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Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralienbilder / Mineral Pictures => Mikroskop- und Makroaufnahmen => Thema gestartet von: Peter-1 am 30 Sep 20, 17:41
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Liebe Mikroskopiker,
mit welchen Auflichtobjektiven incl. Fluoreszenz (365nm) fotografiert ihr?
Ich suche nach einem bezahlbaren Objektiv im Bereich 4x - 8x mit hoher Apertur und gleichzeitig großem Arbeitsabstand. Beide Forderungen stehen fast im Widerspruch. Oder doch nicht?
Die meisten Objektive verschleiern das Bild durch Eigenfluoreszenz.
Bin sehr gespannt ob es eine Lösung gibt.
Peter
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Hallo Peter
Meine Lösung ist, das Emissions-Filter vor dem Objektiv zu nehmen. Nicht optimal, aber na gut.
Alternative sind z.B. Zeiss Objektive für Fluoreszenzmikroskopie. Bislang hab ich die nur in der Arbeit verwendet, weil die Kosten mein Budget locker sprengen....
Und da wird es mit "bezahlbar" eben schwierig.
Aber es gibt bestimmt noch andere mit noch mehr Erfahrung als mich.
Gruß derweilen
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Hoi Peter,
ich verwende an meinem Epilumineszenzspektrometer ein Spiegelobjektiv von Beck Ealing mit 15x/0,28. Das hat auch einen ordentlichen Arbeitsabstand von 1“ glaube ich (müsste ich jetzt nachsehen). Die Beck Ealing Spiegelobjektive gibt es nur noch auf dem Gebrauchtmarkt und auch mit anderen Vergrößerungen. Nachbauten davon findest du neu auch bei Edmund Optics. Die Preise sind aber eher was für höhere Besoldungsstufen... Reine Spiegelobjektive sind auch die einzigen Mikroskopobjektive die ich kenne, die wirklich keine Autolumineszenz haben. Aber ist das für deine Anwendung überhaupt nötig? In der Regel funktioniert der Aufbau von Martin einwandfrei bei einem Bruchteil der Kosten...
Grüße Markus
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Hallo Peter,
noch eine Frage: beleuchtest Du UV durch das Objektiv? Dann geht das mit dem Filter natürlich nicht. Aber Du hast dann auch die volle UV-Lichtstärke erstmal auf den Linsen. Eventuell lohnt es sich, extern zu beleuchten.
Gruß, Martin
P.S. http://www.beckoptronic.com/products/reflecting-objectives/ (http://www.beckoptronic.com/products/reflecting-objectives/)
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Hallo Martin,
wie in der Fluoreszenz-Mikroskopie üblich wird das Objektiv auch von der Anregungsstrahlung durchleuchtet. D.h. die Eigenfluoreszenz der Linsen und Kittungen im Objektiv müssen frei von Eigenfluoreszenz sein, sonst überzieht ein Schleier das Bild. Oft ist der Arbeitsabstand zwischen Objektiv und Objekt nur <= 1mm. Somit eine seitliche Beleuchtung kaum zu machen.
Die Auflichtobjektive habe ich soweit es geht mit großem Arbeitsabstand ausgewählt, aber eben nicht immer für die UV-Anregung geeignet. Dass Spiegelobjektive eine etwas bessere Variante sind ist mir klar.
Aber extra ein dickel Spiegelobjektiv zulegen ? Da muß eben die Bildverarbeitung an das flaue Bild.
Gruß
Peter
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Hoi Peter
wie in der Fluoreszenz-Mikroskopie üblich
Das kommt auf die Anwendung an... Das bezieht sich zugegebener Maßen nicht auf Standard-Fluoreszenzmirkoskopie aus der Biologie. Bei meinen Anwendungen war (ist) das reine Abbilden nur ein nettes Zubrot. Wir hatten viele Diskussionen mit den diversen Herstellern, alternative Beleuchtungsformen zu bekommen, machen mittlerweile einiges selbst. U.a. wegen der Eigenfluoreszenz von Linsen, schaltbaren Chromophoren etc die einen zusätzlichen Aufbau brauchen aber auch recht dreidimensionalen Objekten, bei denen die Beleuchtung durch das Objektiv nicht vorteilhaft war.
Ja auch wenn der Abstand dann nur 1 mm ist - das Licht muss da halt hinein. Lichtleiter, Grenzflächenkopplung, Laser statt LED, Mikrooptiken. Ist recht vielfältig und oft reicht eine einzelne Lösung nicht. Für daheim geht es mit externer Beleuchtung ganz ordentlich bis x10, da kommt das Licht noch so ganz gut am Objektiv vorbei.
Gruß, Martin
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Der Villiaumit schaut aber schon hübsch aus!
:)
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Hallo Peter,
Dass Spiegelobjektive eine etwas bessere Variante sind ist mir klar.
Dann verstehe ich die Frage nicht.
Aber extra ein dickel Spiegelobjektiv zulegen ?
Spiegelobjektive sind nicht dicker als normale Objektive, wenn man die Richtigen nimmt...
Gruß Markus
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Hallo Markus,
ich kenne nur die Spiegelobjektive von Carl Zeiss Jena, und das sind schöne Brocken.
Objektive mit Ringspiegel für die Dunkelfeldbeleuchtung habe ich. Z.B. Neo SPlan 10x
Peter
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Hallo Peter,
ja, das stimmt. Die von Zeiss sind schon rechte Klopper, vor allem der Riesenberg-Spiegel...
Aber wie gesagt, da gibt es von anderen Herstellern auch schlankere Vertreter.
Natürlich kann man für schöne Bildchen mit wenig Aufwand auch die Software bemühen. Sobald du aber mit entsprechender Nachweisgrenze messen willst, wird es mit Autolumineszenz komisch...
Grüße Markus