auch keine Angaben über den "Brenner" gemacht wurden, kann Blei mit ca 330°C, Zink mit 420°C und Aluminium mit ca 650°C alles noch möglich sein.
Aber ich bin jetzt mal nicht ungeduldig und warte auf weitere Tipps zum Raten.
LG
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Mein Vater hat es mit einen Schweißbrenner getestet!
Ist auch nicht besonders schwer!
Es lässt sich mit einem Taschenmesser auch nichts abkratzen...
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Die Form der Klumpen deutet aber klar auf eine Schmelzbarkeit hin. Und mit einem Schweißbrenner lassen sich auch hinreichend hohe Temperaturen erzeugen. Wie stark wurden die Dinger denn erhitzt? Bis zur hellen Rotglut?
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Leider kann ich ihn nicht mehr fragen, er hat damals nur gesagt das er es mit seinen Brenner versucht hat zu schmelzen und es nicht Funktioniert hat! ( ich gehe aber schon davon aus das er es recht hoch temperiert hat, da er sich durch seine Autoreparaturen gut damit auskannte)
Danach war unser Fundstück mehrere Jahre verschwunden!
Jetzt nach seinem Tod haben wir es gut behütet in seinem Schrank wiedergefunden...
Und die fragen nach dem ( was es ist ) geht wieder weiter...
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Hallo,
dagegen spricht aber das Stück Holzkohle im ersten Bild oben links.
LG
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Hallo,
es ist, um eine hier im Forum oftmals erhoffte Antwort zu geben, mit 100%iger Sicherheit kein Meteorit.
Um herauszufinden was genau dort aufgeschmolzen und wieder abgekühlt ist, bedarf es mehr Informationen.
Grüsse
Stefan
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Wie im ersten Antwort-Beitrag: 15 Eu in die Hand nehmen, überweisen und analysieren lassen. Alles andere ist raten!
Sicher ist aber: Es ist kein Mineral oder Fossil!
Oder mal einen erfahrenen Schlosser fragen.
LG
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So - ich gehe mal davon aus, dass es keine Sonderlegierung ist.
Leichte Elemente mit einem Schmelzpunkt von über 1000°C sind
Beryllium 1278°C und einer Dichte von 1,85
Bor 2300°C 2,34g/cm3
Scandium 1539°C und 3,00g/cm3
Beryllium verbrennt beim Erhitzen und ist dunkler
Bor verbrennt beim Erhitzen
Scandium sollte den Schweißbrenner auch nicht überleben.
Also bleiben in meinen Augen nur zwei Möglichkeiten:
Zink ist nur etwas leichter als Eisen und würde vor dem Brenner (richtig gemacht) schmelzen
Aluminium ist deutlich leichter als Eisen und würde vor dem Brenner schmelzen.
Alles was richtig erhitzt werden kann - ohne Schmelzen oder Verbrennen - ist meist so schwer wie Eisen oder schwerer.
Fazit: Etwas passt nicht.
Wenn ein Holzkohlestück eingeschlossen ist - bitte kontrolliere es - liegt der Schmelzpunkt unter maximal 1100°C.
Ich habe mal mit Müh und Not Silber mit 960°C im Gartengrill geschmolzen, das war echt heftig und sollte in etwa die Grenze sein.
LG
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Wenn ein Holzkohlestück eingeschlossen ist - bitte kontrolliere es - liegt der Schmelzpunkt unter maximal 1100°C.
Dieser schwarze Einschluss kann alles mögliche sein. Holzkohle ist bisher nur deine Vermutung, aber durch nichts belegt.
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Deswegen schrieb ich ja - bitte kontrollieren! und im Konjunktiv.
Genauso wie in meinen Augen des Schmelzen eines leichten, nicht brennbaren Metalls vor dem Schweißbrenner mit rund 2000°C möglich ist.
LG
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So ich habe das gute Stück einfach mal auf die Küchenwage gelegt.
Leicht oder schwer ist ja für jeden, ein anders empfinden...
Das schwarze war fester schwarzer Sand...
Mein Mann war damals auch beim Juwelier der Schmuck repariert , die haben es auch versucht zu schmelzen, konnten ihm auch nicht sagen was das für ein Metall ist...( hatte ich auch vergessen das er da war)
MfG Anja K.
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Jetzt fehlt nur noch das Volumen :-)
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Dichte
Aber wenn das vor dem Schweißbrenner nicht schmelzbar ist, investiere 15Eus und berichte.
Ich bin raus - mit fällt nichts mehr ein.
LG
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Glück Auf!
Lässt sich das Objekt mit einem Stahlwerkzeug/Messer ritzen? Lässt es sich leicht oder schwer ritzen? Falls möglich, einen kleinen Splitter/Span in konzentrierte Salzsäure legen (Arbeitsschutz beachten). Eventuelle Gasentwicklung und Färbung der Lösung dokumentieren. Ich würde auch etwas synthetisches Silikatisches nicht ausschließen. Die Tests helfen aber nur bei der Eingrenzung, nicht zur genauen Benennung der Substanz.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenammut
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So wenn ich jetzt alles richtig gemacht habe, hat das Metal eine Dichte von ca 2,5
MfG Anja K.
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Hallo,
es passt sehr gut zu meiner ersten Vermutung: Aluminium.
Dein Wert ist 2.5g/cm3 - Literatur ist 2.7g/cm3.
Alu ist beim Schmelzen gemein - teilweise sieht man es nicht unter der Oxidschicht.
Und die Wärmekapazität ist sehr hoch mit 0.888 J/g/K. Deshalb werden Kühlkörper gerne aus Alu gemacht, befriedigende Wärmeleitfähigkeit und hohe Wärmekapazität.
Das macht es schwer Alu zu schmelzen. Du "bekommst die Hitze nicht rein" heißt es im Laborjargon. Aber das ist keine Analyse, sondern Bestimmung nach Indizien.
LG
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Ja aber ein Ace/Sauerstoffbrenner macht ca. 3200° ,wenn man den 6-9er nimmt kann man damit auf jeden Fall was abschmelzen ,zur Not könnte man den größten Teil in Mineralwolle einpacken ,wenn das net reicht muss der Schneidbrenner ran ;D aber ich denk Alu passt schon .
Die 0,2 Ungenauigkeit sind ok denk ich , evtl. durch Blasen oder Dreck im Klumpen .
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Hallo Robert,
ganz ehrlich: Wenn jetzt noch Zweifel bestehen muss eine Analyse her. Wie gesagt: Ein Sägespan/Bohrspan oder irgendwas in der Art zu Joy und Anja weiss es genau. Dann gibt es keinen Zweifel mehr. Und für 15 Eu das Ding zur Werkstatt schleppen, betteln und schauen ob alles richtig gemacht wird, mit dem 5er in die Kaffekasse usw - nee danke, dann richtig.
LG
Nachtrag: Danke an Anja, nicht alle machen sich die Mühe die Dichte zu bestimmen!