Mineralienatlas - Fossilienatlas

Fossilien / Fossils / Fósiles => Sonstige Fossil-Themen / Other fossil themes => Präparation, Werkzeuge, Gerätschaften => Thema gestartet von: Lexikon am 28 Aug 20, 09:53

Titel: Hoplolichas tricuspidatus - Präparation
Beitrag von: Lexikon am 28 Aug 20, 09:53
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Titel: Hoplolichas tricuspidatus
Beitrag von: etalon am 28 Aug 20, 09:53
Hallo zusammen,

auch wenn ich mit den Dingern nicht wirklich was anfangen kann, so stellt sich mir doch die Frage: Wie zum Geier präpariert man so etwas? Kann mir jemand erklären, wie das geht, ohne das extrem filigrane Fossil zu beschädigen?

Grüße Markus
Titel: Re: Hoplolichas tricuspidatus
Beitrag von: Gerdchen am 28 Aug 20, 11:31
Hallo Markus,

bei Steinkern.de war mal eine, bzw mehrerer Bilderreihe/n einer Präparation Marokanischer Trilobiten eingestellt. Das Prinzip ist das Gleiche. Viel kleben und manchmal rekonstruieren.

https://www.steinkern.de/praeparation-und-bergung/trilobiten/1177-kvl-ceratarges-ziregensis-1.html

Gruß
Gerdchen
Titel: Re: Hoplolichas tricuspidatus
Beitrag von: etalon am 29 Aug 20, 10:25
Hallo Gerd,

danke für den Link. Aber so zerstört und dann geklebt sehen die hier für mich gar nicht aus. Vielleicht kann ich es aber auch mangels Erfahrung nur nicht erkennen. Einige Fragezeichen bleiben meinerseits jedoch schon...

Grüße Markus
Titel: Re: Hoplolichas tricuspidatus
Beitrag von: Johannes Kalbe am 29 Aug 20, 13:20
Bei der Präparation dieser Nadelkissen steckt, wenn gut präpariert, ein extrem hoher Zeitaufwand dahinter. Da es sich dabei aber um hochwertige Stücke handelt, ist auch die Motivation da, "nachzuhelfen". Insbesondere bei den russischen Trilobiten steckt da (auch bei zusammengepuzzelten Exponaten) eine hohe Handwerkskunst dahinter, oft ist zerstörungsfrei nicht zweifelsfrei feststellbar, wie hoch der Kunststoffanteil ist und zu wievielen einzelnen Individuen die originalen Teile gehörten.

Ich habe auf Messen jahrelang als Gutachter für Fossilien und (gegen nicht gekennzeichnete) präparatoischen Manipulationen im Paläobereich gearbeitet. Und gerade bei diesen russischen Exponaten gilt noch mehr als anderswo: "Know your Dealer", bzw. Präparator. Richtig sicher sein kann man sich hier eigentlich nur, wenn man die Rohlinge kauft (oder selber sammelt) und beim Präparator seiner Wahl präparieren läßt.