Mineralienatlas - Fossilienatlas
Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición => Artefakte - Fundstücke / artifact - findings / artefactes - objeto hallado => Thema gestartet von: pery am 09 Oct 20, 17:45
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Servus zusammen,
Ich habe neulich bei einer Exkursion eine Grubenlampe gefunden.
Leider hat der Zahn der Zeit ordentlich Spuren hinterlassen, was nicht weiter verwunderlich ist.
Die Grube existiert seit gut 40 Jahren nicht mehr.
Vielleicht ist aber jemand von euch dennoch in der Lage zu erkennen um welches Modell es sich handelt?
Über jede Info bin ich dankbar! ;)
Glück Auf
Felix
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1602258220.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1602258220.jpg)
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Glück Auf!
Kannst Du den Standort der Grube geographisch eingrenzen? Es würde sicherlich zur Unterstützung motivieren bei den sich dann angesprochen fühlenden Lokalkennern.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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Servus Markus
Wölsendorf, what else ;D
VG und Glück Auf
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Servus Felix,
schwer zu sagen bei der Erhaltung und ich bin auch kein Lampenspezialist.
Im Vergleich mit meinen paar Funzeln viel mir auf, dass der Bügel am Karbidbehälter befestigt ist. Wahrscheinlich ist die Karbidlampe durch eine Schraube vom Bügel zum Deckel des Wassertanks verschlossen worden. Andererseits könnte die Verdickung des Bügels auch ein Gelenk sein, es ist aber unwahrscheinlich das dies eine Spannvorreichung war, weil dann der Bügel am Wassertank befestigt währe.
Weitere Bilder vom Deckel des Wassertanks und des Bügels sowie den Abmessungen der Lampe wären für die wirklichen Lampenkenner sicher hilfreich zur Bestimmung.
Glück Auf
Josef
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Hallo Josef,
Vielen Dank für deine Einschätzung!
Ich habe die Lampe nun über Nacht in Oxalsäure eingelegt und inzwischen erkennt man ein wenig mehr.
Es sieht fast so aus als ob im Haltebügel ein Gewinde war, in dem eine Stellschraube steckte die auf die Lasche des Wasserbehälters drückt. Die zwei Teile des Geleuchts also einfach zusammengespannt wurden mittels dieser Schraube (?).
Glück Auf
Felix
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1602319397.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1602319397.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1602319381.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1602319381.jpg)
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s. https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Geleucht
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Hallo Felix,
die hat große Ähnlichkeit mit meiner.
Meine ist aber aus dem Kohlebergbau, eine Karbid-Lampe.
Ein Tipp, die Teile in destilliertes Wasser legen, das entfernt im laufe der Zeit den Rost.
Das Wasser alle ca. alle 6 Wochen erneuern und das etwa ein Jahr lang.
Eigene Erfahrung und von einem Freund, wird auch mit archäologischen Funde aus Eisen so gemacht.
Gruß
Manfred
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Servus,
Vielen herzlichen Dank für euere Ratschläge und Infos !! :)
Das bringt mich schon ein großes Stück voran.
Im direkten Vergleich mit dem Geleucht im link, denke Ich das es sich um folgende Lampe handelt:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1382844507.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1382844507.jpg)
Das Bergbaurevier stimmt ja ebenfalls :)
Danke und Glück Auf
Felix
PS: Das mit dem destillierten Wasser werd ich direkt ausprobieren, vllt kann man ja optisch noch mehr rausholen.
(Oxalsäure wird gern bei militaria verwendet, beaonders wenn Leder im Spiel ist)
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Hallo,
ich habe es noch nie selbst gemacht, aber "Entrosten Elektrolyse Eisen" liefert einige Anleitung, meist im alkalischen Medium.
https://www.rostschutz-forum.de/index.php?thread/2205-methoden-zur-rostbeseitigung-elektrolyse-eisen-m%C3%BCnzen/
gibt einen detaillierten Text zumindest, der mir logisch erscheint.
LG
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Hallo Felix,
es handelt sich um eine Karbid-Handlampe von Wilhelm Seippel, Bochum in Westfalen, wohl aus den 1930er Jahren.
Es fehlen die Spannschraube, das Gehänge, der Wassertankdeckel, die Wasserschraube und der Brenner.
Die Lampe auf dem Foto in deinem Beitrag von 11:57 kommt aus England (Hersteller evtl. Premier, bin aber nicht sicher, da ich aus dem Thema Grubenlampen schon einige Zeit raus bin) und ist auch neuer (wohl 1960er Jahre).
Gruß und Glück auf!
Uwe
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Wahnsinn Uwe ;D
Vielen Dank für deine Expertise!!
Glück Auf
Felix
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Hallo,
auch wenn der Thread alt ist:
Ich habe gestern eine Lösung mit 1TL Natrium-Bicarbonat, =Backnatron oder Kaisernatron im Supermarkt, und Leitungswasser angesetzt.
Als Objekt diente eine alte Säge, bei der mit der Bohrmaschine und dem Drahtbürsten-Aufsatz nichts mehr zu holen war.
Eine Stelle blank geschmirgelt und 5V von einem USB-Ladeteil angelegt (USB-Stecker war kaputt). Die Säge war Minus und Eisennagel war Plus.
Nach 24h hier das Ergebnis, da geht bestimmt noch mehr! Die Säge ist nur abgewischt...
LG
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Servus Fabian,
klasse Ergebnis!
Ich würde das gern selbst mal ausprobieren.
Kannst du ein Bild von deinem Aufbau mit ein paar Infos dazu einstellen?
Würde mich brennend interessieren ;)
Grüße & GA
Felix
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Naja, Aufbau:-)
Plastikdose in Becherglas - Dose alleine zu leicht, Glas und Metall naja...
Kontakt per Wäscheklammer
Dann Eisennagel als Anode, Objekt wird Kathode = Minuspol.
Strom per USB-Netzteil und Lüsterklemme
LG
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Hallo,
besser funktioniert das nach meiner eigenen Erfahrung wenn man anstelle des Eisennagels ein Stück Edelstahl verwendet und an dieses den Pluspol anschließt. Der Minuspol kommt dann an das zu reinigende Objekt. Optimale Ergebnisse gab es bei diesem Aufbau: Einen Edelstahlbehälter (z.B. einen Kochtopf oder Gastronormbehälter entsprechender Größe) verwenden, darin ohne direkten Kontakt zum Metall des Behälters das zu reinigende Objekt (an einem Stück Holz oder anderem nicht leitenden Material befestigt) möglichst mittig plazieren und als Stromquelle ein Ladegerät für Autobatterien verwenden.
Sollte man nur an einem gut belüfteten Ort tun da bei dem Prozess brennbare Gase freigesetzt werden können.
Gruß und Glück auf!
Uwe
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Hallo,
Ja, dein Ansatz ist bestimmt besser.
Der erste Trick bei diesen Sachen ist eine homogene Feldverteilung. Spitzen, Ecken und Kanten werden bei der Elektrolyse bevorzugt. Daher ist ein Topf bei runden Objekten besser. Mein Ansatz war "möglichst einfach" und ein Nagel hat fast die Symmetrie einer Säge ;-) Und viel größer ist viel besser!
Die Spannung von 5V reicht scheinbar völlig aus, was auch logisch ist. Die Redoxpotentiale der Reaktionen um H2, Fe2+ und Fe3+ liegen alle im Bereich unter 5V, sogar unter 1V. Die 12V fördern nach meiner Beobachtung zwar die Stromdichte, aber auch den Kanteneffekt. Ich habe bewusst nur 1Tl Natriumbicarbonat auf 1L Wasser eingesetzt. Dadurch ist die Leitfähigkeit gering und der Kanteneffekt wiederum vermindert.
Aber was mir noch nicht klar ist, vielleicht hilft da ein Chemiker :-) : Läuft die Reaktion über Fe3+ zu Fe2+ über Wasserstoff in status nascendi oder wirklich über Abscheidung? Die Lösung wurde grün, also reduziert zu Fe2+.
Die angesprochenen brennbaren Gase sind Wasserstoff. Bei 27Ah werden 2g oder 22.4l freigesetzt, die sich unter der Decke sammeln. Über 2% ist es entzündbar und über 4% ex-fähig. Die Werte sind meist kaum zu erreichen.
Zum Thema Edelstahl: Wird dann nicht Ni und Cr gelöst? Beides in löslicher Form sehr ungesunde Elemente. Daher empfehle ich Handschuhe auf jeden Fall, Nickel als Hautallergen und Cr für "Maurerkrätze"!
LG